Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Sonntag, 27. März 2022

Was sich so bei uns tut

Nachdem ich immer kürzlich bei Flip in der Sonne saß, schlägt er mir nun, wenn ich in den Stall komme öfters vor einfach nur gemeinsam zu chillen. Er läuft dann mit mir am Strick zielstrebig raus an seinen Lieblingsplatz und macht die Augen zu. Da das ja eigentlich eine schöne Idee ist, sitze ich dann doch hin und wieder dazu und verbringe eine gemütliche Zeit bei ihm und seinen Freunden.
Gerne lässt er, während er in der Nähe döst, seine Kumpel auf mich aufpassen, hat aber trotzdem alles im Blick oder er stellt sich direkt vor mich, dann ists halt nichts mit Sonne-tanken ;-).

Mit dem dicken Winterfell ist Flip bei den warmen Temperaturen zur Zeit eh oft müde, aber wie man auf dem Bild von mir bzw. meiner Weste sieht, haart er auch heftig. Nach dem Putzen, ist Flip dann zwar hübsch sauber, aber an mir hängen Haare ohne Ende. Na hauptsache das Pferd sieht gut aus! 
Der Fellwechsel strengt Pferde auch an, aber Bewegung muss trotzdem sein.

Interessanterweise ist er allerdings mit Marie, Nici oder Jako wohl um einiges flotter unterwegs als mit mir. Vielleicht sollte mir das zu denken geben, aber wie ändern? Ist gar nicht so einfach, denn er hat einen ganz schön langen Atem was Energiesparen angeht.

Immer wieder schaue ich, dass ich Begleitung zum Ausreiten finde, da das halt schon am schönsten ist. Gestern waren wir zusammen mit Fandango draußen, neulich mit Claudia auf ihrem neuen Reitbeteiligungspferd Oleana (Stute eben, immer wenn Flip nur etwas rüberschaut wird gegiftet, tztztz) und wie ich auf den WhatsApp-Statusbildern sehe, war er auch mit Nici in größerer Runde draußen

Bald werden wir hoffentlich einen neuen, guten Kumpel zum Ausritt dazugewinnen. Simone hat sich nämlich  entschlossen, nachdem sie die letzten Jahre immer Reitbeteiligung auf verschiedenen Pferden war, wieder ein eigenes Pferd zu kaufen.

Ihre kurzzeitige Überlegung, nachdem sie Roy nicht mehr reiten kann, das Reiten komplett an den Nagel zu hängen, hat sie zum Glück verworfen. Vielleicht auch weil Flip ihr zeigte, dass es beim Pferd doch so schön ist??? 

Bei ihm ist sie nämlich ein den letzten Wochen hin und wieder eingesprungen und hat mit ihm Geitner Training gemacht und war ausreiten.

Wie auch immer, waren wir (Nicole, Simone und ich) also neulich in Speyer und haben Lasse, das Norweger-Pferdchen, mit ihr angeschaut. Es scheint ein netter, kleiner und entspannter Kerl zu sein und ich hoffe sehr, dass sie mit ihm schnell ein super Team wird und sich auch unsere Herde schnell gut mit ihm versteht. 

Nächstes Wochenende wird er jedenfalls abgeholt und ich bin schon sehr gespannt.

Da nicht immer eine Begleitung zum Ausreiten da ist, übe ich immer wieder auch alleine mit Flip entspannt ausreiten zu gehen. Wir sind da beide nicht ganz so entspannt und Flip läuft dann klemmig weil er es eher öde findet, alleine vom Hof zu müssen. 

Bisher bin ich, wenn wir allein draußen waren, bei uns in der Gegend geblieben und nicht auf die andere Seite der Autobahn geritten. Sicher ist sicher, denn wenn irgendwas ist, ist mir das mit der Autobahn dazwischen eigentlich nicht so arg wohl. Da das uns aber doch einschränkt, habe ich es kürzlich doch gewagt mal über die Autobahnbrücke zu gehen.

