Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Montag, 30. März 2009

Sunnys Umzug

Gestern haben wir unerwartet eine große Tour mit den Pferden gemacht.
Da sich Gabi mit Sunny leider aus Kostengründen entschlossen hat den Stall zu wechseln, wurde gestern lange versucht Sunny zu verladen. Sunny hatte aber so gar keine Lust umzuziehen und auch als wir Flip in den Hänger gestellt haben, hat es sie keineswegs dazu veranlasst einzusteigen. Flip futterte derweil gemütlich das Heu und ließ sich auch mit Müsli und Karottengaben bei Laune halten. Das ist echt klasse wenn man ein Pferd hat, das sich so gut verladen lässt!
Da Sunny partout nicht fahren wollte und wir sie (weil sie nicht so geländeerprobt ist) auch nicht alleine rüberlaufen lassen konnten, haben wir uns mit ihr auf dem Weg nach Heimerdingen gemacht. Wir wussten, dass es ca. 2 Stunden dauern würde, und kannten so grob die Richtung („immer Richtung Amerika“) aber keiner von uns war schon mal dort hingeritten. Es hat sich ganz schön gezogen aber die Pferde waren sehr brav und schienen sich über die Abwechslung (neue Wege, vorbei an der Kläranlage, über die Glems, durch eine Gärtnerei und verschiedene Orte, an fremden Ställen vorbei ....) zu freuen.
Dort angekommen wollten wir eine längere Pause machen aber es reichte nur schnell ein paar Bissen Pizza denn die Jungs fanden es recht aufregend als sie sahen, dass Sunny in eine neue Herde kommt. Wir haben uns daher schneller auf den Heimweg gemacht und die Pferde haben noch lange nach Sunny gewiehert und wollten sie nicht zurücklassen.
Irgendwann (nach ca. ½ Stunde) und als Sunnys Wiehern nicht mehr zu hören war hat auch Flip eingesehen, dass sie nicht mitkommt und wir sind ziemlich zügig Richtung Münchingen gelaufen, wo dann Gabi uns mit ihren Reitbeteiligungen in Empfang nahmen und den Pferden Futter gerichtet hatten.
Damit die Pferde etwas geschont wurden (einen 4-Stundenritt über ca. 25 km sind sie ja auch nicht gewöhnt), sind wir viel gelaufen und haben sie geführt. Das hatte zur Folge, dass die Pferde noch recht munter zu Hause ankamen, wo sie sich genüsslich gewälzt und die Füße gekühlt bekommen haben und wir (na ja, vor allem ich) aber abends fix und fertig waren.

Samstag, 28. März 2009

Was machen die Jungs denn? ... und keine Lösung des Sattelthemas

Heute hat Jenny als sie vom Stall nach Hause kam berichtet, dass Aquino wieder eine Verletzung an der Nase/Oberlippe hat (Ist schwer zu knipsen da der Kopf immer so wackelt aber es sieht auf dem Foto eh nicht so spektakulär aus wie in natura ). An der selben Stelle hatte er im alten Stall auch schon mal eine derartige Verletzung aber wie er das immer hinbekommt, wissen wir nicht. Vermutlich bei den Hengstspielen oder so.
(Ich getraue mich kaum zu berichten, dass sie in der Annahme, dass es ein Desinfektionsmittel ist (sie konnte das Etikett nicht richtig lesen), Jodoformether drauf getupft hat. KREISCH! Danach hat sie noch die gute "schweizer Salbe" drauf gemacht und jetzt hoffen wir, dass es schnell heilt). Nachmittags hat es noch hin und wieder geblutet. Wir haben die Wunde gereinigt und Salbe drauf gemacht aber er scheint keine Schmerzen zu haben, jedenfalls frisst er normal und beim letzten Mal trocknete die Wunde auch ein und verschwand rückstandlos (obwohl es schlimm ausgesehen hat).
Bei Flip habe ich neulich auch eher zufällig wieder eine Verletzung am Zahnfleisch entdeckt. Zum Glück haben wir so robuste Pferdchen!
Es wird scheinbar oft wild gespielt (vorallem wenn neue Pferde in deie Herde kommen) und die Jungs sind gut dabei ... aber sie scheinen dabei zufrieden und glücklich zu sein!

