

Nachdem ich die letzten beiden Wochen mit einer zähen Erkältung
daheim bleiben musste, kann ich seit Samstag zum Glück wieder selber zu Flip
gehen.
Am Samstag wurde aus dem Vorhaben einen gemütlichen Ausritt
zu machen leider nichts, aber am Sonntag bin ich dann mit Sabine im Seewald gewesen.
Die Pferde freuten sich, dass wir angeregt plauderten und stiefelten brav
nebeneinander her. Das war eine gute Einstimmung auf Weihnachten bzw. Heiligabend,
den ich erst mit der Familie auf dem Lehrbauernhof (an dem wir oftmals vorbeireiten)
bei einer Stallweihnacht und dann bei meiner Schwester verbracht habe.


Von Kay und Caro hat Flip zu Weihnachten das passende
Halfter zu seiner Blumen-Schabracke bekommen und ich finde, es steht
ihm sehr gut. Mal sehen, ob wir im Februar bei der „Pferd Bodensee“ noch mehr schönes,
(buntes) Zubehör für Flip finden ;-).


Da sich Cheyenne so über Anjas (quasi Weihnachtgeschenk)
freute, mal richtig geschrubbt zu werden und den juckenden Pelz sortiert zu
bekommen, hier die Fotos dazu. Der arme Kerl ist innerhalb kurzer Zeit (fast)
erblindet und muss sich nun an die neue Situation gewöhnen. Da er kaum noch etwas
sieht, tut er sich in der Gruppe schwer und wohnt daher seit einiger Zeit erst
einmal in der Eingewöhnungsbox. Da er aber ein Winterfell hat wie ein Eisbär,
schwitzt er sehr und genoss das Putzen unheimlich, machte eine lange Genießer-Oberlippe
und war happy. Das war eine gute Tat von Anja und der liebe Cheyenne freute
sich.
Anbei außerdem noch Bilder, wie Raffi von Jim Knopf ausdauernd zum Spiel aufgefordert wurde.
Gestern habe ich am Nachmittag einen Kurzbesuch bei Flip
gemacht und die Pferde bei der Siesta in der Sonne angetroffen. Flip stand wieder
an seinem Lieblingsplatz im Sand an der Wand und guckte groß als ich ums Eck
spickte.


Da Jako noch nicht bei ihm war, bin ich dann schnell heim
gefahren und habe mich wärmer angezogen um Flip für sie schon mal in der Sonne
zu putzen. Bis ich zurück war, verschwand die Sonne aber und wir konnten
nur noch einen kurzen Spaziergang zusammen machen bevor es dunkel wurde. Danach schaute ich Jako zu
wie sie mit Flip Bodenarbeit gemacht hat. Wir hatten eine Stunde bei einem
anderen Trainer und nun müssen wir mal schauen, ob bzw. wie wir Flip an die
neuen Signale gewöhnen können. In der Stunde wurden wir jedenfalls darauf
aufmerksam gemacht, dass Flip zwar so in groben Zügen macht was wir wollen, er
aber eigentlich nicht wirklich auf uns achtet. Flip kommt zwar auf Kommando zu
uns hergelaufen aber er schaut in letzter Sekunde dann immer an uns vorbei und
richtet seine Aufmerksamkeit auf etwas anderes. Das war etwas ernüchternd, aber
wir versuchen nun sein Interesse an uns zu verstärken und loben fleißig wenn er
es richtig macht und er sich auf uns konzentriert.

Bei mir ist er am Samstag als ich etwas mit ihm geübt habe,
so wie er soll, brav auf mich zugelaufen und hat den Kopf zum Kraulen
hingehoben aber ich hatte dann das Problem, dass er gar nicht mehr von mir weglaufen
wollte. Ich wollte ihn dann auch nicht vor den Kopf stoßen und ihn wegschicken
wenn er es richtig macht und vermute, er hat sich eins gelacht, dass er
sich so um mehr Bewegung drücken konnte.

Mal sehen was der Trainer nächsten Samstag
dazu sagt und wie das Training weitergeht.
Heute waren wir dann mit Rocket und Sammy ausreiten. Wir hatten
Glück und konnten größtenteils in der Sonne reiten, aber auf dem Heimweg wurde
es stürmisch als wären wir irgendwo an der Nordsee und der Himmel zog zu. Auf
dem Bild, das mir Steffi geschickt hat, seht ihr es.