Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Freitag, 23. Oktober 2026

Hoffentlich war´s das mit diesem Arthroseschub

Jetzt sind dann 2 Wochen vergangen seit Flip angefangen hat zu lahmen. Schlagartig mit dem Wetterumschwung auf nasskalt lief er nicht mehr klar und ich habe mit der Gabe von Equinoxx, Zeel und Traumeel begonnen. Wir mussten die Bewegung erst einmal auf Spaziergänge bzw. Schritt reduzieren und auch Übertreten und Gymnastik wurde mehr auf geradeaus umgestellt.

Ab und an habe ich kurz in der Halle geschaut wie er zu Fuß ist und siehe da, seit 2 Tagen, würde ich sagen, läuft er zwar etwas steif aber nicht mehr lahm. 

Klopfen wir mal auf Holz, dass dieser Schub tatsächlich innerhalb von 2 Wochen wieder abgeklungen ist.

Wieder ist am Halsansatz eine leichte Schwellung oder Stelle entstanden, die sich schwammig anfühlt. Im Februar dachten wir ja, er wäre vielleicht in der Box ausgerutscht und auf den Trog gefallen. Dem ist aber wahrscheinlich nun doch nicht so. Offensichtlich äußert sich so ein Arthroseschub an seiner Schulter genau in dieser Form. 

Mit Lisa habe ich montags versucht ihn etwas zu lockern, animiert sich nach unten zu dehnen und letzten Montag hatten wir Erfolg, indem wir die Hand aufgelegt haben. Das schien ihm irgendwie zu helfen und hat ein schönes Gefühl verursacht.

Carina hat mir dann noch geraten Teufelskralle zu füttern, was ich seit ein paar Tagen nun auch mache. Ob die 25 g tatsächlich so viel verbessern können, wage ich zu bezweifeln, aber eigentlich ist mir egal warum er nun besser läuft. Hauptsache er lahmt nicht mehr.

Gestern und vorgestern habe ich ihn ein wenig an der Hand bzw. Longe bewegt und da hatte er sogar kurz mal Lust zu bocken und im Galopp etwas durchzustarten. Alles aber so, dass ich ihn wirklich gut halten konnte. Das ist seit dem Training mit Lisa viel besser geworden, denn früher hat er an der Longe rechts rum ja oft gezogen wie ein Ochse.

Die letzten Tage hat es viel geregnet. Das ist nicht unser Wetter. Ausgerüstet mit Schirm und Regendecke wollte ich kürzlich wieder bei Nieselregen los, aber Flip weigerte sich und so sind wir dann in die Halle gegangen. Das war gut so, denn der Regen wurde viel stärker. Offenbar hat Flip ein besseres Gefühl für das Wetter und weiß es besser als meine Wetter-App.

Immer Halle ist aber öde und so haben wir am Sonntag, auf meinen Vorschlag hin, mal wieder einen Pferdespielplatz aufgebaut. So konnte ich Flip etwas Abwechslung bieten und die anderen haben es auch gerne genutzt.

Seit heute stürmt es hier, aber wir hatten das Glück bei Sonnenschein spazieren gehen zu können.

Nachdem Flip am Mittwoch bei Lena wegen Krähen Theater gemacht hat, hatte ich allerdings etwas Bedenken, ob er wohl brav ist. Immerhin ist er jetzt 2 Wochen sehr reduziert bewegt worden. 

Ich habe ihm daher, um für mich ein besseres oder sichereres Bauchgefühl zu haben, Carinas Steigergebiss, das sie mir in Hemmingen für den Fall der Fälle geliehen hatte, angezogen. Sicher ist sicher. Ich muss es ja nicht nutzen, wenn es nicht nötig ist. Es war zum Glück aber gar nicht notwendig, denn Flip war total anständig und brav. Sehr schön!

Zur Belohnung durfte er dann zusammen mit Lasse noch grasen gehen. Niedlich, wie der Kleine uns ab und an aus Freude lustig entgegen brummelt. 

Ich hoffe, jetzt einfach, dass Flip wieder okay ist und wir sein Bewegungsprogramm wieder steigern können, damit er keine Muskulatur abbaut oder steifer wird. Drückt die Daumen!


Sonntag, 11. Oktober 2026

Der Herbst ist da

Es ist mal wieder Zeit Blog zu schreiben.

Hier hat das Wetter vor paar Tagen ziemlich gedreht und nun kam nach der extremen Hitze im Sommer, schlagartig der Herbst und es ist kühl und regnerisch.

Prompt lief Flip am Donnerstag im Trab leider nicht mehr klar.

Gut, dass ich Blog schreibe. Da kann ich in meinen Blog - Fotobüchern mal nachlesen wie das die letzten Jahre war und, ob die Verschlechterung auch mit dem Wetterwechsel kam . 

Ich gehe davon aus, dass Flip durch den Wetterumschwung eine Art Arthroseschub hat und ihm daher die Schulter gerade wieder Probleme macht. 

Im Schritt wäre mir das nicht aufgefallen, aber im Trab war es dann doch offensichtlich. Nun bekommt er also wieder Equinoxx, Zeel und Traumeel und außerdem füttere ich ihm schon ein Weilchen von Allpurial Gelenkfit und Senior vital in der Hoffnung, dass es ihm und seinen Knochen guttut. 

Auch habe ich auf die Schulter wieder Tonerde geschmiert was eigentlich den Anstoß gab und mich erinnert hat, dass ich diesen Anblick doch mit solchem Wetter kenne. 
Aber erstmal der Rückblick auf die letzten Wochen: 

Ich war wirklich sehr zufrieden wie sich alles entwickelt hat, denn Flip war richtig gut zu Fuß. 

Nachdem der Extreme Trail so gut lief, habe ich Flip neulich mal das Podest in die Halle gefahren und angefragt, ob er mal wieder Lust hätte drauf zu steigen. Siehe da, nach kurzem Überlegen kletterte er mit den Vorderhufen drauf und schien auch stolz, dass das jetzt wieder klappt. Auch sonst konnte ich ihn nahezu normal bewegen.

Flip lief ab und an mit Simone oder auch neulich mal mit Nicole (während ich mit dem E-Bike mitgeradelt bin) bei Lasse als Handpferd mit und ich war auch immer wieder mit Simone samstags ausreiten. 

Wir sind dann meist zum Seewald gelaufen, im Wald Schritt, Trab, Galopp gegangen und auf dem Rückweg haben wir wieder geführt. 

Es hat wirklich gut geklappt und ich habe mich sehr gefreut, denn es schien Flip auch großen Spaß zu bereiten.

Klar, braucht er anfangs etwas um sich warm zu laufen, das ist aber in dem Alter ja völlig okay und schon in jungen Jahren musste man immer abwarten bis er sich bereit gefühlt hat schneller zu laufen. Das hat er schon immer gut gemacht und es hat ihm sicherlich auch sehr gutgetan.




Ich denke, Flip tut das Training mit Lisa, das wir weiterhin jeden Montag haben und die Tatsache, dass er unter der Woche zweimal am Tag Bewegung und Ansprache hat, richtig gut. Mit den neuen Semesterplänen von Denise und Johanna ist es jetzt so, dass uns das im Moment Dienstag bis Freitag gelingt und am Wochenende komme ich ja auch meist zweimal. Montags klappt es zur Zeit nicht, aber da bewegt er sich dann bei unserer Bodenarbeitsstunde am Abend dafür mehr.

Mal schauen, was sie morgen sagt und wie er dann zu Fuß sein wird. Ich habe jetzt die letzten drei Tage auf Trab und Seitengänge verzichtet und wir waren nur spazieren um mögliche Reizungen zu vermeiden.

Die eigene Koppel für Flip war, trotz der damit verbundenen Arbeit um sie in gutem Zustand zu halten und den Unmengen an Äpfeln, eine echte Bereicherung.

Wir haben es fast jeden Tag geschafft die Jungs rauszubringen. Das war klasse.

Auch wenn Flip und Lasse nicht spielen oder Fellpflege machen, genießt Flip die Gesellschaft.

Lasse beobachtet weiterhin ganz genau was bei Flip abläuft und hält sich sofort bereit, wenn er der Meinung ist, es könnte nach Koppelgang aussehen. Da Lasse Flip so genau überwacht, hat uns Andrea dieses Schild fürs Paddock machen lassen. Ist das nicht lustig?

Nachdem Roy eine Zahn-OP hatte, durfte er die erste Zeit nicht zur Herde, stand in einer Notbox und durfte auch nicht mit auf die Koppel. Dies aus Vorsicht, dass ihm keiner die Fliegenmaske mit Verband vom Kopf reißt. Da das bei Flip höchst unwahrscheinlich war, haben wir ihn zusammen mit Flip (und Lasse) oben auf die Koppel gelassen. Das hat auch (wie erwartet) gut geklappt und nun scheint auch Roy oftmals anzufragen, ob er denn zukünftig als Begleitung für Flip mit dürfte.  

Ansonsten ist die Koppelzeit vom Stall mittlerweile beendet, weil der Sommer viel zu trocken war, nichts Brauchbares mehr auf den unteren Koppeln gewachsen ist und die Pferde eigentlich schon kaum mehr Spaß daran hatten runterzugehen. 

