Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Freitag, 28. Januar 2011

Krankenvertretung

Da sich Anja einen üblen Magen-Darm-Infekt eingefangen hat, habe ich die letzten 3 Tage Gayana mitversorgt. Das ist eine ziemliche Umstellung denn gegen Flip, der oft etwas stoffelig ist und genauere Ansagen braucht ist die Dame hochsensibel.
Am Mittwoch habe ich mal getestet was sie zu „Fahren-vom-Boden“/Langzügel sagt. Sie fand es merkwürdig, dass ich hinter ihr herlaufe aber schon nach kurzer Zeit hat sie verstanden was ich will und so sind wir so mehr oder weniger erfolgreich im Schritt und Trab durch die Halle gelaufen. Leider bekomme ich es nicht hin die Bilder, die Lisa davon gemacht hat, vom Handy auf den PC zu ziehen aber vielleicht gelingt mir das noch. (HIER SIND DIE BILDER, WENN AUCH NICHT SEHR GUT)
Gestern hatte ich dann großes Glück und habe Flip und Gayana in der Halle rennen lassen können bevor dort die Reitstunden anfingen. Flip, der sonst wie ein Gentleman mit Gayana umgeht, war aber so übermütig, dass er schon im Schritt hinter ihr bockte und sie mit vorsichtigem Zwicken anstachelte schneller zu laufen. Als sie dann warm waren, flitzten die beiden und bockten, wie ich es erst selten gesehen habe. Das war prima denn so musste ich nicht viel tun und beide Pferde waren ruck zuck und mit wenig Aufwand bewegt und ich konnte wieder ins Warme.
Heute waren Claudi und ich mit Aquino, Flip und Gayana einen großen Spaziergang machen. Claudi ritt und ich führte Gayana und Flip, was ¾ des Weges auch super geklappt hat. Auf dem Heimweg mussten wir aber durch eine Baustelle mit allem drum und dran (kl. u. gr. Bagger, LKWs, Arbeiter ….), was für die beiden die ich führte (und als erstes für Flip) echt fürchterlich war. [Für alle, die das jetzt lesen und keine Ahnung von Pferden habe: Pferde sind Fluchttiere und finden einige Dinge toootal erschreckend.] Flip versteckte sich hinter Gayana, die gar nicht wusste wo sie zuerst hinschauen soll. Claudi übernahm dann Gayana, ich sagte Flip er soll sich nicht anstellen und irgendwie sind wir dran vorbeigekommen. Ganz kurz darauf kamen wir an einen Hof, in dem Fleisch hing und es aus großen Tonnen seltsam rauchte und stank. Als auch das überstanden war und wir die Pferde gerade wieder umsortiert hatten, sagte Claudi „Jetzt fehlt und nur noch eine Kutsche“ und schon kam sie. Das Gespann trabte fröhlich auf uns zu, wir wichen in einen Wiesenweg aus und versuchten diese „Gefahr“ zu ignorieren, was auch evtl. geklappt hätte wenn Aquino nicht schnaubend eine Blitzdrehung vollführt hätte. Das war dann für Gayanas Nerven zuviel. Sie regte sich auf und als Aquino wieder „normal“ war, hat Claudi Flip übernehmen müssen damit ich besser dafür sorgen konnte, dass Gayana bei uns bleibt und sich abregt. Ich lief mit ihr hinter den zwei „Dicken“ und irgendwann merkte sie, dass sie da nicht vorbeikommt und beruhigte sich.
Kurzum: Wir waren heilfroh, als wir die 3 endlich wieder im Stall hatten (auch wenn dort so viel los war, dass sie sich auch da nicht gleich entspannten).
Ich denke Gayana freut sich jetzt wieder auf ihr Frauchen und ich werde mir nach der Aufregung einen gemütlichen Abend machen!

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