Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Montag, 26. Juni 2017

Rainers Bilder sind da

Gestern hat mein Handy um 22:47 h "Pling" gemacht und Anjas Dropbox-Einladung zu den Fotos vom Shooting am 25.05. kam an.
Darauf hatten wir alle schon lange gespannt gewartet, denn dieses Mal wurden wir das erste Mal vor einer schwarzen Wand fotografiert, was ganz andres wirkt aber bei der Bildbearbeitung wohl sehr aufwendig war.
Hier sind die schönsten Bilder von Flip und mir und ich finde, sie sind echt gut geworden. Flip sieht teilweise ganz anders aus aber der Spitzname "Goldjunge", den Anja ihm gegeben hat, passt bei den Bildern.
Ich finde, ich habe ein echt schickes Pferd!
Vielen Dank Rainer für Deine Mühe und Anja für die Hilfe!





Das Bild gefällt mir am besten, denn es spiegelt Flips Charakter am besten wieder. Ruhig, aufmerksam und unaufgeregt ...einfach in sich ruhend... und bildhübsch ;-)

Sonntag, 18. Juni 2017

Kutschfahrt in viel Begleitung

Heute Abend haben Petra, Nicole und ich Kutschen-Fahrstunde und, da ich davor noch etwas üben wollte, sind wir am Feiertag nochmals mit Flip gefahren. Da war ich schon nicht mehr ganz so nervös aber ich kann nicht gerade sagen, dass mich Kutschefahren im Moment entspannt. Dazu sitzen die Griffe noch nicht wieder wie sie sollten und die Routine fehlt einfach. Aber wie heißt es so schön „Fahren lernt man durch Fahren“.  
Christine sagte außerdem letzten Sonntag auch, dass Flip rein vom Körperbau eher ein Zugpferd wäre und ich ihm nicht böse sein darf, dass er so zäh zu galoppieren wäre. Er würde hinten einfach von den Hufen her schon so eng stehen, dass er Probleme hätte im Galopp alles auszubalacieren. Galopp im Gelände wenn es geradeaus geht, ist okay aber um enge Wendungen hätte er einfach körperlich Defizite, die dann natürlich auch beim Longieren auftauchen. Das hat Flip bestimmt gefallen zu hören, dass ihm Ausritte und Kutschefahren verordnet wurden und ich in der Halle mehr Nachsicht haben sollte.

Wir haben also am Feiertag angespannt und uns noch nach Begleitung für meine und Flips Sicherheit (er läuft einfach entspannter wenn er nicht alleine ist) geschaut…. und siehe da wir hatten gleich 5 Begleitpferde dabei. 
Wir waren in Begleitung von Sabine mit Luke, Nicole mit Nick, Dani mit Sierra, Monique mit Sammy und da Petra mit auf der Kutsche war, hat Marie zum ersten Mal Monty geritten. 
Petra fuhr die ersten Meter und blieb mit auf der Kutsche um notfalls einzuspringen und mir immer wieder zu sagen, dass ich mich entspannen könnte, da Flip das alles zuverlässig macht.
Wir waren 1,5 Stunden bei schönstem Wetter gemütlich draußen und hatten alle großen Spaß. Es ist einfach schön in so einer großen Gruppe unterwegs zu sein, denn durch die Laufstallhaltung kennen sich alle und sind in ihrer Herde entspannt und zufrieden. 
Dass Flip die Kutsche wieder total brav und routiniert gezogen hat, muss ich eigentlich nicht erwähnen, oder? Doch! Denn er macht das einfach richtig gut und ich bin stolz auf ihn. Nun ist es an mir, die Leinengriffe wieder schnell aufzufrischen und zu schauen, dass ich hier Sicherheit bekomme. Mal sehen wie die Fahrstunde heute Abend läuft.

