Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Samstag, 12. Mai 2018

Gras, Gras, Gras


Nachdem ich seit der Koppeleröffnung nichts mehr im Blog geschrieben habe und nun die ersten Anfragen kommen, was da eigentlich los ist, hier ein kurzer Rückblick auf die letzten Wochen: 
Flip genießt es, dass so ziemlich jeden Tag ca. 2 Stunden Koppelgang angesagt sind ... und wir, dass dieses Jahr fast täglich der Eiswagen im Stall vorbeikommt. Besonders Branca ist dann happy, denn der Eismann spendiert ihr dann eine Waffel oder 2 und wenn sie Glück hat, ist auch etwas Zitroneneis drin. 
Auf der Koppel wird die Herde immer von Anni im Auge behalten, denn Roy ist auf der Koppel dabei. Wenn Annis Schulter wieder okay ist, wird er dann ganz eingegliedert, was auf die Art hoffentlich/sicherlich einfacher verläuft.

Bisher sieht es alles gut aus und bis auf Carry, der ab und an eine Attacke läuft, ignoriert der Rest den "Neuling" und er hält sich einfach etwas abseits. 
Flip gesellt sich dieses Jahr auffällig oft zu Sammy und grast bei ihm und falls mal ein Tag keine Koppel ist, muss er mit mir Vorlieb nehmen ;-) 
Für Flip gibt es, außer der Herde, eigentlich nichts Wichtigeres als Gras und so bewegt er sich auch weiterhin nur soweit bis zum nächsten Grashalm und kommt meist auch erst als letztes Pferd wieder zurück in den Stall gelaufen.
Auch beim Ausreiten ist er permanent in Versuchung und kann dem Gras kaum widerstehen. Wie war das mit dem Spruch: "Mein Pferd hört gut aber manchmal ist das Gras einfach zu laut"?!

Unser Programm ist auch sonst ziemlich unverändert. Wir waren in verschiedenen Kombinationen ausreiten und hatten dabei immer unseren Spaß. Ob mit Nick, Luke, Sammy, Monty oder, wie am Freitag mit Roy, Flip ist einfach draußen super zuverlässig und gibt auch jedem anderen Pferd Sicherheit, falls es mal irgendwo gruselig ist. Das ist cool und, das hatte ich mir immer so gewünscht. Nun arbeiten wir daran, dass wir beide auch ohne Begleitung draußen entspannt sind. Beim Spaziergang auf die andere Seite der Autobahn war es bei den letzten Malen gar kein Problem und auch alleine auszureiten wird besser.  
In der Reitstunde hat er letzten Dienstag offensichtlich Marie sehr großen Spaß gemacht. Sie springt derzeit für Nici, die im Urlaub ist, ein und entlastet nicht dienstags. Die Reitstunde muss so gut gelaufen sein, dass Flip und Marie, wie Nicole erzählt hat, über sich hinausgewachsen sind und Marie gleich nächsten Dienstag wieder zur Reitstunde gehen möchte. Es ist doch toll! 
Am Mittwoch lief er auch richtig schön, d.h. es wurde gute Vorarbeit geleistet. Das ist doch auch mal schön, wenn man von Flip hört, dass er in der Halle fleißig war, denn dort ist es oftmals ziemlich schwierig ihn zu motivieren. Mit Lob und einem Reiter, der total happy über ihn ist, läuft er aber offensichtlich, wie wir schon festgestellt haben, am besten.

Freitag, 27. April 2018

Koppeleröffnung


Heute war nun kurzfristig die diesjährige Koppeleröffnung.


Wir waren alle etwas überrascht nachdem Walter am Dienstag verkündet hat, dass wir nun doch schon vor dem 01.05.18 auf die Koppel gehen, denn bisher hieß es immer, dass damit erst nächste Woche am Wochenende zu rechnen wäre. Wir grasten mit den Pferden also etwas flotter an und harrten die letzten Tage auch brav länger draußen aus, obwohl es abends schon ziemlich kalt wurde.
 Die Pferde waren heute auch etwas irritiert, denn normaler Weise kommt die Herde immer zuerst auf die Koppel und dann die Boxenpferde. Dieses Jahr war es andersrum und so staunten sie nicht schlecht als sie im Fressständer standen und mitbekamen, dass ein Teil der Pferde ja schon raus durfte.  So zum Beispiel, die 3 Boxen-Damen, die sich hier schön in einer Reihe formatierten.
Auf dem Bild mit dem Fressständer sieht man sie alle mit ihren (an Weihnachten beschrifteten) Koppelhalftern wie sie horchen und sich wundern.
Die Boxenpferde kamen  zuerst raus, weil die Herde dieses Jahr die ersten Tage auf die obere Baumkoppel darf, die direkt an ein paar Boxen angrenzt. Da ist es dann doch besser, die Reihenfolge wird geändert bevor es zu große Aufregung gibt. Die Herde war in den letzten Jahren auch (soweit ich mich erinnere) nicht mehr auf der oberen Koppel und so waren sie etwas verdutzt, als nicht das Tor zum Treibgang sondern nach oben auf ging.
Die Gruppe rannte und bockte ein Weilchen aber Flip hatte die Ruhe sowas von weg, das es kaum zu glauben war. Er rannte auf die Koppel und begann ziemlich zügig zu essen, wobei er sich von den anderen, die ihn wieder mal fast umrannten, ganz und gar nicht aus der Ruhe bringen ließ. Er graste zufrieden und erst als Roy neu zur Gruppe kam, lief er mal rüber, schnupperte und überzeugte sich davon, dass es keinen weiteren Handlungsbedarf gibt.

    


Flip guckt. Auch wenn er ungestört zu fressen scheint, entgeht ihm nicht.
"Hab ich doch richtig gesehen, dass da ein Neuer dazu kommt. Gleich mal schauen wer das ist!"


 Und hier grast Roy schon dicht bei Monty, als würde er schon lange dazu gehören.

 Als Anni die Pferde nach einer Stunde rein rief, hielt sich deren Begeisterung sehr in Grenzen zurück in den Stall zu laufen. Sie kamen dann aber doch angerannt… und dann beschloss ein Teil der Gruppe (natürlich war da Flip dabei) doch noch in der Nähe des Tors etwas weiter zu grasen. Diese Kandidaten brauchten dann eine extra Aufforderung und wurden schließlich rein geführt, da schon ein paar wieder umdrehen wollten als sie sahen, dass gar nicht alle Pferde die Koppel verlassen haben. Das Gras ist aber auch sooo lecker! 

   

Montag, 23. April 2018

Angrasen


Nachdem das Wetter nun schöner wird und alles grünt und blüht, ist bei uns wieder das Angrasen angesagt. Bis zur von Flip lange ersehnten Koppeleröffnung müssen die Pferde sich wieder nach und nach an das frische Gras gewöhnen und so dauert es täglich länger bis man vom Stall wieder nach Hause kommt. Für Flip ist Gras so ziemlich das Wichtigste und so kann man nur staunen in welcher Schlagzahl er das Gras rupft und frisst. Nur selten wir sich Zeit genommen mal den Kopf zu lupfen und ordentlicher zu kauen. 

Wenn man Flip auch sonst nachsagen kann, dass er sich nicht beeilt oder mehr als nötig bewegt, so ist das beim Angrasen ganz anders. Selbst mit dem langen Parelli-Seil ruckt er doch recht bald am Seil und fordert mich auf ihm mit meinem Stuhl in neue Grasgefilde zu folgen.


Am Sonntag war ich relativ zeitig bei Flip, da es nachmittags wieder richtig warm werden sollte. Ich bin erst mit Laura und Meli ein Stück mitgeritten als sie mit den Pferden spazieren gingen. Da ich ein gutes Gefühl hatte, bin ich auf dem Heimweg mit Flip von den vieren weggeritten um mal wieder zu üben auch alleine ausreiten zu gehen. Das mag Flip gar nicht und auch ich, bin alleine nicht so entspannt, wie wenn wir in der Gesellschaft ausreiten. 
Er wieherte zwar immer wieder und war etwas angespannt aber im Großen und Ganzen lief es gut, wir trabten und galoppierten und er war brav. Zu Hause wurde er dann mit Gras belohnt und dann hat er wieder in der Sonne an der Wand sein Verdaungsschläfchen eingeläutet. Was für ein Leben ;-) 
Nick hat schon mitbekommen, dass Flip zum Verabschieden immer ein Stückchen Apfel bekommt und kam auch gleich zu mir gelaufen. Da ich beide Fotografieren wollte, habe ich den Finger gehoben als Zeichen für „Halt, bleib da stehen“ aber da erinnerte ich mich, dass er von Marie beigebracht bekommen hat, darauf zu flehmen. Uah, hat der Bursche Zähne. Da schüttelt es ja sogar Flip.

Sonntag, 15. April 2018

Kutschfahrt mit Monty


Heute haben wir dann mal wieder nach 2-jähriger Kutschenpause (wegen seinem Sehnenschaden) Monty eingespannt und sind mit Jako auf Flip und Petra auf Sammy als Begleitung eine schöne Sonntagsrunde gefahren.  
Als Beifahrer haben uns heute Petra, die ich schon aus Zeiten mit Libelle kenne, mit ihrem Hund Paulchen sowie ein kleiner Verwandter von Sammy-Petra begleitet. 
Paulchen meisterte seine erste Kutschfahrt (auf und auch neben der Kutsche) als würde er das jeden Tag machen und auch dem anderen Kleinen hat es bei seiner Erstlingsfahrt gut gefallen. Na klar, wir hatten viel Spaß, Vanilleschnecken an Bord, bestes Wetter und superbrave Pferde. 
So macht es Spaß!
Paulchen ist quasi Kays Patenhund, denn vor 10 Jahren bei Kays 40., als wir alle zusammen eine Planwagenfahrt gemacht haben, hat sich Petras Exmann auf dem Hof in den kleinen Welpen verguckt. Anfangs hielten wir es für einen Spaß, als er sagte, den nehme ich mit, aber es wurde wahr und nun ist Paulchen auch schon 10 Jahre alt und ist bei Petra geblieben! Wie die Zeit vergeht…. 
Flip würde von heute vermutlich sagen, dass der beste Teil des Tages die viertel Stunde war, in der er grasen durfte, denn nun fängt die Vorbereitung auf die Koppel an. Leider grast sich Flip nun auch penetrant unterwegs an. Wie man das abstellt sollten wir auch noch lernen. 

