Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Samstag, 28. Januar 2023

Gespräch mit Flip

Ich habe ein Weilchen überlegt, ob ich euch hier berichte, dass ich neulich über Tierkommunikation versucht habe Flip Fragen stellen zu lassen. Mich hat interessiert ob er mir einen Tipp geben kann, wo es ihm weh tut und warum er lahmt. Ich weiß, viele halten davon gar nichts, aber ich habe vor vielen Jahren mal einen Kurs gemacht und da war es schon sehr erstaunlich, dass es zu funktionieren scheint. Ich war dabei selber so zwischen, "das funktioniert nicht", " ich bilde mir das bestimmt alles ein" und "meine Güte ist das erstaunlich, es klappt doch", hin- und hergerissen.

Ich denke, es gibt vieles zwischen Himmel und Erde, das wir vielleicht mit dem Verstand nicht auf die Reihe bekommen, aber bis jetzt lag ich mit meinem Bauchgefühl bei Flip meistens richtig und da ich selber schon gemerkt habe, dass es klappt, wollte ich es mal wieder probieren. 

Mit dem eigenen Tier selber Tierkommunikation zu machen, ist allerdings sehr schwierig, denn da machen einem die eigenen Wünsche, Sorgen .... oft einen Strich durch die Rechnung und man kann nicht neutral entgegennehmen, was einem gesendet wird. Ich habe einen Kontakt von einer Freundin bekommen und das Gespräch klang schon sehr nach Flip. Die Dame hatte nur ein Foto und wusste ausser seinem Alter und seinem Namen nichts. Das fand ich sehr gut, denn schon wenn man mehr Eckdaten gibt, können einen der Verstand und die eigenen Erfahrungen fehlleiten. 

Vor einer Weile hatte ich es mit einer anderen Dame probiert, und da hat es nicht wirklich gut geklappt. Flip hat eigentlich nur geäußert, dass er seine Ruhe haben möchte und hatte keine Lust mit ihr zu kommunizieren. Sehr untypisch.

In dem Gespräch jetzt, war er aber, so wie ich ihn kenne und schien sich zu freuen, dass mit ihm Kontakt aufgenommen wurde. Warum er lahmt, ist danach allerdings etwas erstaunlicher. Denn es hieß, er hätte Blockaden am Atlaswirbel und es gibt Energiebahnen, die auch bei der chinesischen Medizin bekannt sind, die vom Genick über den Hals zur Brust runterführen. Wenn man dort Probleme hat, kann dies ausstrahlen auf das Bein. Die Dame war daher nicht sehr überrascht, dass wir bei den bisherigen Untersuchungen noch nicht viel finden konnten. Komisch ist, dass bei den Physioterminen das aber nicht aufgefallen ist. Wie auch immer, hat sie mir geraten mal einen guten Osteopathen drauf gucken zu lassen. Nachdem das mit Dr. K. ja nicht wirklich so toll lief, habe ich für morgen Abend aber mit einem anderen Osteopathen einen Termin vereinbart und werde mal anfragen, ob er das Genick und den Brustbereich vielleicht genauer anschauen kann. Der Bereich von Schulter und Brust ist nämlich genau der, den ich eigentlich in Verdacht hatte. Wenn man mit dem Novafon an der Brust ist, reagiert Flip nämlich auch dort stärker. Mal schauen, was der Osteopath feststellt. Dass ich den Tipp über die Tierkommunikation bekommen habe, werde ich ihm sicherlich aber auch nicht sagen. Gleichzeitig werde ich auch für alles weitere, was auch am Montag bei der Untersuchung im Tierarzt rauskommt offen sein. 

Ich habe Flip auch zu den Überlegungen, ob er eventuell in den kleinen Laufstall oben bei uns im Stall umziehen möchte, befragen lassen. Er hat sich da ziemlich klar geäußert. Er hält sich auf keinen Fall für einen Rentner, aber ich möchte hier noch nicht genauer berichten, was er darüber gesagt hat. So ein Umzug muss gut überlegt sein und ich muss überzeugt sein, dass es die richtige Entscheidung ist und sich Flip zukünftig wohlfühlt.  Auch ist für so eine Entscheidung wichtig zu wissen warum er lahmt und was er hat. Davon hängt ja auch ab, ob es behandelt werden kann und ob er in Zukunft fit sein wird oder man ihn eher schonen muss. Dass er nicht jünger wird und eventuell auch mehrere Zipperlein auftauchen können, ist mir dabei aber auch bewusst. 