Sonntag, 11. Juni 2017

Mit Pferden wirds eigentlich nie langweilig

Das Wochenende fing ganz entspannt an. Am Samstag war ich gemütlich mit Monty und Sammy im Seewald ausreiten und heute früh war ich mit Petra zum Kutschefahren verabredet. 
Da wir nächste Woche Sonntag Fahrstunde haben, musste ich mal wieder an die Leinen, wenn ich das Fahren nicht voll an den Nagel hängen möchte. Am Donnerstag habe ich mit Petra schon Trockenübungen gemacht während Marie bei Bianca eine Reitstunde auf Flip genommen hat (das lief übrigens so gut, dass sie jetzt immer mal wieder bei Flip einspringen wird und ihn auch mal tagsüber bespaßen kann). Daheim habe ich dann mit meinen PET-Pferden „Cola“ und „Mezzo“  die Leinenhaltung etwas geübt aber das ist nicht so spannend wie mit einem echten Pferd. Ich habe zugegebener maßen nicht so gut geschlafen und war etwas nervös wegen dem Fahren aber Petra hat ja zum Glück die Ruhe weg und verfrachtete mich auf die Kutsche bevor ich Flip mit der Nervosität anstecken konnte. Wir haben nämlich heute Nick als Begleitpferd mitgenommen, der bei seinem ersten und damit auch letzten Versuch mit Nicole an der Kutsche zu gehen, durchging. Nun wollten wir testen, ob er sich doch wieder an eine Kutsche gewöhnen könnte und so ritt sie mal hinten, mal neben und auch vor uns. Er war sehr brav und alles hat auch richtig gut und entspannt geklappt. Bis die Leinengriffe bei mir allerdings wieder richtig gut sitzen, muss ich noch oft üben. Zum Glück ist Flip so ein verlässliches Fahrpferd, der uns souverain durch die Landschaft zieht.    
Eigentlich wollte uns auch Sandra begleiten aber die blieb mit Armin bei Anni und Walter zum Krisengespräch. Ameen war nämlich heute früh so mit der Herdeneingewöhnung überfordert, dass er sich unter anderem an Sammy vergriffen hat, ihm heftig an der Gurgel hing und Nick so nervte, dass der ihn an den Zaun pfefferte. Was da berichtet wurde, klang leider nicht schön und entsprechend angespannt und bedrückt war die Lage. Es ist immer richtig blöd wenn man von seinem Pferd hört, dass es negativ auffällt, man sich um den eigenen und die anderen Sorgen machen muss….  und in dem Fall hätte auch keiner damit gerechnet.
Nach vielem Grübeln und einigen Gesprächen über den ganzen Tag hinweg wurde nun aber eine Lösung gefunden, die ganz gut scheint und ich drücke ganz fest die Daumen, dass der Kleine wieder runter kommt, sich schnell einlebt und man evtl. später, wenn er gefestigt ist und Tagesablauf, Stallleben…. kennt, nochmals einen Versuch starten kann ihn mitder Herde zusammen zu führen. Jetzt wohnt er, nachdem lange überlebt wurde welche Pferde-Kombination wohl am besten passt und ein Boxentausch vorgenommen wurde, erst einmal oben in der mittleren Paddockbox zwischen einem heute angekommenen Pferdchen und Shiraz. Der erste Eindruck von dieser WEG ist jedenfalls ganz gut. Damit wäre das Problem erst einmal ganz gut gelöst und alle können wieder zur Ruhe kommen.

Heute Nachmittag war dann noch Sandras Heilpraktikerfreundin da und hat Aneesha, Ameen und Flip angeschaut und ausgetestet. Alle Pferde haben nun (wieder) eine Liste mit Mittelchen bekommen, die wir die nächsten Wochen verabreichen werden in der Hoffnung, dass es den Pferdchen gut bzw. besser geht und alle geschwächten Organe… gestärkt werden. Nach dem letzten Mal (vor einem Jahr) hatten wir das schon einmal und Flip ging es nach der Behandlung, die ziemlich aufwendig war (eine ganze Reihe Tropfen, Pilze…) gut, also werden wir auch dieses Mal alles brav verfüttern. 
Der Tag heute war ein heißer und totaler Stalltag von 9h Kutsche bis 20:30h nach dem gemeinsamen Pizzaessen, das wir alle als Stärkung nach der ganzen Aufregung dringend gebraucht hatten. Entsprechend müde werde ich jetzt ins Bett gehen. (Flip ist, wie man sieht, schon beim Medikamente austesten fast eingenickt und musste den Kopf auf Sandra abstützen).

