Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Samstag, 8. März 2014

Sonnennachmittag im Stall

Heute war ich lange im Stall. Für mittags hatten Sandra und ich uns verabredet um bei dem schönen, sonnigen Wetter mit den Pferden einen großen Spaziergang zu machen. 
Da ich auch Aquino zu versorgen hatte, war es schön, dass sich Jako angeboten hatte uns zu begleiten. Dann kam noch Sandras Nichte, Petra mit Sammy, Meike mit Sina und Hilke mit Forest dazu und so haben wir eine große Runde in großer Begleitung quasi als „Marsch zum Weltfrauentag“ gedreht. 
Endlich konnten wir auch mal wieder auf die Wiesenwege gehen, die wir so lange meiden mussten weil es zu matschig war. Das war schön, denn da es diesen Winter ja bei uns keinen Schnee gab, mussten wir immer die gleichen Asphaltwege nehmen, was nicht nur uns, sondern auch die Pferde mit der Zeit langweilte. 
Es war ein toller Sonnennachmittag und schon beim Putzen wurde mir, nicht nur durch die frühlingshaften Temperaturen, richtig warm. Aquino haart unglaublich, was man an dem großen Fellberg auf dem Foto sehen kann. Irgend ein Pferd mit weißen Haaren (ich vermute es ist Cheyenne) scheint aber auch kräftig zu haaren wenn man die Haarspuren in der Sandkuhle so sieht.
Danach war ich noch im Stall und habe ein wenig das Herdenleben beobachtet. Also wenn ein Pferd herdentauglich und verträglich ist, wäre es echt eine Schande es in eine Box zu sperren. Es ist so schön die Pferde beobachten zu können, wie sie zusammen spielen, ein Sandbad nehmen, ihr Umfeld beobachten und zusammen in der Sonne dösen.
Das wäre alles sooo friedlich und ruhig ….. wenn da nicht nebenher ein neues Herdenmitglied eingegliedert werden würde und seinen Platz in der Herde finden müsste. Aber auch das bzw. gerade das ist sehr interessant zu beobachten und man lernt viel über das Verhalten und die Mimik der Pferde. Es läuft mit Forest schon ganz gut und es hat sich natürlich wieder ausgezahlt, dass Anni viele Stunden dabei ist und die Pferde beobachtet und notfalls einschreitet.

Bei dem einen oder anderen ist wohl schon klar wer vor wem weicht, die Herdenordnung ist da ziemlich klar, aber es gibt noch ausreichend Diskussionsbedarf bis alle 18 Pferde neu sortiert sind.
Flip scheint bisher einen guten Stand zu haben und seine Position ist ziemlich weit oben. Er geht teilweise bei Unruhe dazwischen und Forest weicht vor ihm wenn er kommt. Das macht aber auch müde und so muss er sich dann doch auch Schutz bei der „großen Chefin“ suchen und sich kraulen lassen. (Ist das nicht ein nettes Bild mit Anni?)
Ob ein Chefposten tatsächlich was für Flip ist? 
Ich bin gespannt wie sich das alles noch entwickelt. 
Bisher finde ich, macht Flip es ganz gut, läuft souverain durch die Gruppe, wirkt abgeklärt und erwachsen, spielt aber auch etwas, lässt sich nicht provozieren und wenn es nicht gerade kurz vor der Fütterungszeit ist und ihm der Magen knurrt, scheint er ganz gut gelaunt und zufrieden. (Da haben wir noch was gemeinsam; mit leerem Magen ist meine Laune auch nicht die Beste). 
Ich hoffe, wir kommen gut durch die Eingliederungszeit (es kommen noch 2 Pferde dazu) und Flip bleibt ohne (größere) Verletzungen! Ich klopfe auf Holz! 

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