Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Sonntag, 29. Juli 2018

Hitze

Nachdem der letzte Post vom 3. Juli ist, wird es mal Zeit wieder ein Lebenszeichen zu senden.
Zur Zeit ist es hier wahnsinnig heiß und wie man an Branca sieht, macht die Hitze einen richtig platt. Die Pferde kommen meistens früh morgens raus da es selbst abends einfach noch sehr warm ist. Heute allerdings nicht, daher fahre ich nachher rüber und dusche den Bub noch zur Abkühlung..(Nachtrag: Die Pferde sind zielstrebig in die Fressständer - nicht an die Tränke- und Flip wollte in Ruhe zu Abend essen daher fiel die Dusche doch aus und ich konnte direkt wieder heim) 
Da am Donnerstag wieder weit über 30 Grad angesagt waren, habe ich beschlossen, dass wir bei der Reitstunde hitzefrei nehmen und lieber später noch einen Ausritt machen. Das war die richtige Entscheidung, denn bei der Hitze wäre das nur ein Kampf gewesen. Die Halle spendet zwar Schatten und durch das, dass sie halboffen ist, ist man nicht der prallen Sonne ausgesetzt aber Reitstunde musste dann auch nicht sein. Bianca hatte Verständnis und war auch nicht scharf drauf statt dessen Beritt zu machen. 
Auch sonst war Flip eigentlich fast nur draußen unterwegs.
Wir waren mal mit Jako auf Monty, mal mit Laura, mit den Petras und Simone, Carina…. unterwegs oder auch ganz entspannt alleine.
Das klappt mittlerweile ganz gut. Flip läuft zwar vom Stall weg etwas unwillig und langsam aber heimzus dafür ziemlich schnell. Da muss ich mich dann beruhigen, dass trotzdem alles gut ist und ich auch entspannt bleiben kann.
Die Gymnastizierung in der Halle hatte also, wie gesagt, nun eine Woche "Sommerpause" aber heute früh war es von den Temperaturen noch erträglich und so stand Hallensport auf dem Programm.
Zu meiner Verwunderung lief Flip richtig schön und locker und strengte sich an. Zur Belohnung bin ich mit ihm dann noch bei dem kleinen Wäldchen, wo ich grünes Gras entdeckt hatte, im Schatten grasen gewesen. Das fand er eine ganz tolle Idee, auch wenn er zu Beginn unseres Spaziergangs  signalisierte, dass er eigentlich doch genug gelaufen ist.
Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten.
Flip hat neue Eisen drauf, (was auch dringend nötig war, denn hinten waren sie schon ziemlich durch und vorne fehlte auch schon eine Kappe), bekam ein neues Koppelhalfter mit seinem Namen bestickt und die beiden Petras haben uns 2 neue, bunte Schabracken von der Eurocheval mitgebracht.
Beim Eingewöhnen von Roy in die Herde verläuft alles sehr ruhig und außer Carry, haben sich alle Pferde schon über den Sommer hinweg an Roy gewöhnt, da er mit der Gruppe schon auf der Koppel war. So wie es aussieht, geht diese Integration mal wieder leichter. Das ist doch auch schön.



Dienstag, 3. Juli 2018

Pferdespielplatz

Da es am Wochenende so heiß war, haben Simone, Petra und ich am Sonntag beschlossen, dass wir mal lieber in der luftigeren Halle bleiben, in der wir im Schatten bei einem kühlen Lüftchen die Pferde bespaßten.
Wir haben den großen Ball von Walter aufgepumpt bekommen und damit etwas Fußball gespielt (wer Flip mit dem Ball gesehen hat, wusste, dass die Schweiz zu dem Zeitpunkt sicher noch in der WM war).
Auch wippte Flip wieder routiniert und mit Ausdauer, stieg auf das Podest (das wollte er aber mit mir auf dem Rücken, warum auch immer, an dem Tag nicht), marschierte über die Stangen und durch das Stangen-L … 


Danach ließen wir die 3 Jungs, während wir den Pferde-Spielplatz wieder abbauten, frei und auch dabei hatten sie Spaß.
Mit großer Vorliebe gruschtelte Flip dann wieder in dem Eimer rum, in dem wir die zu großen Holzstücke des Hallenbodens sammeln. Das fand er schon ein paar Tage vorher, als er mal in dem Eck gewartet hat, total gut. Er räumt dann den Eimer aus, schnappt größere Holzstücke und macht sie klein, kickt den Eimer rum… und kann sich damit lange und zufrieden beschäftigen. Das ist echt nett zu beobachten.
Irgendwann wurden die Jungs aber müde und so brachten wir sie zurück in den Stall, wo schon ein paar ähnlich müde Herdenfreunde im Sand einen Mittagsschlaf hielten.
Es ist einfach schön zu sehen wie Pferde in der Herde leben. Klar, ist das nicht für jedes Pferd das Passende aber Flip genießt es und ich habe dabei ein gutes Gefühl weil es einfach artgerechter ist und er sich nicht den ganzen Tag langweilen muss bis jemand kommt um nach ihm zu schauen und ihn aus der Box zu holen.     






