Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Samstag, 5. Januar 2019

Versuch die Boxenruhe so angenehm wie möglich zu machen


Am Donnerstag morgen war ich schon um kurz nach 7 Uhr im Stall um vor dem Hufschmiedtermin Flip etwas in der Halle warmzulaufen. Flip war leider aber total gagga, prustete und regte sich ziemlich. In der Ecke hinten links schien irgendetwas zu sein was ihn unheimlich aufregte. Von Sabine habe ich heute gehört, dass dort wohl hin und wieder ein Fuchs ist und es daher dort vermutlich anders riecht. Man konnte Flip jedenfalls nicht wirklich ruhig durch die Halle führen weshalb wir dieses Unterfangen schnell abgebrochen haben und auf dem Hof gelaufen sind bis Jako und Jojo eintrafen. Jako hat netterweise den Hufschmied Termin für mich übernommen und Flip war dabei wohl auch sehr artig. 
Als sie danach in der Halle laufen wollte, hatte sie aber dieselben Probleme wie ich in der Früh und sie konnte Flip kaum in die hintere Hallenseite führen. 
Am Abend war er aber wieder ganz normal, ich konnte ihn auch etwas frei lassen um mit den Holzstücken um Eimer zu spielen, aber er schnupperte wieder dort an der Bande. Jetzt kann ich mir vorstellen warum er das gemacht hat nachdem ich von dem Fuchs gehört habe. Am Morgen konnte ich mir das nicht erklären und dachte, er war so aufgeregt weil er Schnee angekündigt hat, der dann gegen Mittag fiel.
Gestern Morgen wurde bei uns der Stall tiefgemistet d.h. sämtliches Einstreu wurde aus dem Liegebereich per Traktor und der Rest von Hand erfernt. Zuerst wurde Flips Box gerichtet, er wieder reingebracht und dann stand Flip, laut Walter völlig ungerührt in der Box, hat in seinem Stroh rumgewühlt und ließ sich von den Arbeiten nicht stören. Braver Junge! 
Gestern Nachmittag waren wir dann nochmals etwas in der Halle laufen und im Anschluss bin ich mit ihm noch eine Weile im frisch eingestreuten Liegebereich und im Stall unterwegs gewesen. 
Wir sind zwischen den anderen Pferden rumgelaufen, er konnte mit allen am Strick schnuppern und hat es sichtlich genossen wieder bei der Herde zu sein. Das werde ich nun versuchen die Boxenzeit über täglich mit ihm zu machen damit er den Anschluss und seinen Rang behält, besserer Laune ist und auch später nicht wieder eingegliedert werden muss. Zum Fressen wird er raus- und reingeführt und wir versuchen ihm den Alltag, nach Rücksprache und Freigabe durch den Tierarzt, so angenehm wie möglich zu machen.
Am Abend war dann Dr. Sch. da und der Termin ging erstaunlich gut und schnell. Wir sind vorgetrabt, dann hat Flip ohne Sedierung seine Spritze bekommen und ich die Anweisungen was wir machen dürfen und schon war alles erledigt. Nun laufen wir bis Montag 10 Minuten mit ihm im Schritt und bis zum 22, wenn die Nachuntersuchung ist, eine halbe Stunde am Tag. Ich hoffe Flip macht das brav mit, bin aber ganz zuversichtlich.

Mittwoch, 2. Januar 2019

Wir haben eine Diagnose


Liebe Blogleser, ich hoffe ihr seid gut im neuen Jahr angekommen.

