Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Samstag, 14. März 2015

Libelle wäre jetzt 32

Gestern wäre Libelle 32 Jahre alt geworden.

Als wir (also damals Daniela und ich - aber sie ist ja nach einem oder zwei Jahren dann abgesprungen) Libelle kauften, hieß es, dass ein Pferd mit 14 alt ist.
Heute ist Flip 14 geworden und ich würde sagen er ist ein erwachsener Bursche in bestem Alter. Bei Libelle wussten wir damals nicht, ob man sie überhaupt noch reiten kann und sie war vom Schulbetrieb apathisch und nicht gut zu Fuß. Nach und nach blühte sie immer mehr auf (oftmals beim Ausreiten mehr als mir lieb war) und sie wurde schließlich 23 Jahre alt und hat ihre letzten Jahre als umsorgtes Privatpferd genossen (geritten sind wir übrigens auch noch bis fast zum Schluß). Rückblickend würde ich jetzt vieles anders machen (Offenstall...) aber wir kannten uns nicht so gut aus und jeder meinte uns gute Ratschläge geben zu müssen. 
Das ist ganz schön lange her wenn ich die Fotos so anschaue. Man waren wir da noch jung ;-)  

Dienstag, 10. März 2015

Freier Nachmittag

Heute morgen kam mir im Büro der Einfall, dass ich eigentlich mal etwas Stunden abbauen könnte und den Nachmittag frei nehmen könnte. Als dann die WhatsApp-Nachricht von Ilona kam, dass sie krank ist und Aquino noch versorgt werden sollte, wurden die Überlegungen stärker. Als Jako dann schrieb, dass sie früher von der Uni kommt und fragte, ob wir nicht ausreiten wollen, stand der Entschluss schon fest und wurde dann von meinem Chef netter Weise auch genehmigt.

Wir haben dann bei Jako zu Mittag gegessen und sind in den Stall gefahren. Eigentlich wollten wir Aquino und Neeshi mal etwas in der Halle laufen lassen und dann ausreiten aber da Monti beim Schmied noch nicht fertig war und die Halle belegt war, haben wir Aquino und Neeshi (sie hätte heute auch nur einen ganz kurzen Abendbesuch von Sandra gehabt) geschnappt und sind mit den beiden eine Runde spazieren gewesen. Da das Wetter leider zuzuziehen schien, viel die Runde nicht so groß aus. 
Danach wurden flux Flip und Monti gesattelt und raus gings. Sonne hatten wir dann doch keine mehr aber wenigstens regnete es nicht und so konnten wir einen netten Ausritt machen. Bis wir wieder zurück waren, gab´s im Stall für die Pferde schon Abendessen und der freie Nachmittag war schneller rum als man gucken konnte.  
Schön war´s und alle 4-Beiner sind versorgt. 

Samstag, 7. März 2015

Gleich wieder raus

Man hätte heute Vormittag als wir in den Stall kamen, glauben können, Flip hat sich seit ich ihn gestern in den Stall gebracht habe, gar nicht bewegt. Er stand mal wieder an seinem Lieblingsplatz an der Wand und hat ein Sonnenbad genommen.
Das Wetter war zwar noch etwas kühl aber die Sonne schien also sind wir natürlich gleich wieder raus gegangen.
Davor habe ich allerdings ein Sattelkissen für meinen Westernsattel gekauft, da mir mein angeschlagenes Steißbein den gestrigen 2-Stundenritt etwas übel nimmt. Na ja, viel besser ist das damit nicht, es rutscht auch etwas. Wir sind heute auf den Wiesenwegen, die es zuließen gemütlich getrabt und sogar mal kurz galoppiert und danach noch in den Wald geritten. Heute hieß die neue Aufgabe für Neeshi einen Abhang hoch zu klettern, da wir ja gestern bergab geübt haben. Hat natürlich gut geklappt, so wie auch die Überquerung der Autobahnbrücke, die Sandra reitend "nicht sehr mag". Die Pferde und wir haben uns jedenfalls gefreut, dass auch heute ausreiten möglich war und für Morgen bin ich mit Anja und Daggi verabredet während Neeshi Reitstunde in der Halle hat. (Das wird ihr gar nicht passen wenn Flip dann mit anderen rausgeht).

Freitag, 6. März 2015

Juhu, heute war mal frühlingshaftes Wetter!

Wir (also Sandra und ich) haben das natürlich gleich genutzt und haben die Pferde für einem Ausritt in den Seewald gesattelt. Da Sandra behauptet hat, dass sie noch nie mit uns beim Talhof vorbeigeritten sind und wir eh in der Nähe waren, haben wir dort einen Schlenker  vorbei gemacht. Früher war ich dort mit Libelle Einsteller aber das liegt schon ewig zurück. Beim Vorbeireiten haben wir in der Ferne Andrea und Mia gesehen und uns zugebrüllt, wie es geht (ihr geht´s gut J )  

Die Pferde waren heute etwas guckig und verspannt weil wir lange nicht mehr so weit ausreiten waren, da das Wetter ja lange nicht wirklich passend war. Sie waren aber trotzdem brav und stapften mit gespitzten Ohren durch den Wald und meisterten alle Aufgaben, die ihnen gestellt wurden, also steile Buckel runtersteigen (das wollte Sandra erst gar nicht glauben, dass das die kleine Neesha packt), an gefährlichen Holzstapeln vorbeitraben, grusliege Kleingärten passieren… und waren auf dem Heimweg unseres 2Stundenritts so müde, dass sie im Anschluss gleich in der Sonne Mittagsschlaf halten mussten. Da wir es aber auch nicht mehr gewöhnt sind so lange zu reiten haben wir das letzte Stück auch zu unserem eigenen Wohl geführt ;-)   

(Gestern war bei uns ein älterer Herr im Stall, der wohl gerade in der Gegend war und ein "Pferdemann" ist. Er schaute zu als ich herfuhr, Schuhe wechselte und als ich meine Freibergerjacke anzog, rief er ganz begeistert "ja sag bloß, hast Du auch einen Freiberger?". Es entstand ein nettes und auch lustiges Gespräch, in dem er (Ernst K. "aber ich bin nicht so ernst, haha") mir erzählte, dass er sich kein anderes Pferd als eine Freiberger mehr zulegen würde, er von der Rasse total begeistert wäre und er mit seinem Pferd zusammen schon hundert Jahre alt wäre. Ich durfte sein Pferd dann auf Fotos bewundern und irgendwann verriet er mir, dass das Pferd 21 Jahre alt wäre. Flip und Aquino fand er ganz schön (nu ja) propper aber er konnte sich gleich davon überzeugen, das in Flips Futtereimer kaum was drin ist (Aquinos zeigte ich ihm lieber nicht). Wir unterhielten uns eine ganze Weile und er erzählte von allen möglichen Leuten, die auch Freiberger hätten, dass er Ilona (eine von Aquinos Mädels), Sammys Petra... und überhaupt Gott und die Welt kennt und gab mir seine Telefonnummer für das nächste Freibergertreffen. Echt lustig!)    



Samstag, 28. Februar 2015

Wieder zurück

So, nun bin ich seit knapp einer Woche aus dem Urlaub zurück und schon kommen Meldungen, dass der Blog ja so verwaist wäre.
Dann will ich mal Abhilfe schaffen und berichten, dass Flip während ich weg war gut versorgt wurde und ich immer durch Fotos und WhatsAppp informiert wurde was der Bub so macht. Da das Wetter eher bäh war, war wohl viel Hallensport angesagt und er wurde geritten (wie man sieht auch versuchsweise im Tandem), durfte mit Neeshi laufen und hat Parelli geübt.
Heute waren wir dann nach langer Zeit mal wieder ohne Regen, Schnee oder Sturm (dafür aber ab und zu mit Sonne) ausreiten. Sammy, Forest und Babalou waren auch mit und wir haben eine große Schrittrunde gemacht. Bis auf einen unfreiwilligen Abstecher der Pferde in einen Acker (ein Schwarm Tauben, flog von der Biogasanlage auf, was natürlich echt mega schrecklich ist, haha) war Flip schön relaxed und ich glaube auch er freute sich mal wieder ausreiten gehen zu können. Dass plötzlich auf dem Feldweg 10-15 Autos in Kolone hergefahren kamen, fand er aber allerhand (s. sein Blick auf dem Foto). Den Garten, in dem ein Feuerchen brannte und ein Mann auf der Leiter die Hecke mit einer Motorsäge stutzte (das finden Pferde nicht so lustig), hat er nicht mal eines Blickes gewürdigt, denn ich habe ihm kurz davor gezeigt, dass ich noch ein Karottenstücken hätte. Da setzt er klare Prioritäten, was wichtiger ist. Immer Futter!
Apropos: Unterwegs hat mit Hilke erzählt, dass sie neulich abends Forest noch einen Arm voll Heu zur Eingewöhnungsbox getragen hat, als sie plötzlich von Flip verfolgt wurde. Sie beschleunigte daraufhin wohl, worauf Flip bis zur Box hinter ihr hertrabte. Der muss Hunger gehabt haben ;-)  
Als wir zurück kamen, war Jako mit ihrem Vater und Schwester noch zu einem Flip-Besuch im Stall. Wir haben dann noch Aquino rausgeholt und sind mit beiden Pferden eine kleine Runde gelaufen. Aquino stapfte freudig und ohne stolpern mit. Das war gut. 


Mittwoch, 11. Februar 2015

Urlaub

Liebe Blogleser,
ich melde mich jetzt mal für 10 Tage ab.
Während ich in Spanien hoffentlich die Sonne genießen kann, wird Flip von Jako, Jenny und Kai versorgt und Sandra und Armin haben auch ein Auge auf ihn. Es kann also nichts schiefgehen.
Bis bald!

