Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Sonntag, 18. Februar 2018

Pferd Bodensee

Gestern war ich mit Margit und Steffi in Friedrichshafen auf der „Pferd Bodensee“. 
Nachdem wir uns ca. 3,5 Stunden durch den Schnee kämpften, sind wir dort endlich angekommen und haben die Messehallen abgeklappert.  
Eigentlich dachten wir, dass wir mit Tüten bepackt wieder heim kommen aber irgendwie wurden wir trotz des riesigen Angebots nicht so richtig fündig. Ich suchte den Stand, bei dem wir letztes Mal die Blumen- und Tupfenschabracken gesehen hatten aber leider war der nicht da und Blumen und Tupfen gab es nur für Ponies. Wir haben also einen eher schwäbisch, sparsamen Ausflug gemacht wobei er evtl. kostspielige  Folgen haben könnte. Ich habe eine Art Wanderreit- oder Working Equitation-Sattel gesehen, der mir gut als Ersatz für den schweren Westernsattel gefallen würde. Nun überlege ich, ob ich den mal zum Testen organisiere.
Am Abend haben wir dann zusammen mit Kay, Caro, Ingeborg und Gerd den Schauabend mit genialen Aufführungen genossen. Ich kann gar nicht sagen, welcher Programmpunkt mir am besten gefallen hat, denn es war einfach alles richtig toll und originell. Auch dieses Jahr hat sich der Schauabend, wie ich finde, wieder total gelohnt und jede Minute zwischen 19:30h und 22:45h war klasse. Steffi hat mit ihrem Handy bessere Bilder und Filme machen können und sobald ich sie bekomme, zeige ich euch was davon. Versprochen!
Wir haben dann in Friedrichshafen in einem Hotel übernachtet (Dank Ingeborg und Gerd, die uns dort den Schlüssel abgeholt haben, mussten wir nicht von der Messe runter, was echt lieb von den beiden war). 
Heute Morgen sind wir dann zurückgefahren und ich bin nachmittags zu Flip gegangen. Erst waren wir in der Schneelandschaft spazieren und dann haben wir etwas Bodenarbeit mit kleinem Sprung gemacht. Das hat Flip gut gefallen und mir macht es einfach Spaß mich mit ihm, auch ohne zu reiten, zu beschäftigen. Für ausgiebiges Lob in Form von Kraulen, macht er auch gerne mit. Mal sehen was wir noch an Bodenarbeitsübungen lernen. … und irgendwann machen wir dann mal Freiheitsdressur wie Lorenzo :-), den wir gestern bestaunen konnten, wie er 12 Pferde wie durch Zauberhand frei lenkte. Das ist echt unglaublich... 

Sonntag, 11. Februar 2018

Dies und das


Letztes Wochenende waren wir nach längerer Zeit mal wieder mit Luke und Nick unterwegs. Währen des Ritts hatten wir wettertechnisch alles, was so in Schneeform runterkommen kann. Schneeregen, Schneegraupel, Schneeflocken…  nicht sehr gemütlich aber das tat der guten Laune keinen Abbruch.
Beim Wegreiten sind uns die beiden Petras mit Sammy und Monty begegnet und haben dieses nette Bild gemacht.

