Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Sonntag, 23. März 2014

Schläfchen

Ich hoffe, die Blogleser hatten auch alle ein so entspanntes Wochenende wie Flip, den Jenny heute bei seinem gemütlichen Vormittagsschläfchen geknipst hat.

Nächstes Mal sollte sie evtl aus einer vorteilhafteren Position Fotos schließen ;-)))... wobei sie ja offensichtlich sogar auf die Einzäunung geklettert ist. Egal, ein schöner Po macht froh ;-)  

"Was machst Du denn da?"

Hier ein paar Bildchen zu denen ich nicht viel schreiben muss, oder?  
Auf dem ersten Bild hat Flip genau beobachtet was Walter macht denn er ist mit einem Zaunpfosten den Koppeltreibgang heruntergelaufen. Das kann nur bedeuten, dass sich die Koppelsaison nähert und das will Flip auf keinen Fall verpassen!  

 Auf dem zweiten Bild haben wir Flip und Neeshi mit einer Plane etwas Abwechslung geboten und bei den anderen Bildern hat Sammys Aufforderung zum Spiel geklappt. Es ist einfach schön wie die Pferde im Laufstall zusammen leben und sich miteinander beschäftigen können ... und wenn ein kleiner Stock da ist, dient auch der als Spielzeug.

Sonntag, 16. März 2014

Fremdreitertest bestanden und ganz viel Spaß gehabt

Dieses Mädels-Wochenende stand im Zeichen des Rechtsgalopps!
Schon lange hatten wir geplant, dass Danielle und Heidi (aus dem Harz) und Michaela (aus Paderborn) zu Besuch kommen um Flip und Aquino kennen zu lernen. Nun wurde der Plan in die Tat umgesetzt und sie kamen zusammen mit Caro nach Stuttgart.
Da ich erzählt hatte, dass wir Probleme mit dem Rechtsgalopp haben, haben sich die Mädels in den Kopf gesetzt Flip dies über´s Wochenende beizubringen. Also zur Erklärung, Flip kann schon rechtsrum galoppieren aber er springt meist falsch an und tut sich auf der Hand schwer. Weil das dann alles sehr mühsam ist, muss ich zugeben, dass ich es auch nicht so fleißig mit ihm trainiere und uns daher wohl auch etwas die Übung fehlt.
Als Resultat aus dem Wochenende kann ich sagen, dass nun der Rechtsgalopp eingestellt ist (Flip und die Mädels Muskelkater haben) und ich vermutlich einfach dranbleiben muss.
Was den "Fremdreitertest" angeht so war für Flip einiges geboten: Am Freitag sind Heidi und Danielle draußen geritten, dann Heidi nochmals in der Halle, Samstag saß erst ich drauf dann Danielle und heute am Sonntag bin ich die Ausreitrunde zum Warmwerden geritten, dann Michaela und danach nochmals kurz ich – er hatte also aller Hand zu tun um sich auf die verschiedenen Reiterinnen und unterschiedlichen Reitweisen einzustellen. 
Nebenbei wurde er aber immer kräftig gelobt, geknuddelt und Danielle versuchte ihm noch beizubringen sich auf Kommando hinzulegen (da brauchen wir aber noch mehr Zeit denn er konnte eindeutig nicht alle Befehlte gleichzeitig koordinieren - auf die Karotte achten und die Füße ungewohnt setzen, das ist dann doch zu viel gewesen). So wie es aussah, hat er es aber genossen, dass sich alle um ihn kümmerten und er war bestimmt der Meinung, dass die Mädels nur für ihn angereist sind. 
Alle fanden, dass Flip ein tolles Pferd ist (das war mir nicht neu und für mich ist er eh genau passend), schlau und kooperativ wäre, wobei die Mädels sagten, dass sie ihn auf jeden Fall mit Sporen reiten würden um sich nicht so abmühen zu müssen.
In diesem Punkt sind wir uns nicht so einig, denn ich (ja, und Jako sowie Jenny) finde(n), dass wenn Flip mal warm und locker ist, er auch gut vorwärts geht und er sich dann auch nicht mehr so bitten lässt.
Gut, Hasting und Mingnone sind auch eher die „Sportmodelle“, daher war die Umstellung vermutlich heftiger. Nichts desto trotz, hat Flip 
den „Fremdreitertest“ mit Bravur bestanden (Heidi sagte sogar, sie hätte sich ein wenig in ihn verliebt :-)) und lief brav mit allen, was ich sonst von anderen Testritten bei der Suche nach einer Reitbeteiligung oder für Beritt, auch schon anders gesehen hatte. Er weiß halt wer nett ist!
Neben dem Reiten (wenn kein Pferd zur Hand ist, nehmen wir, wie man auf dem Foto sieht, notfalls auch Drachen)  hatten wir auch sonst viel Spaß zusammen und haben uns vorgenommen, dass wir so gegenseitige Besuche viel öfters in Angriff nehmen sollten.

