Es ist mal wieder Zeit Blog zu schreiben.
Hier hat das Wetter vor paar Tagen ziemlich gedreht und nun kam
nach der extremen Hitze im Sommer, schlagartig der Herbst und es ist kühl und
regnerisch.
Prompt lief Flip am Donnerstag im Trab leider nicht mehr
klar.
Gut, dass ich Blog schreibe. Da kann ich in meinen Blog -
Fotobüchern mal nachlesen wie das die letzten Jahre war und, ob die Verschlechterung
auch mit dem Wetterwechsel kam .
Ich gehe davon aus, dass Flip durch den Wetterumschwung eine
Art Arthroseschub hat und ihm daher die Schulter gerade wieder Probleme
macht.
Im Schritt wäre mir das nicht aufgefallen, aber im Trab war
es dann doch offensichtlich. Nun bekommt er also wieder Equinoxx, Zeel und
Traumeel und außerdem füttere ich ihm schon ein Weilchen von Allpurial Gelenkfit
und Senior vital in der Hoffnung, dass es ihm und seinen Knochen guttut.
Auch habe ich auf die Schulter wieder Tonerde
geschmiert was eigentlich den Anstoß gab und mich erinnert hat, dass ich diesen
Anblick doch mit solchem Wetter kenne. Aber erstmal der Rückblick auf die letzten Wochen:
Ich war wirklich sehr zufrieden wie sich alles entwickelt hat, denn Flip war richtig gut zu Fuß.
Nachdem der Extreme Trail so gut lief, habe ich Flip neulich mal das Podest in die Halle gefahren und angefragt, ob er mal wieder Lust hätte drauf zu steigen. Siehe da, nach kurzem Überlegen kletterte er mit den Vorderhufen drauf und schien auch stolz, dass das jetzt wieder klappt. Auch sonst konnte ich ihn nahezu normal bewegen.
Flip lief ab und an mit Simone oder auch neulich mal mit Nicole (während ich mit dem E-Bike mitgeradelt bin) bei Lasse als Handpferd mit und ich war auch immer wieder mit Simone samstags ausreiten.
Wir sind dann meist zum Seewald gelaufen, im Wald Schritt, Trab, Galopp gegangen und auf dem Rückweg haben wir wieder geführt.
Es hat wirklich gut geklappt und ich habe mich sehr gefreut, denn es schien Flip auch großen Spaß zu bereiten.
Klar, braucht er anfangs etwas um sich warm zu laufen, das ist aber in dem Alter ja völlig okay und schon in jungen Jahren musste man immer abwarten bis er sich bereit gefühlt hat schneller zu laufen. Das hat er schon immer gut gemacht und es hat ihm sicherlich auch sehr gutgetan.
Ich denke, Flip tut das Training mit Lisa, das wir weiterhin
jeden Montag haben und die Tatsache, dass er unter der Woche zweimal am Tag
Bewegung und Ansprache hat, richtig gut. Mit den neuen Semesterplänen von
Denise und Johanna ist es jetzt so, dass uns das im Moment Dienstag bis Freitag
gelingt und am Wochenende komme ich ja auch meist zweimal. Montags klappt es
zur Zeit nicht, aber da bewegt er sich dann bei unserer Bodenarbeitsstunde am
Abend dafür mehr.
Mal schauen, was sie morgen sagt und wie er dann zu Fuß sein
wird. Ich habe jetzt die letzten drei Tage auf Trab und Seitengänge verzichtet
und wir waren nur spazieren um mögliche Reizungen zu vermeiden.
Die eigene Koppel für Flip war, trotz der damit verbundenen
Arbeit um sie in gutem Zustand zu halten und den Unmengen an Äpfeln, eine echte
Bereicherung.
Wir haben es fast jeden Tag geschafft die Jungs
rauszubringen. Das war klasse.
Auch wenn Flip und Lasse nicht spielen oder Fellpflege
machen, genießt Flip die Gesellschaft.
Lasse beobachtet weiterhin ganz genau was bei Flip abläuft
und hält sich sofort bereit, wenn er der Meinung ist, es könnte nach Koppelgang
aussehen. Da Lasse Flip so genau überwacht, hat uns Andrea dieses Schild fürs
Paddock machen lassen. Ist das nicht lustig?
Nachdem Roy eine Zahn-OP hatte, durfte er die erste Zeit
nicht zur Herde, stand in einer Notbox und durfte auch nicht mit auf die
Koppel. Dies aus Vorsicht, dass ihm keiner die Fliegenmaske mit Verband vom
Kopf reißt. Da das bei Flip höchst unwahrscheinlich war, haben wir ihn zusammen
mit Flip (und Lasse) oben auf die Koppel gelassen. Das hat auch (wie erwartet)
gut geklappt und nun scheint auch Roy oftmals anzufragen, ob er denn zukünftig
als Begleitung für Flip mit dürfte.
Ansonsten ist die Koppelzeit vom Stall mittlerweile beendet,
weil der Sommer viel zu trocken war, nichts Brauchbares mehr auf den unteren Koppeln
gewachsen ist und die Pferde eigentlich schon kaum mehr Spaß daran hatten
runterzugehen.
Die Koppelsaison auf Flips eigener Koppel ist im Moment nur kurz
unterbrochen da es jetzt gerade einfach viel zu nass ist. Flip und Lasse grasen
daher eher den Bereich zwischen Straße und Koppelzaun ab, damit ich dort nicht
mähen muss.
Das machen die beiden auch total brav. Wenn beide mit nur einem
Zweibeiner unterwegs sind, benehmen sie sich noch besser, als würden sie ahnen,
dass das Grasen sofort beendet wird, wenn sie uns zu sehr durch die Gegend
ziehen.
Man kann dem Gras aber förmlich zuschauen wie es wächst und ich
hoffe, wenn es dann wieder etwas trockener wird, können die Pferde die Koppel
wieder genießen.
Wir haben auch noch mal an unsere Einladung von Nick
erinnert, denn ich denke, das würden Flip und Lasse richtig klasse finden, wenn
sie mit ihm nach einem gemeinsamen Ausflug, zusammen auf die Koppel könnten.
Was mir Sorge bereitet, ist die schwierige Situation
mit dem Heu und Stroh. Nachdem im Sommer nicht viel gewachsen ist, ist das Heu überall
knapp und auch bei uns im Stall gibt es wohl im Moment nur bis Januar
Heuvorräte und im Fressständer wird teilweise Heu mit Stroh gemischt . Ich
hoffe, Matze findet noch einen Lieferanten, der uns ordentliches Heu, zu einem
ordentlichen Preis liefert. Immerhin ist das ja das Grundnahrungsmittel der
Pferde und enorm wichtig. Er ist auf der Suche, aber notfalls muss das Heu wohl
aus dem Ausland angeliefert werden, was natürlich auch sehr teuer ist. Wir
hoffen jetzt einfach mal das Beste.