Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Freitag, 22. Juni 2012

Grübeln über EMS und Änderungsmöglichkeiten

Schon eine Weile beobachte ich, dass Flip immer runder wird obwohl er nicht weniger bewegt wird oder mehr zu futtern bekommt. Da sich an den typischen Stellen am Schweifansatz, Hals, Schulter und Schlauch Fettpolster gebildet haben, lag daher die Vermutung nahe, dass er EMS haben könnte. Auf dem Blutbild vom September habe ich dann gesehen, dass  der Glucose-Wert bei 97,1 lag (normal 50-95 und bei EMS-Pferden meist bei knapp über 100) und habe daher mit 2 Tierärzten darüber gesprochen, wie und ob man ihn auf EMS testen sollte, habe mich zahlreiche Stunden im Netz darüber kundig gemacht, überlegt…schlecht geschlafen. Nur ganz kurz: EMS ist eine Krankheit, die oft leichtfuttrige Pferde betrifft, es ist eine Stoffwechselkrankheit ähnlich wie Zuckerkrankheit.  Grob gesagt wird die Glucose nicht richtig abgebaut und dafür als Fettpolster eingelagert und auch die Hufrehegefahr steigt. Wer darüber genauer Bescheid wissen möchte, kann mal bei Equivet.info im Netz nachlesen.
Gestern kam nun das Ergebnis der neuen Blutuntersuchung und da der Glucosewert bei 67 lag J habe ich mich (erst einmal) gegen einen aufwändigeren EMS-Test entschieden. Die Tierärztin war zwar dafür weil die Muskelwerte und Trigylzerine erhöht waren aber so wie ich gelesen habe, beunruhigt mich das nicht so sehr denn erstere können erhöht sein, da er direkt vorher bewegt wurde und zweite weil er Übergewicht hat.
Ob er nun EMS hat oder nicht; sicher ist, dass er abnehmen muss! Das heißt, mehr Bewegung! Ich schaue daher gerade nach RBT für tagsüber damit er an manchen Tagen 2x raus kommt und Beritt/Reitstunden und wir werden das Futter reduzieren müssen. Er bekommt zwar schon nicht viel aber da offensichtlich das Heu für seinen Bedarf ausreicht, und er auf jeden Fall zum EMS-gefährdeten Kreis gehört, wird nun darauf geachtet, dass er wenig Zucker (auch in Form von Karotten, Äpfel, Brot, Getreide…) bekommt. Eigentlich sollte er auf der Koppel auch eine Fressbremse tragen aber ich habe das 1x mit ihm getestet und sorry, dazu bin ich (noch?) zu weich. Er kam an kaum einen Halm, schnaubte dauernd weil es an der Nase gekitzelt hat und versuchte ziemlich gefrustet das Ding an den anderen Pferden los zu werden.  

Vielleicht noch als Art Nachtrag warum ich jetzt so "aufgeschreckt" war: Barni von Tine hat plötzlich Rehe bekommen. Die Ursache ist noch nicht klar aber Barni ist das einzige Pferd, das ich kenne, das wir Flip so eine Art "Speckpad" am Rücken hat. Auch Tine hat daher, wie sie mir sagte, schon mal an einen EMS-Test gedacht.
Abgesehen von dem erhöhten Reherisiko, kann man gegen EMS nicht viel machen. Es gibt wohl keine Medikamtente und so bleibt nur das Pferd mehr zu bewegen und strikte Diät, die dann aber so aussehen sollte, dass auch das Heu rationiert werden muss (möglichst vorher gewaschen werden sollte), Stroheinstreu vermutlich auch nicht geht und und und. Das würde aber bedeuten, dass Flip nicht mehr in seiner Herde wohnen könnte, denn so wie er gerade lebt, habe ich keine Kontrolle wie viel Heu er zum Beisiel frisst. Da er aber auf jeden Fall in der Herde bleiben soll und ich ihn nicht in eine Box stellen möchte, war oder ist es mir so wichtig, dass er abnimmt, kein EMS bekommt und wir versuchen die Rehegefahr soweit es geht, zu verhindern.    

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