Mein Stattelproblem hat sich noch nicht gelöst (und so wie es ausieht muss daher die Kuschenaktion d.h. Kauf von Geschirr und Kutsche noch warten). Jetzt bin ich erst mal am überlegen, was für einen Sattel ich mir zulege und ob ich mir doch einen Maßsattel machen lasse nachdem es nicht so einfach scheint einen passenden Sattel zu finden. Mein Grand Gilbert ist jetzt jedenfalls wohl nach 3 x Richten innerhalb der letzten Wochen schief und es heißt, dass der Baum nicht mehr ganz stabil wäre. Hätte man das nicht vorher merken können?
Da es von V. einen speziellen Freibergersattel gibt (leider hat ihn aber kein Sattler bei uns in Süddeutschland) sollte ich Fotos von Flips Seitenansicht und Rücken von oben hinten machen. Das war gar nicht so einfach denn normal stehe ich nicht hinter ihm auf der Aufstiegshilfe. Er fand es jedenfalls sehr merkwürdig.
Mal sehen was der Sattler von V. mir rät.

Mittwoch, 25. März 2009

Pavo-Gewinnspiel

Kürzlich habe ich eine Rundmail verschickt, dass die Firma Pavo eine Organisation, die sich für Pferde einsetzt, mit 1000 € belohnt, wenn sie bei der Abstimmung gewinnt.
Ich habe daraufhin mit Bätzi von Freiberger-Emmental (s. Link) gemailt und sie hat mitgemacht. Jetzt ist es heute offiziell bekanntgegeben worden, dass Freiberger-Emmental mit großem Vorsprung an Stimmen gewonnen hat d.h. Bätzi kann mit den 1000 € in der kommenden Saison ein Freiberger-(Schlacht-)fohlen, retten.
Allen, die zu dem Gewinn, per Stimmabgabe beigetragen haben, VIELEN DANK!

Montag, 23. März 2009

Schnupperkurs Fahren

Am Wochenende waren Kay und ich mit Petra und Manne beim Fahrschnupperkurs in Kraichtal.
Es hat großen Spaß gemacht und wir haben einen guten Einblick in die Fahrerei bekommen.
Marianne von Nick war dort im April 2007 auch schon und hat damals (16.04.07) einen ausführlichen Beritt im Nickli-Blog geschrieben. Eigentlich müsste ich jetzt fast nichts mehr dazu ergänzen, denn es lief bei uns ganz ähnlich ab.
Schön, war, dass wir einen privaten Kurs zu viert hatten, was die Sache noch netter gemacht hat. (Jenny ist leider kurzfristig ausgefallen… sie hat echt was versäumt).
Am Samstag Morgen haben wir uns beim Kutscherfrühstück gestärkt, geplaudert und in gemütlicher Runde Einiges über Benno von Achenbach gehört und die erste Theorie gelernt. Sabine S. ist danach mit uns in die Geschirrkammer gegangen, wir wurden über die verschiedenen Anspannungen und Geschirrteile informiert und durften dann am Fahrlehrgerät die Leinenhaltungen üben. Das war gar nicht so einfach denn nur allzu schnell sind die Hufeisen, die als Gewichte am Leinenende hingen, unterschiedlich hoch gehangen obwohl wir das Leinenmaß nur verlängern oder verkürzen wollten… in dem Fall wären wir aber noch dazu abgebogen. Nachdem wir die verschiedenen Griffe geübt haben, durften wir nach dem Mittagessen die Pferde unter Anleitung einschirren und dann ging es mit der Kutsche (und der Spanieldame Emely) durch den Ort. Was alles so einfach klingt, war aber in der Umsetzung für uns ziemlich kompliziert. In dem Ort sind die Straßen sehr eng und es ist allerhand viel los gewesen. Wir hatten daher unsere liebe Müh um parkende Autos herum zu navigieren, Traktoren auszuweichen, und uns nicht von allen möglichen Dingen (Sportplatz, bellende Hunde…) ablenken zu lassen, während die Pferde auf kleinste (gewollte und ungewollte) Hilfen reagierten.
Am Sonntag sind wir nach dem Frühstück und einer kurzen Wiederholung des Gelernten auch gleich wieder „auf die Pferde losgelassen worden“ und unter Anleitung und manchmal auch tatkräftigem Eingreifen von Gernot auf Feldwegen herumgefahren. Wie er später sagte, haben wir uns alle ganz gut angestellt und er hat Hoffnung, dass aus uns ordentliche Fahrer werden könnten. Nun ja, wir fühlten uns sehr geschmeichelt aber sind uns ganz sicher, dass es bis dahin ein sehr langer Weg ist
Auch am Sonntag haben uns die Goldi und Aronne gezeigt, dass man immer bei der Sache sein muss, die Leinen anständig halten muss (mir sind sie öfters aus der Hand gerutscht und die Kutsche hat beschleunigt), rechtzeitig bremsen sollte, nicht ausversehen mit der Peitsche ans Pferd kommen sollte und immer voll konzentriert sein muss. Zurück auf dem Hof haben wir dann noch Kutschenkunde gemacht damit wir zukünftig wissen auf was man achten muss wenn man in den Fahrsport einsteigen möchte.
Es war ein tolles Wochenende, bei dem ganz kompakt alles Wichtige zum Thema Fahren gehört haben.
Nun werden wir überlegen in welchen Schritten es bei uns weitergeht, ob wir uns zum Fahrkurs und später Fahrabzeichen anmelden, wo, wann und ob Aquino eingefahren werden soll und was wir uns dann für eine Kutsche zulegen sollten, mit welcher Art Geschirr (Brustblatt oder Kumt)…..
Wenn wir dieses „Projekt“ in Angriff nehmen, kommt Einiges auf uns zu!
Nachtrag:
Hier noch ein kleines Rätsel: Was haben wir am Sonntag (vom Pizzaservice) gegessen?
(Auflösung rückwärts: inollenac)

