Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Mittwoch, 29. August 2007

Libelle

Morgen ist es genau ein Jahr her, dass ich Libelle über die Regenbogenbrücke gehen lassen mußte.
Flip hilft mir zwar über Trauer um sie weg, aber vermissen tue ich sie trotzdem noch sehr und denke häufig an sie.
Bei jedem Regenbogen, den ich sehe, wünsche ich mir, dass sie am anderen Ende auf der ewigen Koppel grast und ausgelassen (ohne Schmerzen) herumtoben kann und ich sie vielleicht doch einmal wiedersehe.
Es ist gut, dass die beiden so unterschiedlich sind.
Jeder hat seine Qualtäten und sie können und müssen nicht gegeneinander konkurrieren.
Es ist zwar nicht mehr ganz als wäre es erst gestern gewesen aber vergessen werden ich sie nie!

Zwischenbericht

Am Dienstag war Tanja bei uns und hat mit uns bzw. hauptsächlich Kay und Aquino Respektsübungen gemacht.
Kay war ja beim ersten Mal nicht mit dabei und hat daher einige Tips bekommen, die ich schon kannte und mit Flip in den letzten 2 Wochen geübt hatte. Aquino muss lernen schneller zu reagieren und Kay, dass auch er aufmerksamer ist und schnelleren Gehorsam von Aquino verlangt.
Flip war an dem Abend nicht fit. Er hatte gar keine Lust zu zeigen wie gut wir geübt hatten (das nennt man auch Vorführeffekt) und war so lätschig, dass wir sogar Fieber gemessen haben (zum Glück hatte er aber kein Fieber). Wir haben in trotzdem in Ruhe gelassen denn bei ihm gab es auch keinen direkten Handlungsbedarf.
In zwei Wochen werden wir Tanja wieder treffen und dann mal einem "Join-Up" mit Aquino machen. Mal sehen wie das läuft.

Heute bin ich ohne Sattel mit Flip eine Runde draußen gewesen denn ich hatte gerade ein gutes Gefühl im Bauch und keine Lust selber zu laufen. Das hat Spaß gemacht.
Flip wollte mal umdrehen und Richtung Heimat laufen aber ich habe ihn wieder "auf Spur" gebracht und dann hat er sich überzeugen lassen, dass wir noch ein Stück weiterreiten.
Als Jugendliche mit Mopet und Fahrrad über den Feldweg geheizt kamen, bin ich dann aber abgestiegen und heimgelaufen. Wir sind noch in den Longierzirkel gegangen und haben etwas Übergänge geübt und er hat schön auf Stimme und Körpersprache reagiert. Aus dem Schritt Angaloppieren war neu für ihn und man hat sehen können wie er darüber nachgedacht hat. Meistens hat er zum Angaloppieren den Hintern gelupft und ist eher in den Galopp gehüpft.
Weil er gut mitgemacht hat sind wir noch eine Runde um den Stall gelaufen und haben es dann gut sein lassen.
Hier noch ein Bild des "Empfangskomitees" als wir auf dem Rückweg am Laufstall ankamen.

Montag, 27. August 2007

Bergbuben treffen Wüstenjungs

Am Sonntag kamen Katrin und Dieter mit ihren Arabern zum Ausreiten zu uns rübergefahren. Wir hatten schon länger ausgemacht, dass wir uns doch mal mit den Pferden treffen könnten und jetzt hat es tatsächlich geklappt. Auch im alten Stall waren wir noch nie zusammen draußen d.h. es war eine absolute Premiere.
Die vier Pferde waren nicht nur äußerlich total verschieden, man hat auch den Unterschied zwischen dem Temperament von Vollblütern und Kaltblütern gut erkennen können.
Die Pferde nebeneinander zu sehen war echt nett denn Whippet wiegt (nur mal so als Vergleich, wenn ich es mir richtig gemerkt habe) ca. 360 kg und Aquino brachte schon um die 700 kg auf die Waage.
Auf dem einen Foto sieht man nur am Schatten auf der Wiese, dass Dieter mit Osama vor Kay geritten ist, sonst konnte man ihn nicht sehen.
Flip fand den Ausflug mit den zwei kleinen Pferdchen ganz lustig und bockte bei jedem Galopp vor Freude und hätte gerne mit Osama etwas Quatsch gemacht. Zum Glück hatten wir wieder die Pferde getauscht. Aquino hat sich von den „Flitzern“ nicht anstecken lassen und wurde nur auf der langen Galoppstrecke am Wald etwas motivierter und legte für seine Verhältnisse ordentlich zu. Kay sagte, Flip hätte immer aus dem Augenwinkel geschaut wo Aquino ist. Wäre der Abstand noch größer geworden, hätte er auf Aquino gewartet (vermutlich weil er gemerkt hat, dass er mit den Schimmeln eh nicht mithalten könnte wenn sie richtig Gas geben).
Es war ein ganz lustiger Ausritt (kann ich sagen denn ich saß ja auf dem braven Aquino) und wir hatten alle Spaß, was evtl. auch an dem (wie Kay sagte) „schon etwas afrikanisch angehauchtem Reitstil“ von Dieter gelegen hat, gepaart mit Osamas Wille mal endlich schneller laufen zu dürfen (in den letzten Wochen durfte er sich wegen einer Verletzung nicht so viel bewegen und hatte etwas Nachholbedarf).
Mal sehen wann wir es mal wieder schaffen uns zu treffen und wie dann der Ausritt läuft wenn wir nicht, wie gestern „langsam tun“ müssen!

