Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Sonntag, 15. April 2018

Ausritt mit Margit

Gestern habe ich (mal wieder) ziemlich spontan einen Ausritt mit Margit und Geronimo gemacht. Da es für sie kein Ding ist, ihren großen Braunen zu verladen und irgendwo ausreiten zu gehen, kam sie kurzentschlossen wieder zu uns und wir haben eine schöne Golfplatz-Runde gedreht (natürlich nur am Golfplatz entlang!). Den Berg von unten im Tal bis hoch zum Golfplatz haben wir die Pferde galoppieren lassen, aber Flip ist ja nicht blöd und hat gleich gesehen, dass Geronimo viel längere Beine hat und sich daher nicht so schwertut bis oben durchzuhalten. Flip reihte sich also hinter ihm ein. Geronimo ist zwar schon 24 aber noch ein rüstiger Rentner und hat auch nicht so viel Speck auf den Rippen wie Flip….dafür hat er aber gut mitgehalten. Die beiden laufen absolut cool zusammen ohne Gezicke, Tempo okay…alles total entspannt, so wie es sein soll.
Da wir auf dem Heimweg bei Hennings Stall vorbeikamen, haben wir bei ihm noch reingeschaut, etwas zu Trinken bekommen und ein Päuschen gemacht. Es war richtig, nett aber irgendwann wollte Flip nicht mehr rumstehen (auch wenn er eine hübsche Haflingerstute gesehen hat, die ihm offensichtlich gefiel). Er begann ständig zu wiehern und drängte zum Aufbruch.
Heimzus lief er dann, als hätte er eine Verabredung und wurde erst ruhiger, als wir zurück über den Bahnübergang waren und ganz entspannt, erst als er wieder zwischen seiner Herde stand. Wie aufregend er es tatsächlich fand, zeigt sich bei Flip auch sofort dadurch, dass er dann unheimlich Durchfall bekommt :-( Es kam noch Stunden später wie eine Fontäne aus dem armen Kerl.
Geronimo konnte die Aufregung wegen Hennings Stall nicht verstehen, denn er wohnte früher schon dort und ihn schien auch sonst nicht viel aus der Ruhe zu bringen (auch wenn Margit sagt, das er auch anders kann). Flip dagegen findet den Stall seit seinem „Hänger-Drama“ dort gruselig und dafür war er superlieb.

Da Margit nun schon 2x bei uns war, sind nun wir dran mal wieder zu ihr zu fahren. Vermutlich werden wir es dann erst einmal so machen, dass Jako reitet und ich mitradel. Es ist jedenfalls schon ausgemachte Sache, denn ich finde es schon lässig, wenn man sein Pferd so easy verladen kann und es dann in der Fremde so cool bleibt. Das ist aber alles Übungssache für alle Beteiligten und ich bin ja überhaupt schon stolz wie mutig ich mittlerweile ausreiten gehe.

Donnerstag, 12. April 2018

Kutschfahrt


Am Sonntag haben wir bei schönstem Wetter mal wieder Flip angespannt und eine nette Rundfahrt mit Kutsche gemacht. Petra ist das erste Stück gefahren und saß dann als „Fahrlehrer für Notfälle“ nehmen mir. Flip zog aber, wie gewohnt, entspannt und routiniert die Kutsche und es gab keinen Grund eingreifen zu müssen. 
Als Begleitpferd hatten wir Sammy und Monty dabei. Auf Monty ist Jako geritten und Beifahrer hatten wir auch dabei: Klaus und Dennis ließen sich gut gelaunt von uns durch die Gegend fahren und Klaus verteilte unterwegs an hungrige Fahrer und Reiter den Bananenkuchen, den wir am Vortag gebacken hatten (lecker!). So macht so ein Sonntagsausflug Spaß! J

Montag, 2. April 2018

Geburtstage

Als ich im Urlaub war, hatte Flip am 14.03.18 seinen 17. Geburtstag. Unglaublich, dass er auch schon "so alt" ist.
Am Tag davor wäre Libelle 35 Jahre alt geworden und morgen wäre Aquinos 27. Geburtstag.
Wie die Zeit vergeht ... aber die beiden werden wir trotzdem nie vergessen.
Libelle ist jetzt schon 12 Jahre tot und die Erinnerung verblasst (zugegebener Maßen) schon leicht.
Aquino bleibt mir durch Flip irgendwie stärker in Erinnerung. Aquino war wie Flips großer Bruder und sie sind sich in manchen Dingen ziemlich ähnlich und in anderen (zum Glück) aber dann doch nicht, sonst hätte ich immer wieder eine größere Herausforderung im Handling ;-).
Alle drei sind/waren Pferdepersönlichkeiten mit ganz unterschiedlichem Charakter und das ist doch gut so. 

Die Osterfeiertage


An den Osterfeiertagen war das Wetter ja recht wechselhaft (April, April der weiß nicht was er will) aber ich habe versucht trotzdem mit Flip ausreiten zu gehen. Optimistisch wurde auch die Blümchenschabracke aufgezogen um den Frühling anzulocken.


 Am Freitag hatte ich Glück und war ich mit Petra und Monty bei Sonnenschein drüben beim Golfplatz. Petra war dort nach den ganzen Jahren wohl am Freitag erst das zweite Mal und der kleine Schwarzwälder schnaufte den Berg im Galopp hoch wie eine Dampflock. Flip galoppierte ganz locker und wartete immer wieder gern auf Monty. Die Jungs waren brav und Petra hat sich vorgenommen im Sommer mal weiterund länger ausreiten zu gehen um Montys Kondition zu verbessern.
Am Samstag war ich mit Flip erst eine entspannte Ashaltrunde draußen (wie wollten ja üben auch alleine ausreiten zu gehen) und danach waren wir noch etwas in der Halle, was auch gut lief.
Sonntag war ich dann mit Sabine und Luke im Seewald. Wir waren zwar warm angezogen aber froren trotzdem, denn es bließ ein eisiger Wind und zu allem Überfluss regnete es dann auch noch waagrecht. Das fanden wir alle echt ätzend und die Pferde beschlossen gleichzeitig mitten auf dem Waldweg stehen zu bleiben und den Po in Richtung des Regens zu strecken. Dass wir weiter wollten, fand sie wieder mal völlig instinktlos. Zum Glück hörte der Regen aber als wir aus dem Wald kamen auf. Auf dieses Wetter waren wir nicht eingestellt nachdem es  die Tage vorher so schön war.
Heute habe ich dann meinen Pferdehänger zur Inspektion und zum TÜV in die Werkstatt gebracht. Nächstes Übungsziel heißt, Rangieren üben damit ich nicht so lange planen muss und das selber hinbekomme. Flip hat auch gleich eine Übungseinheit Einsteigen bekommen, was für ihn gar kein Problem darstellt. Im Hänger darf er futtern also wieso nicht reingehen?
Im Anschluss war Jako mit Steffi und Monique auf einem 3-Stunden-Ausritt nach Stammheim. Das hat ihm sicher gefallen aber, dass er am Spätnachmittag noch eine Bodenarbeitsstunde mit uns machen soll, ahnte er da noch nicht. Seine Motivation war dementsprechend gering und er schien hundemüde zu sein. Der arme Kerl konnte einem richtig leid tun. 

