Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Sonntag, 22. Januar 2023

Neue Erkenntnisse aber weiter Unklarheit

Also diesen Text hatte ich am 18.01. für den Blog vorbereitet:


Nachdem  am 16.01. Montag der Tierarzttermin war, gibt es nun langsam doch mal Vermutungen, warum Flip das linke Bein entlastet. 

Am Morgen hat Sandy Flip noch bewegt und da lief er wohl ganz ordentlich (etwas komisch, denn Walter sagte, am Sonntagabend hätte Flip gehumpelt). Als Dr. B. dann da war, war schon im Schritt zu sehen, dass er schlecht zu Fuß sein wird. Normalerweise ist das nicht schön, aber er lief so lahm, dass wir jetzt endlich mal eine Leitungsanästhesie machen konnten um zu schauen von wo die Schmerzen kommen. 

Weil am Folgetag auch gleich Hufschmiedtermin war, haben wir den Montag genutzt um auch gleich Röntgenaufnahmen zu machen. Also die Aufnahmen waren wohl eher wie von einem jungen Pferd und nicht wie befürchtet so, dass überall Arthrose zu sehen ist und man dann überhaupt nicht weiß was man davon halten soll. 

Bei Flip ist es so, dass am Hufgelenk leichte Veränderungen zu sehen waren und auch noch unterhalb vom Fesselgelenk. Die zweitgenannten fand Dr. B. allerdings als Ursache eher unwahrscheinlich. 

Wir gehen also davon aus, dass er eine (leichte) Hufgelenksarthrose hat. 

Am Freitag werden wir Flip noch mal untersuchen und je nachdem, ob er lahmt, dann eine Leitungsanästhesie machen um das Gebiet näher einzugrenzen oder, falls er klar läuft, direkt auf Hufgelenksarthrose zu behandeln. Das ist im Grunde auch nicht der tollste Befund, allerdings würden wir so wenigstens jetzt mal einen Anhaltspunkt haben und wissen in welche Richtung eine Behandlung erfolgen kann. 

Ich freue mich, dass seine Röntgenaufnahmen ansonsten gut aussahen und auf die Frage, von wann die letzten Aufnahmen zum Vergleich vorliegen, musste ich schmunzeln. Die sind nämlich von der Ankaufsuntersuchung vor 16 Jahren in der Schweiz gemacht worden. 

Auch bei dem ganzen Prozedere war Flip anzumerken, dass er nicht zu den Pferden gehört, die Abspritzen und Röntgen schon kennen. Er fand das alles etwas seltsam, denn sowas haben wir bisher ja noch nie gemacht. Das Abspritzen hat ihm nicht gefallen, dafür ist er quasi ein Röntgenprofi. Stillstehen klappt.

Nichtsdestotrotz hat er sich gestern Morgen, als er auf den Putzplatz zum Hufschmiedtermin gehen sollte erinnert, dass die Aktionen am Vortag nicht so toll waren und wollte lieber wieder zurück in den Stall. Sowieso findet er es im Stall besser, denn die Nacht hatte er in einer der Notboxen bleiben müssen. Da wird er dann ab Freitag je nachdem was gemacht wird, leider wieder 1-3 Tage sein Quartier aufschlagen müssen.

Der Hufschmiedtermin war dieses Mal auch ein klein wenig schwieriger, da das Beschlagen mit Verband für Flip blöd war und auch das Gewicht auf den verbundenen Fuß zu nehmen, ihm schwer fiel. 

Ich hoffe aber, das ist alles nur noch eine Sache der Zeit und hoffe, dass die Luwex-Einlagen zur Stoßdämpfung auch ihren Teil dazu beitragen, dass er zukünftig besser zu Fuß sein wird.

Ob ich für Freitag Abend den Termin mit Dr. K. absage, bin ich immer noch unschlüssig. Der erste Termin war ja sehr seltsam und irgendwie habe ich da auch nicht so richtig Vertrauen, andererseits denke ich, schaden kann es vielleicht auch nicht, denn er hatte ja auch nach den Innereien geschaut. Falls ich den Termin mache und er nicht anders läuft wie beim ersten Mal, wird darunter aber ein Schlussstrich gezogen.

So, und nun kommt das Udate:

Am Freitag war Flip noch lahm und wir haben nochmal eine Anästhesie per Gelenkspitze ins Hufgelenk gemacht um die Ursache genauer einzugrenzen. Dabei kam heraus, dass es das wohl doch nicht war, denn er lahmte weiter. Auch beim Fesselgelenk keine Lahmfreiheit. Schließlich wurde noch die Sehnenscheide betäubt und da lief er besser… allerdings auch nicht ganz klar, weshalb ich von er Diagnose auch nicht überzeigt bin. Dr. B. wohl auch nicht so richtig, denn am 30.01. soll dieser Bereich nochmals genau untersucht werden und auch ein Ultraschall erfolgen. Mal sehen was da rauskommt.

Flip hat jedenfalls die ganze Untersuchung superbrav mitgemacht, so dass er von Dr. B. und Assistentin ein großes Lob bekommen hat.

Dr. K. habe ich abgesagt. Ich denke, das war richtig, denn zum Arzt braucht man ja Vertrauen und mein Bauchgefühl war bei ihm nicht so gut.

Übers Wochenende hatte Flip Boxenruhe, was für mich heißt, dass es nicht ganz so ruhig war. Morgens und abends fahre ich zum Misten rüber, fülle noch sein Heunetz und lasse ihn zu den Fütterungszeiten zu den anderen in den Fresstand.

Damit Anni und Walter nicht noch mehr Arbeit haben, nehme dazu auch gleich die beiden anderen Fußkranken mit und bringe sie danach zurück in ihre Boxen. Nachmittags schaue ich noch zur Bespaßung d.h. Putzen und zur großen Tränke gehen … vorbei, Heute morgen ist er auch dem Rückweg zur Box erst einmal abgebogen um zu schauen, ob noch alles beim Alten ist und Nick in der Box steht… Dann ging er zurück zum Fresständer um dort weiter zu fressen. Also was habe ich gemacht? Gewartet.

Morgen nach dem Frühstück darf er bei den anderen bleiben, 20 min. spazieren laufen und bis Ende der Woche dürfen wir dann auf 30 min. steigern. Montag schauen wir dann wie es weitergeht. Entweder Abspritzen und warten, weitersuchen, behandeln… man weiß es noch nicht. Bleibt spannend, aber ehrlich gesagt würde ich schon gerne mal wissen was los ist und eine Diagnose, die behandelbar ist, wäre mir auch lieber als Arthrose.      

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