Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Sonntag, 26. Januar 2020

Mal wieder ein Lebenszeichen aus dem Stall


Für alle, die sich fragen, warum denn auf dem Blog gar nichts Neues mehr geschrieben wird: Es gibt einfach nicht wirklich viel zu berichten. Ist aber auch nicht so schlecht, denn so gibt es auch nicht viel Schlechtes zu berichten.
Wir machen weiterhin mit Flips Durchfall rum, der mal besser und mal schlechter ist.
Was ihn genau hervorruft, werden wir aber wahrscheinlich nie so ganz sicher sagen können. Klar ist, dass er wenn es ihm im Bauch rumfährt noch viel weniger Lust auf Hallensport hat. Das geht mir nicht anders.  
Ich schaue einfach, dass er ein
abwechslungsreiches Programm bekommt, möglichst häufig ausreiten kann und auch sonst sein Leben genießt. 

Das hat er neulich abends, als wir die Halle für uns hatten sichtlich getan. Vor uns waren schon Raffi und Smoky in der Halle und haben diese kräftig verackert, in dem sie wie die Wilden gerannt und gebockt sind. Als die beiden fertig waren, war Flip warmgelaufen und hat es ihnen gleichgetan. Er hatte so ein Spaß und bockte herum als wäre er mindestens zehn Jahre jünger. Das war so schön anzusehen und er war so schnell, dass der Versuch ein kleines Video zu machen, nicht mal geklappt hat… und an Fotos war bei dem Licht am Abend in der Halle gar nicht zu denken. Schade. Danach mussten Carina, Michi und ich die komplette Halle glattmachen, da sie aussah wie ein Acker. Hauptsache die Jungs hatten Spaß!
Auch unsere Ausritte mit verschiedensten Begleitungen genießt Flip selbst wenn er sich ziemlich ranhalten muss wenn Raffi mit dabei ist, der einfach richtig schnell läuft.
Neulich wollten Sabine und ich ausreiten, aber im Stall war Mittagschlaf angesagt. Nur wenige Pferde haben nicht geschlafen (Flip auch nicht, der futterte lieber). Luke wollte einfach nicht aufstehen egal wie es Sabine versuchte ihn zu überreden. Da Sabine ihn nicht dazu bewegen konnte sich zu erheben, hat sie Flip dazu animiert ihn zu wecken. Das Bild sieht aber unfreundlicher aus, als es tatsächlich war. Auf Flips Aufforderung hat sich Luke dann aber brav erhoben.  
Da es auf den Wiesenwegen zu naß ist, müssen wir immer in den Wald wenn wir draußen mal traben oder galoppieren möchten. Damit wir nicht immer die selben Wege gehen und die Pferde mal einen Tapetenwechsel bekommen, bin ich gestern in Begleitung von Antje und Roy mal wieder zum Talhof geritten.
Da habe ich erfahren, dass Mia wohl Ende letzten Jahres gestorben ist :-(. Das ist sehr traurig. Sie war ein bemerkenswertes und ganz besonderes Pferd und Andrea hatte eine ganz enge Beziehung zu ihr. Nicht nur, dass sie als Quarterhorse bei Distanzritten ihre Kontrahenten abgehängt hat, als kleine Stute überall wo sie hinkam, Chefin war… sie war eine Pferdepersönlichkeit.
Als wir im Stall zurück waren, ist Flip erwartungsfroh und hungrig in Fressständer marschiert. 
Das lief dann so:

"Also ich hätte jetzt Hunger!"
  "Hey, hast du etwa schon was?" 
 "Nee, nur Streß mit dem Nachbarn!"
 Das Essen auf Rädern wurde nämlich kurz vorher durch Walter angeliefert:
Sabine sagte, bei einer der vorherigen Fuhren hätte Flip angestrengt versucht vom Wagen direkt zu naschen, aber sein Hals war, egal wie er es versuchte, zu kurz. Etwas gefrustet ist er dann wohl in den Stall getrottet.   
Beim Aufräumen der Spanngurte hat Kuma auch mitgeholfen, aber als ich ein Foto davon machen wollte, hörte sie gleich auf.
 Zum letzten Bild sei gesagt: 
Sieht zwar ähnlich aus, aber auf Flip macht es viel, viel mehr Spaß und ist ganz klar weniger anstrengend!


Montag, 6. Januar 2020

Gut ins Jahr 2020 gekommen?

Na, seid ihr alle gut ins Jahr 2020 gekommen?
An Silvester war ich auch dieses Jahr im Stall um zu schauen, ob alles ruhig bleibt oder Anni und Walter notfalls Hilfe brauchen. Am Nachmittag knallte es zwar schon hin und wieder, aber die Pferde blieben ruhig und Carry schlief zwischen den anderen Pferden in Seelenruhe.
Flip hat den Jahreswechsel wieder (wie letztes Mal) in einer Box verbracht, damit er drin bei den anderen bleibt und gleichzeitig Ruhe ausstrahlt. Er war etwas verwundert über den nächtlichen Besuch und die Notbox, aber als er das Heu in der Box entdeckte, stand er bereitwillig rein und wackelte bei den Böllern nicht mit dem Ohr. Es blieb im Stall relativ ruhig. Ein Teil der Gruppe blieb drin, ein Teil war draußen und zum Glück lief alles glatt.
Am nächsten Tag waren die Pferde trotzdem ziemlich müde und unausgeschlafen. Flip und ich so wie Thaddi und Alina haben uns mit Jutta von Chex  verabredet und sie unterwegs auf unserem Spaziergang/Ritt getroffen, denn sie wollte ihm nochmals unseren Stall zeigen. Da Thaddi auf dem Heimweg etwas hibbelig wurde, haben wir dann doch keine größere Runde gedreht und Chex durfte noch die Halle anschauen.
Als er dann aber wieder heimgehen sollte, hat er die volle Aufmerksamkeit der Herde bekommen, denn er hat sich oben auf dem Feldweg vor irgend etwas erschreckt und prustete laut. Was ihn so aufregte, weiß Jutta nicht, aber sie hatte das Gefühl er wäre lieber gleich bei uns geblieben.
Flip schaute nur kurz und verschwand dann aber in den Liegebereich.
Irgendwie animiert mich 2020 zum Putzen. Komisch! Erst zu Hause und dann habe ich Flips Putzzeug gewaschen (das stinkte nämlich) und auch er wurde gestern am Po und den Hinterbeinen ordentlich gewaschen. Das war mal nötig, wenn auch vermutlich nicht von langer Dauer.
Er machte geduldig mit, aber als ich ihn trockenfönen wollte, war es mit der Ruhe rum. Er prustete und konnte nicht fassen, was ich da abartiges lautes auf ihn richte. Also wurde mein gut gemeinster Plan geändert und er wurde mit einigen Handtüchern trockengerubbelt. Damit hatte ich nicht gerechnet, dass ihn der Fön so erschreckt.
Heute war ich vormittags in der Wilhelma und habe auf dem Rückweg bei Flip vorbeigeschaut. Jako ist gerade geritten und da habe ich doch gleich mal zugeschaut. Da ich einen Foto in der Tasche hatte, wurde der auch genutzt um die beiden Fleißigen zu knipsen.