Sonntag, 15. März 2009

Geburtstag

Gestern hatte Flip seinen 8. Geburtstag! (Libelle wäre einen Tag davor 26 Jahre alt geworden)
Da das Wetter gestern schön war und Flip ja, wie man auch auf dem Foto sieht, total entspannt und unerschrocken war, sind wir eine Runde (ohne Pferdetausch) ausgeritten und in der Sonne über die Feldwege geritten. Danach gab es dann für die Zweibeiner den schweizer Rüblikuchen, den Kay extra für Flips Festtag gebacken hatte, und für die Pferde eine Banane, Äpfel, Karotten und etwas Müsli.
Heute war das Wetter schon wieder nicht so toll daher haben wir (wie öfters sonntags) die freie Halle genutzt und haben mit den Pferden etwas "rumgekaspert". Wir wollten sie frei laufen lassen damit sie ich mal austoben können aber die beiden waren so unmotiviert und hatten gar keine Lust zu laufen. Wir haben dann die Langzügel und Longen rausgesucht und zusammen mit Jenny etwas "Fahren vom Boden" oder besser gesagt "hinter dem Pferd herlaufen und lenken" geübt. Wie man das genauer macht, lernen wir ja erst nächstes Wochenende bei unserem Fahrschnupperkurs. So war es etwas improvisiert aber den Pferden und uns hat es trotzdem Spaß gemacht.