Zu diesem Thema habe ich mich also noch nicht entschlossen und werde das mit Anni und Walter zu gegebener Zeit noch mal besprechen. Wichtig wäre natürlich auch zu wissen, mit wem er überhaupt dort oben einziehen könnte. Von seinen Freunden trennen möchte ich ihn nämlich eigentlich auch nicht, denn auch ich würde nicht in einer bloßen Zweckgemeinschaft wohnen wollen.

Suppe für Flip

Nachdem Flip immer wieder mehr oder weniger stark Durchfall hat, koche ich ihm zur Zeit Morosche Möhrensuppe und fülle sie in Twistoff-Gläser portionsweise ein, so dass er sein Mineralfutter mit Leinsamen... darin eingeweicht bekommen kann. 

Antje hat mir davon erzählt und die Suppe scheint bei Kindern und Hunden schon als gutes Mittel gegen Durchfall bekannt zu sein. Die Säuglingssterblichkeit wurde damit wohl sogar schon bekämpft.

Das ist das Rezept:  

Damit ich nicht täglich kochen muss, habe ich die letzten Male 2 kg Karotten auf 2 Liter Wasser genommen und daraus 7-9 Gläser (je nach Größe) erhalten. 
Sehe gerade, dass das Mischungsverhältnis bei mir nicht ganz wie beschrieben ist, aber ich verdünne es ja immer noch im Stall. 
Mit 1 Teil Möhren zu 2 Teilen Wasser hilft es jedenfalls, wie ich jetzt merke, nicht.


Sind die nicht schön? ;-))
Vorne Karotten rein, hinten Äpfel raus :-)
Das Kotwasser ist damit nicht weg und ganz super ist es auch nicht immer, aber deutlich besser, und das ist ja schon was. Erstaunlich auch, denn Flip verträgt rohe Karotten ja nicht so gut.

Sonntag, 22. Januar 2023

Neue Erkenntnisse aber weiter Unklarheit

Also diesen Text hatte ich am 18.01. für den Blog vorbereitet:


Nachdem  am 16.01. Montag der Tierarzttermin war, gibt es nun langsam doch mal Vermutungen, warum Flip das linke Bein entlastet. 

Am Morgen hat Sandy Flip noch bewegt und da lief er wohl ganz ordentlich (etwas komisch, denn Walter sagte, am Sonntagabend hätte Flip gehumpelt). Als Dr. B. dann da war, war schon im Schritt zu sehen, dass er schlecht zu Fuß sein wird. Normalerweise ist das nicht schön, aber er lief so lahm, dass wir jetzt endlich mal eine Leitungsanästhesie machen konnten um zu schauen von wo die Schmerzen kommen. 

Weil am Folgetag auch gleich Hufschmiedtermin war, haben wir den Montag genutzt um auch gleich Röntgenaufnahmen zu machen. Also die Aufnahmen waren wohl eher wie von einem jungen Pferd und nicht wie befürchtet so, dass überall Arthrose zu sehen ist und man dann überhaupt nicht weiß was man davon halten soll. 

Bei Flip ist es so, dass am Hufgelenk leichte Veränderungen zu sehen waren und auch noch unterhalb vom Fesselgelenk. Die zweitgenannten fand Dr. B. allerdings als Ursache eher unwahrscheinlich. 

Wir gehen also davon aus, dass er eine (leichte) Hufgelenksarthrose hat. 

Am Freitag werden wir Flip noch mal untersuchen und je nachdem, ob er lahmt, dann eine Leitungsanästhesie machen um das Gebiet näher einzugrenzen oder, falls er klar läuft, direkt auf Hufgelenksarthrose zu behandeln. Das ist im Grunde auch nicht der tollste Befund, allerdings würden wir so wenigstens jetzt mal einen Anhaltspunkt haben und wissen in welche Richtung eine Behandlung erfolgen kann. 

Ich freue mich, dass seine Röntgenaufnahmen ansonsten gut aussahen und auf die Frage, von wann die letzten Aufnahmen zum Vergleich vorliegen, musste ich schmunzeln. Die sind nämlich von der Ankaufsuntersuchung vor 16 Jahren in der Schweiz gemacht worden. 

Auch bei dem ganzen Prozedere war Flip anzumerken, dass er nicht zu den Pferden gehört, die Abspritzen und Röntgen schon kennen. Er fand das alles etwas seltsam, denn sowas haben wir bisher ja noch nie gemacht. Das Abspritzen hat ihm nicht gefallen, dafür ist er quasi ein Röntgenprofi. Stillstehen klappt.

