Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Donnerstag, 29. März 2018

Zurück aus dem Urlaub


Dem einen oder anderen Blogleser ist vermutlich aufgefallen, dass ich mal wieder eine ganze Weile nicht geschrieben habe. Das liegt daran, dass ich 2 Wochen in Portugal Urlaub gemacht habe. Wir waren erst an der Algave, dann in Vila Nova del Milfontes und im Anschluss in Lissabon. Auch wenn es immer wieder geregnet hat, hatten wir 2 schöne Wochen.
Tierlein gestreichelt haben wir auch im Urlaub und am liebsten hätte ich das Pony und die „kleine Muh“ mitgebracht…. ach… und Don Quijote, den Esel und Poppy den Schafsbock… und seinen Sohn….
Flip wurde währenddessen von Jako, Nici und Marie versorgt und hatte donnerstags Sporttag mit Bianca (mit Hilfe von Jenny und Petra, die ihn gerichtet und wieder in den Stall gebracht haben).
An meinem letzten Urlaubstag war dann Jakos Nichte mit im Stall und Flip durfte mit den „jungen Mädels“ und Jako (natürlich auch noch ein junges Mädel) als Begleitung einen netten Ausritt in den Seewald machen. Da hatten wohl alle Spaß (auch wenn es für Jako anstrengender war).  
Flip hatte, so wie es sich in seinem Büchlein liest, ein abwechslungsreiches Programm und wurde gut versorgt. Trotzdem muss ich wieder bei dem beleidigten Herrn „gut Wetter“ machen damit er versöhnt ist, weil ich mich nicht selber um ihn gekümmert habe. Das ist meist so nachdem ich vom Urlaub zurückkomme aber eigentlich glaube ich, dass er es auch mal ganz gut findet, sich von mir  erholen zu können.
Am Tag meiner Rückkehr waren wir dann gemütlich bei Sonnenschein mit Luke im Wald. Das war schön!
Am Dienstag morgen hat Flip dann frische Eisen bekommen. Jojo hat beim letzten Mal andere Eisen ausprobiert. Ich war erst skeptisch, da sie wohl dünner sind aber sie sind etwas breiter und haben die Löcher etwas weiter hinten. So läuft Flip die Eisen anders ab und sie hielten tatsächlich besser und waren noch bis zum Tausch ordentlich fest. Ich hoffe, das ist jetzt keine Ausnahme gewesen, denn auf die Zitterpartie, ob die Eisen die 8 Wochen durchhalten, kann ich gut verzichten. Im Anschluss hat Jojo noch die Hufe eingesalbt. Was für ein Service! Sah schick aus und ich habe bei dem Preis nichts gegen eine Zusatzbonbon.   
Abends habe ich versucht meinen Pferdehänger wieder in Gang zu bringen. Der hatte im März TÜV aber weil die Bremse angezogen war und vereiste, haben wir ihn nicht losbekommen. Nun dachte ich, dass ich „mal schnell“ schaue, ob er wieder fährt um einen neuen Termin auszumachen. So einfach war es aber nicht, denn die Bremse löste sich immer noch nicht und so brauchte ich Hilfe. Zum Glück war Bernd da, der mir Anweisung gab vor und zurück zu fahren (wobei wir schön im Schotter rumpflügten) und mir dann das Rad entfernt hat und die Bremse löste. Nach einer Testfahrt scheint jetzt alles wieder zu laufen und ich konnte einen neuen Termin für die kommende Woche ausmachen. Später im Jahr TÜV zu haben, ist eh besser … aber alleine wäre ich mit dem Problem aufgeschmissen gewesen.

Sonntag, 4. März 2018

Frühlingsritt und beschützt von Flip


Heute war ich 1 ¾ h mit Sabine und Sina eine Golfplatz-Runde drehen. Die Sonne schien, es war ungewohnt schön warm und wir hatten mit den beiden Freibergern und dem „bald eingefreibergerten“ Luke einen schönen Ausritt.  

