Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Montag, 22. April 2019

Spaziergang

Heute Morgen hat sich Carina auch noch unserem Spaziergang angeschlossen und da Raffi längere Beine hat und zügiger unterwegs ist, wurde nicht ganz so rumgetrödelt wie gestern.
Es war aber trotzdem ein entspannter Spaziergang und ein Tag sattelfrei zwischendurch tut Flip sicher gut.
Als wir weggingen, hat sich Flip das Eingewöhnen von Comeback kurz noch von außen angesehen und man könnte meinen er hätte sich bei Anni abgemeldet.
So konnte er auf dem Heimweg auch ganz entspannt unter den Apfelbäumen grasen. Hier wusseten wir, dass nicht gespritzt wurde und da die Fläche stadtisch ist, ist es auch unproblematisch wenn die Pferde etwas mähen.
Den kleinen Käfer habe ich noch umgesetzt als sich Flips Zähne dem Grashalm näherten. Glück für ihn und hoffentlich auch für uns, wenn man Glücksbringer rettet.

Sonntag, 21. April 2019

Viele Sonnenstunden im April


Mittlerweile hat sich der April dazu entschieden tagsüber ein richtig warmer Monat zu werden. Es ist da ganz schön erstaunlich, dass Flip selbst bei den hohen Temperaturen (zurzeit haben wir an die 25°C) im Teilwinterfell trotzdem zum Mittagsschlaf in die Sonne steht.
Diese Temperaturen sind ja einerseits ganz schön und angenehm, andererseits sollte es mehr regnen damit die Pflanzen und das Gras auf der Koppel besser wachsen können. Nichtsdestotrotz grasen wir fleißig an in der Hoffnung, dass die Koppelsaison am Wochenende nach dem 1. Mai tatsächlich eröffnet wird. Um den Stall herum ist alles schon ziemlich heruntergenagt und da ja, wie gesagt, nicht so richtig viel nachwächst, erwischen die Pferde auch in einer halben Stunde nicht allzu viel Gras. 
Heute war ich mit den beiden Petras (von Monty und Carry) unterwegs und wir haben die Halfter mitgenommen um unterwegs die Pferde grasen zu lassen. Beim Hundeverein in Ditzingen stand das Gras so hoch, dass wir uns aber nicht getraut haben länger als eine Viertelstunde die Pferde in diesen Genuss kommen zu lassen. Wir wollten ja auch nicht, dass sie womöglich eine Kolik bekommen. 
Wir waren ganz gemütlich unterwegs und wie immer war Flip sehr entspannt und brav. 
Petra freut sich, dass sie nun mit ihrem neuen Westernsattel auch freihändig reiten kann. Einem Ritt mit Eis in der Hand steht dann zukünftig nichts mehr im Weg ... ups, oder doch? ;-)
Morgen werden wir mit Carry einen größeren Spaziergang machen damit Flip mal zwischendurch sattelfrei hat.
Jetzt waren wir die ganzen Tage in verschiedenen Kombinationen ausreiten und einen Tag zum Rücken schonen, schadet sicherlich nicht. Zurzeit wird Comeback in die Herde integriert. Dabei habe ich auch gestern etwas zugeschaut. 
Bei jedem neuen Pferd läuft die Integration etwas anders ab und die Herde reagiert auf jeden unterschiedlich. Mit ihm hatten sie anfangs keine so guten Erfahrungen gemacht da er sehr flotte Vorder- und Hinterbeine hat. Darauf haben sie sich offenbar entschlossen ihn erst einmal zu ignorieren. Und so stand er Abend für Abend alleine im Liegebereich während die anderen gefressen haben oder wenn sie an ihm vorbei kamen, nur kurz geguckt hatten, aber ansonsten einen Bogen gemacht haben. Das haben sie sehr lange durchgezogen und so langsam scheint Comeback zu merken, dass man mit Schlägern keine Freunde gewinnt. 
Anni und Walter (mit der kleinen Kuma) nehmen sich wieder viel Zeit und beobachten alles um notfalls einschreiten zu können. Wir Einsteller sind alle sehr glücklich wie sie das machen und können die Ratschläge von Fremden, dass die Pferde den Rang untereinander ungestört ausfechten sollen, nicht gut finden. So viele Jahre läuft es jetzt ruhig und wir haben eine gelassene Herde. So soll es auch bleiben. Wir sind schon gespannt wie es mit den nächsten beiden Pferden, die diesen Sommer integriert werden sollen, laufen wird. Hoffentlich reibungslos und ohne Stress und Verletzungen. 
Gestern konnte man auch wieder eine ruhige, gut in sich ruhende Herde beobachten. Der Liegebereich wurde tief gemistet und als alles mit frischem Stroh eingestreut war, hat sich die komplette Herde dort dicht an dicht friedlich im Stroh fressend getummelt. Wenn einer, den man nicht neben sich haben wollte zu nah rückt, reicht es die Ohren anzulegen oder mal grimmig rüber zu schauen. Schlägern ist überhaupt nicht notwendig. Es ist immer total spannend und schön zu beobachten wie die Pferde interagieren ohne viel Aufhebens zu machen. Man muss sich einfach nur etwas Zeit nehmen, dabei bleiben, wenn man Fragen hat Anni fragen und braucht eigentlich kein Experte zu sein um zu merken wie das Herdenleben läuft. 
Natürlich gibt es auch mal Rangeleien und kleinere Blessuren, was nicht so schön ist, aber das gehört dazu und natürlich ist mir auch bewusst, dass Flip von dem Herdenleben teilweise gestresst ist. Er ist ein Herdenchef, der Verantwortung übernimmt und dem es dann bei Stress auf die Verdauung schlägt. Wie wir dieses Problem zufriedenstellend für alle lösen, steht noch in den Sternen. Ich hoffe aber, dass er noch länger Chef bleibt, denn er macht seinen Job richtig gut. 
Am Samstag hat mir Jako geholfen meine Kutsche herauszuholen und zu putzen. Da ich sie schon sehr lange nicht mehr benutzt habe, da ich die zweiachsige Kutsche von Petra mitbenutzen darf, habe ich mir überlegt, dass ich sie doch vielleicht mal verkaufen sollte. 
Wir haben sie abgespritzt,geputzt und fotografiert. Es eine wirklich schöne Kutsche und tut es irgendwie leid sie herzugeben. Nichtsdestotrotz müsste ich, wenn ich sie wieder benutzen möchte, vermutlich neue Reifen kaufen und eine Art Inspektion machen lassen um sicher zu sein, dass die Bremse und der Rest funktioniert. Trotzdem bleibt dann die Ungewissheit, ob Flip beim Fahren nicht doch womöglich Gewicht auf dem Rücken hat. Das sollte nicht sein, daher sind wir ja mit dem Zweiachser gefahren. Mal überlegen, ob ich sie tatsächlich inseriere.

