Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Sonntag, 25. April 2021

Kallenberg-Stammheim-Ritt mit superbraven Pferden

Heute Mittag habe ich mich mit Jutta im Stall getroffen um mit ihr und Chex zusammen wieder Richtung Stammheimer Wald zu reiten. 

Dieses Mal haben wir einen etwas anderen Weg gewählt und uns im Wohngebiet durchgefragt wie wir auf dem Kallenberg kommen. Ein Familienvater hat das zwar nett gemeint als er uns einen Weg beschrieben hat, aber der vermeintliche steile Trampelpfad, der für Pferde "nicht so gut wäre", wäre für die Pferde sicherlich besser gewesen als der Weg den er uns beschrieben hat. Der führte nämlich ziemlich direkt neben der Autobahn entlang und zu allem Überfluss waren auf der anderen Seite von uns Gärten, in denen gearbeitet wurde. 

Die Pferde waren ziemlich angespannt sind aber ganz brav mit angezogener Handbremse und gespitzten Ohren die unbekannten Wege gelaufen. Wir haben dann auch einen schönen Pfad gefunden, aber immer im Auge behalten was sich oben am Kallenberg tut. Wir hatten nämlich 3 ziemlich große Segelflugzeuge dicht über den Bäumen entdeckt und wollten daher vorsichtiger sein, falls sich die Pferde davor erschrecken. (Gegen später haben wir aus der Ferne dann Gleitschirmflieger entdeckt und waren froh, dass wir da schon weit entfernt waren).

Oben angekommen sind wir wieder den schönen Trampelpfad von neulich Richtung Gewerbegebiet von Stammheim geritten und haben, nachdem wir die vielen Schrebergärten und Löcher-Koppel mit Ponies passiert haben, bei Armin und Wencke einen Kurzbesuch gemacht. 


Für die Pferde waren schon zwei Eimer mit Wasser bereitgestellt und Flip nutzte es ein wenig zu trinken und das Maul zu spülen und sich umzusehen. Gerne hätte er irgendwo beim Rasenmähen geholfen, aber da war nichts zu holen, nur Asphalt und so knabberte er mühsam die paar wenigen kleinen Blättchen, die sich aus dem Asphalt geschoben haben ab. Der arme Kerl war auch schon ziemlich ausgehungert von dem langen Ritt. 
Insgesamt waren wir 3,5 Stunden unterwegs, haben aber auf dem Heimweg auch noch mal eine Pause gemacht und die Pferde grasen lassen. Das hatten sie sich verdient und wir 2-beiner träumten auch schon von Kuchen oder Abendessen. Nächstes Mal wird Proviat eingepackt und Sonnencreme und vorab eine App geladen, damit wir später nachverfolgen können wo wir waren! 

Es war ein richtig toller Ritt und wir sind sehr stolz auf die Pferde, wie brav sie uns an allen vermeintlich gefährlichen Dingen vorbeigebracht haben. Da hätte so manches Pferd gestreikt und wir müssen uns immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass so en braves Verhalten für unsere Fluchttiere wirklich erstaunlich ist. 

Rückweg über die Mountainbike-Strecke:


Kaum im Stall angekommen, hat Flip noch seine Schüssel bekommen, habe ich seine Sattellage mit dem Schwamm abgewaschen, Hufe gecheckt und dann ging er schon raus an seinen Lieblingsplatz um umgehend seinen Mittagsschlaf nachzuholen. Ich muss zugeben, ich bin aber auch derartig platt als wäre ich das ganze Stück selber gelaufen. Wir haben zwar viel geführt aber ich mag mir gar nicht vorstellen wie müde Flip gerade ist. Der arme Bursche musste mich ja noch tragen. Ich mühe mich noch damit ab, nicht vor 21 Uhr ins Bett zu liegen. Aber dann nichts wie in die Heia.



Keine Kommentare: