Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Sonntag, 23. Februar 2020

Schonprogramm


Also im letzten Post hatte ich ja schon geschrieben, dass Dr. Buyle meinte, Flip wäre bis Ende der Woche eigentlich wieder fit und könnte normal bewegt werden. 

Beim Spaziergang sah das Ganze auch immer ganz gut aus aber als ich am Donnerstag in der Halle geritten bin, fühlte es sich schon im Schritt seltsam an. Ich hatte allerdings eher das Gefühl, dass er vorne lahm geht. Als ich ihn kurz dazu überreden konnte zu traben, fühlte es sich ganz gruselig an. Er lief auf mehreren Füßen richtig seltsam und Bianca bestätigte das, als sie mal kurz geschaut hat.
Nach ein paar Metern Trab wollte er eigentlich nicht mal mehr im Schritt geritten werden. 
Ich habe daraufhin gleich den Physiotherapeuten für Flip angerufen und ihm aufs Band gesprochen. Herr Haase hat innerhalb von einer Viertelstunde gleich zurückgerufen und wir haben für nächste Freitag Abend einen Termin bekommen. Bis dahin sollen wir langsam tun und,  falls nötig einfach nur spazieren gehen, denn so eine kräftige Prellung, kann länger wehtun. Nach Anweisung gehen wir also schön brav spazieren. 
Gestern waren wir z.b. mit Sammy unterwegs und danach haben sich die Pferde in ihrem neuen Hackschnitzel -Sandkasten getummelt. Das scheint für Pferde so ähnlich zu sein wie für Kinder ein Bällebad. Sie buddelten darin fröhlich herum und knabbert an den Holzstückchen. Flip hat Petra nicht aus den Augen gelassen, denn bei ihr weiß er ja, dass er immer etwas abstauben kann. Das hat er natürlich auch beim Spaziergang probiert, als er gemerkt hat, dass sie Leckerlis in der Tasche hat.
Weil heute keine Begleitung in Sicht und die Halle dafür aber leer war, habe ich Flip geschnappt und mit ihm etwas In-door-Krankengymnastik gemacht. Ich habe ihm Stangen, die Plane und den großen Ball mit in die Halle genommen. Hinter dem Ball marschierte er ohne, dass ich viel machen musste fleißig hinterher und trabte sogar mal freiwillig an. 
Erstaunlich, wie so ein Ball die Motivation verstärken kann. Da er ja auch von sich aus schneller lief, habe ich ihn heute dann auch etwas am Knotenhalfter traben lassen. Carina hat geschaut und meinte, dass es gar nicht ganz so schlimm ausschaut. 
Während ich alles aufgeräumt habe, ist Flip dann zackig als Handpferd neben Raffi mitgelaufen
Ich hoffe, daher nun, das Flip bald wieder normal bewegt werden kann.
Im Anschluss haben wir noch etwas Wellnessprogramm gemacht d.h. ich habe Flip ausgiebig geputzt und versucht die vielen fliegenden Haare zu bändigen.
Mit Hilfe von Kays und Caros Weihnachtsgeschenk speziell für Fellwechsel klappt das ganz gut und Flip entspannt sich und schlummert während ich mir eins abmühe.

Montag, 17. Februar 2020

Was da wohl passiert ist?


