Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Samstag, 26. September 2015

Was ist denn heute los gewesen?

Als ich gestern in den Stall kam, stand die Pferdeherde dösend in den Fressständern und machte Mittagspause. Sie waren zwar schon eine dreiviertel Stunde von der Koppel drin aber sie mussten offensichtlich ein Verdauungsschläfchen machen. Entsprechend zäh war auch mein Ausritt, den ich mit Petra und Sammy machte. Die Pferde waren wenig gehfreudig und so wurde die Runde etwas kleiner als eigentlich geplant.
Heute war ich dann mit Sabine und Luke draußen (allerdings bevor Koppel war), haben den Pferden den neuen Kuhstall in der Nähe gezeigt damit sie sehen, dass er mittlerweile bewohnt ist und wollten eine entspannte Runde drehen.Tja, die Pferde waren aber heute aus unerfindlichen Gründen nicht sehr entspannt. Beim Traben wollte Luke immer direkt hinter Flip und ihn in den Po zwicken und so waren dann irgendwann beide Pferde angespannt und Flip wurde etwas eilig.  Wären wir galoppieren, hätte er sicherlich gebockt und etwas mehr Gas gegeben als mir lieb ist. Beim Traben, galoppierte Luke dann auch kurz an und bockte. Flip guckte rüber, schien zu überlegen, ob das eine gute Idee wäre und blieb aber dann doch brav. Wir parierten zügiger  durch und stiegen dann einige Meter weiter doch ab weil uns die Jungs zu unentspannt waren. Auf dem weiteren Weg schienen sie sich zu beruhigen aber als ein Fahrrad hinter uns beim Kreisverkehr auftauchte (das interessiert sonst null), hüfte Luke und Flip machte gleich mit. Die Jungs waren total durch den Wind und warteten nur, dass sich ein weiterer Grund zeigt um sich aufzuregen. Ätzend! Flip musste daher als wir zurück auf dem Hof kamen, noch in der Halle „nachsitzen“ und mit mir fleißig Traben und Galoppieren. Da er das brav gemacht hat, durfte er dann auch zu den anderen auf die Koppel. Auf der Koppel angekommen (er lief brav runter!), rannte er weg und wollte in mitten seiner Gruppe gemütlich fressen aber Luke ließ ihm keine Ruhe. Sabine sagte zwar, sie denkt er wäre müde aber sieht so ein müdes Pferd aus? 

(Flip ist übrigens das linke Pferd) Luke hüpfte von hinten auf Flip, ärgerte ihn und versuchte immer wieder ihn zum Spielen/Raufen aufzufordern. Wir man sieht, hatte er auch Erfolg. Schade, dass das Handy keine so scharfen Bilder macht und gezoomt schon gar nicht. Sie rempeIten sich an, quickten, raufen und irgendwann jagten die beiden Jungs dann die Koppel hoch. Etwas später hatte Luke ein Einsehen und ließ Flip grasen, es kehrte langsam wieder Ruhe ein. Ich hatte ja etwas Bedenken, dass Flip Luke eins vor den Latz klopft weil er auf der Koppel essen will aber glücklicher Weise verlief es friedlich und ohne Blessuren.

Mittags war ich mit Petra E. im Ort auf dem „Märkt“ und als wir zurück kamen, war ich noch so vollgefuttert, dass ich zu faul war nach Hause zu fahren. Da Monti noch nicht bewegt war, durfte er uns noch mit der Kutsche um den Block fahren.  Anja mit Gayanna haben wir auch mitgenommen. Unterwegs stieg Anja hinten auf der Kutsche auf und Gayanna trottete brav hinter der Kutsche. Rückzus wurde auch Monti dann guckig und nervöser und im Stall fegte Neeshi mit Gabor rum d.h. heute lag evtl. was in der Luft, das die Pferde aufgeregt gemacht hat. Wenn es so ist, hoffe ich, dass morgen wieder alles gut ist und Flip wieder normal ist. Ich mag nämlich entspannte Ausritte viel mehr als so Aktionen wie heute.

Nachtrag: Sonntag war Flip wieder wie immer :-)

Sonntag, 20. September 2015

Wilhelma und dann zu Flip

Heute war ich den ganzen Vormittag ab morgens früh mit meinem Neffen, Linus in der Wilhema. Es war mal wieder ganz schön auch wenn ich bei Zoos ein gemischtes Gefühl habe. Die Tiere sind eben nicht frei und auch wenn man sich bemüht möglichst artgerechte Haltung zu ermöglichen so geht es eben nur Stück für Stück und auf begrenztem Raum. Interessant war auch, dass uns ganz unterschiedliche Tiere gefallen haben. Hier sind mal ein paar Impressionen:

Am Spätnachmittag bin ich dann noch zu meinem Lieblingstier gefahren. Zu Flip! 




Als ich gerade mit Auto ankam, haben die Pferde ihre Halfter für die Koppel aufgezogen bekommen und kaum war ich ausgestiegen, rannten sie schon runter. Auf der Koppel tobten sie rum (Flip wurde ganz flach und hatte es auch ganz wichtig), wälzten sich und hatten Spaß. Da wollte ich Flip jetzt nicht die Freude nehmen und so putzen Sandra und ich unsere Ledersachen. Als die Pferde dann reingeholt wurden, schnappten wir uns Flip und Gabor und ließen sie zusammen in der Halle laufen. Das war das erste Mal und wir waren nicht ganz sicher, ob es klappt aber es ging. Der kleine Wicht hob 3x den Hintern und wollte Flip hauen (der war auch beim ersten Mal leider nicht darauf vorbereitet und wurde getroffen), ließ sich aber nicht provozieren und trieb Gabor vor sich her. Ich vermute mal, dass Gabor wegen jugendlichem Ungehorsam, der ungewohnten Situation und hauptsächlich auch aus Verunsicherung ausschlug und ich war sehr froh, dass Flip das kalt ließ und sie dann doch noch brav ihre Runden drehten. Gabor war eh so schnell, dass Flip nicht wirklich motiviert war hinter her zu kommen. Das war ganz gut aber als Spielpartner passen sie (noch) nicht zusammen und dicke Kumpels sind sie wohl auch nicht.