Nichtsdestotrotz hat er sich gestern Morgen, als er auf den Putzplatz zum Hufschmiedtermin gehen sollte erinnert, dass die Aktionen am Vortag nicht so toll waren und wollte lieber wieder zurück in den Stall. Sowieso findet er es im Stall besser, denn die Nacht hatte er in einer der Notboxen bleiben müssen. Da wird er dann ab Freitag je nachdem was gemacht wird, leider wieder 1-3 Tage sein Quartier aufschlagen müssen.

Der Hufschmiedtermin war dieses Mal auch ein klein wenig schwieriger, da das Beschlagen mit Verband für Flip blöd war und auch das Gewicht auf den verbundenen Fuß zu nehmen, ihm schwer fiel. 

Ich hoffe aber, das ist alles nur noch eine Sache der Zeit und hoffe, dass die Luwex-Einlagen zur Stoßdämpfung auch ihren Teil dazu beitragen, dass er zukünftig besser zu Fuß sein wird.

Ob ich für Freitag Abend den Termin mit Dr. K. absage, bin ich immer noch unschlüssig. Der erste Termin war ja sehr seltsam und irgendwie habe ich da auch nicht so richtig Vertrauen, andererseits denke ich, schaden kann es vielleicht auch nicht, denn er hatte ja auch nach den Innereien geschaut. Falls ich den Termin mache und er nicht anders läuft wie beim ersten Mal, wird darunter aber ein Schlussstrich gezogen.

So, und nun kommt das Udate:

Am Freitag war Flip noch lahm und wir haben nochmal eine Anästhesie per Gelenkspitze ins Hufgelenk gemacht um die Ursache genauer einzugrenzen. Dabei kam heraus, dass es das wohl doch nicht war, denn er lahmte weiter. Auch beim Fesselgelenk keine Lahmfreiheit. Schließlich wurde noch die Sehnenscheide betäubt und da lief er besser… allerdings auch nicht ganz klar, weshalb ich von er Diagnose auch nicht überzeigt bin. Dr. B. wohl auch nicht so richtig, denn am 30.01. soll dieser Bereich nochmals genau untersucht werden und auch ein Ultraschall erfolgen. Mal sehen was da rauskommt.

Flip hat jedenfalls die ganze Untersuchung superbrav mitgemacht, so dass er von Dr. B. und Assistentin ein großes Lob bekommen hat.

Dr. K. habe ich abgesagt. Ich denke, das war richtig, denn zum Arzt braucht man ja Vertrauen und mein Bauchgefühl war bei ihm nicht so gut.

Übers Wochenende hatte Flip Boxenruhe, was für mich heißt, dass es nicht ganz so ruhig war. Morgens und abends fahre ich zum Misten rüber, fülle noch sein Heunetz und lasse ihn zu den Fütterungszeiten zu den anderen in den Fresstand.

Damit Anni und Walter nicht noch mehr Arbeit haben, nehme dazu auch gleich die beiden anderen Fußkranken mit und bringe sie danach zurück in ihre Boxen. Nachmittags schaue ich noch zur Bespaßung d.h. Putzen und zur großen Tränke gehen … vorbei, Heute morgen ist er auch dem Rückweg zur Box erst einmal abgebogen um zu schauen, ob noch alles beim Alten ist und Nick in der Box steht… Dann ging er zurück zum Fresständer um dort weiter zu fressen. Also was habe ich gemacht? Gewartet.

Morgen nach dem Frühstück darf er bei den anderen bleiben, 20 min. spazieren laufen und bis Ende der Woche dürfen wir dann auf 30 min. steigern. Montag schauen wir dann wie es weitergeht. Entweder Abspritzen und warten, weitersuchen, behandeln… man weiß es noch nicht. Bleibt spannend, aber ehrlich gesagt würde ich schon gerne mal wissen was los ist und eine Diagnose, die behandelbar ist, wäre mir auch lieber als Arthrose.      

Sonntag, 15. Januar 2023

Bisher noch keine neue Erkenntnis

Also was Flips Gesundheitszustand angeht, gibt es eigentlich nicht viel Neues zu berichten außer, dass ich morgen einen Tierarzttermin habe, bei dem wir nun doch auf gut Glück mal die Hufe und eventuell Schulter und einen Teil vom Rücken röntgen. Ich bin gespannt, ob was entdeckt werden kann. Ich hoffe schon. Aber bitte nichts Schlimmes, sondern irgendetwas, was man gut behandeln kann.