Die Pferde waren bis auf ein paar Freudenbocker von Luke beim Galoppieren sehr brav und schienen den Ausritt genauso zu genießen wie wir. 
Unterwegs haben wir dann noch Henning beim Grasen-lassen getroffen (wobei das Gras ja gerade nicht wirklich lecker ist).  
Nach dem Ritt hat sich Flip in die Sonne an die Wand gestellt und gedöst. 
Ich wollte auch noch etwas Sonne tanken und habe mich zu ihm gesetzt. Er hat mich dann aber gleich gegen die anderen Pferde abgeschirmt und sich vor mich gestellt bevor ein weiterdöste. 
Das kenne ich schon aus der Vergangenheit und ich finde es echt rührend von ihm. Sonne habe ich so nicht viel abbekommen und konnte die anderen Pferde auch nur zwischen seine Beine durch beobachten. 
Störenfriede hat Flip in unterschiedlicher Intensität zur Ruhe gerufen und nur Nick durfte sich vorsichtig bis ganz nah ranschleichen. 
Ich hatte dann kurzzeitig 2 Freibergernasen über mir hängen, die ruhig und tief auf mich runterschnaupten. 
Ich weiß nicht, ob man das als Nicht -Pferdemensch versteht aber es war sehr schön ein Teil der Herde zu sein und von seinem eigenen Pferd beschützt zu werden… und zu wissen, dass er sich in meiner Gegenwart so wohlfühlt, dass er neben mir schläft. Irgendwann hatte er genug geschlafen und lief zum Eingang in den Liegebereich. Dort schaute aber eine kleine weiße Rocket-Nase raus mit der er etwas rangelte bis die Nase plötzlich dunkel war. Da hatte Rocket wohl mit Carry den Platz getauscht. 
Da Flip offenbar keine Lust hatte weiter zu spielen oder den Eingang bossmäßig zu räumen, lief er einfach zum anderen Eingang um mal wieder am Strohballen zu fressen.
Ich bin nach Hause gegangen und habe euch hier die vielen Bilder von meinem Flip-Nachmittag mitgebracht.















Samstag, 3. März 2018

Waage, Bodenarbeit...

Letzte Woche war also wieder die Pferdewaage da und, wie befürchtet, hat Flip zugelegt. Um das zu erfahren, brauche ich nicht dringend die Waage, das brauche ich bei mir auch nicht, denn wenn ich an der Hose einen Knopf offen lassen muss, ist das eben ähnlich wie wenn bei Flip der Sattelgurt eng wird.
Wichtig ist es trotzdem das Gewicht zu kennen um Wurmkuren, Medikamente ... besser einteilen zu können und eine Kontrolle zu haben. Also, reden wir nicht lange drum herum, er hat wieder zugenommen und hat 711 kg auf die Waage gebracht d.h. er hat ca. 30 kg zum letzten Mal zugenommen. Das ist nicht schön aber Christine versuchte mich zu trösten, in dem sie sagte, dass das sicher durch die aufgebauten Muskeln kommt.
Na ja, wer weiß! Futter zu reduzieren geht ja nicht, also bewegen wir ihn eben, wie bisher, täglich und behalten seine Fitness im Auge. Neulich hat ihn Jako mit Rocket laufen lassen und wie man sieht, hat er sich mit ihm flott bewegt und ist freudig gesprungen.
Auch in der Reitstunde lief er richtig gut und ich habe das Gefühl, ihm macht auch unsere Bodenarbeit Spaß. Mit dem Knotenhalfter lässt er sich plötzlich (für seine Verhältnisse) richtig gut longieren und er galoppiert damit schön rund, was dann auch beim Reiten für ein besseres Gefühl sorgt.
Bei der heutigen Bodenarbeit , dachte ich, dass wir neue Übungen lernen und weiterkommen aber statt dessen, hieß es "back to the roots", denn Loisl meinte, wir sollten versuchen Flip damit zu motivieren, dass wir ohne Seil üben. Er hätte vermutlich schon zu viel Druck erfahren und steht deshalb so schnell im Standby-Modus dabei ohne aufzupassen. Ich bin nicht sicher, ob das so ist, und denke eher, dass er sich einfach schnell langweilt. Wenn er dann nicht reagiert, habe ich, das gebe ich ja zu, etwas am Halfter gezuckelt um seine Aufmerksamkeit zu bekommen.
Das ging heute nicht, denn wir haben fast die ganze Stunde mit Flip frei geübt auf mich zu achten und aus freien Stücken zu mir zu kommen und mir zu folgen.
Das sollen wir nun so oft wie möglich üben aber ich bin skeptisch, ob Flip damit freudiger mitmacht. Ich schätze ihn so ein, dass man mehr Abwechslung reinbringen muss, wozu natürlich die Hilfen klar sein müssen. Es bleibt spannend und gibt noch viel zu üben.
Auch Monty und Sammy hatten heute das Vergnügen und haben ihre erste Bodenarbeitsstunde gehabt und mindestens den zugehörigen Zweibeinern hat es Spaß gemacht. Bei Sammy hat man aber auch gesehen, dass er mit seinem hohen Rang (wie Flip) nicht gewöhnt ist, ständig aufpassen zu müssen, ob ein Ranghöherer etwas von ihm möchte und zu weichen.