 
     

Ausritt mit Margit

Gestern habe ich (mal wieder) ziemlich spontan einen Ausritt mit Margit und Geronimo gemacht. Da es für sie kein Ding ist, ihren großen Braunen zu verladen und irgendwo ausreiten zu gehen, kam sie kurzentschlossen wieder zu uns und wir haben eine schöne Golfplatz-Runde gedreht (natürlich nur am Golfplatz entlang!). Den Berg von unten im Tal bis hoch zum Golfplatz haben wir die Pferde galoppieren lassen, aber Flip ist ja nicht blöd und hat gleich gesehen, dass Geronimo viel längere Beine hat und sich daher nicht so schwertut bis oben durchzuhalten. Flip reihte sich also hinter ihm ein. Geronimo ist zwar schon 24 aber noch ein rüstiger Rentner und hat auch nicht so viel Speck auf den Rippen wie Flip….dafür hat er aber gut mitgehalten. Die beiden laufen absolut cool zusammen ohne Gezicke, Tempo okay…alles total entspannt, so wie es sein soll.
Da wir auf dem Heimweg bei Hennings Stall vorbeikamen, haben wir bei ihm noch reingeschaut, etwas zu Trinken bekommen und ein Päuschen gemacht. Es war richtig, nett aber irgendwann wollte Flip nicht mehr rumstehen (auch wenn er eine hübsche Haflingerstute gesehen hat, die ihm offensichtlich gefiel). Er begann ständig zu wiehern und drängte zum Aufbruch.
Heimzus lief er dann, als hätte er eine Verabredung und wurde erst ruhiger, als wir zurück über den Bahnübergang waren und ganz entspannt, erst als er wieder zwischen seiner Herde stand. Wie aufregend er es tatsächlich fand, zeigt sich bei Flip auch sofort dadurch, dass er dann unheimlich Durchfall bekommt :-( Es kam noch Stunden später wie eine Fontäne aus dem armen Kerl.
Geronimo konnte die Aufregung wegen Hennings Stall nicht verstehen, denn er wohnte früher schon dort und ihn schien auch sonst nicht viel aus der Ruhe zu bringen (auch wenn Margit sagt, das er auch anders kann). Flip dagegen findet den Stall seit seinem „Hänger-Drama“ dort gruselig und dafür war er superlieb.

Da Margit nun schon 2x bei uns war, sind nun wir dran mal wieder zu ihr zu fahren. Vermutlich werden wir es dann erst einmal so machen, dass Jako reitet und ich mitradel. Es ist jedenfalls schon ausgemachte Sache, denn ich finde es schon lässig, wenn man sein Pferd so easy verladen kann und es dann in der Fremde so cool bleibt. Das ist aber alles Übungssache für alle Beteiligten und ich bin ja überhaupt schon stolz wie mutig ich mittlerweile ausreiten gehe.

Donnerstag, 12. April 2018

Kutschfahrt


Am Sonntag haben wir bei schönstem Wetter mal wieder Flip angespannt und eine nette Rundfahrt mit Kutsche gemacht. Petra ist das erste Stück gefahren und saß dann als „Fahrlehrer für Notfälle“ nehmen mir. Flip zog aber, wie gewohnt, entspannt und routiniert die Kutsche und es gab keinen Grund eingreifen zu müssen. 
Als Begleitpferd hatten wir Sammy und Monty dabei. Auf Monty ist Jako geritten und Beifahrer hatten wir auch dabei: Klaus und Dennis ließen sich gut gelaunt von uns durch die Gegend fahren und Klaus verteilte unterwegs an hungrige Fahrer und Reiter den Bananenkuchen, den wir am Vortag gebacken hatten (lecker!). So macht so ein Sonntagsausflug Spaß! J

Montag, 2. April 2018

Geburtstage

Als ich im Urlaub war, hatte Flip am 14.03.18 seinen 17. Geburtstag. Unglaublich, dass er auch schon "so alt" ist.
Am Tag davor wäre Libelle 35 Jahre alt geworden und morgen wäre Aquinos 27. Geburtstag.
Wie die Zeit vergeht ... aber die beiden werden wir trotzdem nie vergessen.
Libelle ist jetzt schon 12 Jahre tot und die Erinnerung verblasst (zugegebener Maßen) schon leicht.
Aquino bleibt mir durch Flip irgendwie stärker in Erinnerung. Aquino war wie Flips großer Bruder und sie sind sich in manchen Dingen ziemlich ähnlich und in anderen (zum Glück) aber dann doch nicht, sonst hätte ich immer wieder eine größere Herausforderung im Handling ;-).
Alle drei sind/waren Pferdepersönlichkeiten mit ganz unterschiedlichem Charakter und das ist doch gut so.