Samstag, 13. April 2019

April-Wetter


Die letzten Tage war es richtig schön und warm und die Pferde genüsslich bei ihren Mittagsschlaf in der Sonne. Petra hat mir von ihrem Gassigang mit Paulchen dieses Bild ins Büro geschickt, wie Flip gemütlich an der Mauer steht und schläft und am Freitag habe ich das erste Mal gesehen, dass die Paddock-Bewohner um die Sonnenstrahlen genießen zu können sogar aufs Paddock liegen. Sehr gemütlich kann das ja nicht gewesen sein aber die Sonne wärmte offenbar schön.
Die warmen Sonnenstrahlen lassen natürlich auch Flips Wunsch zu grasen stärker werden. Wenn er das Wort „Gras“ hört oder merkt, dass andere zum Angrasen gehen, weigert er sich doch tatsächlich mit mir in den Stall zurückzugehen und signalisiert mir klar, dass er nun auch dran ist. Wir waren also hin und wieder auch schon grasen, aber ich denke vor dem 1. Mai wird die Koppel eh nicht eröffnet. Dass ihm das frische Gras auf die Verdauung geschlagen sein könnte, kann eigentlich nicht sein, denn das Kotwasser war schon vorher sehr stark und wird tatsächlich gerade von der Gabe von Flohsamen besser…. außer er regt sich über irgendetwas auf.
Möglichst oft versuche ich mit Flip ausreiten zu gehen, da uns das am meisten Spaß macht, aber hin und wieder steht auch Gymnastik in der Halle auf dem Programm damit er fit und beweglich bleibt. Wenn er nicht so oft in die Halle muss, kann man Glück haben, und er macht, so wie letzte Reitstunde gut mit. Wenn er will, kann er nämlich schön laufen, hat aber vermutlich Angst, dass er mehr in die Halle muss, wenn es immer Spaß macht.