Die Koppelsaison auf Flips eigener Koppel ist im Moment nur kurz unterbrochen da es jetzt gerade einfach viel zu nass ist. Flip und Lasse grasen daher eher den Bereich zwischen Straße und Koppelzaun ab, damit ich dort nicht mähen muss.

Das machen die beiden auch total brav. Wenn beide mit nur einem Zweibeiner unterwegs sind, benehmen sie sich noch besser, als würden sie ahnen, dass das Grasen sofort beendet wird, wenn sie uns zu sehr durch die Gegend ziehen. 

Man kann dem Gras aber förmlich zuschauen wie es wächst und ich hoffe, wenn es dann wieder etwas trockener wird, können die Pferde die Koppel wieder genießen.

Wir haben auch noch mal an unsere Einladung von Nick erinnert, denn ich denke, das würden Flip und Lasse richtig klasse finden, wenn sie mit ihm nach einem gemeinsamen Ausflug, zusammen auf die Koppel könnten.

Was mir Sorge bereitet, ist die schwierige Situation mit dem Heu und Stroh. Nachdem im Sommer nicht viel gewachsen ist, ist das Heu überall knapp und auch bei uns im Stall gibt es wohl im Moment nur bis Januar Heuvorräte und im Fressständer wird teilweise Heu mit Stroh gemischt . Ich hoffe, Matze findet noch einen Lieferanten, der uns ordentliches Heu, zu einem ordentlichen Preis liefert. Immerhin ist das ja das Grundnahrungsmittel der Pferde und enorm wichtig. Er ist auf der Suche, aber notfalls muss das Heu wohl aus dem Ausland angeliefert werden, was natürlich auch sehr teuer ist. Wir hoffen jetzt einfach mal das Beste. 

Samstag, 26. September 2026

05.09.26 Extreme Trail

Hier kommt noch der Nachtrag zu einem besonderen Ereignis. 

Am 25.09.26 haben Flip und ich beim Extreme Trail mitgemacht.

Meli hat für das Wochenende 25-26.09 den Mountain Trailer organisiert und so fand das ganze Wochenende über bei uns im Stall ein Extreme-Trail-Kurs statt. 

Ich war am überlegen, ob ich überhaupt mit Flip mitmache, denn seit vorletztem Winter geht er nicht mehr auf das Podest und ich war auch nicht sicher welche Hindernisse er überhaupt machen möchte oder kann. Eigentlich wären es 4 Durchgänge gewesen, die jeder macht, aber ich konnte mit Flip auch nur 1 Durchgang buchen und so entschied ich, es zu probieren.

Wir waren gleich in der ersten Gruppe dran und der Trainerin sagte ich, dass Flip gesundheitliche Themen hätte, eigentlich null Angst vor solchen Hindernissen und er daher entscheiden dürfte was er machen möchte (außer das Gras auf der Koppel, auf der es stattfand, zu futtern). Das war für sie okay und so war ich gespannt was Flip machen wollte.

Nach einer Einweisung, Führübungen und Warmlaufen, ging es dann los und wir sollten den Pferden Zeit geben alles anzusehen. 

Flip schaute alles aufmerksam interessiert an, lief über die Plattform mit und ohne Geländer... und stand plötzlich schneller als erwartet auf dem Zugang zur wackeligen Hängebrücke. Ich sollte ihn dann wieder zurückführen und ihm erst einmal von der Seite zeigen, dass es wackelt. War für ihn kein großes Thema und so lief er unaufgeregt auf die Rampe, schnupperte, wunderte sich etwas und lief dann in Ruhe drauf.

Insgesamt machte er alles in seiner typischen ruhigen Art. Besonnen und entspannt.

Ich hatte eher das Thema, dass er gar nicht mehr von den Hindernissen, Plattformen... runter wollte, aber das kenne ich ja schon von der Wippe.

Andrea hat die beiden Tage mit Ihrer Kamera begleitet und so sind diese tollen Bilder entstanden, die für sich sprechen:

Ganz wichtig "hast du auch Leckerli dabei?" Aber klar!







Hängebrücke kein Problem


Das Balancieren wollte ich eigentlich gar nicht probieren. Flip hatte aber Lust und machte es super! Wenn er mal einen Fuß falsch setzte, hob er ihn auf Zeichen an und stellte ihn passend!
WOW!

Auch diese Treppe meisterte er super und hatte sogar noch Zeit und Ruhe nach dem Gras zu schauen:  


Hier noch ein paar Impressionen:







Das einzige Hindernis, das evtl. zu Diskussionen mit ihm geführt hätte, war das Wasserbecken. 
Das haben wir ausgelassen, denn er hat sonst alles sooo toll gemacht, dass ich unheimlich stolz auf ihn bin.

Der skeptische Blick wäre nicht nötig gewesen

Flip ist der Beste!