Donnerstag, 29. März 2018

Zurück aus dem Urlaub


Dem einen oder anderen Blogleser ist vermutlich aufgefallen, dass ich mal wieder eine ganze Weile nicht geschrieben habe. Das liegt daran, dass ich 2 Wochen in Portugal Urlaub gemacht habe. Wir waren erst an der Algave, dann in Vila Nova del Milfontes und im Anschluss in Lissabon. Auch wenn es immer wieder geregnet hat, hatten wir 2 schöne Wochen.
Tierlein gestreichelt haben wir auch im Urlaub und am liebsten hätte ich das Pony und die „kleine Muh“ mitgebracht…. ach… und Don Quijote, den Esel und Poppy den Schafsbock… und seinen Sohn….
Flip wurde währenddessen von Jako, Nici und Marie versorgt und hatte donnerstags Sporttag mit Bianca (mit Hilfe von Jenny und Petra, die ihn gerichtet und wieder in den Stall gebracht haben).
An meinem letzten Urlaubstag war dann Jakos Nichte mit im Stall und Flip durfte mit den „jungen Mädels“ und Jako (natürlich auch noch ein junges Mädel) als Begleitung einen netten Ausritt in den Seewald machen. Da hatten wohl alle Spaß (auch wenn es für Jako anstrengender war).  
Flip hatte, so wie es sich in seinem Büchlein liest, ein abwechslungsreiches Programm und wurde gut versorgt. Trotzdem muss ich wieder bei dem beleidigten Herrn „gut Wetter“ machen damit er versöhnt ist, weil ich mich nicht selber um ihn gekümmert habe. Das ist meist so nachdem ich vom Urlaub zurückkomme aber eigentlich glaube ich, dass er es auch mal ganz gut findet, sich von mir  erholen zu können.
Am Tag meiner Rückkehr waren wir dann gemütlich bei Sonnenschein mit Luke im Wald. Das war schön!
Am Dienstag morgen hat Flip dann frische Eisen bekommen. Jojo hat beim letzten Mal andere Eisen ausprobiert. Ich war erst skeptisch, da sie wohl dünner sind aber sie sind etwas breiter und haben die Löcher etwas weiter hinten. So läuft Flip die Eisen anders ab und sie hielten tatsächlich besser und waren noch bis zum Tausch ordentlich fest. Ich hoffe, das ist jetzt keine Ausnahme gewesen, denn auf die Zitterpartie, ob die Eisen die 8 Wochen durchhalten, kann ich gut verzichten. Im Anschluss hat Jojo noch die Hufe eingesalbt. Was für ein Service! Sah schick aus und ich habe bei dem Preis nichts gegen eine Zusatzbonbon.   
Abends habe ich versucht meinen Pferdehänger wieder in Gang zu bringen. Der hatte im März TÜV aber weil die Bremse angezogen war und vereiste, haben wir ihn nicht losbekommen. Nun dachte ich, dass ich „mal schnell“ schaue, ob er wieder fährt um einen neuen Termin auszumachen. So einfach war es aber nicht, denn die Bremse löste sich immer noch nicht und so brauchte ich Hilfe. Zum Glück war Bernd da, der mir Anweisung gab vor und zurück zu fahren (wobei wir schön im Schotter rumpflügten) und mir dann das Rad entfernt hat und die Bremse löste. Nach einer Testfahrt scheint jetzt alles wieder zu laufen und ich konnte einen neuen Termin für die kommende Woche ausmachen. Später im Jahr TÜV zu haben, ist eh besser … aber alleine wäre ich mit dem Problem aufgeschmissen gewesen.

Sonntag, 4. März 2018

Frühlingsritt und beschützt von Flip


Heute war ich 1 ¾ h mit Sabine und Sina eine Golfplatz-Runde drehen. Die Sonne schien, es war ungewohnt schön warm und wir hatten mit den beiden Freibergern und dem „bald eingefreibergerten“ Luke einen schönen Ausritt.  

Die Pferde waren bis auf ein paar Freudenbocker von Luke beim Galoppieren sehr brav und schienen den Ausritt genauso zu genießen wie wir. 
Unterwegs haben wir dann noch Henning beim Grasen-lassen getroffen (wobei das Gras ja gerade nicht wirklich lecker ist).  
Nach dem Ritt hat sich Flip in die Sonne an die Wand gestellt und gedöst. 
Ich wollte auch noch etwas Sonne tanken und habe mich zu ihm gesetzt. Er hat mich dann aber gleich gegen die anderen Pferde abgeschirmt und sich vor mich gestellt bevor ein weiterdöste. 
Das kenne ich schon aus der Vergangenheit und ich finde es echt rührend von ihm. Sonne habe ich so nicht viel abbekommen und konnte die anderen Pferde auch nur zwischen seine Beine durch beobachten. 
Störenfriede hat Flip in unterschiedlicher Intensität zur Ruhe gerufen und nur Nick durfte sich vorsichtig bis ganz nah ranschleichen. 
Ich hatte dann kurzzeitig 2 Freibergernasen über mir hängen, die ruhig und tief auf mich runterschnaupten. 
Ich weiß nicht, ob man das als Nicht -Pferdemensch versteht aber es war sehr schön ein Teil der Herde zu sein und von seinem eigenen Pferd beschützt zu werden… und zu wissen, dass er sich in meiner Gegenwart so wohlfühlt, dass er neben mir schläft. Irgendwann hatte er genug geschlafen und lief zum Eingang in den Liegebereich. Dort schaute aber eine kleine weiße Rocket-Nase raus mit der er etwas rangelte bis die Nase plötzlich dunkel war. Da hatte Rocket wohl mit Carry den Platz getauscht. 
Da Flip offenbar keine Lust hatte weiter zu spielen oder den Eingang bossmäßig zu räumen, lief er einfach zum anderen Eingang um mal wieder am Strohballen zu fressen.
Ich bin nach Hause gegangen und habe euch hier die vielen Bilder von meinem Flip-Nachmittag mitgebracht.