Sonntag, 9. März 2014

Sonniger Ausritt mit Anja

Heute war wieder ein richtig warmer Frühlingstag d.h. als ich ins kurz vor 9 Uhr ins Auto gestiegen bin waren es gerade mal 5,5°C und ich fror aber bis ich Flip geputzt hatte und wir fertig zum Losreiten waren, war es traumhaftes Wetter mit später ca. 16°C (fast wie in Spanien nur eben ohne Palmen…)
Ich war nach langer Zeit mal wieder mit Anja und Gayana zum Ausreiten verabredet (warum waren wir eigentlich so lange nicht mehr zusammen draußen?) und wir haben eine schöne Sonnenrunde gedreht. Wir sind über die Wiesenwege getrabt und ich bin heute sogar (mehr oder weniger freiwillig) gesprungen.
Wir trabten plaudernd als eine breite Pfütze vor uns auftauchte, Flip guckte kurz, machte einen eleganten Sprung (fühlte sich so an und sah laut Anja auch so aus) und setzte in bester Springmanier mit mir über J.   
Was daran so toll war, fragt sich der liebe Leser?
Er machte es schön gleichmäßig wie ein gutes Springpferd, hüpfte nicht wie ein Grashüpfer mit allen Vieren in die Höhe, hüpfte nicht seitlich an den Rand, blieb stehen  oder schlängelte sich an dem „bösen Nass“ vorbei – alles Varianten, die ich kenne und die sich alle nicht so toll anfühlen.
Am liebsten wäre ich umgedreht und nochmals drüber aber das hätte Flip sicherlich blöd gefunden.

Weil es so ein schönes Wetter war und wir alle auf eine frühe Koppeleröffnung hoffen (wenn mal das Gras wachsen würde) habe ich heute dann auch angefangen Flip anzugrasen. Das haben wir Anfang März auch noch nie gemacht.


Bis ich dann mit meinem Frühjahres-Lederputz fertig war (wenn es kalt ist, habe ich darauf nämlich nie Lust), stand Flip schon wieder an gewohnter Stelle (na klar, hinten an der Mauer im Sand) und sonnte sich entspannt. Ich nahm ihn als Vorbild, fuhr heim und setzte mich mit Buch auf einem Liegestuhl im Garten in die Sonne (ob Flip wohl nach dem Sonnenbad auch Après Soleil gebraucht hätte? ;-) )

Samstag, 8. März 2014

Sonnennachmittag im Stall

Heute war ich lange im Stall. Für mittags hatten Sandra und ich uns verabredet um bei dem schönen, sonnigen Wetter mit den Pferden einen großen Spaziergang zu machen. 
Da ich auch Aquino zu versorgen hatte, war es schön, dass sich Jako angeboten hatte uns zu begleiten. Dann kam noch Sandras Nichte, Petra mit Sammy, Meike mit Sina und Hilke mit Forest dazu und so haben wir eine große Runde in großer Begleitung quasi als „Marsch zum Weltfrauentag“ gedreht. 
Endlich konnten wir auch mal wieder auf die Wiesenwege gehen, die wir so lange meiden mussten weil es zu matschig war. Das war schön, denn da es diesen Winter ja bei uns keinen Schnee gab, mussten wir immer die gleichen Asphaltwege nehmen, was nicht nur uns, sondern auch die Pferde mit der Zeit langweilte. 
Es war ein toller Sonnennachmittag und schon beim Putzen wurde mir, nicht nur durch die frühlingshaften Temperaturen, richtig warm. Aquino haart unglaublich, was man an dem großen Fellberg auf dem Foto sehen kann. Irgend ein Pferd mit weißen Haaren (ich vermute es ist Cheyenne) scheint aber auch kräftig zu haaren wenn man die Haarspuren in der Sandkuhle so sieht.
Danach war ich noch im Stall und habe ein wenig das Herdenleben beobachtet. Also wenn ein Pferd herdentauglich und verträglich ist, wäre es echt eine Schande es in eine Box zu sperren. Es ist so schön die Pferde beobachten zu können, wie sie zusammen spielen, ein Sandbad nehmen, ihr Umfeld beobachten und zusammen in der Sonne dösen.
Das wäre alles sooo friedlich und ruhig ….. wenn da nicht nebenher ein neues Herdenmitglied eingegliedert werden würde und seinen Platz in der Herde finden müsste. Aber auch das bzw. gerade das ist sehr interessant zu beobachten und man lernt viel über das Verhalten und die Mimik der Pferde. Es läuft mit Forest schon ganz gut und es hat sich natürlich wieder ausgezahlt, dass Anni viele Stunden dabei ist und die Pferde beobachtet und notfalls einschreitet.

Bei dem einen oder anderen ist wohl schon klar wer vor wem weicht, die Herdenordnung ist da ziemlich klar, aber es gibt noch ausreichend Diskussionsbedarf bis alle 18 Pferde neu sortiert sind.
Flip scheint bisher einen guten Stand zu haben und seine Position ist ziemlich weit oben. Er geht teilweise bei Unruhe dazwischen und Forest weicht vor ihm wenn er kommt. Das macht aber auch müde und so muss er sich dann doch auch Schutz bei der „großen Chefin“ suchen und sich kraulen lassen. (Ist das nicht ein nettes Bild mit Anni?)
Ob ein Chefposten tatsächlich was für Flip ist? 
Ich bin gespannt wie sich das alles noch entwickelt. 
Bisher finde ich, macht Flip es ganz gut, läuft souverain durch die Gruppe, wirkt abgeklärt und erwachsen, spielt aber auch etwas, lässt sich nicht provozieren und wenn es nicht gerade kurz vor der Fütterungszeit ist und ihm der Magen knurrt, scheint er ganz gut gelaunt und zufrieden. (Da haben wir noch was gemeinsam; mit leerem Magen ist meine Laune auch nicht die Beste). 
Ich hoffe, wir kommen gut durch die Eingliederungszeit (es kommen noch 2 Pferde dazu) und Flip bleibt ohne (größere) Verletzungen! Ich klopfe auf Holz!