 

Sonntag, 24. Juni 2018

Kutschfahrt


Heute habe ich mich morgens mit Petra und Petra getroffen um eine Runde mit der Kutsche raus zu gehen. Da Flip beim letzten Mal gefahren ist, war heute Monty dran. Anja kam spontan auch noch mit und so haben wir einen netten Sonntagsausflug gemacht. 
Hier einige unserer Fotos: https://youtu.be/q3lq0d6RrcU
und 2 Videos:




Sonntag, 17. Juni 2018

10 Jahre in Münchingen

Mein Jura-Fotobuch ist mit Hilfe von Anni, die sich mit dem Cewe-Programm, das ich dieses Mal ausprobieren wollte, fertig geworden. Es ist richtig schön geworden und wie ich das so schreibe, erinnere ich mich, dass ich ja noch gar nicht berichtet habe, dass ich mein Fotobuch zum 10-jährigen Stalljubiläum von Anni und Walter bekommen habe.  Vor 10 Jahren sind wir zum 01.06. mit Aquino und Flip bei Gehrings eingezogen und haben dort viel erlebt.
In dem Buch sind viele schöne Erinnerungen festgehalten und mir wird beim Blättern bewusst wie lange wir schon dort sind. Zum Glück haben wir damals für die beiden Jungs einen Platz bekommen und Anni und Walter haben beim Eingewöhnen nicht die Geduld verloren. Die 2 Jungs waren schon eine Herausforderung, denn Aquino wollte „seinen Flip“ beschützen und Flip wollte unbedingt die anderen Pferde kennenlernen und ohne Babysitter spielen. Das war turbulent.
Anni hatte damals schon kurz nach dem Einzug gesagt, dass sie denkt, dass Flip mal zu den Chefs gehört. Das hatte ich da noch gar nicht glauben können. Wie so oft, hatte sie Recht.
Die Herde ist Flip ja bekanntlich sehr wichtig aber was er zur Zeit hauptsächlich im Kopf zu haben scheint, ist Gras. Bei den Ausritten muss ich ziemlich aufpassen, dass er nicht ständig frisst, was besonders schwerfällt wenn er mit Sammy und Monty unterwegs ist. Die drei halten ständig Ausschau nach Gras oder Blättern. Im Wald betätigen sie sich dabei mit Vorliebe mit dem Stutzen der herüberhängenden Ästchen. 
Das muss ich für meinen Teil unbedingt wieder besser in den Griff bekommen, denn ich will mich ja nicht ständig auf ihn konzentrieren müssen oder schier aus dem Sattel gezogen werden. Wir haben so zwar viel zu lachen, wenn sie ich auch gegenseitig das heraushängende Grünzeug wieder aus dem Maul klauen aber ungezogen ist es allemal. Vermutlich ist die Gier auch so groß weil länger wieder eine Koppelpause war, denn es hat häufig geregnet.  
Nachdem er am Donnerstag in der Reitstunde so brav und gelehrig war als wir zum ersten Mal mit Halsring geritten sind, war ich mit ihm danach zur Belohnung noch etwas Grasen. Das fand er so gut wie ich, es gut fand, wie er das Halsringreiten gemacht hat. Nachdem er seine Verwunderung darüber, dass er gar nichts am Kopf an hat, abgelegt hat, tat er so als würden wir das öfters machen und hatte richtig Spaß. Es zeigte sich wieder, dass er voll dabei ist, wenn wir uns was Neues einfallen lassen. Mal schauen welche Ideen Bianca noch für uns hat.

Samstag, 9. Juni 2018

Kutschfahrt


Heute haben wir nach längerer Zeit mal wieder die Kutsche rausgeholt und Flip angespannt. 
Erst war mir etwas mulmig weil wir keinen Beifahrer hatten aber Flip störte das nicht, denn Monty und Sammy begleiteten uns. 
Selbst als Monty mal einen flotten „Kurz-Ausflug“ ins Feld machte, brachte das Flip nicht aus der Ruhe. Er war heute eh total gechilled und fand, dass bei der Hitze energiesparenderes Tempo angesagt ist. Das kam mir entgegen, denn die Handgriffe sitzen nicht mehr so ganz. Wir sollten also das mit der Fahrstunde nicht aus den Augen verlieren und auch mehr üben.      
Flip war wieder megabrav … bis ihn im Hof eine große Schaufel von Walters Traktor erschreckt hat und er mit der Kutsche umdrehen wollte. Zum Glück habe ich ihn anhalten können und als Monty vorausging und ich ihm gut zuredete lief er auch brav bis in den Stall. Uff! Das hatten wir so auch noch nie. 

Jura

Letzte Woche war ich übers Wochenende in Flips alter Heimat, im Jura. 
Dort ist es einfach richtig schön und wir haben natürlich auch viele Freiberger gesehen. Seitlich von den Straßen sieht man sie überall und natürlich waren auch einige bei der Stiftung für das Pferd, deren 3 Stationen wir auch besucht haben. Auf dem Heimweg haben wir dann noch in Bellelay eine Junghengstgruppe entdeckt und die kleinen Burschen etwas beobachtet und gestreichelt. Zu süß, die Kleinen und ich finde, sie sind sich schon recht ähnlich in der Art. Da hat man das Gefühl den großen Flip wiederzuerkennen. Hier seht ihr paar Bilder des Ausflugs.