Samstag, 19. September 2015

"Waldarbeiten" /Ausritte

Nachdem wir in den letzten Tagen fleißig in der Halle geritten sind (manchmal wohl oder übel, da es immer wieder regnet) und Neeshi  die letzten Tage etwas grell ist, wollten wir gestern unbedingt raus. Das Wetter sah mal wieder unbeständig aus aber wir wagten es trotzdem Richtung Wald. Wir konnten schön traben und auch ein Stück galoppieren (das fand Flip so gut, dass er mal wieder wie früher Freudenhüpfer machen musste, die aber völlig ungefährlich waren), denn im Wald war bei so einem Wetter nicht viel los. Unterwegs wurde der Regen dann aber stärker und wir überlegten, ob wir mit den Pferden im „Hexenhäusle“ unterstehen könnten. Die Hütte war aber dann doch ziemlich klein also warteten wir unter einer großen Buche. Bei Nikolausritt kommen wir ja dort auch immer hin und stehen rum während wir Lebkuchen… essen und Punsch trinken, aber gestern hatten wir nichts dabei und die Pferde waren irritiert wozu wir nur rumstehen. Flip fand das öde und begann daher die runterhängenden Äste vor seiner Nase zu stutzen und Neeshi machte gleich mit. So entstanden diese lustigen aber leider verwackelten Bilder, der Pferde bei den „Waldarbeiten“. Sonst hänge ja nur ich unter Apfelbäumen mit Flip aber es war mal lustig anzusehen wie Sandra kämpfte um nicht dauernd Äste ins Gesicht zu bekommen :-) 
Wir sind dann noch einigermaßen trocken heim gekommen und ich hoffe, dass ich nachher auch Glück habe und wir raus können.
Hat geklappt! :-)
Ich war mit den beiden Petras mit Sammy und Monty eine gemütliche Schrittrunde draußen und auf dem Heimweg ist dann noch Laura mit Diddle Mouse dazu gestoßen. Die Maus hat sich beeilt hinter uns her zu kommen als sie uns in der Ferne sah und freute sich dann, dass die 3 Jungs ihrer Herde auf sie gewartet haben.

Sonntag, 13. September 2015

da sind wir wieder ;-)

Und wieder hat ihr länger auf Berichte von Flip verzichten müssen, aber so sehr viel ist auch nicht los gewesen.
Flip darf langsam wieder normal bewegt werden und ist zum, Glück bisher lahmfrei geblieben. Mit unseren frische Eisen (er gewöhnt sich langsam an den neuen Schmied auch wenn er dort die Füße ungewohnt hoch heben muss) gehen wir, soweit es das Wetter und die Zeit zulässt, ausreiten, denn schon bald ist ja die Zeit wieder rum, in der man abends nach dem Büro noch einen größeren Ausritt machen kann. Neulich waren wir nach langer Zeit mal wieder mit Gayana draußen und sonst fungiert Flip zur Zeit auch öfters als „Onkel“ für die jungen Pferde in unserer Herde. Da er einen guten, zuverlässigen Ruf hat und Souveränität und Ruhe ausstrahlt, gehen die Besitzerinnen der Jungspunde gerne mit uns als Gesellschaft raus. Gestern waren wir zum Beispiel mit Neeshi (die ist ja mittlerweile eher Teenie aber mag Flips beruhigende Anwesenheit weiterhin) und Gabor draußen. Es war Gabors erster größerer Ausritt und Trab draußen. Er hat das gut gemacht und ist tapfer mitgelaufen, auch wenn ihn der der steinige Waldboden gepiekst hat. Das Foto ist leider nicht so gut geworden aber vom Pferd aus wckelt es eben ziemlich.
Heute waren wir dann mit Sabine und Luke draußen und haben ihm gezeigt, dass man im Wald auch galoppieren kann. Auch das war eine Premiere und auch er hat es gut gemacht. Was Aquino für Flip war, ist nun Flip für die jungen Pferde. Ein ruhiger Fribi, dem sie getrost hinterherlaufen können und bei dem sie, wenn es gruselig wird auch ganz dicht an den Popo kauern dürfen. Das ist für Flip ok (solange es nicht Babalou ist, die er nicht so mag und die alt genug ist um nach sich selber zu schauen). Dass er gelegentlich auch guckig ist, versuchen wir dann zu ignorieren oder ich steige kurz ab und führe ihn, dann ist auch er meist beruhigt.

Ach und am Donnerstag hatten wir (wie jetzt jeden Donnerstag wieder) Unterricht. Da die Pferde direkt vor dem Unterricht schon 2 Stunden auf der Koppel waren, habe ich mit einem faulen, schwer zu motivierendem Pferd gerechnet. Ich habe mich daher mit kleinen Sporen bewaffnet um ihn besser zu Mitarbeit motivieren zu können. Das hatte, ohne dass ich viel tun musste,  einen super Erfolg und wir ritten quasi wie für Olympia! Flip kann, wenn er will, echt schön laufen und hatte richtig Spaß daran mitzuarbeiten, was sicherlich durch die „Erfrischungsstäbchen“ (wie es Heidi nannte) verstärkt wurde. Nach der langen Schonung scheint er an der „Arbeit“ (na ja, wenn man das so sagen kann) Spaß zu haben und dann habe auch ich Spaß! J