Am Freitag war dann noch Herr Hase (Osteopath) da. Er
ist mit Flip und den Erfolgen unserer Rückenarbeit zufrieden (auch unser Schmied hat mich neulich angesprochen, dass man an den hinteren Hufen sieht, dass er nicht mehr so schlurft). Trotzdem musste
er Flip ziemlich lockern, da er in der Hüfte rel. wenig Beweglichkeit hatte und
auch sonst ein paar Verspannungen hatte. Dem Reiten von Jenny, steht aber
(nachdem der Dressursattel noch etwas nachgepolstert wird) nichts im Wege.
Durch das Einrenken im Lendenbereich hofft Herr Hase auch, dass sich das mit dem Bauch-anpinkeln
bessert, denn beim Sedieren durch die Tierärztin neulich, stellte sich raus,
dass Flip selbst in sediertem Zustand nicht locker ausfährt sondern der
Schlauch verspannt nach oben in der Tasche liegt. Die Ursache ist nicht klar daher
kann man nicht viel machen. Wir hoffen also, dass es sich doch nun bessert oder
ich müsste mal evtl. Akupunktur testen. Ich bin gespannt, denn dieses Problem
ist wohl nicht weit verbreitet. 
Ansonsten ist es zur Zeit entweder so heiß, dass man kaum
ausreiten kann oder es regnet. Wir haben daher kürzlich mal wieder, um das
Programm etwas interessanter zu
machen, Bodenarbeit gemacht. Aquino hatte
keine so große Lust und Flip hatte wieder den Autopilot drin und wollte selber
entscheiden wann wie was machen, aber das kennen wir ja schon. Er freute sich
auch, dass wir den Fußball rausgeholt hatten und zeigte, dass er bei der EM
sicher ein guter Mitspieler gewesen wäre ;-) http://youtu.be/gm8c0Pw9o2o
Danach sind wir noch in einer Regenlücke (na ja, die Lücke war leider kürzer als der Ausritt) eine Runde um den Block geritten und Kay meinte, dass wir es sicher noch trocken heim geschafft hätten wenn ich nicht noch Ringelblumen – und „Feuriger Elias“-Bilder machen hätte wollen.
Und dann gibt es noch schlimme Nachrichten, von denen ich
aber nur ganz kurz berichten will weil sie mich sehr beschäftigen. Vorgestern
ist Bethy aus unserer Herde nachts im Fresständer gestürzt und kam alleine
weder raus noch wieder hoch. Sie musste
rausgezogen werden und es wurde den
ganzen Tag und Abend versucht sie wieder auf die Beine zu bekommen. 2x lief sie
wohl auch eine halbe Stunde aber brach immer wieder zusammen. Als ich in den
Stall kam, lag sie nur, hatte eine Infusion und schaffte es einfach nicht mehr
sich aufzurichten. Es war schlimm und alle haben sich große Sorgen und Mühe
gemacht. Leider umsonst! Sie musste erlöst werden :-(
Was sie hatte und wie es genau passiert ist, weiß keiner, aber es ist
erschreckend wie schnell man plötzlich
vor so einer Situation steht und entscheiden muss, ob Erlösung besser ist als
weitere Hilfeversuche. Schlimm! Ich wünsche Sandra ganz viel Kraft und allen, dass
sie diese Bilder schnell wieder aus der präsenten Erinnerung bekommen.
Man darf sich aber wohl trotzdem nicht so viel Sorgen machen. Die
Pferde leben glücklich in der Herde (der Unfall hätte auch in einer Box
passieren können) und es besteht immer ein Risiko. Irgendwie habe ich aber das
Gefühl wenn man sich sorgt, passiert eher etwas… und so hatte Flip gestern
Macken an den Sprungelenken innen, die die Beine an den Stellen dick und heiß
werden ließen. Ich habe Tonerde drauf gemacht, tags bandagiert und hoffe nun
auf gute Heilung und dass bis ich nachher in den Stall gehe alles wieder
o.k. ist.





















