Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Sonntag, 1. Februar 2015

So schnell kann es manchmal gehen

Heute morgen haben Caro und Kay nach den Pferden geschaut und Flip mit auf einen Spaziergang genommen, da ich beim Brunch war. Als sie in den Stall kamen hat Flip wohl noch geschlafen. Caro schrieb „So hat Kay Flip vorgefunden … man war der müde“. Da die Pferde nach dem Spaziergang noch rennen und spielen durften, war es gar nicht mehr nötig, dass ich in den Stall musste um Flip zu bewegen. 

Ich fuhr aber trotzdem und trotz Schneeregen rüber, denn ich hatte noch mit Tine telefoniert und sie erzählte mir, dass Durk-K (der Friese, der auf dem Bild in der Mitte steht) an einer Kolik eingegangen ist und sie ihm nicht mal mehr in der Klinik helfen konnten. Das sind dann immer die Momente, wo jedem Pferdebesitzer die Muffe geht, denn es ist einfach unfassbar wie schnell man sein Pferd plötzlich verlieren kann. Wie es jetzt bei ihr in ihrem kleinen Selbstversorger-Stall weiterläuft, steht in den Sternen. Ich wüsste aber ein kleines, schwergewichtiges und wuscheliges Pferd, das bald nach Hannover zieht und da oben wieder für ordentlich Leben im Stall sorgen könnte.
Ich bin also noch zu Flip gefahren und habe mich vergewissert, dass es ihm gut geht und ich mir um ihn erst einmal keine Sorgen machen muss. Da er gerade am Großballen Stroh knabberte, habe ich mich zu seinen Füßen gesetzt und ihm etwas Gesellschaft geleistet. Das fand er erst etwas komisch, nach dem Motto „ist ja nett, dass Du da bist aber du sitzt auf meinem Essen und was ist das eigentlich für eine lustige Mütze? Darf ich die mal genauer untersuchen?“. Er ließ sich dann aber nicht aus der Ruhe bringen und mümmelte (mit einer doch spannenden Technik) Stroh, während ich ihn beobachtete und versuchte von uns ein Selfi zu machen. Leider war es aber zu dunkel und ich bin darin total ungeübt (tja, so jung bin ich dann wohl doch nicht mehr).

Es war jedenfalls schön in der Herde zu sitzen, ihn futtern zu hören und die sonst schlafenden Pferde zu betrachten. Irgendwann lief er dann aber weg, Aquino wachte auf, fing an mit Luke zu spielen und ich bin dann beruhigt zurück nach Hause gefahren.

Keine Kommentare: