Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Sonntag, 27. Mai 2018

Eisen, Gras und Eichhörnchen


Am Dienstag war Jojo da J und wir haben die Hufe wieder schön gerichtet bekommen, was Flip, wie man sieht, sehr entspannend fand. Warum oder wobei er sich dann gleich am nächsten Tag eines der Eisen verbogen hat, hat er mir aber nicht verraten. Zum Glück konnte Walter das Eisen in seiner Werkstatt wieder gerade biegen und nun hoffe ich, dass es drauf bleibt bis Jojo in 8 Wochen wieder kommt. Das wird vermutlich schwierig.

Nachdem nun wohl Monty eine angehende Rehe hat, bin ich etwas alarmiert, denn auch Flip gehört ja zu den Kandidaten, die davon gefährdet sind. Er hat wieder ziemlich zugenommen obwohl außer der Koppel nichts an seinen Futter- und Bewegungsgewohnheiten verändert wurden. Auch vor Koppelbeginn war er schon wieder mopsiger daher überlege ich wie wir vorbeugen könnten. 
Ich hatte schon vor Jahren eine Fressbremse (Greenguard) ausprobiert aber damit kam es gar nicht zurecht, regte sich auf und versuchte an den anderen Pferden das lästige Ding auf der Koppel abzurubbeln. Damit brachte er die ganze Gruppe in Gang. 
Nun habe ich eine andere Art Maulkorb ausprobiert aber auch die findet er, oh Wunder, total doof. Sobald etwas an seine Nüstern kommt, schnaubt er stark und auch mit dem kleinen Loch zum Grasen kam er nicht wirklich gut klar. Wir haben das an der Hand auf kurzem Gras getestet aber selbst da, war es schwierig. Mit langem Gras ist das bestimmt kaum machbar.… und ich bin sicher, er wird Wege finden, es auszuziehen. Auch habe ich Bedenken, weil die Nüstern ziemlich abgedeckt sind und er so viel weniger Luft bekommt. Ist also auch blöd.
Ich habe ihn daher gestern und heute früher von der Koppel geholt damit er sich nach der Woche Koppelpause wieder langsamer an das Gras gewöhnt. Unter der Woche geht das aber leider nicht. Ich hoffe, er bleibt trotzdem gesund!  
Das es heute total schwül war, es nach Gewitter aussah und Flip am Freitag geimpft wurde, stand heute nur ein Spaziergang auf dem Programm. Damit ihr aber noch mehr Bilder zu sehen bekommt als nur die Pferdepopos von hinten, hier noch ein paar Bilder aus meinem Garten, vom Wohnzimmer aus heimlich aufgenommen (und leider teilweise etwas unscharf):
https://youtu.be/Vw8rlMMx3yU
Ihr wollt noch mehr Tiere sehen?
Hier noch mein neuster Zugang, der im Wintergarten eingezogen ist. Die Dame mit dem langen Hals und den langen Wimpern heißt Melissa (so stand es jedenfalls auf dem Schildchen):

Montag, 21. Mai 2018

1:0 für mich beim unerlaubten Grasen!


Letzte Woche war Flip fleißig und hat Montag bis Donnerstag beim Hallenprogramm (inklusive Dienstag und Donnerstag Reitstunde)  gut und willig mitgemacht, daher war es schön, dass ich ihn am Freitag mal wieder frei in der Halle laufen konnte und auch gestern die Halle leer war, so dass wir etwas „Fahren vom Boden“ üben konnten bevor er nochmals laufen durfte.
Am Samstag habe ich mit Sabine und Luke eine „Golfplatzrunde“ gedreht und es war richtig schön. Flip war grundsätzlich mit dem Einfall ausreiten zu gehen einverstanden, aber er war absolut genervt weil ich ihm einen Sperrriemen reingemacht hatte, damit ich die ständige Gras-Rupferei besser unterbinden konnte. 
Für alle, die nicht so genau wissen was ein Sperrriemen ist, habe ich mal das alte Foto aus 2007 mit den jungen, schlanken Herren, Flip und Kay, rausgesucht, auf dem man einen Lederriemen sieht, der ums Maul geht. Das fand Flip damals schön doof.
Nachdem er kürzlich beim Ausritt mit Anja alle paar Meter den Kopf kraftvoll runtergerissen hat um zu grasen, hatte ich schon überlegt, ob ich wohl mal einen Maulkorb draufmachen muss. Schimpfen und hauen stört ihn da überhaupt nicht. Ein Büschel Gras ist es ihm allemal wert. Da er mit Maulkorb aber nicht genug Luft bekommen würde, habe ich es also mit dem Sperrriemen probiert und siehe da, es hat schon besser geklappt. Flip hat zwar (wie früher) das Gebiss geschüttelt, war motzig  und hat auch versucht an Gras zu gelangen aber damit konnte er das Maul nicht weit genug öffnen.  Tja, wer nicht hören will…

