Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Sonntag, 11. Juni 2017

Mit Pferden wirds eigentlich nie langweilig

Das Wochenende fing ganz entspannt an. Am Samstag war ich gemütlich mit Monty und Sammy im Seewald ausreiten und heute früh war ich mit Petra zum Kutschefahren verabredet. 
Da wir nächste Woche Sonntag Fahrstunde haben, musste ich mal wieder an die Leinen, wenn ich das Fahren nicht voll an den Nagel hängen möchte. Am Donnerstag habe ich mit Petra schon Trockenübungen gemacht während Marie bei Bianca eine Reitstunde auf Flip genommen hat (das lief übrigens so gut, dass sie jetzt immer mal wieder bei Flip einspringen wird und ihn auch mal tagsüber bespaßen kann). Daheim habe ich dann mit meinen PET-Pferden „Cola“ und „Mezzo“  die Leinenhaltung etwas geübt aber das ist nicht so spannend wie mit einem echten Pferd. Ich habe zugegebener maßen nicht so gut geschlafen und war etwas nervös wegen dem Fahren aber Petra hat ja zum Glück die Ruhe weg und verfrachtete mich auf die Kutsche bevor ich Flip mit der Nervosität anstecken konnte. Wir haben nämlich heute Nick als Begleitpferd mitgenommen, der bei seinem ersten und damit auch letzten Versuch mit Nicole an der Kutsche zu gehen, durchging. Nun wollten wir testen, ob er sich doch wieder an eine Kutsche gewöhnen könnte und so ritt sie mal hinten, mal neben und auch vor uns. Er war sehr brav und alles hat auch richtig gut und entspannt geklappt. Bis die Leinengriffe bei mir allerdings wieder richtig gut sitzen, muss ich noch oft üben. Zum Glück ist Flip so ein verlässliches Fahrpferd, der uns souverain durch die Landschaft zieht.    
Eigentlich wollte uns auch Sandra begleiten aber die blieb mit Armin bei Anni und Walter zum Krisengespräch. Ameen war nämlich heute früh so mit der Herdeneingewöhnung überfordert, dass er sich unter anderem an Sammy vergriffen hat, ihm heftig an der Gurgel hing und Nick so nervte, dass der ihn an den Zaun pfefferte. Was da berichtet wurde, klang leider nicht schön und entsprechend angespannt und bedrückt war die Lage. Es ist immer richtig blöd wenn man von seinem Pferd hört, dass es negativ auffällt, man sich um den eigenen und die anderen Sorgen machen muss….  und in dem Fall hätte auch keiner damit gerechnet.
Nach vielem Grübeln und einigen Gesprächen über den ganzen Tag hinweg wurde nun aber eine Lösung gefunden, die ganz gut scheint und ich drücke ganz fest die Daumen, dass der Kleine wieder runter kommt, sich schnell einlebt und man evtl. später, wenn er gefestigt ist und Tagesablauf, Stallleben…. kennt, nochmals einen Versuch starten kann ihn mitder Herde zusammen zu führen. Jetzt wohnt er, nachdem lange überlebt wurde welche Pferde-Kombination wohl am besten passt und ein Boxentausch vorgenommen wurde, erst einmal oben in der mittleren Paddockbox zwischen einem heute angekommenen Pferdchen und Shiraz. Der erste Eindruck von dieser WEG ist jedenfalls ganz gut. Damit wäre das Problem erst einmal ganz gut gelöst und alle können wieder zur Ruhe kommen.

Heute Nachmittag war dann noch Sandras Heilpraktikerfreundin da und hat Aneesha, Ameen und Flip angeschaut und ausgetestet. Alle Pferde haben nun (wieder) eine Liste mit Mittelchen bekommen, die wir die nächsten Wochen verabreichen werden in der Hoffnung, dass es den Pferdchen gut bzw. besser geht und alle geschwächten Organe… gestärkt werden. Nach dem letzten Mal (vor einem Jahr) hatten wir das schon einmal und Flip ging es nach der Behandlung, die ziemlich aufwendig war (eine ganze Reihe Tropfen, Pilze…) gut, also werden wir auch dieses Mal alles brav verfüttern. 
Der Tag heute war ein heißer und totaler Stalltag von 9h Kutsche bis 20:30h nach dem gemeinsamen Pizzaessen, das wir alle als Stärkung nach der ganzen Aufregung dringend gebraucht hatten. Entsprechend müde werde ich jetzt ins Bett gehen. (Flip ist, wie man sieht, schon beim Medikamente austesten fast eingenickt und musste den Kopf auf Sandra abstützen).

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