Ich bin letzte Woche mal mit dem Sattel geritten und da hatte ich das Gefühl Flip tut sich schwer sich und mich vor allem in der Kurve auszubalancieren und ihn schien der Sattel zu drücken. Testweise habe ich mich ein paar Tage später dann mal ohne Sattel draufgesetzt. Da bin ich allerdings umgehend wieder abgestiegen, denn er hat mir klar gezeigt, dass er mich ohne Sattel nicht transportieren möchte. Er hat mit dem Kopf und Schweif geschlagen und leicht den Hintern gelupft. Das habe ich gleich verstanden. 

Testweise bin ich dann auch mal mit dem Westernpad aufgesessen. Schon als ich das Pad auf den Rücken gelegt habe und eine Hand auf den Widerrist gelegt habe, (bevor ich vom Gatter rüber gestiegen bin), hat er den Kopf nach oben getan. Als ich aufgesessen bin, war es aber in Ordnung und ich konnte ihn auch Schritt und Trab reiten. Mal abgesehen davon, dass er sehr schnell durchparieren will und ich Mühe habe eine Bahn lang zu traben, lief er eigentlich ganz okay. Nun bin ich am überlegen, was mir das sagen soll. Vielleicht waren ja die Sättel gar nicht so unpassend und er hat irgendetwas am Rücken, das er aber beim Abtasten nicht zeigt?

Weiterhin ist er oft sehr müde, was man natürlich auf das Alter schieben könnte, mir aber für einen Alterungsprozess dann doch innerhalb eines Jahres zu schnell geht und mit knapp 22 ist er auch nicht sooo alt. Auch hier weiter Ratlosigkeit. 

Da der Huf vorne links beim Physiotermin etwas wärmer war, habe ich, wie geraten, auch das weiter beobachtet. Da gibt es allerdings auch kein klares Bild. Mal ist der Huf wärmer, mal ein anderer und hauptsächlich sind die Hufe hinten wärmer. Erklärt also nicht warum er vorne links entlastet. 

Das ist wirklich mühselig und ich mache mir wirklich Sorgen um Flip und wie es mit ihm weitergeht. Wo soll er zukünftig wohnen (großer Laufstall, kleiner Laufstall, Gnadenbrotplatz..), wie soll er bewegt werden, hat er Schmerzen, und wenn ja, wo… und wie sollen wir rausfinden was ihm fehlt?

Von Antje habe ich neulich was von der moroschen Möhrensuppe erzählt bekommen und Flip durfte von Roy den Rest probieren. Das scheint das Geheimrezept gegen Durchfallerkrankungen bei Menschen und Tieren zu sein. Daraufhin habe ich Flip auch mal so eine Suppe gekocht, weil er zur Zeit wieder stark Kotwasser und Durchfall hat, und siehe da, heute hatte er weniger Kotwasser und die Äpfel waren auch geformter. Geschmeckt hat es offenbar auch, so wie er geschlackt hat. Wenn ihm das hilft, koche ich auch für ihn. Was macht man nicht alles? 

Seit letzter Woche habe ich außerdem eine neue Pflegebeteiligung für Flip. Sandy schaut nun Montag morgens nach ihm und bewegt ihn vom Boden aus. Gerne würde sie irgendwann später auch mal reiten, aber wie es weitergeht, können wir ja im Moment noch gar nicht abschätzen.

Als sie letzte Woche das erste Mal alleine nach ihm geschaut hat, hat sie ihn sich vorher genau angeschaut damit sie ihn erkennt. Sicherheitshalber habe ich ihr noch Fotos von hinten und vorn und von Luke, der ihm figürlich etwas ähnlich sieht, geschickt damit sie nicht aus Versehen das falsche Pferd erwischt. Ich bin ganz froh, dass sie nach ihm schaut, Handarbeit kann und gleichzeitig noch Physiotherapeutin für Menschen ist, denn so hoffe ich, sie hat ein gutes Auge für veränderte Bewegungsabläufe.

Dieses Wochenende hat bei uns im Stall ein Feuerreitkurs stattgefunden. Flip habe ich dazu nicht angemeldet, denn ich bin mir noch nicht schlüssig, was ich davon halte, und mal abgesehen davon, sollte er dafür fit sein. 

Andrea kam heute mit ihrer Scheckstute zum Kurs und als ich Flip in die Halle gucken habe lassen, hat er zwar kurz gestaunt wegen des Feuers, dann aber Vivi entdeckt, die er ganz prima findet. Er hat sie im Wald schon ein paar Mal gesehen und an ihr geschnuppert und siehe da, heute hat sie seine Lebensgeister ziemlich erweckt. 

Die zwei schnupperten und Flip war derartig interessiert wie ich ihn eigentlich so nicht kenne. Normalerweise interessiert er sich nicht wirklich für Stuten. Die Tatsache dass Vivi rossig war, hätte ihn, wenn es eine andere gewesen wäre, auch nicht wirklich interessiert. Es war ganz offensichtlich, dass er auf dieses schicke Pferdemädchen total abfährt. Richtig süß. 

Sie ist aber auch wirklich ein hübsches Pferdchen und noch dazu total cool. Auch wie sie das mit dem Feuer gemacht hat, war richtig toll. So eine gute Bindung zwischen Pferd und Reiter, wie es Andrea früher bei Mia und jetzt bei Vivi hatte, kann man sich nur wünschen. Dann klappt eben auch so eine Herausforderung.


Freitag, 6. Januar 2023

Willkommen in 2023

Willkommen im Jahr 2023! An Silvester war ich wieder im Stall um zusammen mit Flip in ein hoffentlich friedliches, gesundes Jahr zu starten. 

Wie erwartet, wurde dieses Jahr nach den 2 Jahren Corona- Böllerpause, ein ziemliches Spektakel draußen vollführt. Das Geknalle ging schon am Spätnachmittag los  so dass sich die Pferde eigentlich schon etwas dran gewöhnen konnten. Um Mitternacht wurde es dann aber ziemlich laut und in der ganzen Nachbarschaft gingen Raketen und Böller los. Das ist für alle Nicht- Tierbesitzer bestimmt schön, die Pferde fanden es aber doch ziemlich aufregend. Sie trabten in Sandbereich nervös auf und ab und dieses Jahr sind nur wenige reingegangen. 

Am coolsten war natürlich Flip. Ich bin stolz auf ihn, denn er ist wieder völlig ungerührt als einziges Pferd im Fressständer gestanden, hat sich gefreut, dass ich ihm eine Banane mitgebracht hatte und hat genüsslich an seinem Heu gekümmert, während die anderen draußen in den Himmel geschaut haben. 

Chris und Smoky waren draußen in den beiden Notboxen und bei Nick und Cash, die in den Krankenboxen stehen, waren Luke und Roy und hielten Wache bzw suchten dort Schutz. 

Auch Rainer, Simone und Thomas sowie Steffi und Marco und Gehrings haben nach den Pferden geschaut. Gegen 0:45 Uhr habe ich mich dann wieder auf den Heimweg gemacht und war beruhigt, dass sich Flip durch das ganze Geböller überhaupt nicht beeindrucken hat lassen. Da ist er echt mega cool. 

Am 02.01 gab es dann eine Wurmkur und am 05. wurde tiefgemistet. Damit er auch das gut übersteht, war ich nachmittags bei ihm und habe ihn versucht davon abzuhalten sich den Bauch mit Stroh voll zu schlagen. Wir haben mit Spaziergängen das Tiefenmisten ohne Kolik überstanden, was ja Sinn und Zweck der Übung war.

Neulich war ich nach längerer Zeit mal wieder mit Carina ausreiten, denn ich dachte, das wäre mal wieder eine schöne Abwechslung für Flip. Immer nur in der halle oder auf den Asphaltrunden ist schon etwas langweilig. Bis zum Wald und vom Wald zurück sind wir gelaufen, im Wald geritten.

Beim ersten längeren Trab-Stück lief Flip einwandfrei, beim zweiten lahmte er leider und beim dritten waren auch immer wieder unklare Schritte dabei sobald der Boden etwas härter wurde. Laut Carina würde das für Arthrose sprechen können.

So ganz überrascht bin ich davon nicht, es wäre allerdings schön gewesen, wenn er wieder klar laufen würde. Die Suche nach der Ursache für das Lahmen geht also weiter. Ich hoffe, wir finden bald was und können Flip dann erfolgreich behandeln, damit wir noch einige schöne, gemeinsame Jahre mit schönen Ausritten genießen können. 

Irgendwie muss man doch herausfinden warum er das linke Vorderbein immer entlastet und wo er Schmerzen hat. Nach den ganzen Blutuntersuchungen wissen wir jetzt jedenfalls erst einmal, dass er keine der Stoffwechselkrankheiten Cushing, EMS oder PSSM1 hat, was ja auch schon mal gut ist.