 Es war auch alles gar kein Problem, Flip war brav, wir galoppierten dort auch entspannt …. aber als ich wieder zurück in den Stall und unter der oberen Überführung durchgehen wollte, hat Flip irgendetwas gruselig gefunden und wollte partout nicht weitergehen. Lieber wäre er umgedreht, das wollte ich aber nicht. 

Keine Ahnung was es war. Ich habe jedenfalls nichts gesehen und wir sind dort auch schon unzählige Mal durchgegangen. 

Ich habe ihn dann heim geführt (das klappt immer viel besser als wenn ich drauf sitze und so kommen wir eigentlich überalll vorbei) und ab dem Zeitpunkt als wir ein Stückchen von der Unterführung weg waren, war er auch wieder relaxed wie immer. 

Wir haben dann Betty vom Nachbarstall hinter der Unterführung getroffen und sie fragte, ob alles okay wäre, weil ich führte (mach ich zwar oft, aber egal). Das fand ich echt nett, und vielleicht hätte ich es gleich nutzen sollen mit ihr nochmlas rüber zu gehen. Hab ich aber nicht dran gedacht und so werde ich das wohl mal in Ruhe mit einem anderen zweiten Pferd testen. Ich wette, da geht er dann durch als wäre nie was gewesen. 

Nici sagte mir dann, sie hätte dort auch schon ein paar Mal mit ihm Diskussionen gehabt. Seltsam. 


Da Flip grundsätzlich brav und zuverlässig ist, üben wir einfach weiter auch alleine ausreiten zu gehen. Das klappt ja insgesamt immer besser. 
Schaut mal wie entspannt wir da unterwegs sind:
Was gibt es sonst noch zu berichten? Jojo hat sich leider verletzt und fällt wahrscheinlich für ein Vierteljahr aus. Ich habe daher kurzfristig nach einem Ersatz suchen müssen, der Flips Hufe richtet. Klingt nicht so schlimm, aber bisher hat es nie gut geklappt wenn wir mal bei einem anderen Hufschmied waren und Flip ist auch etwas skeptisch wenn jemand anderes an seine Hufe möchte als Jojo (oder Walter wenn mal wieder ein Eisen locker wurde).

Glücklicherweise hat uns Nathanael zugesagt für Jojo einzuspringen und so haben wir neulich frische Hufeisen von ihm bekommen. Flip war total brav und mir ist ein Stein vom Herz gefallen, dass er bei Nathanael so entspannt geblieben ist, und auch Jojo von den Fotos her sagte, die Hufe würden gut aussehen. Klingt für Nichtreiter vielleicht etwas seltsam, aber wenn die Hufe nicht funktionieren, läuft eben nichts.

Nachdem die Sonne scheint, rückt die Koppeleröffnung ganz langsam näher und hier seht ihr 2 unterschiedliche Arten sich auf die kommende Koppelsaison vorzubereiten (jetzt fehlt nur auch der Regen damit mal ordentlich Gras wächst):    


Samstag, 5. März 2022

Mit Flip und Nick in der Sonne

Letztes Wochenende habe ich mich mal wieder zu Flip gesetzt und die Sonne genossen. 
 
Gleich nach dem Reiten lief er zu einem Sonnenbad an seinen Lieblingsplatz an der Mauer zu Nick, wo die Sonne schön wärmt. Da ich noch Zeit hatte, habe ich mich innen durch den Stall geschlichen um nicht nur seine Rückansicht zu fotografieren. 
Da wurde ich doch gleich, von ihm beobachtet. Obwohl er zu schlafen schien, entgeht ihm nichts.


In der derzeitigen Zeit, erst mit Corona und nun mit Kriegsberichten und Unruhen tut es gut mal abzuschalten und mit diesen gechillten Burschen Zeit zu verbringen. So entspannt und im Hier und Jetzt. Das tat gut!

Nick ist immer wieder in Bewegung und schaut, ob er gestreichelt werden kann, Leckerlis findet... während Flip in Ruhe döst.