Mittwoch, 7. Juni 2017

Express-Eingewöhnen im Stall

Heute war Flip nachmittags und abends mit Ameen in der Halle. Es ist erstaunlich wie sich der Kleine von Tag zu Tag verändert und  größer sowie wacher wird. Heute war er schon mutiger, trabte und galoppierte mit Flip und wie man sieht, zwickt er ihn schon und fordert vorsichtig zum Spiel auf. Flip verhält sich aber immer noch ganz vorsichtig mit ihm und behandelt ihn wie ein rohes Ei.
Nach dem Fressen hat Ameen dann noch Smoky ein Weilchen kennen lernen dürfen und nutzte jede Gelegenheit alle Pferde, die sonst noch  in Schnuppernähe kamen, zu begrüßen.
„Express-Eingewöhnen“ heißt aber der Titel dieses Posts aber eher wegen Carry. Der kam auch erst vor ein paar Tagen und stand in einer der Boxen neben Ludwig. Da der ihn aber ständig attackierte, wurde er kurzer Hand in die innere Eingewöhnungsbox gestellt und nun wird er parallel zu Ameen integriert, bevor er durch das schlechte Verhalten seines Nachbarn versaut wird für seine (eigentlich später geplante) Herden-Eingewöhnung.
Da Carry aber nicht in der Eingewöhnungsbox bleiben wollte und Anstalten machte einen „Notausstieg“ zu suchen, wurde er während Flip mit Ameen in der Halle waren, zur Gruppe gelassen (nur die Stuten durften noch nicht dazu). Er schien sich draußen sehr wohl zu fühlen, war entspannt und schnupperte mit allen freundlich. Nick, der nun nicht mehr "der Neue" ist, genoss es auch sichtlich und hat in ihm gleich einen Kumpel gefunden, dem er nicht mehr von der Seite wich und mit dem er Fellpflege machte. Auch Flip unterbrach sein Essen kurz um ihn zu begrüßen (da ging Nick besser zwei Schritte zur Seite) und auch er war einverstanden mit dem zweiten Neuzugang.

Da Carry nicht in der Box wohnen möchte und das sehr klar zeigt, wird Ameen beim Eingewöhnen, so wie es aussieht evtl. von Carry überholt ... aber das macht ja nichts. Sicherheit geht vor und Anni möchte verhindern, dass der Kleine wenn es ihm dann doch mal zu viel wird, losrennt, die Gruppe ins Rennen kommt  und er unter die Hufe kommt. 
Das passt Ameen zwar nicht so ganz aber er muss dann eben zwischendurch aus der Box zuschauen. Das wird er schon lernen, dass Anni die Chefin ist und es immer besser ist, das zu machen, was sie rät. Beim Zuschauen gibt es aber auch immer was zu lernen (er lernt ja eh jeden Tag fleißig dazu: Pferdeverhalten, Fresständer, Iseki…) und ich bin sicher, dass auch er sich schnell eingewöhnt werden kann.        

Jetzt sind wir alle gespannt wie es die nächsten Tage weitergeht … 
Morgen geht es zum ersten Mal für die beiden Neuen mit auf die Koppel – noch ein Meilenstein.
Das war heute jedenfalls ein spannender Abend im Stall und als alle Neuzugänge wieder aufgeräumt waren, gingen wir müde nach Hause.

