Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Montag, 2. April 2018

Die Osterfeiertage


An den Osterfeiertagen war das Wetter ja recht wechselhaft (April, April der weiß nicht was er will) aber ich habe versucht trotzdem mit Flip ausreiten zu gehen. Optimistisch wurde auch die Blümchenschabracke aufgezogen um den Frühling anzulocken.


 Am Freitag hatte ich Glück und war ich mit Petra und Monty bei Sonnenschein drüben beim Golfplatz. Petra war dort nach den ganzen Jahren wohl am Freitag erst das zweite Mal und der kleine Schwarzwälder schnaufte den Berg im Galopp hoch wie eine Dampflock. Flip galoppierte ganz locker und wartete immer wieder gern auf Monty. Die Jungs waren brav und Petra hat sich vorgenommen im Sommer mal weiterund länger ausreiten zu gehen um Montys Kondition zu verbessern.
Am Samstag war ich mit Flip erst eine entspannte Ashaltrunde draußen (wie wollten ja üben auch alleine ausreiten zu gehen) und danach waren wir noch etwas in der Halle, was auch gut lief.
Sonntag war ich dann mit Sabine und Luke im Seewald. Wir waren zwar warm angezogen aber froren trotzdem, denn es bließ ein eisiger Wind und zu allem Überfluss regnete es dann auch noch waagrecht. Das fanden wir alle echt ätzend und die Pferde beschlossen gleichzeitig mitten auf dem Waldweg stehen zu bleiben und den Po in Richtung des Regens zu strecken. Dass wir weiter wollten, fand sie wieder mal völlig instinktlos. Zum Glück hörte der Regen aber als wir aus dem Wald kamen auf. Auf dieses Wetter waren wir nicht eingestellt nachdem es  die Tage vorher so schön war.
Heute habe ich dann meinen Pferdehänger zur Inspektion und zum TÜV in die Werkstatt gebracht. Nächstes Übungsziel heißt, Rangieren üben damit ich nicht so lange planen muss und das selber hinbekomme. Flip hat auch gleich eine Übungseinheit Einsteigen bekommen, was für ihn gar kein Problem darstellt. Im Hänger darf er futtern also wieso nicht reingehen?
Im Anschluss war Jako mit Steffi und Monique auf einem 3-Stunden-Ausritt nach Stammheim. Das hat ihm sicher gefallen aber, dass er am Spätnachmittag noch eine Bodenarbeitsstunde mit uns machen soll, ahnte er da noch nicht. Seine Motivation war dementsprechend gering und er schien hundemüde zu sein. Der arme Kerl konnte einem richtig leid tun. 

Donnerstag, 29. März 2018

Zurück aus dem Urlaub


Dem einen oder anderen Blogleser ist vermutlich aufgefallen, dass ich mal wieder eine ganze Weile nicht geschrieben habe. Das liegt daran, dass ich 2 Wochen in Portugal Urlaub gemacht habe. Wir waren erst an der Algave, dann in Vila Nova del Milfontes und im Anschluss in Lissabon. Auch wenn es immer wieder geregnet hat, hatten wir 2 schöne Wochen.
Tierlein gestreichelt haben wir auch im Urlaub und am liebsten hätte ich das Pony und die „kleine Muh“ mitgebracht…. ach… und Don Quijote, den Esel und Poppy den Schafsbock… und seinen Sohn….
Flip wurde währenddessen von Jako, Nici und Marie versorgt und hatte donnerstags Sporttag mit Bianca (mit Hilfe von Jenny und Petra, die ihn gerichtet und wieder in den Stall gebracht haben).
An meinem letzten Urlaubstag war dann Jakos Nichte mit im Stall und Flip durfte mit den „jungen Mädels“ und Jako (natürlich auch noch ein junges Mädel) als Begleitung einen netten Ausritt in den Seewald machen. Da hatten wohl alle Spaß (auch wenn es für Jako anstrengender war).  
Flip hatte, so wie es sich in seinem Büchlein liest, ein abwechslungsreiches Programm und wurde gut versorgt. Trotzdem muss ich wieder bei dem beleidigten Herrn „gut Wetter“ machen damit er versöhnt ist, weil ich mich nicht selber um ihn gekümmert habe. Das ist meist so nachdem ich vom Urlaub zurückkomme aber eigentlich glaube ich, dass er es auch mal ganz gut findet, sich von mir  erholen zu können.
Am Tag meiner Rückkehr waren wir dann gemütlich bei Sonnenschein mit Luke im Wald. Das war schön!
Am Dienstag morgen hat Flip dann frische Eisen bekommen. Jojo hat beim letzten Mal andere Eisen ausprobiert. Ich war erst skeptisch, da sie wohl dünner sind aber sie sind etwas breiter und haben die Löcher etwas weiter hinten. So läuft Flip die Eisen anders ab und sie hielten tatsächlich besser und waren noch bis zum Tausch ordentlich fest. Ich hoffe, das ist jetzt keine Ausnahme gewesen, denn auf die Zitterpartie, ob die Eisen die 8 Wochen durchhalten, kann ich gut verzichten. Im Anschluss hat Jojo noch die Hufe eingesalbt. Was für ein Service! Sah schick aus und ich habe bei dem Preis nichts gegen eine Zusatzbonbon.   
Abends habe ich versucht meinen Pferdehänger wieder in Gang zu bringen. Der hatte im März TÜV aber weil die Bremse angezogen war und vereiste, haben wir ihn nicht losbekommen. Nun dachte ich, dass ich „mal schnell“ schaue, ob er wieder fährt um einen neuen Termin auszumachen. So einfach war es aber nicht, denn die Bremse löste sich immer noch nicht und so brauchte ich Hilfe. Zum Glück war Bernd da, der mir Anweisung gab vor und zurück zu fahren (wobei wir schön im Schotter rumpflügten) und mir dann das Rad entfernt hat und die Bremse löste. Nach einer Testfahrt scheint jetzt alles wieder zu laufen und ich konnte einen neuen Termin für die kommende Woche ausmachen. Später im Jahr TÜV zu haben, ist eh besser … aber alleine wäre ich mit dem Problem aufgeschmissen gewesen.

Sonntag, 4. März 2018

Frühlingsritt und beschützt von Flip


Heute war ich 1 ¾ h mit Sabine und Sina eine Golfplatz-Runde drehen. Die Sonne schien, es war ungewohnt schön warm und wir hatten mit den beiden Freibergern und dem „bald eingefreibergerten“ Luke einen schönen Ausritt.  

Die Pferde waren bis auf ein paar Freudenbocker von Luke beim Galoppieren sehr brav und schienen den Ausritt genauso zu genießen wie wir. 
Unterwegs haben wir dann noch Henning beim Grasen-lassen getroffen (wobei das Gras ja gerade nicht wirklich lecker ist).  
Nach dem Ritt hat sich Flip in die Sonne an die Wand gestellt und gedöst. 
Ich wollte auch noch etwas Sonne tanken und habe mich zu ihm gesetzt. Er hat mich dann aber gleich gegen die anderen Pferde abgeschirmt und sich vor mich gestellt bevor ein weiterdöste. 
Das kenne ich schon aus der Vergangenheit und ich finde es echt rührend von ihm. Sonne habe ich so nicht viel abbekommen und konnte die anderen Pferde auch nur zwischen seine Beine durch beobachten. 
Störenfriede hat Flip in unterschiedlicher Intensität zur Ruhe gerufen und nur Nick durfte sich vorsichtig bis ganz nah ranschleichen. 
Ich hatte dann kurzzeitig 2 Freibergernasen über mir hängen, die ruhig und tief auf mich runterschnaupten. 
Ich weiß nicht, ob man das als Nicht -Pferdemensch versteht aber es war sehr schön ein Teil der Herde zu sein und von seinem eigenen Pferd beschützt zu werden… und zu wissen, dass er sich in meiner Gegenwart so wohlfühlt, dass er neben mir schläft. Irgendwann hatte er genug geschlafen und lief zum Eingang in den Liegebereich. Dort schaute aber eine kleine weiße Rocket-Nase raus mit der er etwas rangelte bis die Nase plötzlich dunkel war. Da hatte Rocket wohl mit Carry den Platz getauscht. 
Da Flip offenbar keine Lust hatte weiter zu spielen oder den Eingang bossmäßig zu räumen, lief er einfach zum anderen Eingang um mal wieder am Strohballen zu fressen.
Ich bin nach Hause gegangen und habe euch hier die vielen Bilder von meinem Flip-Nachmittag mitgebracht.















Samstag, 3. März 2018

Waage, Bodenarbeit...

