Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Sonntag, 28. Juli 2019

Gestern im Stall

Als ich gestern vormittags in der Stall kam, war Flip gerade mit Nick im Unterstand und ließ sich beim Strohknabbern nicht stören. Die beiden verstehen sich gut und Nick kommt meist zu mir gelaufen wenn er mich sieht, um zu schauen, ob er was abstauben kann. Er ist ein echt Netter  .... natürlich Freiberger ;-))  
Ich war gerade am überlegen was ich mit Flip machen könnte, da kam auch Sabine und etwas später Nadine, die beide Lust auf einen gemütlichen Ausritt hatten. Wir sind dann bei angenehmen Temperaturen eine schöne Runde durch den Seewald geritten und haben es genossen mal wieder raus zu kommen. Mittags hat es dann etwas geregnet und gleichzeitig kam die Sonne raus. Das war wie in den Tropen. Zum Glück war da Flip schon versorgt.
Da mir Walter mal wieder mit Flips Eisen geholfen hatte (eins wurde schon wieder locker und er hat uns 4 neue Nägel reingemacht) habe ich abends beim Stallmachen noch etwas geholfen. Als ich den Sandauslauf Abgeäpfelt habe, war ich unter genauer Beobachtung durch die Pferde.     


Unglaubliche Hitze

Die letzten Tage ist es so unglaublich heiß gewesen, dass ich mit Flip gar nicht viel machen konnte. Er durfte mal etwas mit Smoky in der Halle laufen und statt einem Ausritt haben Fabienne, Antje und ich neulich abends einen Spielplatz für die Pferde in der Halle aufgebaut. Zum Rausgehen wäre es zu heiß gewesen und auch in der schattigen Halle waren die Pferde sehr schlapp. So hatten sie aber wenigstens etwas Abwechslung.
Flip ist doch am Schluss tatsächlich auf Antjes Kopf abgestützt, eingedöst :-)





Die armen Landwirte haben bei der Hitze ernten müssen. 
Das war echt heftig aber unsere Strohhalle ist nun rappelvoll.
Ein harter Job! Klar, dass man da zwischendurch ausruhen muss:
Flip tut sich mit Wälzen was Gutes...  
...allerdings braucht er immer ewig den passenden Platz dafür zu finden. 
Vom abendlichen Spaziergang war Flip nicht begeistert. Es war heiß, er war alleine mit mir unterwegs, überall wurde Stroh gepresst und dadurch flogen ein Haufen Fliegen rum... Er schien zu sagen "wenn ich hier schon rumlaufen muss, will ich wenigestens was fressen dürfen ... aber besser noch, zügig wieder heim bevor mich die Fliegen fressen!"   

Basil

Michaelas gestriger Status hat mir so gut gefallen, dass ich ihn hier zeigen möchte
Diese beiden braunen Ohren gehören dem lieben Basil, den ich auch schon reiten durfte. 
Ein toller Bursche!

