Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Montag, 28. Oktober 2013

Zurück aus dem Jura

Letztes Wochenende war ich mit Ulrike und Yvonne im Jura.
Wir haben dort bei Nicolais Züchtern netter Weise auf einem schönen Bergbauerhof wohnen und etwas mithelfen dürfen und sind mit ihnen rumgefahren um uns verschiedene Freiberger, die evtl. als Nachwuchspferde für Ulrike in Frage kommen könnten, anzusehen.
Wie das so in der Schweiz ist, hat jeder gerne die Gelegenheit genutzt seine Pferde zu zeigen und so hatte ich schnell als ich dachte auch schon ein hübsches Fuchsgespann in die Hand gedrückt bekommen. Ich finde sie stehen mir ganz gut, oder?
Ich habe nun wieder ein paar mehr Kontaktadressen wo man Freiberger bekommen kann und ich habe mich natürlich auch in ein Pferdchen verguckt. Mir hat es die 2,5 jährige Luna angetan. Das ist die dunklere, kleine Stute mit Blesse, die dem Fohlen, das Flip in jungen Jahren sehr ähnelt, den Kopf auf den Hals packt bzw. rechts vom Baum steht. Da ich für mich nicht nach einem Sportfreiberger schauen würde, würde sie sogar sehr gut zu mir passen. Sie ist nämlich eigentlich evtl. als Therapiepferd für eine Verwandte gedacht. Da lag ich doch für mich vom Charakter gar nicht daneben. Luna macht vermutlich ca. im September ihren Feldtest und auch wenn ein Pferd mir absolut reicht, bin ich schon am überlegen, ob ich dann zum Zuschauen wieder ins Jura fahre.
Mir haben es aber nicht nur die Freiberger angetan! Wir haben schöne Pferde gesehen, nette und schicke Hengste gezeigt bekommen (einen Junghengst haben wir ganz in der Nähe von Barnis alter Heimat auch abgeholt und mitgenommen - das ist der hinterste der 4 Dreckspatzen auf dem rechten Foto) …. aber bei kleinen Kälbchen kann ich auch kaum widerstehen. Wenn sie denn mal über ihren Schatten gesprungen sind und ihr Scheu überwunden haben, konnte ich sie kraulen und das fanden sie dann doch sehr angenehm. Also wurde gekrault, an den Fingern gelutscht und gesaugt und wir haben sogar fast noch die Geburt einer kleinen Jersey-Kuh mitbekommen.  Wir kamen nur ein paar Minuten zu spät aber sie (wir haben sie Betty getauft) ist einfach nur putzig gewesen und sie sah, wie ich finde, einem kleinen Reh fast ähnlicher als einem Kälbchen. Seht selber auf dem Foto... und so wie auf dem Foto mit den 3 Kälbchen wird sie auch bald aussehen. Sind die nicht kuffig?
Nun ja, man kann nicht alle Tierlein aufnehmen (sonst hätte ich auch die 12jährige Kuh, Erika mitgenommen) daher bin ich „nur“ mit schönen Erinnerungen abgereist und habe mir vorgenommen bald mal wieder in Flips alte Heimat zu fahren.    
Auf dem Rückweg von der Schweiz und einem sehr schönen (wenn auch sportlicher, als gedachtem) Sonntagnachmittag im Schwarzwald bin ich dann noch kurz im Stall vorbeigefahren um nach meinem 4-beinigen Schatz zu schauen. Auf leises Rufen tauchte Flip nirgends auf und so habe ich ein kleines Licht im Stall gemacht und ihn im Stroh liegend entdeckt. Er schlummerte gemütlich, freute sich aber über den Apfel, den ich ihm aus dem Jura mitgebracht habe und fraß ihn entspannt im Liegen und ließ sich knuddeln . Er ist schon ein ganz schöner Brummer im Vergleich zu den Pferden, die ich vorher gesehen hatte aber er ist einfach der Beste!

