Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Sonntag, 2. Februar 2014

Da bin ich wieder

Nachdem das Wetter teilweise doch ziemlich kühl wurde, sind auch die Pferde etwas munterer geworden und es ist mit Flip gerade nicht mehr so zäh wie beim letzten Post. Ich versuche ja auch ihm Abwechslung zu bieten und wir reiten nicht stumpf jeden Tag in der Halle. Er darf oft frei laufen, wir machen Parelli, gehen spazieren, reiten aus...
So wie er aber vorhin Lauras Hänger beschnuppert hat, würde er wohl evtl. auch gerne mal wieder irgendwohin fahren (mir tat ja der Tapetenwechsel von letzter Woche auch gut - nochmal danke dafür!) oder will er nur in den Hänger stehen, weil es drin immer etwas Leckeres zu futtern gibt? Ich weiß nicht so genau.
Heute früh war ich jedenfalls schon im Stall und habe Flip nach einer Nieselregenrunde mit Jenny und Aquino (hätte ich aus dem Fenster geschaut und gesehen, dass es regnet, wäre ich erst mal im Bett geblieben) in der Halle bewegt.
Es war richtig gut und wir waren fleißig, was bedeutet, dass Flip gut und locker lief und es trotz der Tatsache, dass nur ich ins Schwitzen kam, Spaß machte. Danach habe ich noch beim Unterricht von  Sandra mit Aneesha zugeschaut, während Flip neben mir stand und einnickte. Da Flip eigentlich überall schlafen kann, störte es ihn nicht, dass er noch in der Halle bleiben sollte und Aneesha fühlt sich eh wohler wenn sie nicht alleine in der Halle ist, wo doch hinten rechts im Eck immer wieder Pferdegespenster auftauchen und sie erschrecken.
Aneesha (eine nette, junge (4J.) Araber-Friesen-Mix-Stute) ist Flips neue Freundin d.h. sie findet ihn als großen Beschützer beim Ausreiten und auch sonst ganz toll und wiehert ihm wohl sogar hinterher wenn wir ohne sie weggehen. Er kann es nicht so gut zeigen (typisch Mann eben ;-) ) aber ich denke, nach seinen Reaktionen zu urteilen, kann er sie auch gut leiden. Immerhin himmelt sie ihn an anstatt rumzuzicken (das mögen doch alle lieber, oder?), schnuppert freundlich mit ihr und nimmt es gelassen wenn sie ihren Popo lupft wenn er sie freundschaftlich in den selben zwickt. Für Sandra ist es auch ganz praktisch wenn sich ihre Kleine an Flip orientiert, denn er ist ja doch meist ausgeglichen, freundlich (ihre Reitlehrerin sagte gerade er wäre ja „zuckersüß“) und strahlt Ruhe aus. Da das so gut passt, konnten wir gestern auch wieder einen schönen, entspannten Ausritt in den Seewald machen. Und wie das mit dem Freilaufenlassen in der Halle funktioniert wird Neeshi bestimmt auch bald verstehen. Bisher muss Sandra nämlich hin und wieder mitrennen damit sie sich bewegt J Dass wir für diesen Part Flip engagiert haben, hat sie noch nicht so ganz verinnerlicht. 
Gestern war ich abends übrigens noch Margit und Thomas im Stall in Renningen besuchen. Sie haben ihre beiden Pferde gerichtet und als es ans Reiten ging, wurde ich kurzfristig zum Warmreiten auf Dr. Doolittle gesetzt. Ich habe mich gefühlt, als würde ich das erste Mal auf einem Pferd sitzen. Echt seltsam! Er ist jetzt gar nicht so viel größer als Flip, nicht nervös oder sonst was  … aber ich musste feststellen, dass Reiten (vorallem auf fremden Pferden) eigentlich so gar nicht mein Ding ist. Vom Boden aus ist alles o.k. aber Draufsitzen muss nicht wirklich sein. Es ist ja immer nett gemeint, wenn man angeboten bekommt auf anderen Pferden zu reiten, aber ich bleibe meinem Flip ganz treu, denn auf keinem fühlt es sich so vertraut an wie auf ihm!

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