Sonntag, 21. Juli 2019

Ausritt bei Margit


Nachdem ich neulich mal an unserem früheren Ausreitgelände in Gebersheim vorbeigefahren bin, habe ich Lust bekommen mit Flip dort auch mal wieder hinzufahren. Das hatten wir uns immer vorgenommen, aber dann doch nie gemacht. 
Vielleicht war auch ein Auslöser, das nun in Angriff zu nehmen, dass ich wegen Montys plötzlichem Tod wieder realisiert habe, wie schnell die gemeinsame Zeit mit einem Pferd vorbei sein kann.... 
Zur Übung habe ich mit Margit R. ausgemacht, dass wir aber erst einmal wieder bei ihr, beim Ditzinger Reitverein ausreiten gehen, wo ich vor einigen Jahren ja schon mal mit Flip und Aneesha war.
Damit ich nicht alleine fahren muss, hatte ich Laura angesprochen, die wiederum die Chance gleich auch für Roy nutzen wollte mit ihm Hängerfahren zu üben. 
Damit Flip nicht alleine im Hänger steht, wenn Maus und Roy bei Laura mitfahren, habe ich für Flip als Fahrbegleitung noch seinen Kumpel Nick organisiert. Marie hat uns gerne begleitet und so ging es heute los. 
Wir sind bei schönstem Wetter mit unseren 4 Pferden zu Margit rübergefahren. 
Das Verladen und die Fahrt haben gut geklappt und wir hatten einen richtig schönen, gemütlichen, zweistündigen Ausritt durch wunderschönes Gelände.
Wir waren auf schönen Waldwegen und über Wiesenwegen zwischen den Felder unterwegs bis wir bei den Mammutbäumen ankamen. 
Dort wurde gerade ein Hochzeitsvideo gedreht, bei dem wir dann auch mitwirken durften nachdem die Gesellschaft so nett war von uns ein Gruppenbild zu machen. Auch das haben die Pferde super gemeistert und sind  zwischen den Mammutbäumen und dem Mann mit der Gitarre brav durchgelaufen .
Kurz bevor wir wieder beim Reitverein ankamen, hat Margit einen Eiswagen an den Sportplätzen entdeckt und ich habe für alle Zweibeiner Eis geholt. Das war toll und ein schöner Abschluss für unseren Ausritt. 
Flip durfte auch etwas von meinem Joghurt-Eis von meiner Hand schlecken und hat den Rest meiner Eiswaffel bekommen. So brav wie er war, hatte er sich das verdient.  
Im Verein angekommen, durften die Pferde noch etwas grasen bis mir Laura den Hänger wieder in Position gebracht hat um wieder gut wegfahren zu können. Das Rangieren mit dem Hänger habe ich dann daheim beim Zurückstellen meines Hängers mit Anleitung von Bernd gleich geübt und es hat ganz gut geklappt.
Nach einem unproblematischen Verladen haben wir dann alle Pferde wieder heil nach Hause gebracht, wo Flip noch duschen und grasen durfte bevor er zufrieden zum Abendessen ging. 
Es war ein richtig schöner, entspannter Ausritt in schöner Landschaft und mit netter Gesellschaft. 
Das sollten wir eigentlich, (auch wenn ich das alles immer sehr aufregend finde), öfters machen.
Vielen Dank auch von hier aus an die 4 Mitreiterinnen, die braven Pferde und den kleinen Jo (Margits Hund), der uns begleitet und immer im Auge behalten und gehütet hat. Schön war´s!