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Ausflug in die Schweiz

Am nächsten Wochenende treffe ich mich mit Ulrike und Yvonne in der Schweiz und wir machen einen Ausflug in Flips alte Heimat, ins Jura um Pferdchen zu gucken (natüüüürlich Freiberger!). Ich freue mich schon total und bin gespannt was wir erleben werden. Wir besuchen Nicolais Züchter, wohnen dort auf dem Hof, schauen deren Pferde und andere Nachwuchspferde an, machen noch einen Ausflug ins Gestüt nach Avenches ... Das wird sicher toll!                 Da werde ich allerdings auch daran erinnert wie schade es ist, dass ich den Kontakt zu Flips Züchtern nicht mehr halten konnte. Die Zeit bei ihnen war immer sehr schön aber ich komme mit dem Schlachtfohlen-Thema nicht zurecht und irgendwann wäre ich dann mit einem Fohlen dagestanden... das sicher super süß gewesen wäre und auch sicher wie Flip ein tolles Pferd geworden wäre ABER ein Pferd reicht mir und mit Flip habe ich ja auch ein Goldstück erwischt! Ich werde hier dann wieder berichten wie es war und ob Ulrike in Versuchung geraten ist noch ein Nachwuchspferd mitzunehmen. 

Sonntag, 20. Oktober 2013

Aquino live und Doppellonnge

Gestern haben Kay und ich das tolle, warme Wetter genutzt und sind mit Flip und Aquino ausreiten gewesen. Als wir auf dem Weg zur unteren Autobahnunterführung an der Scheune vorbeikamen, war dort das große Tor offen, was vor allem Flip sehr seltsam fand, denn sonst ist dort meist zu und er ist da etwas „sensibler“.  Ich wollte ihn daher mal in die Scheune schauen lassen damit er sieht, dass nichts Gefährliches drin ist. Er traute der Sache aber nicht so richtig und so meinte Kay, dass Aquino mit gutem Beispiel vorangehen sollte. Vermutlich roch es für die Pferde seltsam oder was auch immer. Sie fanden es jedenfalls gruselig und nachdem Kay etwas heftiger mit dem schnaubenden Aquino „diskutierte“, wurde es Aquino irgendwann zu blöd und er trabte einfach flott Richtung Heimat. Da Kay (wegen der Zahnop) gebissloss unterwegs war, hatten die beiden einen etwas verlängerten Bremsweg und es war offensichtlich etwas mühevoller Aquino wieder Richtung Scheune zu motivieren. Nach der Aufführung habe ich dann auch nicht mehr versuchen müssen Flip an den Eingang zu bringen denn wenn Aqunio sagt, da ist es gruselig, dann glaubt es Flip natürlich….. außerdem musste ich so lachen, denn Aquino machte sich gerade in dem Moment vom Acker als ich sagen wollte, dass er aussieht als würde er gleich Aquino-like einen Abgang machen.  Tja, ich kenne den Burschen eben auch langsam ;-)
(Kay ist übrigens auf dem Rückweg freiwillig gelaufen, nicht dass jemand was anderes denkt!)

Heute hat dann Kay mal versucht sein neues Wissen aus dem Doppellongenkurs vom letzten Wochenende an Flip zu testen. Flip, der eh nur mäßig fürs Longieren zu begeistern ist, (ich glaube er findet es einfach öde im Kreis zu laufen und sieht so gar keinen Sinn darin) machte ganz geduldig aber ohne jegliche Motivation und Begeisterung mit. Immerhin hat er Kay nicht durch die Gegend gezogen, wie er es sonst auch schon gemacht hat wenn er keine Lust auf die Longe hat. Das ist doch schon mal was.  Zum Gymnastizieren würde ich ihn ja schon gerne mit der Doppellonge arbeiten aber ich denke, da Flip und ich eh keine großen Longierer sind (wir haben schon mit einer Longe ausreichend zu tun), werden wir das nicht gleich zusammen testen. Vielleicht probiert es Kay ja irgendwann nochmals!?  

Sonntag, 13. Oktober 2013

Chef-Ausritt?