Samstag, 3. März 2018

Waage, Bodenarbeit...

Letzte Woche war also wieder die Pferdewaage da und, wie befürchtet, hat Flip zugelegt. Um das zu erfahren, brauche ich nicht dringend die Waage, das brauche ich bei mir auch nicht, denn wenn ich an der Hose einen Knopf offen lassen muss, ist das eben ähnlich wie wenn bei Flip der Sattelgurt eng wird.
Wichtig ist es trotzdem das Gewicht zu kennen um Wurmkuren, Medikamente ... besser einteilen zu können und eine Kontrolle zu haben. Also, reden wir nicht lange drum herum, er hat wieder zugenommen und hat 711 kg auf die Waage gebracht d.h. er hat ca. 30 kg zum letzten Mal zugenommen. Das ist nicht schön aber Christine versuchte mich zu trösten, in dem sie sagte, dass das sicher durch die aufgebauten Muskeln kommt.
Na ja, wer weiß! Futter zu reduzieren geht ja nicht, also bewegen wir ihn eben, wie bisher, täglich und behalten seine Fitness im Auge. Neulich hat ihn Jako mit Rocket laufen lassen und wie man sieht, hat er sich mit ihm flott bewegt und ist freudig gesprungen.
Auch in der Reitstunde lief er richtig gut und ich habe das Gefühl, ihm macht auch unsere Bodenarbeit Spaß. Mit dem Knotenhalfter lässt er sich plötzlich (für seine Verhältnisse) richtig gut longieren und er galoppiert damit schön rund, was dann auch beim Reiten für ein besseres Gefühl sorgt.
Bei der heutigen Bodenarbeit , dachte ich, dass wir neue Übungen lernen und weiterkommen aber statt dessen, hieß es "back to the roots", denn Loisl meinte, wir sollten versuchen Flip damit zu motivieren, dass wir ohne Seil üben. Er hätte vermutlich schon zu viel Druck erfahren und steht deshalb so schnell im Standby-Modus dabei ohne aufzupassen. Ich bin nicht sicher, ob das so ist, und denke eher, dass er sich einfach schnell langweilt. Wenn er dann nicht reagiert, habe ich, das gebe ich ja zu, etwas am Halfter gezuckelt um seine Aufmerksamkeit zu bekommen.
Das ging heute nicht, denn wir haben fast die ganze Stunde mit Flip frei geübt auf mich zu achten und aus freien Stücken zu mir zu kommen und mir zu folgen.
Das sollen wir nun so oft wie möglich üben aber ich bin skeptisch, ob Flip damit freudiger mitmacht. Ich schätze ihn so ein, dass man mehr Abwechslung reinbringen muss, wozu natürlich die Hilfen klar sein müssen. Es bleibt spannend und gibt noch viel zu üben.
Auch Monty und Sammy hatten heute das Vergnügen und haben ihre erste Bodenarbeitsstunde gehabt und mindestens den zugehörigen Zweibeinern hat es Spaß gemacht. Bei Sammy hat man aber auch gesehen, dass er mit seinem hohen Rang (wie Flip) nicht gewöhnt ist, ständig aufpassen zu müssen, ob ein Ranghöherer etwas von ihm möchte und zu weichen.