Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Samstag, 4. August 2018

man ist das warm

Es ist weiterhin unheimlich warm bei uns und es stellt sich immer wieder die Frage wann und wie die Pferde bewegt werden können. Morgens kommen sie meist ab ungefähr 6:30h für ca. 2 Stunden auf die Koppel, aber auch da wird es schon sehr warm und die Pferde haben das Gras so abgenagt, dass es eher wie eine Steppenlandschaft aussieht. Jetzt wird wohl auch eine Koppelpause eingelegt bis es mal geregnet hat und das Gras wieder nachwächst. Ich finde das auch gut, denn unsere Pferde sind ja nicht den Tag über in Boxen eingesperrt und brauchen die Koppelzeit zur Bewegung und für Sozialkontakte. Die Lust runter auf die Koppel zu gehen, hält sich wohl eh in Grenzen, was mangels Schatten, Gras  und Wasser logisch ist (auch wenn es nur für 2-3 Stunden ist). 
Was für mich eher unlogisch ist, ist die Tatsache, dass Flip selbst bei den Temperaturen, die zwischen 35-38 Grad liegen, keine Lust hat geduscht zu werden. Unter den Rasensprenger, den Anni immer wieder so aufstellt, dass die Pferde im Stall drunter können, geht Flip und lässt sich abkühlen … um sich danach patschnass im Sand zu wälzen.
Da es also so heiß ist, war ich in den letzten Tag mit Flip erst gegen 20h unterwegs. Dabei hat uns meist Petra mit Monty begleitet und wir haben versucht ein paar Bilder mit der untergehenden Sonne zu machen. Das Handy gibt aber die schönen Farben leider nicht so wieder.
Auf den Feldern ist die Heu- und Getreideernte rum und zur Zeit gibt es auch noch hier und da Stoppelfelder. Bei den meisten ist „Stoppelfeld“ gleichbedeutend mit „Juhu, hier geht’s im flotten Galopp drüber“ aber unsere Pferde sind da zum Glück voll entspannt. Manche haben nämlich auf den Stoppelfeldern das selbe Problem wie mit immer gleichen Galoppstrecken – die Pferde können nicht mehr ruhig drüberlaufen. Das ist ein selber gemachtes Problem und unschön. Flip dagegen findet Stoppelfelder eher doof. Er kommt nicht gern vom Weg ab, es piekt ihn eventuell in die Fesseln, ist uneben und Eile ist eh nicht sein Ding.
 Da Fotos im flotten Galopp aber schön aussehen, hatte Petra mich gebeten zu versuchen ein Foto von ihr zu machen. Sammy und Flip schauten ganz gelassen zu und machten keinerlei Anstalten mitzugehen als Monty wegtrabte und dann auf sie zugaloppierte. Coole Typen halt!
Heute war ich schon gegen 7:30h bei Flip und hatte eigentlich vor mit ihm eine Runde ausreiten zu gehen und ihn auf dem Heimweg irgendwo grasen zu lassen. wo es noch etwas grün ist. 
Ich habe ihn also von der Koppel geholt, kurz drüber geputzt, Halfter unter die Trense gemacht damit er später besser Grasen kann... und los. 
Flip war heute aber nicht in der Laune alleine zu sein, zuckte immer wieder zusammen wenn er was hörte, trödelte rum und wollte wieder zurück. Ich hatte mir schon einen Weg überlegt, wo ich galoppieren wollte aber da kam uns dann Holly entgegen und ich beschloss mich ihr anzuschließen und mit Flip wieder gen Stall zu reiten, wo ich ihn noch etwas laufen ließ. So ist das eben mit einem Pferd. Es hat seine eigenen Vorstellungen und auch mal unentspanntere Nerven. Soll ich mich da mit ihm anlegen oder partout meinen Kopf durchsetzen? Nö, wenn es um nichts geht, können wir uns da auch gerne arrangieren. Dass damit meine Planung über den Haufen geworfen und sein Grasen gestrichen wurde, weiß er ja nicht und ersteres würde ihn eh nicht stören.

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