Nachdem es vorletzte Nacht und gestern den ganzen Vormittag geschüttet hat, war klar, dass wir (Sabine, Luke, Flip und ich)  heute über Asphaltwege in den Wald reiten werden. Ich habe also die Westerntrense drauf gemacht und siehe da, obwohl Gras und Ästchen in der Nähe waren, hat er es nicht einmal versucht zu naschen. Sehr brav! J

Danach habe ich ihm (weil es so schön sonnig und warm war) noch den Schweif gewaschen und die weißen Füße shampooniert.  Mal schauen wie lange sie weiß bleiben. Im Anschluss wollte ich ihn noch grasen lassen….  Aber oha!!!! Was ist das??? Flip musste erst mal gucken und prusten denn die Brombeerranken, die im Gras lagen, waren ihm gar nicht geheuer. Als er aber erkannte, dass doch keine Gefahr besteht, hat er sich das Gras genüsslich schmecken lassen.    
Ich habe euch mal noch ein Suchbild angefügt. Ihr könnt mal schauen, ob ihr entdeckt was darauf fehlt. Na, erkannt? Es wird Zeit, dass Jojo morgen früh kommt, denn wie auch immer es gemacht hat, ist der "Aufzug" am Eisen (diese "Metallnase" die vorne nach oben geht) verschwunden. Zum Glück hat er aber ansonsten alle Eisen (auch Dank der Hilfe von Walter, der uns noch 2 Nägel ersetzt hat) drauf behalten. 

Samstag, 12. Mai 2018

Gras, Gras, Gras


Nachdem ich seit der Koppeleröffnung nichts mehr im Blog geschrieben habe und nun die ersten Anfragen kommen, was da eigentlich los ist, hier ein kurzer Rückblick auf die letzten Wochen: 
Flip genießt es, dass so ziemlich jeden Tag ca. 2 Stunden Koppelgang angesagt sind ... und wir, dass dieses Jahr fast täglich der Eiswagen im Stall vorbeikommt. Besonders Branca ist dann happy, denn der Eismann spendiert ihr dann eine Waffel oder 2 und wenn sie Glück hat, ist auch etwas Zitroneneis drin. 
Auf der Koppel wird die Herde immer von Anni im Auge behalten, denn Roy ist auf der Koppel dabei. Wenn Annis Schulter wieder okay ist, wird er dann ganz eingegliedert, was auf die Art hoffentlich/sicherlich einfacher verläuft.

Bisher sieht es alles gut aus und bis auf Carry, der ab und an eine Attacke läuft, ignoriert der Rest den "Neuling" und er hält sich einfach etwas abseits. 
Flip gesellt sich dieses Jahr auffällig oft zu Sammy und grast bei ihm und falls mal ein Tag keine Koppel ist, muss er mit mir Vorlieb nehmen ;-) 
Für Flip gibt es, außer der Herde, eigentlich nichts Wichtigeres als Gras und so bewegt er sich auch weiterhin nur soweit bis zum nächsten Grashalm und kommt meist auch erst als letztes Pferd wieder zurück in den Stall gelaufen.
Auch beim Ausreiten ist er permanent in Versuchung und kann dem Gras kaum widerstehen. Wie war das mit dem Spruch: "Mein Pferd hört gut aber manchmal ist das Gras einfach zu laut"?!

Unser Programm ist auch sonst ziemlich unverändert. Wir waren in verschiedenen Kombinationen ausreiten und hatten dabei immer unseren Spaß. Ob mit Nick, Luke, Sammy, Monty oder, wie am Freitag mit Roy, Flip ist einfach draußen super zuverlässig und gibt auch jedem anderen Pferd Sicherheit, falls es mal irgendwo gruselig ist. Das ist cool und, das hatte ich mir immer so gewünscht. Nun arbeiten wir daran, dass wir beide auch ohne Begleitung draußen entspannt sind. Beim Spaziergang auf die andere Seite der Autobahn war es bei den letzten Malen gar kein Problem und auch alleine auszureiten wird besser.  
In der Reitstunde hat er letzten Dienstag offensichtlich Marie sehr großen Spaß gemacht. Sie springt derzeit für Nici, die im Urlaub ist, ein und entlastet nicht dienstags. Die Reitstunde muss so gut gelaufen sein, dass Flip und Marie, wie Nicole erzählt hat, über sich hinausgewachsen sind und Marie gleich nächsten Dienstag wieder zur Reitstunde gehen möchte. Es ist doch toll! 
Am Mittwoch lief er auch richtig schön, d.h. es wurde gute Vorarbeit geleistet. Das ist doch auch mal schön, wenn man von Flip hört, dass er in der Halle fleißig war, denn dort ist es oftmals ziemlich schwierig ihn zu motivieren. Mit Lob und einem Reiter, der total happy über ihn ist, läuft er aber offensichtlich, wie wir schon festgestellt haben, am besten.