Samstag, 25. August 2007

Ausritt 25.08.

Wir haben heute mal wieder einen Ausritt gemacht und dabei die neue Kamera mitgenommen um zu sehen, ob wir damit bessere Fotos hinbekommen.
Die Bilder im Laufen sind leider auch etwas verwackelt aber im Großen und Ganzen sind wir zufrieden.
Mit der Sporteinstellung, die wir für Reitbilder gewählt haben, blitzt es nicht, evtl. muss man den Foto im Wald dann anders einstellen aber Übung macht ja den Meister.
(Immer wieder kurz Aquinos Zügel fixieren, hoffen dass er ruhig hält und abdrücken)
Morgen werden Katrin und Dieter mit ihren Arabern zum Ausreiten vorbeikommen, da wollen wir auf jeden Fall Bilder machen denn die Pferde geben bestimmt ein kontrastreiches Foto ab :-)
Kay hat den Ausritt genutzt Flips neue Westerntrense zu testen. Sieht gut aus, oder?
Ich hatte mir eine bessere Bremswirkung erhofft und dass er beim Ausreiten damit besser Luft bekommt und sich auch nicht so "verschnürt" fühlt.
Flip scheint sie auch ganz o.k. zu finden, jedenfalls klappert er mit diesem Gebiss nicht so rum wie mit dem englichen wenn ihm etwas nicht passt. (Das ist eine komische Angewohnheit von ihm)

Dienstag, 21. August 2007

Gemälde / Landsberg Lech



Am Wochenende haben wir einen Ausflug nach Landsberg Lech gemacht und haben die Bilder, die Frau Rücker-Weininger von Flip und Orna gemalt hat, abgeholt. Die Bilder sind richtig klasse geworden (leider kommen sie auf meinen Fotos nicht so schön raus aber man kann sie auf ihrer Homepage bei den neuen Bildern auch sehen. Den Link zur Homepage (echt sehenswert) habe ich seitlich eingefügt.
Bei der Gelegeheit haben wir auch ihre Pferde, Wanette und Aragon (ein echter sanfter Riese), von denen wir schon gelesen hatten kennen gelernt. Es war ein schöner Ausflug und wir freuen uns schon auf die Bilder von Libelle und Aquino,die bis Weihnachten fertig werden.

Donnerstag, 16. August 2007

Testfotos


Nachdem ich mir einen neue Kamera zugelegt habe, haben wir heute abends gleich mal ein paar Testfotos gemacht. Da noch keine Zeit zum Studium der Bedienungsanleitung war, sind sie noch nicht so gut geworden wie erhofft. Ich muss mal suchen wo man Sporteinstellung für bewegte Objekte findet.

An dieser Stelle hatte ich ein Foto von Jolly Jumper gezeigt, die sich kurz nach dem Einzug (wie auch immer) verletzt hatte. Ich habe das Bild auf Anjas Wunsch hin durch ein Bild ersetzt, bei dem die Wunde abgeheilt ist. Stimmt, dass es übel aussah und nicht alltäglich im Laufstall ist aber ich hatte es als Beispiel genommen um zu zeigen, dass man bei artgerechter Haltung und Unterbringung seines Pferdes in einem Offenstall manchmal starke Nerven braucht und man wohl leider immer auch mit dem Schlimmsten rechnen muss. Dazu stehe ich auch weiterhin.
(Einiges spricht für einen Laufstall aber wenn Flip sich in einer Box nicht langweilen würde und es eine wirklich schöne, große Box bei uns geben würde, die nicht gerade mit Blick zur Herde wäre, dann würde ich mich wohler fühlen wenn Flip in einer Box stünde).