Viel lieber begleitet er aber andere raus und findet auch das Reha- Programm von Diddle und dem kleinen Thaddi für sich völlig ausreichend. Er vermisst, glaube ich, Galopp eher nicht unbedingt.... wobei ...neulich mit Luke hat er dann doch beim Angaloppieren einen Freudenhüpfer gemacht.

Heute war ich mit Meli und Antje zum Ausreiten verabredet und als ich morgens zum Fenster heraus geschaut habe, habe ich mich gewundert was ich da sehe. Zuerst dachte ich, es sind Kirschblüten, die durch die Gegend fliegen aber es schneidte tatsächlich. Damit hatten wir irgendwie nicht gerechnet und dachten, dass sich sicher Schnee nur auf den Bergen blicken lässt. Aus dem Keller wurden daher erst mal wieder die Winterklamotten geholt.
Bis zu unserem Ausritt hatte sich der Schnee  zum Glück fast verzogen, es blieb jedoch ziemlich frisch. Ganz nach dem Motto „April, April, der macht was er will“ scheint das Wetter zurzeit zu wechseln. Mal schauen wie es morgen wird.

Sonntag, 7. April 2019

Es grünt und blüht

Da es draußen zurzeit so schön ist und es überall grünt und blüht, mache ich es kurz (mal sehen, obs klappt), denn ich möchte die schönen Sonnenstunden eigentlich nicht vor dem Rechner verbringen.
Es gibt auch gar nicht wirklich viel Neuigkeiten von Flip zu berichten. Er läuft eigentlich soweit wieder ganz in Ordnung, hat nur hin und wieder Tage, an denen ihm wohl etwas zwickt. Ob es das Knie ist, das bei nasskaltem Arthrosewetter etwas Probleme bereitet, oder es ihm im Bauch zwickt, ist oftmals nicht so genau zu sagen. Zurzeit fährt es ihm offensichtlich ziemlich im Bauch rum und ich weiß immer noch nicht was ich gegen das Kotwasser und den Durchfall unternehmen kann. Da es gerade ziemlich heftig ist, hat er mich auch bisher nur 1x überreden können mit ihm grasen zu gehen. Das fand er toll aber er versucht dann auch unterwegs immer wiedre Gras zu ergattern, was etwas nervig ist. Walter wird schon rechtzeitig das Signal zum Angras-Start geben.
Eventuell hat sein Durchfall auch damit zu tun, dass die Saison wieder beginnt, in der neue Pferde in die Herde integrieren werden. Comeback ist vom der Paddockbox nun in die Eingewöhnungsbox umgezogen und soll langsam aber sicher zur Herde kommen. Drücken wir mal die Daumen, dass das unproblematisch geht.
Oben in den Paddockboxen hat sich gestern auch einiges getan. Aus den drei großen Paddockboxen soll ein Laufstall für drei Pferde/Ponies werden. Die zwei Ponys und Rachidia sind gestern in ihr neues Domizil, das mit Waldboden eingestreut ist (das wäre für Flips Figur sicher auch gut) eingezogen und wenn man später auf der Koppel sieht, dass ich die drei vertragen, werden die Trennwände herausgemacht.
Nachdem nun die Uhren auf Sommerzeit sind, habe ich abends eher die Chance mit Flip auch ausreiten zu gehen. Da Laura für Diddle Mouse und Thaddi nun die Freigabe vom Tierarzt hat, sie wieder aufzutrainieren, begleite ich sie bzw. gerne auf ihren Reha-Runden, die auch für Flip zum Auftrainieren ganz okay sind. 
Er darf zwar schon mehr machen aber ich habe es auch noch nicht so raus wie viel ihm guttut.  Gestern war ich (nachdem Flip mit dem Jacken-Scan bei Anja fertig war) mit Roy, Sammy und Monty gemütlich 1 ¾ Stunden ausreiten wobei er sich sicher nicht übernommen hat und heute gehe ich mit Sabine raus. Als wir das letzte Mal durch den Seewald geritten sind, waren wieder Waldarbeiten im Gange aber unsere Pferde sind wieder sehr brav und ungerührt vorbeigegangen. Man muss aber auch sagen, dass die Waldarbeiter bei uns wirklich rücksichtsvoll sind und ihre Sägen ausmachen wenn sich die Pferde nähern. Trotzdem waren wir, wie man sieht, stolz.