Mittwoch, 11. März 2009

gemischte Gefühle

Eigentlich wollte ich heute nur berichten, dass das Reiten gestern total klasse war. Flip lief so gut wie, glaube ich, noch nie. Er lief schön am Zügel, Schulterherein im Trab und wir sind auf beiden Händen galoppiert. Wenn es nur immer so gut klappen würde… (Hat er womöglich gespürt, dass ich gestern Kontakt zu einem mir etwas unsympathischen Bereiter hatte?!)
…. und dann kam abends noch Karin bei uns vorbei und hat uns erzählt, dass die Herpeserkrankung doch nicht nur in dem einen Stall in der Nachbarschaft ausgebrochen ist, in dem schon 4 Pferde daran gestorben sind. Es wären noch in anderen Orten Krankheitsfälle aufgetreten und die Krankheit scheint doch leider weiter verbreitet zu sein als bekannt. (Das hat sich beim Lesen in den Internetforen dann bestätigt).
Viele hoffen jetzt auch auf wärmeres Wetter denn bei höheren Temperaturen kann sich der Virus wohl nicht mehr so gut halten. Wir hatten zwar schon hin und wieder ein paar schöne Tage aber länger anhaltendes warmes Wetter ist noch nicht angesagt.
Ich werde mich daher nun doch auch mal kundig machen wie man das Immunsystem der Pferde stärken kann denn mehr kann man wohl nicht tun. Geimpft sind unsere beiden zwar aber auch das gibt keine Sicherheit denn auch geimpfte Pferde können daran sterben!
… und dann habe ich heute früh noch meine Rennmaus Isis tot in Ihrem Aqua gefunden! Ich hatte sie gestern Abend nicht gesehen und in den letzten Tagen schien sie ziemlich schlapp. Jetzt hat nun auch sie den Weg in den Rennmaushimmel angetreten.
Hoffentlich kann ich bald wieder von besseren Nachrichten berichten!

Dienstag, 3. März 2009

Sonntag

Nachdem am Sonntag das Wetter richtig frühlingshaft war, konnten wir wieder zusammen mit Sammy und Chinook einen größeren Ausritt machen. Anbei ein paar Fotos von dem Ausritt und vor allem unserer Begegnung mit den Ziegen, die schräg gegenüber vom Stall wohnen, und die bei dem schönen Wetter mit ihren Zicklein raus durften.
Am Abend haben wir dann noch zugeschaut, wie sich der Herden-Neuzugang „Casanova“ (ein kleines, zierliches Pferdchen) den Stall ansehen durfte während die anderen beim Futtern in den Fresständern waren. Nach und nach wurden immer wieder Pferde zu ihm gelassen und es zeigte sich, dass er ganz verträglich ist und auch gerne spielt. Sammy war der erste, der ihn „testen“ durfte (da es dunkel wurde, sind die Bilder leider nicht sehr gut geworden) und auch Flip und Aquino durften ihn schon frei treffen. Aquino hat dabei mal wieder mächtig gequietscht! (Wer ihn kennt, weiß, dass sich sicherlich ganz Münchingen gewundert hat was das für seltsame hohe Töne sind, die da zu hören waren)

Sonntag, 1. März 2009

Wieder zurück

So, jetzt sind wir wieder aus dem Skiurlaub zurück.
Auf dem Weg nach Tirol haben wir im Allgäu bei Michael noch einen Besuch gemacht und seinen neuen Hof angeschaut. Es war ein netter Nachmittag und mit Carlo habe ich gleich eine kurze Einweisung in das Führtraining, das er anbietet, bekommen. Ich wurde dabei (wie es sich gehört) von Carlo auf meine Führungsqualitäten hin getestet. Harry, das Verkaufspferd mit der Feldtestnote 8/8/8, auf den ich so gespannt war, hat Michael kurz vorher verkauft d.h. den konnten wir nicht bestaunen.
Unseren Pferden ging es während wir im Urlaub waren scheinbar gut. (Zum Glück, denn in einem Stall in der Gegend ist wohl Herpes ausgebrochen und damit ist nicht zu spaßen).
Die Heilpraktikerin, von der ich schon berichtet habe, meint Flip hätte (evtl.) durch das "Pinkelproblem" einen Stein in der linken Niere und in den Harnleitern. Das wäre nicht weiter tragisch, ich solle die Globulies weiter geben und dann würden sie "herausgespült" werden. Ich weiß nicht so ganz was ich davon halten soll aber ich werde es beobachten und hoffe er pinkelt zukünftig wieder normal.
Mein Dressursattel wurde zwischenzeitlich nochmals etwas geändert und sitzt jetzt wohl. Julia habe ich für den Beritt abgesagt, da ich mich auch mit Eli nochmals über Flips seltsames Verhalten während sie geritten ist (er hat sich von ihr auch nicht trensen lassen) unterhalten und wir sind beide zu dem Entschluss gekommen, dass aus dem Beritt so nichts wird.