Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Sonntag, 23. März 2025

Happy Birthday, Flip!

Letzte Woche, am 14.03 25 wurde Flip 24 Jahre alt.

Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht und über welch lange Zeit er schon meinen zuverlässiger, treuer Begleiter ist. Er ist wahrscheinlich das Beste was mir passieren konnte.

Für sein Alter ist Flip eigentlich ja noch ganz ordentlich unterwegs, aber man sieht es ihm schon an, dass er kein Jungspund mehr ist.

Hier ein Portrait von heute... 

... und eins von 2007:

Auch vom Charakter ist er ein gestandener, erfahrener Kerl, der meist wie ein Fels in der Brandung in sich ruht und durch nichts aus der Ruhe zu bringen ist. Das ist so toll!

Vor 10 Jahren entstanden diese Bilder mit Aquino so wie das vom Ausritt mit Aneesha im Seewald. Da ist man wirklich versucht zu sagen, "das waren noch Zeiten".


Gerne hätte ich auch mal wieder Fotos vom Ausreiten eingestellt, aber so weit sind wir nun doch (noch?) nicht.

Mit unserem regelmäßigen Training jeden Montag Abend bei Lisa haben wir um den Jahreswechsel gestartet und damals meinte sie, in ca. 3 Monaten, könnte man eventuell schon mal wieder draufsitzen und einen kleinen Ritt wagen. 

So weit sind wir allerdings doch noch nicht. Vielleicht trainieren wir nicht fleißig genug, aber ich muss mich ja auch daran orientieren wie Flip zu Fuß ist und so dauert das eben seine Zeit. 

Wir wollen ja auch nicht ständig zur Reha-Arbeit in die Halle gehen, sondern versuchen immer wieder (auch gerne mit unterschiedlicher Pferde-Begleitung) andere Strecken für Spaziergänge zu wählen, damit es uns nicht langweilig wird.

Seid neuestem laufen wir auch ab und an mit Bianca und Paco aus dem Nachbarstall, den wir auch schon lange aus der Ferne kennen. Beide Pferde sind gleich alt allerdings, steht Flip noch deutlich besser da. An den Jungs geht eben die zeit auch nicht spurlos vorbei.

Was wir früher so easy an Strecken beim Ausritt zurückgelegt haben, ist nun zu Fuß mit unter etwas mühsam.

Das dachte ich ja kürzlich auch schon als wir zum Talhof gelaufen sind und auch die Galoppstrecke zum Golfplatz zu Fuß hochzulaufen, fühlt sich doch ganz anders an als auf dem Pferderücken im Galopp. Da kamen Margot und ich mit Flip und Top ganz schön ins Schnaufen.

Unser aller Kondition ist eben doch nicht mehr so gut und wenn ich versuche mit Flip auf den Wiesenwegen zu traben, merke ich das noch deutlicher.

Im Moment ist Flip ohnehin lieber etwas gemütlicher unterwegs, denn die Temperaturen schwanken stark und mit dem dicken Winterfell ist es ihm vermutlich auch manches Mal zu warm. 

Er ist wieder besser zu Fuß, aber natürlich tritt er ab und an vorne rechts weiterhin kürzer, ist nicht jeden Tag voll motiviert, aber auch ich merke mit der Zeit wo es zwickt und zwackt.

Mittlerweile longieren wir im Schritt, Trab und kurze Stücke im Galopp und morgen wollen wir mit Lisa mal klassische Handarbeit ausprobieren. Darauf freue ich mich schon und hoffe, dass wir damit noch mal einen Schritt weiter in Richtung Aufbau der Rückenmuskulatur kommen.

Dass unser Ergebnis bei der Pferdewaage etwas niedriger sein wird als früher, dachte ich mir schon mangels Muskulatur. 

Man durfte bei diesem Anbieter, bevor das Pferd auf die Waage stand, als erstes das Gewicht schätzen, das dann auf die kleine Herzchen-Tafel geschrieben wurde.

Wenn man unter 10% Abweichung oder 10 kg Abweichung kam (bin nicht mehr ganz sicher), hat man einen Rabatt bekommen und ich habe mich tatsächlich nur um 500 g verschätzt.

Nächstes Jahr bringt Flip hoffentlich wieder etwas mehr Gewicht (aber nur in Form von aufgebauter Muskulatur9 auf die Waage. 640 kg ist ein guter Wert, aber beim Putzen spüre ich Rippen, da Substanz fehlt. Er ist nicht zu dünn, aber er hat leider doch abgebaut.


Um das zurzeit nicht ganz so gute Heu auszugleichen (mit der Heuqualität wird wohl in allen Ställen gekämpft, da das Wetter letztes Jahr für die Heuernte schlecht war), bringe ich ihm abends weiterhin Heucobs und seit seinem Geburtstag bekommt er auch von Anni zum Frühstück etwas Müsli mit Senior-Faserfutter. 
So bin ich noch dazu sicher, dass sie einen kurzen Blick auf Flip geworfen hat und sieht, ob bei ihm alles in Ordnung ist. 

Wenn es eilt oder die Sonne draußen schön warm aufs Fell scheint, kommt es auch vor, dass Flip, wie man auf den Bildern sieht, auf dem Paddock draußen stehen bleibt und zum Fressen nur den Kopf in den Trog steckt. Das habe ich bisher auch bei keinem anderen Pferd gesehen. 

Nächsten Monat sind wir dann auch wieder bei der Zahnkontrolle dabei. 

Seid wir wieder zurück in Münchingen sind, frisst Flip zum Glück wieder besser, das heißt er macht nur noch seltener Heuknäule, worüber ich sehr froh bin. Es sollte also nur ein kurzer Check sein und ich rechne nicht damit, dass was zu tun ist. Auf Zähne-Richten steht Flip nämlich ganz und gar nicht und bei älteren Pferden, die glatte Kauflächen haben, sollte auch nicht ohne Not geraspelt werden.