Heute
Mittag habe ich mich mit Jutta im Stall getroffen um mit ihr und Chex zusammen wieder Richtung Stammheimer Wald zu reiten.
Dieses Mal haben wir einen
etwas anderen Weg gewählt und uns im Wohngebiet durchgefragt wie wir auf dem
Kallenberg kommen. Ein Familienvater hat das zwar nett gemeint als er uns einen
Weg beschrieben hat, aber der vermeintliche steile Trampelpfad, der für Pferde "nicht so gut wäre", wäre für die
Pferde sicherlich besser gewesen als der Weg den er uns beschrieben hat. Der
führte nämlich ziemlich direkt neben der Autobahn entlang und zu allem
Überfluss waren auf der anderen Seite von uns Gärten, in denen gearbeitet
wurde.

Die Pferde waren ziemlich angespannt sind aber ganz brav mit angezogener
Handbremse und gespitzten Ohren die unbekannten Wege gelaufen. Wir haben dann
auch einen schönen Pfad gefunden, aber immer im Auge behalten was sich oben am
Kallenberg tut. Wir hatten nämlich 3 ziemlich große Segelflugzeuge dicht über den Bäumen entdeckt
und wollten daher vorsichtiger sein, falls sich die Pferde davor erschrecken. (Gegen später haben wir aus der Ferne dann Gleitschirmflieger entdeckt und waren froh, dass wir da schon weit entfernt waren).
Oben angekommen sind wir wieder den schönen Trampelpfad von neulich Richtung
Gewerbegebiet von Stammheim geritten und haben, nachdem wir die vielen Schrebergärten und Löcher-Koppel mit Ponies passiert haben, bei Armin und Wencke einen
Kurzbesuch gemacht.
Für die Pferde waren schon zwei Eimer mit Wasser
bereitgestellt und Flip nutzte es ein wenig zu trinken und das Maul zu spülen und sich umzusehen. Gerne hätte er irgendwo beim Rasenmähen geholfen, aber da war nichts zu holen, nur Asphalt und so knabberte er
mühsam die paar wenigen kleinen Blättchen, die sich aus dem Asphalt geschoben
haben ab. Der arme Kerl war auch schon ziemlich ausgehungert von dem langen Ritt.
Insgesamt waren wir 3,5 Stunden unterwegs, haben aber auf dem Heimweg auch noch
mal eine Pause gemacht und die Pferde grasen lassen. Das hatten sie sich verdient und wir 2-beiner träumten auch schon von Kuchen oder Abendessen. Nächstes Mal wird Proviat eingepackt und Sonnencreme und vorab eine App geladen, damit wir später nachverfolgen können wo wir waren!
Es war ein richtig toller
Ritt und wir sind sehr stolz auf die Pferde, wie brav sie uns an allen
vermeintlich gefährlichen Dingen vorbeigebracht haben. Da hätte so manches Pferd gestreikt und wir müssen uns immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass so en braves Verhalten für unsere Fluchttiere wirklich erstaunlich ist.
Rückweg über die Mountainbike-Strecke:
Kaum im Stall
angekommen, hat Flip noch seine Schüssel bekommen, habe ich seine Sattellage
mit dem Schwamm abgewaschen, Hufe gecheckt und dann ging er schon raus an seinen Lieblingsplatz
um umgehend seinen Mittagsschlaf nachzuholen. Ich muss zugeben, ich bin aber
auch derartig platt als wäre ich das ganze Stück selber gelaufen. Wir haben
zwar viel geführt aber ich mag mir gar nicht vorstellen wie müde Flip gerade
ist. Der arme Bursche musste mich ja noch tragen. Ich mühe mich noch damit ab, nicht vor 21 Uhr ins Bett zu liegen. Aber
dann nichts wie in die Heia.