Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Sonntag, 19. Oktober 2025

Herbst-Update

Meine knapp 2 Wochen Urlaub in Hannover und auf Sylt sind nun auch schon wieder ein Weilchen vorbei, das heißt es ist Zeit für ein Update. 

In Hannover habe ich wieder erst ein paar Tage Barni, Tine, Detlef und Herrn Rossi besucht und im Anschluss habe ich noch einen Kurzbesuch bei Kay und Caro mit Familie inklusive Freibergerin Luna gemacht.

Während ich im Urlaub war, haben „meine Mädels“ daheim zuverlässig nach Flip geschaut und ich bin sicher, ihm hat es an nichts gefehlt. Schön, dass das so gut geklappt hat!

Auf Sylt hatte ich offensichtlich deutlich besseres Wetter als es hier in der Heimat war. Es hat wohl viel geregnet, so dass die Pferde kaum auf die Koppel konnten (und mittlerweile ist auch die "normale Koppelsaison" beendet). Da hatte ich mehr Glück, denn auf Sylt hat die Sonne gescheint. 

Rechtzeitig zum Beginn von Lenas Reha ist nun auch Andrea wieder mit von der Partie und sie hat gestern bei einem gemeinsamen Spaziergang angeboten ab nächster Woche wieder 2x die Woche nach Flip zu schauen. Juhu! 

Johanna kommt auch noch 1-2 die Woche und wenn Lenas Reha zu Ende ist, müssen wir mal schauen wie wir die Tage verteilen und wer wann kommt. Es sieht aber so aus, als würde ich es schaffen, dass Flip tatsächlich 2x täglich rauskommt, was klasse ist.

Da geht es nicht nur darum, dass er mehr Abwechslung und Ansprache hat, sondern auch ich unter der Woche abends einfach ein kürzeres Programm machen kann, wenn ich weiß, dass er tagsüber schon umsorgt und bewegt wurde. Das ist echt super und hätte ich nicht gewagt zu hoffen. 

Auch mit unserer Montags- Krankengymnastik bei Lisa, die mittlerweile Mama sponsert (weil Flip so brav ist und so gut aussieht :-) ) kommen wir eigentlich ganz gut voran. Klar wird Flip nicht jünger und es gibt immer mal einen besseren oder schlechteren Tag oder mal mehr oder weniger Verspannungen aber im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Übermorgen haben wir einen Termin bei der Physio und ich bin gespannt was sie sagt. Klasse ist, dass Lisa an dem Termin auch teilnimmt, so dass wir sein Trainingsprogramm zusammen abstimmen können und sie gleich eingewiesen wird, was wir über den Winter trainieren sollten.

Neulich habe ich nach sehr langer Zeit mal wieder den Sattel aufgelegt. Auf dem Putzplatz hat er einen ganz besorgten Gesichtsausdruck bekommen, als ich mit dem Sattel ums Eck kam. Ich habe dann in der Halle erstmal abgesattelt, ihn warm gemacht und Handarbeit gemacht. Geritten bin ich wieder relativ kurz (ca. 15 Minuten) und er lief ganz gut, allerdings waren wir beide nicht ganz so entspannt, weil gleichzeitig ein Pferd in der Halle an der Longe hüpfte, was ich, beim Reiten, noch nie so besonders gemocht habe. Da fällt es einfach schwerer sich zu entspannen. 

Er lief ganz gut, aber vom Gefühl her würde ich sagen, nur mit dem Westernpad ist er lockerer. Ich werde das mal beobachten, mache es aber immer so, dass er merkt, dass ich nicht ewig drauf sitze, sondern wir einfach immer ein kleines bisschen länger machen als er von sich aus anbieten würde, um den Muskelaufbau etwas anzukurbeln. Ich reite allerdings eher selten und meist sind wir mit Spaziergängen, Bodenarbeit, Handarbeit, Wippen oder "Freiarbeit" zugange.

Da Paco mittlerweile umgezogen ist, kann er uns nicht mehr zu den sonntaglichen Spaziergängen mit Bianca begleiten. Nun begleitet uns oft Roy mit seiner Pflegebeteiligung, was auch schön ist und wir genießen es, dass wir nicht alleine losziehen müssen.  