Der Orkan „Sabine“, der uns Anfang letzter Woche durchgepustet hat, hat uns zum Glück weitestgehend verschont und setzte erst nach dem Wochenende ein. So konnten wir am Samstag und Sonntag noch ausreiten gehen. Beim Ausritt mit Roy beschloss Flip, dass er keine Lust mehr auf immer die selben, großen Waldwege hat und bog zielstrebig in einen kleinen Weg ein, den wir noch nie geritten sind. Wir dachten erst, dass es dort evtl. zu nass ist, aber er hat eine gute Wahl getroffen und genoss es den kleinen Trampelpfad zu erkunden.
Er war gut drauf und egal mit welcher Begleitung (Roy, Nick oder Thaddy) freute er sich auf die Ausflüge nach draußen. Als er sich neulich erschreckte und einen Satz zur Seite machte, hat er allerdings schon wieder sein Eisen verbogen, was ich erst im Stall merkte. Ups! Wie er das wohl hinbekommen hat? Vielleicht ist auch 
Thaddy draufgehüpft? Na ja, zum Glück konnte es Walter richten
J Es vergeht ja kaum eine Beschlagsperiode ohne, dass wir Walters Hilfe brauchen.  
Da ich seit Mitte der Woche voll erkältet bin, hat Bianca am Donnerstag Beritt gemacht. Auch da lief Flip wirklich gut und sie war mit ihm zufrieden.
Vielleicht läuft er besser weil er gerade Kräuter für den Darm und Gelassenheit bekommt, die gut anschlagen? Mit Bauchweh treibt ja keiner gerne Sport.
Als ich ihm neulich seine neue Futterschüssel besorgt habe, habe ich die Kräuter (Silencio gegen Stress, Leinsamen, Fenchel und Salbei sowie Leinöl für den Darm) mitgenommen und seither ist das Kotwasser und der Durchfall viel besser. Juhu!
Für meine Erkältung konnte ich dann geschickter Weise auch gleich die Salbeiblätter zum Teekochen abzweigen.
Wegen der Erkältung ist Marie am Freitag bei Flip eingesprungen.
Gegen Spätnachmittag, hat sie mich angerufen, dass sie Flip reiten wollte, er aber lahm ging.
Carina hat ihn wohl auch gleich angeschaut, aber sie haben mit Abtasten, Vortraben… nichts entdecken können, was das Lahmen verursacht haben könnte und vermuteten, dass er sich irgendwie vertreten hatte.
Da mich das etwas beunruhigt hat, bin ich noch in den Stall gefahren um mir den Patienten anzusehen. Ich war also ca. eine Stunde später vor Ort und da war an Vortraben oder Reiten überhaupt nicht mehr zu denken. Flip hatte schon Schwierigkeiten rückwärts aus dem Fressständer auszuparken und wollte den Fuß hinten rechts nicht belasten.
Am Bein war tatsächlich nichts zu sehen und zu spüren, aber mir ist aufgefallen, dass er oben an der Hüfte eine Verletzung hat. Beim leichten Abtasten des Hüfthöckers und der Flanke hatte er starke Schmerzen. Wie das passiert ist, wissen wir nicht. Marie sagte, er wäre es sehr schmutzig/sandig gewesen. Ich vermute daher, dass er vielleicht im Sandbereich ausgerutscht und hingefallen ist oder vielleicht auch auf die Tränke gestürzt ist.
Da er starke Schmerzen hatte, habe ich Doktor Buyle verständigt, der auch gleich kam. Flip hat daraufhin Antibiotika und Schmerzmittel für die nächsten Tage und Boxenruhe bis Sonntag bekommen. Ich hoffe, dass die Schwellung bald weggeht und er dann auch, wenn die Schmerzmittel abgesetzt sind, weiterhin ordentlich zu Fuß ist. Seit gestern ist er jedenfalls wieder bei der Herde und bei seinem kleinen Spaziergang zusammen mit Nick war wohl auch ordentlich zu Fuß.
Da ich nun ja auch ausfalle, bin ich froh, dass die Mädels nach ihm schauen. Laut Tierarzt- Anweisungen dürfen wir langsam aber sicher die Bewegung wieder steigern, so dass Flip bis Ende der Woche wieder normal bewegt werden sollte. Ich hoffe, das klappt wie geplant.

Sonntag, 26. Januar 2020

Mal wieder ein Lebenszeichen aus dem Stall


Für alle, die sich fragen, warum denn auf dem Blog gar nichts Neues mehr geschrieben wird: Es gibt einfach nicht wirklich viel zu berichten. Ist aber auch nicht so schlecht, denn so gibt es auch nicht viel Schlechtes zu berichten.
Wir machen weiterhin mit Flips Durchfall rum, der mal besser und mal schlechter ist.
Was ihn genau hervorruft, werden wir aber wahrscheinlich nie so ganz sicher sagen können. Klar ist, dass er wenn es ihm im Bauch rumfährt noch viel weniger Lust auf Hallensport hat. Das geht mir nicht anders.  
Ich schaue einfach, dass er ein
abwechslungsreiches Programm bekommt, möglichst häufig ausreiten kann und auch sonst sein Leben genießt. 

Das hat er neulich abends, als wir die Halle für uns hatten sichtlich getan. Vor uns waren schon Raffi und Smoky in der Halle und haben diese kräftig verackert, in dem sie wie die Wilden gerannt und gebockt sind. Als die beiden fertig waren, war Flip warmgelaufen und hat es ihnen gleichgetan. Er hatte so ein Spaß und bockte herum als wäre er mindestens zehn Jahre jünger. Das war so schön anzusehen und er war so schnell, dass der Versuch ein kleines Video zu machen, nicht mal geklappt hat… und an Fotos war bei dem Licht am Abend in der Halle gar nicht zu denken. Schade. Danach mussten Carina, Michi und ich die komplette Halle glattmachen, da sie aussah wie ein Acker. Hauptsache die Jungs hatten Spaß!
Auch unsere Ausritte mit verschiedensten Begleitungen genießt Flip selbst wenn er sich ziemlich ranhalten muss wenn Raffi mit dabei ist, der einfach richtig schnell läuft.
Neulich wollten Sabine und ich ausreiten, aber im Stall war Mittagschlaf angesagt. Nur wenige Pferde haben nicht geschlafen (Flip auch nicht, der futterte lieber). Luke wollte einfach nicht aufstehen egal wie es Sabine versuchte ihn zu überreden. Da Sabine ihn nicht dazu bewegen konnte sich zu erheben, hat sie Flip dazu animiert ihn zu wecken. Das Bild sieht aber unfreundlicher aus, als es tatsächlich war. Auf Flips Aufforderung hat sich Luke dann aber brav erhoben.  
Da es auf den Wiesenwegen zu naß ist, müssen wir immer in den Wald wenn wir draußen mal traben oder galoppieren möchten. Damit wir nicht immer die selben Wege gehen und die Pferde mal einen Tapetenwechsel bekommen, bin ich gestern in Begleitung von Antje und Roy mal wieder zum Talhof geritten.
Da habe ich erfahren, dass Mia wohl Ende letzten Jahres gestorben ist :-(. Das ist sehr traurig. Sie war ein bemerkenswertes und ganz besonderes Pferd und Andrea hatte eine ganz enge Beziehung zu ihr. Nicht nur, dass sie als Quarterhorse bei Distanzritten ihre Kontrahenten abgehängt hat, als kleine Stute überall wo sie hinkam, Chefin war… sie war eine Pferdepersönlichkeit.
Als wir im Stall zurück waren, ist Flip erwartungsfroh und hungrig in Fressständer marschiert. 
Das lief dann so:

