Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Dienstag, 21. Juli 2009

Endlich mal kurz kein Regen

Was unsere Pferde machen, wollt ihr wissen?
Sie freuen sich, dass sie endlich nach so langer Zeit mal wieder auf die Koppel dürfen! Hier hat es ständig stark geregnet und so war die Koppel natürlich für eine im Galopp drüberpflügende Herde gesperrt. Auch zum Ausreiten musste man oft Glück haben eine Regenlücke zu erwischen wenn man nicht pitschnass werden wollte.
Man merkte es den Pferden ziemlich an, dass sie das Grasfressen vermisst haben und vor allem Flip konnte sich bei Ausritten (wenn es der Boden überhaupt zugelassen hat Graswege zu benutzen) kaum zurückhalten und hat ständig versucht Grashalme zu erwischen. Er war dabei teilweise so penetrant und hat sich so geärgert wenn er nicht Grasen durfte, dass er vor lauter Ärger bockte.
Nun ist aber gestern und heute die Koppel offen gewesen und daher gehe ich davon aus, dass sich seine Laune bessert.
… und was ich aber gerade auf der Stallhomepage entdeckt habe, ist auch interessant. Da stapft Flip munter und FREIWILLIG mitten durch die mit Wasser vollgefüllte Sandkuhle, dass es nur so spritzt. Gut zu wissen, denn bei Ausritten hat er immer gar keine Lust auch nur mit einem Huf in Pfützen zu treten, der Schlawiner. Wenn dann auch noch ein Güllebächlein über den Weg läuft, wie man auf dem einen Bild sieht, ist das Überqueren schon seeeehhhhr gefährlich.
Ansonsten sind die Pferde gesund und munter.
Dieses Bild wollte ich Euch auch nicht unterschlagen. Flip wollte unbedingt mitschmusen als ich „meine“ Stallkatze (sie hat im Winter ihr Plätzchen auf meinem Schrank gehabt) auf dem Schoß hatte. Er war ganz vorsichtig und als ich ihm die Katze auf den Rücken gesetzt habe und sie ihn mit einer Kralle „akupunktiert“ hat, hat er sich erst mal ausgiebig gestreckt. Echt süß!

Montag, 6. Juli 2009

Regen und der Fribitreff auf der Alb

Nachdem wir am Freitag ein heftiges Unwetter hatten, bei dem uns zu Hause sogar das Wasser in den Keller kam, gibt es von Freitag und Samstag nur soviel zu berichten, dass wir die meiste Zeit im Keller verbracht haben um zu Trocknen, Wischen, Räumen…

Gestern fand dann das schon länger geplante Fribitreffen auf der Schwäbischen Alb statt und es war ein richtig schöner Tag. Zuerst waren wir im Gestütsmuseum in Offenhausen und haben die Ausstellung von Frau Rücker angesehen. Viele der Bilder kannten wir schon aber es ist immer wieder schön die Bilder anzusehen denn sie malt echt richtig toll. Danach sind wir dann im Gestütsgasthof Mittagessen gewesen und haben uns dort eine Weile unterhalten denn es hat mal wieder recht kräftig geregnet. Auf dem Weg zu der Hengstherde, in der Tanjas 2 Freiberger aufwachsen, haben wir dann noch einen Abstecher ins Gestüt nach Marbach gemacht, wo wir dann auch brav unser obligatorisches Gruppenbild für den Freiberger-Herold gemacht haben.
Wir sind dann in Richtung Grafeneck gefahren um die beiden Junghengste Lacky und Napoli anzuschauen, die dort in der Herde mit Schwarzwäldern und Arabern auf den großen Koppeln leben. Als mal klar war, wie wir den Bach überqueren können, wo die Pferde stehen und ob wir durch die Weide der Kühe müssen, haben wir uns zusammen auf den Weg gemacht und die Pferde im Schatten einiger Bäume gefunden. Obwohl die beiden gerade mal 2 ¼ Jahre alt sind, sieht man schon, dass es kalibrige Pferdchen werden.
Yolli durfte sich dann noch etwas im Bach abkühlen, was ihr total Spaß gemacht hat und wir haben uns noch mit einem Stück Apfelstrudel im Gestütsgasthof gestärkt bevor wir uns auf den Heimweg gemacht haben. Bim Absetzen von Marianne haben wir noch schnell bei Nickli reingeschaut. Ihn hatten wir ja auch lange nicht mehr gesehen und nur immer im Blog gelesen wie es ihm geht. Zum Glück hat er sich von seiner Krankheit gut erholt und scheint wieder fit zu sein.
Natürlich haben wir auch noch abends kurz bei Flip und Aquino vorbeigeschaut. Da es aber bei Stuttgart geregnet hatte, fiel ihr Ausritt am Nachmittag ins Wasser und sie mussten sich in der Halle „vergnügen“, was Aquino wohl mit Lina sehr fleißig gemacht hat.

Freitag, 3. Juli 2009

Zeit für ein "Danke"

Da es bei uns zur Zeit unheimlich warm ist, gehen wir mit den Pferden häufig raus oder machen ein etwas ruhigeres Programm in der Halle. Bei diesen Temperaturen weiß man auch die halboffene Halle echt zu schätzen (auch wenn es im Winter manchmal ziemlich zapfig kalt ist). Als Kay mit den anderen ausreiten war, habe ich mit Flip etwas Langzügel geübt und danach in Ruhe Flips Schweif gewaschen und, wie Silja sagen würde, einen gechillten Abend gemacht.
Als wir fertig waren und noch etwas an der Halle rumstanden kam Walter und hat (ohne es zu ahnen) ein „Oha, was kommt jetzt?!“ bei mir ausgelöst.
Ich dachte ich schreibe das hier jetzt auch mal denn wir werden immer wieder gefragt, wie es uns in dem Stall gefällt und was so anders bei uns im Stall ist.
Also weiter im Text: Er fragte mich, ob ich den Pferden das Heu (bei den Fressständern) hingekehrt habe… und da war das „oha, was kommt jetzt!?“ (Karin, mit der wir früher im Stall zusammen waren und, der ich das erzählt habe, hat das richtig ausgedrückt als sie zu meiner Reaktion sagte „und dann bist Du aber schon stramm gestanden und warst auf alles gefasst!?“) Ich bejahte also die Frage und war tatsächlich auf alles gefasst, denn die alten Ställe haben einen ja quasi erzogen…. Und was sagte Walter? „Danke, das habe ich ganz vergessen…“
Diese Reaktion hatte ich (obwohl wir schon über ein Jahr dort sind) nicht erwartet!
Das mag jetzt für manche Leser komisch klingen aber irgendwann ist man doch immer drauf gefasst eins auf die Mütze zu bekommen … Schön, dass es aber auch positive Überraschungen gibt!
Und es gibt auch andere Dinge, die mir da einfallen. Ein Beispiel ist auch das gemeinsame Abäpfeln der Koppel. Was früher Arbeit war, weil man alleine (teilweise mit etwas ungeeignetem Werkzeug) über die Koppel gestapft ist und gehofft hat, dass einem die schwere Schubkarre nicht umkippt, ist hier dadurch, dass alle zusammenhelfen echt nett und macht sogar Spaß. Davon, dass wir dann unser Koppelgeld zurück bekommen, wollen wir ja gar nicht sprechen! (Wie man auf dem Foto sieht werden wir dabei meist von den Pferden überwacht, ob wir das auch ordentlich machen ;-) )
Kurz um, wir sind echt froh, dass wir für unsere Pferde hier einen Platz bekommen haben!