Monty

Leider gibt es aus dem Stall traurige Nachrichten.
Am Dienstag ist Monty ganz überraschend gestorben und wir sind noch alle fassungslos und sehr traurig.
Am Morgen rief mich Petra in Tränen aufgelöst an, dass es Monty schlecht geht und er vermutlich eine Kolik hat und sie Colosan braucht. 
Bei den Untersuchungen durch die Tierärztin hat sich herausgestellt, dass er keine Kolik hat, aber woher das hohe Fieber und das Zittern kommt, blieb unklar. Als ich gehört hatte, dass es keine Kolik ist, war ich eigentlich erst einmal erleichtert, denn Kolik ist für Pferdebesitzer der Horror, da wir wissen, dass wir unsere Lieblinge damit schnell verlieren können.
Ich war schon am überlegen, wie ich es mit dem Büro organisiert bekomme falls Monty in eine Klinik fahren muss. 
Am Abend  als ich in den Stall kam, hat ihn die Tierärztin nochmals untersucht, da sich sein Zustand leider nicht verbessert hatte. In die Klinik zu fahren wäre zu anstrengend gewesen und keiner wusste, was er hat und ob es womöglich ansteckend ist.  Er war dehydriert und hat Infusionen bekommen, die Planungen liefen wie diese gewechselt werden, Petra wollte nachts bei ihm übernachten und wir hatten alle große Hoffnung, dass es mit dem kleinen blonden Wuschel aufwärts geht.
Die Hoffnung wurde uns jedoch genommen, denn dadurch, dass er den ganzen Tag weder getrunken, gefressen oder gepinkelt hatte, wurde er schwächer und dann klappte ihm der Kreislauf zusammen. Obwohl Carina alles versucht hat und er sofort Kreislaufmittel bekommen hat, konnte er nicht gerettet werden und starb vor unseren Augen und während wir noch vergeblich versuchten irgend einen Tierarzt zur Hilfe zu rufen. 
Wir sind alle total benommen und können es gar nicht fassen. Es wurde gerätselt was er wohl hatte. Einen Infekt? Vergiftung? Irgendetwas was ansteckend war und die anderen Pferde womöglich auch noch bekommen könnten .. Es bleibt unklar. Vielleicht eine Bachfellentzündung? Wer weiß...
Es ist so traurig und wir denken alle an Petra und Simone, denn wir wissen, wie sehr die beiden nun leiden. Jeder würde gerne helfen, aber das Einzige, das wohl hilft, ist vermutlich die Zeit und, dass sie hoffentlich wissen, dass wir für sie da sind.
Mit Monty verbinde ich viele schöne Ausritte und Ausfahrten und ich würde mir wünschen, dass Petra schnell wieder zu ihrem Optimismus und Lachen findet und es auch Simone bald besser geht und sie uns im Stall erhalten bleibt. Mit den beiden habe ich zwei Freundinnen gefunden, und ich hoffe, sie finden vielleicht, wenn etwas Zeit ins Land gegangen ist, nochmal ein Pferdchen, das uns zukünftig zu Ausritten begleiten wird.
Monty ist nun bei Libelle, Aquino und vielen geliebten Pferden auf der großen, ewigen Koppel und wir werden noch häufig an ihn zurückdenken und ihn vermissen.

Sonntag, 7. Juli 2019

Endlich etwas Abkühlung

Heute ist es nach längerer Zeit mal wieder etwas kühler.
Juhu, das heißt, dass ich mal am Wochenende keinen Wecker stellen musste um mit Flip noch bei angenehmeren Temperaturen raus zu gehen. Um 13 Uhr bin ich mit Sabine verabredet und werde sogar mal ein Sweatshirt mitnehmen. Das ist angenehm nach den vielen Tagen Hitze.
Gestern war ich morgens mit Simone ausreiten und wir haben auch da die Pferde von der Koppel geholt, ganz nach dem Motto "der frühe Reiter fängt sein Pferd".
Unterwegs haben wir dann Petra mit Paulchen getroffen, der sich gleich in den Schatten, den Monty gelegt hat. Da sieht man wie warm es schon gegen kurz nach 9 Uhr war.
Auch am Tag vorher musste Flip schwitzen, denn da waren wir eine Golfplatzrunde mit Raffi und das bedeutet für Flip, dass er sich ranhalten, denn Raffi läuft deutlich schneller als er. Carina hat Raffi aber etwas zurückgehalten und wegen der Hitze war der auch nicht ganz so flott.
Die Tage vorher haben wir es ruhiger angehen lassen, immerhin sind Flip und ich ja nicht mehr die Jüngsten ;-)) 
Hier noch ein Bild von Floyd und Shiney, als Floyd kurzzeitig wegen einer Wunde in der Box war. Man sieht, auch Shiney hat sich langsam an ihn gewöhnt und so kann er tagsüber alleine in der Gruppe bleiben und geht nur nachts in die Box. Floyds Eingewöhnung lief gut auch wenn Anni und Walter leider beide gerade im Krankenstand sind. Wie Walter beim Grillen am Freitag sagte "Willkommen auf der Gehring-Krankenstation! Wir sind auf Knochenbrüche spezialisiert". Drücken wir die Daumen, dass Annis angebrochene Wirbel und Walters Bein bald gut verheilen... und auch Bianca, die wegen Trümmerbrüchen an 2 Zehen auffällt, schnell wieder auf die Füße kommt!