Zwischenbericht


Eigentlich gibt es bei uns nicht viel Neues.
Ich versuche im Umgang mit Flip konsequenter zu werden damit es für ihn genauere Regeln gibt was er machen darf und was nicht.
Über unser Training neulich mache ich mir viele Gedanken und komme zu dem Schluss, dass diese Art der Arbeit mir nicht liegt. Das heißt wenn man die Sache mit mehr Abstand betrachtet, lernt das Pferd so hauptsächlich durch Strafe auch wenn es immer wieder gelobt wurde. Bei dem Training neulich überwiegte das Lob leider aber eher nicht und das ist, meiner Meinung nach schlecht und kann das „vertrauensvolle“ Miteinander nicht verbessern.
Beide Pferde haben eigentlich brav, und so wie sie es bisher gewohnt waren, mitgemacht aber statt einem Lob gab es oft Ärger weil sie nicht blitzartig „funktioniert“ haben. (Aquinos Reaktion darauf war, da muss ich zustimmen, inakzeptabel, aber schien für ihn der einzige Ausweg da er sich offensichtlich absolut ungerecht behandelt gefühlt hat)
Natürlich heißt es, dass es am Anfang zu Konfrontationen kommt, die sich nachher wenn die Regeln klar sind auflösen, aber der Weg dort hin sollte anderes verlaufen.
Hauptproblem ist wohl eher, dass ich nicht konsequent genug bin und daran werde ich arbeiten.
Da Flip schon lange weiß, dass ich kein Pferd bin (auch wenn man so reagieren soll), wird er sicher verstehen bzw. tut es schon, dass mit Zweibeinern andere (schon ähnliche) Regeln gelten als in der Herde.
Nächste Woche kommt Tanja wieder und da werde ich versuchen mit ihr über meine Bedenken zu sprechen. Mal sehen, ob man das ganze nicht auch etwas „entschärfen“ kann.
Ansonsten sind wir wieder ausreiten gewesen wobei ich immer mehr selber auf Flip reite und feststelle, dass er doch ganz artig ist.
Vor Joggern, die von hinten kommen, erschrickt er sich immer wieder und neulich ist er dabei so zügig angetrabt, dass mir die Beine nach vorne geflogen sind. Ich hatte mich gewundert wie Kay neulich bei so einer Aktion hinter dem Sattel laden konnte aber jetzt weiß ich es.
Um die Hufe besser beobachten zu können haben wir alle Hufe mal nach dem letzten Schmiedtermin fotografiert denn man kann sonst sehr schlecht sagen, ob sich tatsächlich Änderungen ergeben haben. Wir müssen Frau Kaupp nochmals fragen wie sie die Hufe verbessern würde. Auf jeden Fall stehen die beiden nach den Schmiedterminen immer ganz gut da und sind besser zu Fuß, wir haben daher mal unseren Beschlagsrhythmus verkürzt.

Donnerstag, 9. August 2007

Grüezi!


Nachdem ich gestern gehört habe, dass dieser Blog auch von Flips ehemaliger Zweibeinerfamilie aus der Schweiz gelesen wird, möchte ich hier einen kleinen Gruß ins Jura schicken!
Freut mich, dass Ihr noch verfolgt was Flipi so bei uns macht!
Liebe Grüße auch an seine Mama und Schwestern!!!

Mittwoch, 8. August 2007

Erstes Training mit Tanja

Gestern hatten wir unser erstes Training mit Tanja.
Zuerst haben wir uns etwas unterhalten und ich habe ihr die Dinge, die mich im Umgang mit Flip stören (schnappt Halfter und lässt es nicht mehr los, macht Maul bei Trensen nicht auf…) geschildert. Wie vermutet hängen diese Punkte mit RESPEKT zusammen denn bei Anja macht er diese Dinge zum Beispiel nicht.
Wir haben dann Flip rausgeholt und sie hat uns beobachtet wie wir zusammen laufen. Ich fand, dass er brav gefolgt hat aber sie sagte mir, dass er beim Anhalten (ohne, dass es mir wirklich aufgefallen wäre) einen Schritt mehr und damit zu viel macht. Auch reagierte er ihr nicht prompt genug, was ihm gleich mal einen vor den Latz einbrachte. Er hat schnell verstanden was sie will und sich auch untergeordnet … auch wenn er etwas verunsichert war und viel nachdenken musste. Auch seine Futterschüssel hat er brav in Ruhe gelassen (nachdem er beim ersten Versuch zu fressen, „deutlich weggeschickt“ wurde).