Die Petras haben neulich als sie draußen waren, einen Fuchs (also ein Pferd) aus dem Nachbarstall nur durch deren Entgegenlaufen so aufgeregt, dass er einen Satz ins Feld gemacht hat und seine Reiterin runterfiel. Sie beschwerte sich dann, dass man doch mit so „Exoten“ mehr Rücksicht nehmen müsste und schon in der Ferne hintereinander reiten sollte. Vermutlich war sie aber hauptsächlich genervt weil sie gesehen wurde, wie sie runter ist ;-) Jedenfalls amüsiert uns diese Aussage und als ich heute mit den „Exoten“ unterwegs war, hat doch glatt die nächste Reiterin, die ihr schnaubendes Pferd kaum an uns vorbeiführen konnte, zu dem Pferd gesagt, das unsere 3 auch nur Pferde wären. Eben halt dicke und kleinere Pferde aber trotzdem Pferde. Ja, geht´s noch??? Die von drüben werden auch immer komischer.
Komisch fand Flip am Freitag als wir mal mit Rachidia zum Seewald ritten die Geräusche. Ab der Unterführung horchte er und spannte sich an. Schon lange bevor ich wusste was los ist, hat er die Waldarbeiten gehört. Mit großem Gerät wurden zahllose Bäume aus dem Wald gezogen,  es ist ziemlich kahl geworden und auch viel kaputt gegangen. Wir wussten kaum wo langreiten, denn überall waren Wege gesperrt, Arbeiten im  Gang und alles war mega matschig. Außer den Arbeitern, den aufgescheuchten Rehen und uns war gar niemand im Wald unterwegs und wir fragten uns schon, ob der Wald womöglich gesperrt ist und wir, da wir seitlich reinritten, das nicht gesehen haben.
Am Samstag war ich dann mit Sabine und Luke drüben und alles war wieder ruhig. Überall lagen die Holzstapel und die beiden Pferde schauten sich alles in Ruhe an. Bei einem Anhänger, den Flip erst etwas gruselig fand, ließ ich ihn gucken und konnte ich ihn gerade noch davon abhalten, das Holz, das er schon zwischen den Zähnen hatte, aus dem Anhänger zu holen. Bevor er anfangen konnte, den Anhänger auszuräumen, ritten wir aber schnell weiter.
Heute waren wir mit Sammy und Monty eine kleine Runde spazieren und danach haben wir etwas Bodenarbeit geübt. Ich muss wohl mal Jako oder Steffi um Rat fragen oder es für Loisl filmen lassen was wir so machen, denn unsere Verständigung, ob Flip um mich rumlaufen soll oder Schenkelweichen machen soll, bessert sich nicht wirklich. Er guckt dann immer groß und fragend und probiert dies und das aus. Wenn er es dann aber verstanden hat was ich von ihm will, macht er schön mit und galoppierte heute sogar freudig und von selbst (!) um mich rum. Ich freue mich jedenfalls schon auf unsere nächste Trainingsstunde.

Unsere müden Pferde

Wenn man in der Winterzeit am Wochenende kommt, findet man oft schlafende Pferde vor. Flip steht auch wenn keine Sonne scheint sehr gerne an der Wand hinten und döst dort.
Vielleicht schlafen sich die Pferdchen aus weil sie davor umgetrieben haben?
Es heißt ja, dass sie im Winter munterer sind und Anni und Walter haben das neulich auch bestätigt.
Wenn man diese müde Truppe so sieht, fällt das schwer zu glauben.
Wenn es im Stall aber doch mal zu wild wird, bekommen die Pferde öfter am Tag Heu in die Fresständer geschoben. Wenn es was zu Futtern gibt, beruhigt sich alles relativ schnell wieder und die Pferde sortieren sich lieber in die Fresständer ein. Das macht sich auch an Flips Bauch bemerkbar und ich denke nicht, dass das nur das Winterfell ist. Mal sehen was die Pferdewaage nächsten Sonntag dazu als Ergebnis zum Vorschein bringt.

Samstag, 3. Februar 2018

Braver Bub

Nachdem der letzte Post vom 16.01.18 ist, wollte ich mich mal kurz melden. Ich habe länger nicht geschrieben, denn es gibt eigentlich gar nicht viel zu berichten. Es regnet viel und so ist es beim Ausreiten oft ungemütlich und unter der Woche ist abends Hallensport angesagt. 
Neulich waren wir aber mit Rocket eine große Runde im Stammheimer Wald und sind dann über den Seewald heim geritten. Das war schön aber danach waren wir so eingematscht, dass die Pferdebeine erst mal abduscht werden mussten. Nicht gerade Flips Wonne.   
Unsere Eisen waren, obwohl sie uns Walter hinten nochmals vor seinem Urlaub befestigt hatte, ziemlich klapprig und es war ein Wunder, dass Flip sie am Dienstag als Jojo da war, noch an hatte.  Braver Bub, hat auf die Mahnung, die Eisen schön drauf zu lassen, gehört. Nun hat uns Jojo testweise andere Eisen drauf gemacht. Die Nägel sind etwas anders verteilt, haben eine größere Auflagefläche und sind leichter. Mal sehen wie die halten und, ob sie die 8 Wochen durchhalten. 
Auch bei der Bodenarbeit macht Flip brav mit und, bis auf kleinere Missverständnisse (die wohl durch mich kommen) machen wir Fortschritte. Für ein ausgiebiges Lob macht Flip gut mit. Er ist dabei „sehr relaxed“  in seiner Reaktion, was okay ist. Mir ist ja wichtig, dass er im Gelände eine entspannte "Lebensversicherung" ist und dann muss ich eben bei anderen Dingen darauf Rücksicht nehmen, dass er nicht spritzig und flott mitmacht. Damit wird auch gleich meine Geduld geschult ;-) Er ist eben ein Schweizer, denen ja nachgesagt wird, etwas gemächlicher zu sein ;-).