Letzte Woche war also wieder die Pferdewaage da und, wie befürchtet, hat Flip zugelegt. Um das zu erfahren, brauche ich nicht dringend die Waage, das brauche ich bei mir auch nicht, denn wenn ich an der Hose einen Knopf offen lassen muss, ist das eben ähnlich wie wenn bei Flip der Sattelgurt eng wird.
Wichtig ist es trotzdem das Gewicht zu kennen um Wurmkuren, Medikamente ... besser einteilen zu können und eine Kontrolle zu haben. Also, reden wir nicht lange drum herum, er hat wieder zugenommen und hat 711 kg auf die Waage gebracht d.h. er hat ca. 30 kg zum letzten Mal zugenommen. Das ist nicht schön aber Christine versuchte mich zu trösten, in dem sie sagte, dass das sicher durch die aufgebauten Muskeln kommt.
Na ja, wer weiß! Futter zu reduzieren geht ja nicht, also bewegen wir ihn eben, wie bisher, täglich und behalten seine Fitness im Auge. Neulich hat ihn Jako mit Rocket laufen lassen und wie man sieht, hat er sich mit ihm flott bewegt und ist freudig gesprungen.
Auch in der Reitstunde lief er richtig gut und ich habe das Gefühl, ihm macht auch unsere Bodenarbeit Spaß. Mit dem Knotenhalfter lässt er sich plötzlich (für seine Verhältnisse) richtig gut longieren und er galoppiert damit schön rund, was dann auch beim Reiten für ein besseres Gefühl sorgt.
Bei der heutigen Bodenarbeit , dachte ich, dass wir neue Übungen lernen und weiterkommen aber statt dessen, hieß es "back to the roots", denn Loisl meinte, wir sollten versuchen Flip damit zu motivieren, dass wir ohne Seil üben. Er hätte vermutlich schon zu viel Druck erfahren und steht deshalb so schnell im Standby-Modus dabei ohne aufzupassen. Ich bin nicht sicher, ob das so ist, und denke eher, dass er sich einfach schnell langweilt. Wenn er dann nicht reagiert, habe ich, das gebe ich ja zu, etwas am Halfter gezuckelt um seine Aufmerksamkeit zu bekommen.
Das ging heute nicht, denn wir haben fast die ganze Stunde mit Flip frei geübt auf mich zu achten und aus freien Stücken zu mir zu kommen und mir zu folgen.
Das sollen wir nun so oft wie möglich üben aber ich bin skeptisch, ob Flip damit freudiger mitmacht. Ich schätze ihn so ein, dass man mehr Abwechslung reinbringen muss, wozu natürlich die Hilfen klar sein müssen. Es bleibt spannend und gibt noch viel zu üben.
Auch Monty und Sammy hatten heute das Vergnügen und haben ihre erste Bodenarbeitsstunde gehabt und mindestens den zugehörigen Zweibeinern hat es Spaß gemacht. Bei Sammy hat man aber auch gesehen, dass er mit seinem hohen Rang (wie Flip) nicht gewöhnt ist, ständig aufpassen zu müssen, ob ein Ranghöherer etwas von ihm möchte und zu weichen.

Sonntag, 18. Februar 2018

Pferd Bodensee

Gestern war ich mit Margit und Steffi in Friedrichshafen auf der „Pferd Bodensee“. 
Nachdem wir uns ca. 3,5 Stunden durch den Schnee kämpften, sind wir dort endlich angekommen und haben die Messehallen abgeklappert.  
Eigentlich dachten wir, dass wir mit Tüten bepackt wieder heim kommen aber irgendwie wurden wir trotz des riesigen Angebots nicht so richtig fündig. Ich suchte den Stand, bei dem wir letztes Mal die Blumen- und Tupfenschabracken gesehen hatten aber leider war der nicht da und Blumen und Tupfen gab es nur für Ponies. Wir haben also einen eher schwäbisch, sparsamen Ausflug gemacht wobei er evtl. kostspielige  Folgen haben könnte. Ich habe eine Art Wanderreit- oder Working Equitation-Sattel gesehen, der mir gut als Ersatz für den schweren Westernsattel gefallen würde. Nun überlege ich, ob ich den mal zum Testen organisiere.
Am Abend haben wir dann zusammen mit Kay, Caro, Ingeborg und Gerd den Schauabend mit genialen Aufführungen genossen. Ich kann gar nicht sagen, welcher Programmpunkt mir am besten gefallen hat, denn es war einfach alles richtig toll und originell. Auch dieses Jahr hat sich der Schauabend, wie ich finde, wieder total gelohnt und jede Minute zwischen 19:30h und 22:45h war klasse. Steffi hat mit ihrem Handy bessere Bilder und Filme machen können und sobald ich sie bekomme, zeige ich euch was davon. Versprochen!
Wir haben dann in Friedrichshafen in einem Hotel übernachtet (Dank Ingeborg und Gerd, die uns dort den Schlüssel abgeholt haben, mussten wir nicht von der Messe runter, was echt lieb von den beiden war). 
Heute Morgen sind wir dann zurückgefahren und ich bin nachmittags zu Flip gegangen. Erst waren wir in der Schneelandschaft spazieren und dann haben wir etwas Bodenarbeit mit kleinem Sprung gemacht. Das hat Flip gut gefallen und mir macht es einfach Spaß mich mit ihm, auch ohne zu reiten, zu beschäftigen. Für ausgiebiges Lob in Form von Kraulen, macht er auch gerne mit. Mal sehen was wir noch an Bodenarbeitsübungen lernen. … und irgendwann machen wir dann mal Freiheitsdressur wie Lorenzo :-), den wir gestern bestaunen konnten, wie er 12 Pferde wie durch Zauberhand frei lenkte. Das ist echt unglaublich...