Montag, 5. Juni 2017

Erstes Treffen in der Halle

Gerade komme ich aus dem Stall.
Flip durfte am Abend noch mit Neeshi in der Halle laufen und danach noch Ameen kennen lernen und mit ihm in der Halle rumtrödeln und sich bekannt machen. Er ist ein super Patenonkel! 
Die beiden haben ganz lieb geschnuffelt und der Kleine orientiert sich total an Flip und uns Zweibeinern. Beide waren sehr entspannt, schnuffelten am Boden rum und als wir ein Stückchen trabten, lief Ameen brav mit.
Auf „Hier“ kamen tatsächlich beide Jungs zusammen angelaufen. Das haben Sandra und Armin schon im Allgäu mit Ameen geübt und daran hat er sich gleich erinnert.
Er ist ein sehr ruhiger Junge (schon fast unheimlich wie ruhig), der meist den Kopf ganz entspannt hängen lässt, was ihm beim Eingewöhnen sicher Vorteile bringt. Auch ein freundliches aber klares "Hey, an meinem Po wird aber nicht rumgeschnuffelt" hat er sofort versanden und abgedreht. Insgesamt sind auch sonst alle Pferde an seiner Box sehr freundlich und nett zu ihm, daher denke ich, dass wird gar kein Problem werden.  
Sandra, ich habe das Bild gefunden, das ich gemacht hatte als Aneesha im Juli 2013 eingezogen ist. Guckst du. Es sieht tatsächlich fast genauso aus. Damals stand Aquino noch beim Empfangskomitee dabei und guckt hinter Sammy vor:

Flips Patenkind ist angekommen

Gestern Abend kamen (nachdem es im Allgäu etwas länger mit dem Verladen gedauert hat) Sandra, Armin und Aneesha mit ihrem Nachwuchs im Stall an. Die Herde war ganz aufgeregt und alle standen Spalier als das "Black-Beauty-Mobil" ankam und die beiden Schwarzen ausstiegen. 
Der Kleine war von der Fahrt und dem Beruhigungsmittel, ohner das er sich weigerte einzusteigen, total platt und sah aus wie ein kleiner Junkie. Nur mit Mühe schien er die Augen offen halten zu können.
Neeshi freute sich wieder daheim zu sein und fand den Marsch durch die Halle zum Kreislauf anregen ziemlich überflüssig. Sie musste erst mal in den Stall und  nach dem Rechten schauen.
Der Kleine wurde dann in die Eingewöhnungsbox gebracht, wo die ersten Herdenmitglieder Kontakt aufgenommen haben und er ziemlich bald anfing gemütlich zu fressen. Ein gutes Zeichen.

Heute stand Ameen in der äußeren Eingewöhnungsbox damit er mehr sieht und alles besser beobachten kann. Auf dem Hof im Allgäu war nicht so viel Trubel und da fuhr auch kein Iseki rum…An solche Dinge muss sich so ein Pferdekind erst einmal gewöhnen.
Als ich kam, stand Flip mit ein paar Jungs bei Ameens Box und alle schnuffelten freundlich. Soweit er eben über das Gitter schauen konnte, versuchte er Kontakt zu den Großen aufzunehmen und als wir ihn rausholten, lief er brav mit und stand am Putzplatz ganz dicht an Flip und hat gewartet bis auch Neeshi kam.
Zusammen haben wir dann einen kleinen Spaziergang gemacht, was gut geklappt hat. Flip scheint verstanden zu haben, dass Ameen nun sein Patenkind ist, nach dem er schauen soll. Er kennt ja von früher Pferdekinder, war sehr interessiert, schnuppert freundlich an ihm und zwickte ihn auch nur gaaaanz vorsichtig. Es wäre gut, wenn sich Ameen an Flip orientieren würde, da ein Freund, der zu den Chefs gehört immer praktisch ist und er an ihm sehen kann, dass alles relaxed gesehen werden kann. Heute schien es schon mal so, als würde er sich in seiner Gegenwart auch nicht unwohl zu fühlen. Vor seiner großen Schwester hat Ameen aber ordentlich Respekt. Wenn sie die Ohren anlegt und ihn angiftet, schaut er, dass er schleunigst Land gewinnt. Auch das, ist gut so.
Ich bin gespannt wie das so die nächsten Tage und Wochen weitergeht und wie schnell er sich einlebt. Im Moment ist er jedenfalls in erster Linie hundemünde von den vielen neuen Eindrücken und der anstrengenden Fahrt gestern.