Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Samstag, 13. Januar 2018

Was wir so machen

Viel Neues gibt es nicht wirklich zu berichten, aber da ich weiß, dass es doch ein paar sehr treue Leser des Blogs gibt, kommt hier ein kleiner Bericht und ein paar Fotos.
Da im letzten Post der Neuzugang „Eddie“ nur aus der Ferne zu begucken war, durfte Flip neulich mal am Paddock bei ihm vorbeischauen. Der Schimmel quietschte laut, aber das hat Flip ignoriert und schon beim nächsten Aufeinandertreffen war Ruhe und sie schnupperten interessiert. Mal schauen wie es dann in der Herde wird. Alle drei Pferde (Lotte, Roy und Eddie), die im kommenden Sommer integriert werden sollen, wohnen nun schon auf dem Hof und können sich einleben und nach und nach bei Besuchen an den Boxen die anderen Pferd kennenlernen.
Ruhe war auch bei meinem Spaziergang, den ich mit Flip gemacht habe. Wenn ich mit ihm sonst alleine unterwegs war, bin ich sicherheitshalber immer auf unserer Seite der Autobahn geblieben, da wir da beide beruhigter waren, wenn der Stall in Sicht blieb. Als wir letzte Woche unterwegs waren, war Flip aber total tiefenentspannt und so haben wir eine große Runde gedreht und haben die Autobahnbrücke überquert und sind zusammen Richtung Korntal gelaufen. Wir waren eine große Runde unterwegs und nach einer Stunde kamen wir zufrieden und entspannt zurück auf den Hof. 
Das werde ich jetzt noch öfter üben, denn einer meiner Vorsätze für 2018 war ja, dass ich lerne auch alleine entspannt ausreiten gehen zu können.
Apropos Ausreiten: Wir waren mal in größerer Gruppe d.h. zu fünft draußen (wie man sieht, brav hintereinander als Fußgänger entgegen kamen) und gestern habe ich mit Steffi eine 2-stündige Schrittrunde (Rocket wurde geimpft) zum Stammheimer Wald gedreht, bei der wir die Gelegenheit nutzten die Strecken, die wir sonst die Buckel hochgaloppiert sind, im Schritt zu gehen. Das ist eine gute Übung für den Gehorsam aber auch die Kondition, die beide gut mitgemacht haben.
An den Wochenenden schaue ich eigentlich immer, dass wir raus kommen, denn immer in der Halle zu reiten macht weder mir noch Flip Spaß. Nachdem Jako mir sagte, dass Flip am Mittwoch bei der Bodenarbeit wohl super war (sie sagte, er war dabei ein richtiger Streber) aber beim Reiten so ätzend, wie schon lange nicht mehr, war ich schon auf das Schlimmste bei meiner Reitstunde gefasst. Anfangs war es auch zäh aber dann lief er besser denn je und hat richtig Spaß gemacht. Die Schwierigkeit bei Flip ist, dass man es jedes Mal anders probieren muss ihn zu motivieren und er nicht nach Schema „F“ zu reiten ist. Mal reagiert er darauf, mal muss man es anders probieren. Was immer ganz gut klappt ist Abwechslung und ganz wichtig: Loben sobald er keine Arbeitsverweigerung betreibt. Das muss man sich hinter die Ohren schreiben.

Als ich heute in den Stall kam, standen viele Pferde hinten am Unterstand und beobachteten dort etwas ganz interessiert.
Erst habe ich es nicht gesehen, aber dann habe ich Anni und Walter entdeckt, die dort am Zaun unter genauer Beobachtung der Pferde gearbeitet haben. In erster Reihe stand Flip, der seine Nase immer mittendrin haben muss. Der Unterstand wurde im Dezember hochgesetzt damit man ihn besser mit dem Trecker tiefmisten kann und auch dabei musste Flip unbedingt zuschauen und er sah aus als wollte er helfen… stand aber vermutlich eher im Weg. 
Bauarbeiten im Stall finden die meisten Pferde echt spannend und stehen dann immer interessiert dabei. Seit der Unterstand höher ist, scheinen ihn die Pferde noch mehr zu schätzen. Der Mittagsschlaf wird dort, wie man sieht, auch gehalten. 

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