Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Montag, 1. Mai 2017

Eselwandern

In diesem Post geht es mal nicht um Flip.
Am Samstag fuhren Klaus und ich durch den Schwarzwald, in dem zum Teil noch Schnee lag, zum Eselwandern, und dachte, ihr freut euch über einen kleinen Bericht und Fotos. Es heißt ja, dass Esel ganz anders wären als Pferde. 
Als ich die Beschreibung hörte, habe ich aber doch einige Ähnlichkeiten zu Flip gesehen. Ich war also gespannt wie die beiden Eseljungs, die uns 3,5 Stunden begleiten würden, so drauf sind. Wir wurden am Stall eingewiesen, wie der kleine Lasse (er wäre der Chef) und der etwas größere Gino zu behandeln wären und schon ging es los. Sie wären noch nicht sehr gut angegrast und wir sollten sie also nicht naschen lassen…,mal abgesehen davon, das wir dann nicht vom Fleck kommen würden. Aha, dass kenne ich. Den Weg sollte uns ein Navi zeigen, was es leider nicht wirklich tat und die Karte war (sagen wir mal) rudimentär. 
Wir sind also gleich mal falsch gelaufen aber die Esel haben den Weg gezeigt und stapften, immer wieder nach Gras ziehend, los.  Unterwegs haben wir die Esel getauscht, in der Hoffnung, dass wir uns dann besser durchsetzen können. Dem war nicht so und es ist den beiden nicht zu verdenken, denn wer will sich denn von wildfremden „Wanderern“, die nicht mal wiessen welchen Weg man einzuschlagen hat, sagen lassen wo es langgeht? Wir haben selten so gelacht, wie auf der Tour aber wir hatten es uns auch weniger anstrengend vorgestellt. Die beiden gaben Geschwindigkeit und Weg an wobei sie von der Hierarchie offensichtlich an dem Tag ganz anders unterwegs waren. Gino marschierte vorab, war kaum zu bremsen (stehen ging eher gar nicht) und Lasse lief sein Tempo und ließ sich davon auch nicht abbringen. An gemeinsames, gemütliches Laufen mit einer schönen Pause auf der Picknickdecke war nicht zu denken und auch ein Gespräch war nur durch rufen möglich, da die Esel zu unterschiedlich schnell waren.
Nach 2 Stunden und um eine Esel-Erfahrung reicher, kamen wir wieder auf dem Hof an. Wie wir dann hörten, wäre der Weg schon zu Beginn steil bergauf gegangen und wir haben uns durch die Navi-Fehlleitung 2 größere Umwege gespart. Das war nicht schlimm, denn wir hatten unseren Spaß und dann auch genug. Nachdem wir ja wenigstens etwas Pferde-Erfahrung hatten, haben wir uns gefragt, wie das wohl läuft wenn Leute ohne Tier-Ahnung auf so eine Tour starten. Die Esel haben es uns aber nicht verraten, sondern sich vermutlich nur eins gegrinst.   

Fazit: Es war echt lustig, wir hatten Spaß und es war eine gute, etwas anstrengende  Erfahrung. Ob es mit den Lamas oder den 32 Schafen einfacher gewesen wäre, können wir nicht sagen aber zukünftig laufen wir wieder mit Flip, der uns notfalls auch trägt und uns nicht ganz so ignoriert.

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