P.S. Gute Besserung an Anni! Ich hoffe, Du bist wieder fit bis ich zurück bin! Ich drücke Dir die Daumen!

Samstag, 7. Februar 2015

Sonnenspaziergang

Heute haben Sandra und ich mit den Pferden ein schönen Spaziergang in der Sonne gemacht.
Als wir im Stall ankamen (ich hatte den Luxus eines Fahrservice), standen die Pferde an Flips Lieblingsplatz hinten an der Wand in der Sonne, wo es schön warm wird, und haben zusammen Mittagspause gemacht. 
Entsprechend begeistert waren dann auch Flip und Neeshi als wir sie rausholten und mit ihnen spazieren gehen wollten. Viel lieber hätten sie weiter in der Sonne gestanden und gedöst als um den Block gezogen zu werden. 
Bewegung muss aber sein und die Sonne schien schön, also haben wir uns warm angezogen um einen Sonnenspaziergang zu machen. 
Die letzten Tage war es abends so unglaublich kalt im Stall und ein eisiger Wind blies, dass wir die milderen Temperaturen einfach nutzen mussten. 
Mit meiner neuen Thermohose, Mütze und vielen Schichten Kleidung war es aber schön warm. Als ich die Hose heute gekauft habe, sagte die Dame an den Kasse, als sie meine ganzen Einkäufe sah (dicke Winterhandschuhe, Thermohose, Thermo-Innenhandschuhe, Ohrenwärmer…), dass ich ja nun für Kälte im Stall gerüstet wäre – und sie hatte recht :-)  
Zurück im Stall marschiere Flip dann auch gleich wieder an die Wand auf sein Sonnenplätzchen um ja keine Sonnenstrahlen zu verpassen.
Für Morgen habe ich mir vorgenommen wieder fleißig in der Halle zu reiten, denn dann ist ausreichend Zeit vergangen seit Hr. Haase Flip wieder eingerenkt hat und meinem Rücken tut es ganz gut wenn ich mal wieder drauf sitze und mit Flip schaffe. Schauen wir mal, ob ich mich Morgen noch an den Vorsatz von heute erinnere.

Nachtrag: gestern habe ich eine SMS von unserem neuen Hufschmied bekommen. Jojo hat sich mit ihm in Verbindung gesetzt und er hat zugesagt, dass er uns zukünftig (also ab Mai) betreut :-) Die Termine müssen wir noch abstimmen. Das ist aber schon mal beruhigend!

Sonntag, 1. Februar 2015

So schnell kann es manchmal gehen

Heute morgen haben Caro und Kay nach den Pferden geschaut und Flip mit auf einen Spaziergang genommen, da ich beim Brunch war. Als sie in den Stall kamen hat Flip wohl noch geschlafen. Caro schrieb „So hat Kay Flip vorgefunden … man war der müde“. Da die Pferde nach dem Spaziergang noch rennen und spielen durften, war es gar nicht mehr nötig, dass ich in den Stall musste um Flip zu bewegen. 

Ich fuhr aber trotzdem und trotz Schneeregen rüber, denn ich hatte noch mit Tine telefoniert und sie erzählte mir, dass Durk-K (der Friese, der auf dem Bild in der Mitte steht) an einer Kolik eingegangen ist und sie ihm nicht mal mehr in der Klinik helfen konnten. Das sind dann immer die Momente, wo jedem Pferdebesitzer die Muffe geht, denn es ist einfach unfassbar wie schnell man sein Pferd plötzlich verlieren kann. Wie es jetzt bei ihr in ihrem kleinen Selbstversorger-Stall weiterläuft, steht in den Sternen. Ich wüsste aber ein kleines, schwergewichtiges und wuscheliges Pferd, das bald nach Hannover zieht und da oben wieder für ordentlich Leben im Stall sorgen könnte.
Ich bin also noch zu Flip gefahren und habe mich vergewissert, dass es ihm gut geht und ich mir um ihn erst einmal keine Sorgen machen muss. Da er gerade am Großballen Stroh knabberte, habe ich mich zu seinen Füßen gesetzt und ihm etwas Gesellschaft geleistet. Das fand er erst etwas komisch, nach dem Motto „ist ja nett, dass Du da bist aber du sitzt auf meinem Essen und was ist das eigentlich für eine lustige Mütze? Darf ich die mal genauer untersuchen?“. Er ließ sich dann aber nicht aus der Ruhe bringen und mümmelte (mit einer doch spannenden Technik) Stroh, während ich ihn beobachtete und versuchte von uns ein Selfi zu machen. Leider war es aber zu dunkel und ich bin darin total ungeübt (tja, so jung bin ich dann wohl doch nicht mehr).

Es war jedenfalls schön in der Herde zu sitzen, ihn futtern zu hören und die sonst schlafenden Pferde zu betrachten. Irgendwann lief er dann aber weg, Aquino wachte auf, fing an mit Luke zu spielen und ich bin dann beruhigt zurück nach Hause gefahren.