Zum Thema Kotwasser gibt es nicht wirklich viel neues zu berichten. Ein Tag ist es schlechter, einen anderen wieder besser, aber so ganz weg geht es weiterhin nicht. Egal in welchem Stall wir waren, dieses Thema hat uns immer verfolgt. Dass ich das Gefühl habe, er äpfelt besser, wenn er auf der Koppel war, kommt ihm sehr gelegen. 

Er stapft völlig selbstverständlich auf seine private Koppel, als wollte er sagen, ihm als langjährigen, engagierten, sehr guten  Herdenchef, steht es ja wohl im Ruhestand zu seine eigene Koppel zu haben. Recht hat er und so kommt er, auch außerhalb der „normalen Koppelsaison“ noch raus.

Auf seiner Koppel grast er völlig ungestört… notfalls auch alleine, freut sich aber, glaube ich, auch über Lasses Gesellschaft.

Ich zahle für die Koppel ja für zwei Pferde, da das der Mindestbetrag war und da mir Simone mit ihren Reitbeteiligungen behilflich ist Flip tagsüber auch immer wieder rauszubringen, sowie auch sonst mit der Koppel hilft, darf Simones Lasse mit dazu.

Die Koppel sollte ihm ja auch noch weitere Sozialkontakte ermöglichen. Da ich aber nicht noch mehr für die Koppel zahlen möchte, was womöglich der Fall wäre, wenn regelmäßig noch mehr Kumpels dabei wären, und ich auch Simone nicht zumuten möchte, ständig mehrere Pferde rauf und runter zu führen, bleiben die beiden (mit Ausnahmen) hauptsächlich nur zu zweit draußen. 

Damit wir die Koppel vor dem Winter nicht abmähen müssen, wäre es schon mal geschickt, wenn Top oder z.B Carina mit Basti, Pick und Skippy zum "Mäheinsatz" vorbeikommen könnten, aber ich möchte nichts riskieren.

Damit die Jungs nicht nur das kürzere, ganz frische Gras fressen, stecke ich immer wieder Abteile auf der Koppel ab. So kann ich etwas steuern, dass sie das fruktanärmere, längere Gras fressen und schaffe es hoffentlich so, die Rehegefahr einzudämmen.

Heute habe ich allerdings beim Koppelzaun-Stecken irgendwie einen Knoten in den Kopf bekommen. Ich hatte mir das so schön ausgedacht wo ich die Jungs lang leiten kann.... und plötzlich merke ich, dass der Koppeleingang mit den Torgriffen genau an der falschen Stelle ist. Zzzz!

Also, alles wieder umgesteckt, damit sie hoffentlich ab morgen einen neuen hufeisenförmigen Bereich mähen können. 


Ich kann euch auch noch von einer etwas seltsamen Geschichte berichten.

Am Dienstag früh war Jojo da und Flip hat 4 neue Eisen inklusive Snowgrips bekommen. Ich bin zwar nicht sicher, ob es wirklich innerhalb der nächsten 8 Wochen Schnee geben wird, aber sicher ist sicher. 

Nachmittags war Flip auf der Koppel und als ich abends kam, Handarbeit gemacht hatte und er danach die Gelegenheit nutzen durfte in der Halle zu flitzen, war ich dann doch sehr erstaunt. Beim Hufe auskratzen war nämlich in einem der Hinterhufe nichts mehr von dem Schlauch des Snowgrips zu sehen. Wie es dazu kommen konnte, ist mir völlig schleierhaft.

Für alle, die nicht so richtig wissen wie das normalerweise aussieht, hier ein paar Bilder. Der Schlauch Innerhalb des Hufeisens, soll verhindern, dass Schnee aufstollt und das Snowgrip an sich befindet sich zwischen Eisen und Huf. Es kann also eigentlich nicht verschwinden. Seltsam. Wie er das innerhalb eines halben Tages entfernen konnte, ist und bleibt sein Geheimnis.