"Also ich hätte jetzt Hunger!"
  "Hey, hast du etwa schon was?" 
 "Nee, nur Streß mit dem Nachbarn!"
 Das Essen auf Rädern wurde nämlich kurz vorher durch Walter angeliefert:
Sabine sagte, bei einer der vorherigen Fuhren hätte Flip angestrengt versucht vom Wagen direkt zu naschen, aber sein Hals war, egal wie er es versuchte, zu kurz. Etwas gefrustet ist er dann wohl in den Stall getrottet.   
Beim Aufräumen der Spanngurte hat Kuma auch mitgeholfen, aber als ich ein Foto davon machen wollte, hörte sie gleich auf.
 Zum letzten Bild sei gesagt: 
Sieht zwar ähnlich aus, aber auf Flip macht es viel, viel mehr Spaß und ist ganz klar weniger anstrengend!


Montag, 6. Januar 2020

Gut ins Jahr 2020 gekommen?

Na, seid ihr alle gut ins Jahr 2020 gekommen?
An Silvester war ich auch dieses Jahr im Stall um zu schauen, ob alles ruhig bleibt oder Anni und Walter notfalls Hilfe brauchen. Am Nachmittag knallte es zwar schon hin und wieder, aber die Pferde blieben ruhig und Carry schlief zwischen den anderen Pferden in Seelenruhe.
Flip hat den Jahreswechsel wieder (wie letztes Mal) in einer Box verbracht, damit er drin bei den anderen bleibt und gleichzeitig Ruhe ausstrahlt. Er war etwas verwundert über den nächtlichen Besuch und die Notbox, aber als er das Heu in der Box entdeckte, stand er bereitwillig rein und wackelte bei den Böllern nicht mit dem Ohr. Es blieb im Stall relativ ruhig. Ein Teil der Gruppe blieb drin, ein Teil war draußen und zum Glück lief alles glatt.
Am nächsten Tag waren die Pferde trotzdem ziemlich müde und unausgeschlafen. Flip und ich so wie Thaddi und Alina haben uns mit Jutta von Chex  verabredet und sie unterwegs auf unserem Spaziergang/Ritt getroffen, denn sie wollte ihm nochmals unseren Stall zeigen. Da Thaddi auf dem Heimweg etwas hibbelig wurde, haben wir dann doch keine größere Runde gedreht und Chex durfte noch die Halle anschauen.
Als er dann aber wieder heimgehen sollte, hat er die volle Aufmerksamkeit der Herde bekommen, denn er hat sich oben auf dem Feldweg vor irgend etwas erschreckt und prustete laut. Was ihn so aufregte, weiß Jutta nicht, aber sie hatte das Gefühl er wäre lieber gleich bei uns geblieben.
Flip schaute nur kurz und verschwand dann aber in den Liegebereich.
Irgendwie animiert mich 2020 zum Putzen. Komisch! Erst zu Hause und dann habe ich Flips Putzzeug gewaschen (das stinkte nämlich) und auch er wurde gestern am Po und den Hinterbeinen ordentlich gewaschen. Das war mal nötig, wenn auch vermutlich nicht von langer Dauer.
Er machte geduldig mit, aber als ich ihn trockenfönen wollte, war es mit der Ruhe rum. Er prustete und konnte nicht fassen, was ich da abartiges lautes auf ihn richte. Also wurde mein gut gemeinster Plan geändert und er wurde mit einigen Handtüchern trockengerubbelt. Damit hatte ich nicht gerechnet, dass ihn der Fön so erschreckt.
Heute war ich vormittags in der Wilhelma und habe auf dem Rückweg bei Flip vorbeigeschaut. Jako ist gerade geritten und da habe ich doch gleich mal zugeschaut. Da ich einen Foto in der Tasche hatte, wurde der auch genutzt um die beiden Fleißigen zu knipsen.