Heute Nachmittag war ich also mit Petra und Sammy ausreiten. Da es hier die letzten Tage viel geregnet hatte, war alles so nass, dass wir nur im Wald mal ein Stück traben konnten. Flip und Sammy haben daher beim gemütlichen Schrittreiten immer wieder die Gelegenheit genutzt vorsichtig zum anderen rüberzuschnappen und "sich zu unterhalten". Tja, worüber wohl? Ob sich die beiden Gedanken machen, wer nun der neue Chef der Herde wird, nachdem Moritz leider gestorben ist. Die zwei sind in der Rangfolge vermutlich am nächsten dran aber sie sind beide nicht so wirkliche Chefs und ich glaube, die Vizeposten fanden sie ganz gut. Oben in der Rangfolge sein, nach der Koppel bei den ersten sein, die trinken dürfen, in Moritz Nähe dösen dürfen... aber das ganze ohne volle Verantwortung für die Herde. Auch da wird Moritz fehlen und wir werden uns überraschen lassen müssen wie es weitergeht und wer neuer Chef wird.  
Wie wir so im Seewald unterwegs waren, fragten wir uns schon wo denn Petra B. und Paulchen wohl stecken. Die beiden haben wir in der letzten Zeit eigentlich immer getroffen wenn wir dort Sonntag nachmittags unterwegs waren. ...und siehe da, wen hören wir da über die Felder rufen und welches Hundchen sehen wir über den Parallelweg flitzen? Paulchen! Nach einem gemütlichen Schnack, bei dem alle Neuigkeiten ausgetauscht wurden, machten uns wieder auf den Heimweg, wo dann die nächste Spülrunde für Aquino anstand.

Volles Programm

Da Aquinos Reiter alle übers Wochenende weg sind oder keine Zeit haben, habe ich gerade beide Pferde zu versorgen.
Aquino hat vor ca. 3 Wochen unten 3 Schneidezähne gezogen bekommen und sollte laut Pferdezahnarzt möglichst 3 x am Tag mit Salbeitee das Maul bzw. die Zahnlücke gespült bekommen d.h. ich schaue, dass ich wenigstens 2 x täglich rübergehe.  Zum Glück macht er das brav mit aber fotografieren lassen möchte er sich die Lücke dann doch nicht. Dieses Gesicht sagt alles ;-)
Gestern durften die Jungs in der Halle laufen aber aus meinem Plan, dass sie gemütlich hinter einander herlaufen, wurde nichts denn sie waren „drauf wie´s Messer“ d.h. vor allem Aquino (der eigentlich aber gar nicht sooo gut zu Fuß war) bockte rum, provozierte Flip ständig und forderte ihn zum Raufen und Steigen auf. Da ließ sich Flip nicht mehrfach bitten und war gleich dabei. Das artet dann aber teilweise so aus, dass ich ziemlich gefordert bin die Jungs zur Ordnung zu rufen damit es Aquino nicht übertreibt und Flip ihn nicht womöglich wieder umwirft.Wie man auf dem Foto sieht, kehrte aber dann auch irgendwann wieder Ruhe ein und sie standen friedlich zusammen während ich noch lange brauchte um den Hallenboden wieder glatt zu ziehen.
 
Heute waren wir dann in der Sonne (Flip links und Aquino rechts  geführt) spazieren und sie waren sehr brav…. Tja und gleich gehe ich wieder rüber um Flip richtig zu bewegen und  mit Sammy und Petra auszureiten. Langweilig wird´s so nicht!

Freitag, 11. Oktober 2013

Moritz

Heute war die Stimmung bei uns im Stall ziemlich gedrückt denn gestern ist Moritz (unser Herdenchef) nachmittags wegen Kolik in die Klink gekommen und in der Nacht kam dann wohl der Anruf, dass er es nicht geschafft hat.
Wir können das alle noch gar nicht richtig fassen. Er hinterlässt eine schwarzwäldergroße Lücke in der Herde und wir werden ihn vermissen!