Wir haben dann Aquino rausgeholt und auch mit ihm etwas in der Halle üben wollen. Aquino wollte aber nicht!!! Er hatte gar keine Lust sich dieser kleinen, fremden Frau unterzuordnen. Er hat so halbherzig mitgemacht bis es ihm zu blöd wurde. Dann hat er (wie er es in solchen Situationen immer macht) den Hals zur Seite gedreht und ist losgerannt. Wir haben ihn dann gescheucht bis er einzulenken schien. Er hat dann wieder kurz mitgemacht … aber rannte wieder los!!! Dieses Mal aber wie eine Dampfwalze nach geradeaus also direkt auf Tanja zu! Sie konnte sich irgendwie in Sicherheit bringen und dann ging das Scheuchen noch 3 x wieder los bis er langsam keine Lust mehr auf Rennen hatte und auch jemand in die Halle wollte.
Er hat langsam verstanden, dass er bei ihr so schnell nicht in Ruhe gelassen wird und wir haben dann auch noch auf dem Putzplatz geübt, dass Tanja sagt, wann er an die Futterschüssel darf. Dabei hat er dann zwar widerwillig aber gut mitgemacht.
Da wir offensichtlich Handlungsbedarf haben, haben wir gleich mal einen neuen Termin vereinbart. Leider ging es aber bei ihr erst wieder am 24.08.
In der Zwischenzeit werden wir üben und versuchen uns an alle Ratschläge (nicht aus der Hand füttern, bestimmen wann gefuttert wird, zügig weichen…) halten. Mal sehen wie das klappt denn bei ihr sah das alles (bei Flip) recht einfach aus aber so richtig selber versuchen müssen wir es dann eben jetzt erst einmal alleine. Ob ich eine so gute und konsequente Schülerin wie Marianne werde (Marianne sie hat Dich sehr gelobt!!!) werden wir sehen aber ich denke ich bin evtl. etwas zu weich für diese Art des Umgangs und mag eigentlich auch das lausbübische an Flip, was mir evtl. auch die Übungen nicht ganz so leicht machen.
Wir werden es sehen wie es klappt und uns bemühen die Jungs „auf die Spur zu bringen“.

Mittwoch, 1. August 2007

Termine stehen ins Haus


Nachdem wir neulich Marianne getroffen haben und die Fortschritte mit Nick „bewundern durften“ und ich mich mit Tine über ihren „Gentle-Touch-Kurs“ unterhalten habe, habe ich mich entschlossen Kontakt zu Mariannes Trainerin aufzunehmen. Unsere Freiberger (egal ob unsere beiden, Nick oder Barni) sind zwar alles nette Pferdchen aber offensichtlich hapert es bei allen etwas am Respekt vor ihren Zweibeinern.
Heute habe ich nun Tanja (Mariannes Trainerin) erreicht und mich mit ihr für Dienstag bei uns im Stall verabredet. Ich bin gespannt was sie sagt und wie Flip auf das neue Programm reagiert.
Am Freitag haben wir aber erst mal wieder einen Hufschmiedtermin.
Nachdem Frau Kaupp gar nicht erfreut war wie die Hufe aller Pferde (vor allem aber auch Aquinos) aussehen, werden wir darüber mal mit Jojo reden müssen. Aquinos Bockhufe sind in der Tat nicht erfreulich und er läuft auch nicht sehr gut; ob es aber tatsächlich 5 vor 12 ist, werden wir sehen. Wir hoffen, dass Jojo Einfälle hat und wir Aquinos Hufform verbessern können und bei Flip verhindern können, dass sich seine Hufe verschlechtern. Laut Frau Kaupp wäre eine Barhufkorrektur am besten aber das können wir im Laufstall bei uns gleich vergessen.
Also mal sehen was die nächsten Tage bringen!