Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Sonntag, 17. Juni 2018

10 Jahre in Münchingen

Mein Jura-Fotobuch ist mit Hilfe von Anni, die sich mit dem Cewe-Programm, das ich dieses Mal ausprobieren wollte, fertig geworden. Es ist richtig schön geworden und wie ich das so schreibe, erinnere ich mich, dass ich ja noch gar nicht berichtet habe, dass ich mein Fotobuch zum 10-jährigen Stalljubiläum von Anni und Walter bekommen habe.  Vor 10 Jahren sind wir zum 01.06. mit Aquino und Flip bei Gehrings eingezogen und haben dort viel erlebt.
In dem Buch sind viele schöne Erinnerungen festgehalten und mir wird beim Blättern bewusst wie lange wir schon dort sind. Zum Glück haben wir damals für die beiden Jungs einen Platz bekommen und Anni und Walter haben beim Eingewöhnen nicht die Geduld verloren. Die 2 Jungs waren schon eine Herausforderung, denn Aquino wollte „seinen Flip“ beschützen und Flip wollte unbedingt die anderen Pferde kennenlernen und ohne Babysitter spielen. Das war turbulent.
Anni hatte damals schon kurz nach dem Einzug gesagt, dass sie denkt, dass Flip mal zu den Chefs gehört. Das hatte ich da noch gar nicht glauben können. Wie so oft, hatte sie Recht.
Die Herde ist Flip ja bekanntlich sehr wichtig aber was er zur Zeit hauptsächlich im Kopf zu haben scheint, ist Gras. Bei den Ausritten muss ich ziemlich aufpassen, dass er nicht ständig frisst, was besonders schwerfällt wenn er mit Sammy und Monty unterwegs ist. Die drei halten ständig Ausschau nach Gras oder Blättern. Im Wald betätigen sie sich dabei mit Vorliebe mit dem Stutzen der herüberhängenden Ästchen. 
Das muss ich für meinen Teil unbedingt wieder besser in den Griff bekommen, denn ich will mich ja nicht ständig auf ihn konzentrieren müssen oder schier aus dem Sattel gezogen werden. Wir haben so zwar viel zu lachen, wenn sie ich auch gegenseitig das heraushängende Grünzeug wieder aus dem Maul klauen aber ungezogen ist es allemal. Vermutlich ist die Gier auch so groß weil länger wieder eine Koppelpause war, denn es hat häufig geregnet.  
Nachdem er am Donnerstag in der Reitstunde so brav und gelehrig war als wir zum ersten Mal mit Halsring geritten sind, war ich mit ihm danach zur Belohnung noch etwas Grasen. Das fand er so gut wie ich, es gut fand, wie er das Halsringreiten gemacht hat. Nachdem er seine Verwunderung darüber, dass er gar nichts am Kopf an hat, abgelegt hat, tat er so als würden wir das öfters machen und hatte richtig Spaß. Es zeigte sich wieder, dass er voll dabei ist, wenn wir uns was Neues einfallen lassen. Mal schauen welche Ideen Bianca noch für uns hat.

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