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Kalender umd Genick

Juhu, Flip kann sich wieder bewegen und die vielen Stunden Arbeit am Vereinskalender haben sich, wie ich finde, auch gelohnt und der Kalender ist nahezu fertig. Hier seht ihr schon mal das abfotografierte Deckblatt. 

Samstag, 5. Oktober 2013

Mist, nicht auf Holz geklopft

Tja, da habe ich wohl nicht auf Holz geklopft als ich im letzten Post geschrieben habe, dass Flip ein robuster Naturbursche wäre!
Auf dem Foto von vorgestern sieht man am Genick die mini Macke, die er vermutlich durch einen Biss bekommen hat. Als ich vorgestern kam, schien sie ganz frisch und unspektakulär also habe ich gleich Schweizer Salbe drauf und gut. Gestern war er schon etwas empfindlich als ich dranlangen wollte und es war wärmer und dicker also machte ich zum Kühlen Tonerde drauf. Heute war er noch schmerzempfindlicher und ich stellte fest, dass er beim Reiten Probleme im Genick hat, daher aufs Gebiss biss und auch sonst bei den Kopfdrehungen (für Karotten geht der Kopf sonst weit rum) eingeschränkt ist. Beim Ausreiten an den letzten beiden Tagen ist das nicht so sehr aufgefallen weil wir am langen Zügel unterwegs waren aber wenn er in der Halle an den Zügel kommen soll, geht es nicht.
Da bei Anja heute gerade eine Heilpraktikerin war, habe ich sie gebeten ihn mal anzusehen. Er bekommt Arnika ud Traumel und sie meinte, ich solle die Schwellung im Auge behalten und, dass der große Bluterguss ihn schon eine Woche oder so einschränken könnte. Wenn es dicker wird und mehr eitert als heute, würde sie doch den Tierarzt rufen. Na, das wollen wir doch nicht hoffen!!!
(Daheim liegt ein Hund mit Durchfall und im Stall steht mein Pferd, dass seinen Kopf nicht normal bewegen kann, hmmm :-( ) 

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Bin wieder da

Ich bin jetzt schon ein Weilchen aus dem Urlaub zurück und da ich wieder den Freiberger-Kalender mache, kam ich vor lauter Bildersichten und Überlegen wie welche Seite gestaltet werden soll, noch nicht dazu mich hier zurück zu melden.
Flip hat sich einen Tag vor meinem Urlaub, so wie es früher Libelle gemacht hat, einen dicken Fuß zugelegt. An dem Fuß war am Vortag so eine kleine Macke, dass ich überlegt hatte, ob ich überhaupt Salbe drauf mache. Tja, und aus dem Mäckchen wurde ein dicker Fuß. Da Flip aber zum Glück ein robuster Naturbursche ist, habe ich auf den dicken Fuß Tonerde gemacht, er hat Arnika bekommen und schon nach dem Ausreiten sah der Fuß wieder besser aus und er überlebte so auch unbeschadet meinen Urlaub.
Der erste Ausritt nach dem Urlaub war etwas ungewöhnlich von Unter-den-Bäumen-parken-und nicht-mehr-drunter-vorlaufen-bis-es-Äpfel-gibt, über riesen Hüpfer über eine Pfütze und Bocken wie ein Rodeopferdchen hatte er alles Mögliche zeigen wollen, was er so drauf hat. Ein paar Tage später war er dafür so ein Musterknabe, dass ich es schon fast rot in den Kalender eingetragen hätte. Da lief er mir schon zum Koppeltor entgegen (!), lief in der Halle total schön und fleißig und danach sind wir noch auf einer Ausreitrunde ohne Sattel  gewesen und er hat nicht einmal versucht Gras zu zupfen… Schön!   
Gerade komme ich auch vom Ausreiten, steht Flip jetzt wieder zufrieden auf der Koppel bis es Abendessen gibt und ich mache später mit dem Kalender weiter.
Neue Fotos wollte ich heute auch mal machen aber darauf hatte Flip keine Lust. Entweder er schaute gelangweilt oder er lief einfach weg.