Ich war an Silvester dieses Jahr im Stall und habe geschaut, ob Flip in der Box ruhig bleibt. Er war sehr entspannt und hat sein Heu gefressen während draußen die Knaller losgingen. Die Herde stand bis auf 2 Pferde die meiste Zeit im Liegebereich und war ziemlich ruhig. Ob das daran lag, dass Flip bei ihnen war, statt sich durch die Fressständer durchzufuttern, wissen wir nicht, aber Anni meinte, das müsste man mal im Auge behalten und notfalls müsste Flip an Silvester eben drin bleiben wenn die anderen so beruhigter sind. Das stört Flip sicher nicht solange er Heu in der Box hat.
Damit Flip keinen Boxenkoller bekommt und ich nicht zu sehr mitleide (das Foto mit den Stangen vor seinem Gesicht ist ja schlimm auch wenn ich weiß, dass die Box groß ist...), bin ich gestern mit ihm etwas draußen im Stall bei der Herde gewesen. Er durfte im Fressständer futtern und mit mir am Strick etwas rumlaufen, trinken gehen und Lauras neues Pony begrüßen. Das hat ihm gut gefallen. Gerne hätte er noch mit Sammy rumgebubelt (oder was auch immer das werden sollte) aber das musste ich dann doch unterbinden.
Es dreht sich seit Ende des Jahres doch ziemlich viel um Flip und seine Lahmheit.....und damit gleichzeitig um seine Bespaßung, damit er in der Box brav und zufrieden ist. Das war jetzt über die freien Tage nicht so wild und soweit es geht, schaue ich, dass ich seine Box sauber halte (Walter mistet ja aber Flip hat einen unheimlichen Futter- und Wasser-Umsatz, wenn ihr versteht was ich meine), er ausreichend Beschäftigung in Form des gefüllten Heunetzes hat und auch sonst Ablenkungen bekommt. Jetzt wo ich wieder ins Büro muss, wird das etwas schwieriger und ich bekomme schon ein schlechtes Gewissen. Wie schnell man zur Glucke werden kann. Unglaublich aber wir sind eben beide Laufstall gewöhnt.  
Also eigentlich sollte ja morgen Nachmittag von Frau Dr. S. ein Ultraschall von Flips Knie gemacht werden. Sie hat mich allerdings heute darüber informiert, dass deren Ultraschallgerät vom Knie keine guten Aufnahmen machen kann und wir deswegen nach einem Arzt schauen müssen, der ein passendes/besseres Gerät hat. 
Ich habe daraufhin alle möglichen Tierärzte und Kliniken angerufen und hätte für Mittwoch einen Arzt gefunden, der zu Untersuchung gekommen wäre. 
Dann habe ich aber noch einen Rückruf von Aquinos damaligen Tierarzt erhalten, dass er, sofern ich möchte, gleich heute zum Ultraschall vorbeikommen könnte. Da habe ich natürlich gleich zugesagt, denn ich wollte ja so bald wie möglich wissen was Flip hat. 
Dr. Sch. war also vorhin da und hat beide Kniee geschallt. Beide damit man den Unterschied zwischen "normaler Abnutzung" und der Veränderung klarer erkennt.
Wir haben nun eine Diagnose, die zwar nicht besonders schön ist, aber wir wissen wenigstens was Flip hat. 
Es hat sich herausgestellt, dass die Knochenseite am Innenmeniskus nicht glatt ist und er daher wohl Schmerzen hat. I
Man kann mit einer Gelenkspritze mit Hyaluron und einem anderen Mittel versuchen den Knochen wieder zu glätten und dann müsste Flip eigentlich wieder laufen können. Die Chancen liegen bei 70% und ich hoffe sehr, dass das klappt, denn ansonsten müsste man ihn mit Arthroskopie behandeln, wozu eine Vollnarkose nötig wäre. Das möchte ich natürlich versuchen zu umgehen. 
Nun kommt also morgen Jojo (sonst wäre Flip gleich heute behandelt worden) richtet die Hufe, und am Freitag wird dann das Knie gespritzt. 
Daraufhin darf Flip 3 Tage nur 10 Minuten kontrolliert Schritt gehen und dann die folgenden 10 Tage 30 Minuten im Schritt laufen. Derweil bleibt die Box weiterhin sein zu Hause aber ich denke, zum Fressen und sonst mit mir am Strick kann er evtl. schon mal zu den anderen. Alles eben kontrolliert und mit viel Ruhe. 
Nach zwei Wochen wird dann geschaut wie Flip zu Fuß ist und ich hoffe sehr, dass er dann wieder klar laufen kann.
Bitte alle Daumen feste drücken!

Montag, 31. Dezember 2018

Guten Rutsch und Daumen für Flip drücken!


Heute war die Tierärztin wieder da und die Untersuchungen an Flips Bein gingen weiter. 
Erneut sind wir vorgetrabt, wurde am Sprunggelenk anästhesiert und dann das Knie untersucht. So wie es aussieht, hat Flip eventuell Probleme mit dem Knie, auch wenn die Röntgenaufnahme des Knies unauffällig waren. 
Da wir heute nicht weiter untersuchen konnten, wurde beschlossen, das am Donnerstag ein Ultraschall vom Knie gemacht wird und er dann entsprechend behandelt wird. Was er genau hat, ist noch nicht ganz klar. So wie es klang ist aber evtl. etwas mit den Bändern, Sehnen oder Meniskus. Ich hoffe, wir finden es schnell raus und es lässt sich gut behandeln.
Derweil versuche ich Flip seinen Aufenthalt in der Box so angenehm wie möglich zu machen, miste immer wieder, fülle das Heunetz nach, leiste ihm Gesellschaft, Putze und schmuse ihn und habe ihm nun auch eine neue Futterschüssel besorgt. Die darf er dann ab morgen gleich ausprobieren. 
Silvester werde ich auch mit ihm verbringen und schauen ob er in seiner Box ruhig bleibt. Ich bin ganz zuversichtlich, dass er brav sein wird und mache mich jetzt langsam auf dem Weg zu ihm.
Ich wünsche allen einen guten Rutsch, bis nächstes Jahr!

Samstag, 29. Dezember 2018

Lahmheitsuntersuchungen


Da bei meinem Tierarzt über die Feiertage wohl sehr viel los ist, kamen sie gestern nicht mehr dazu mich zurückzurufen und mir mitzuteilen, dass der gestrige Termin nicht mehr klappt. Dafür kam heute Vormittag die Tierärztin vorbei und hat sich Flip angeschaut. 
Er lief beim Vortraben schon nicht klar und bei der Beugeprobe für das rechte Sprunggelenk konnte er eigentlich gar nicht mehr laufen. Das schien sehr weh zu tun. 
Daraufhin wurde dann das Sprunggelenk geröntgt, da wir eigentlich damit rechneten, dass er dort Arthrose bzw Spat hat. Die Röntgenbilder waren aber einwandfrei und man hat keinerlei Spuren von Arthrose erkennen können. Eigentlich wäre das ja ganz schön, aber so sind wir nun auch nicht schlauer warum er Schmerzen hat. Um die Suche einzugrenzen, wurde dann am Fesselgelenk abgespritzt und wir mussten wieder vortraben. Wieder kein Befund. 
So arbeitete man sich weiter hoch und auch nach der Gelenkspritze ins Sprunggelenk konnte eigentlich keine Veränderung festgestellt werden. Da man aber nicht das ganze Bein anästhesieren kann, mussten wir für heute abbrechen und werden am Montag mit der Suche weitermachen. Flip hat nun einen großen Verband angekommen, der noch mit einem Plastik versehen wurde damit er kein Kotwasser aufsaugt und nun heisst es für ihn Boxenruhe. Er soll nun bis Montag in der Box bleiben und wird wohl auch nach den nächsten Untersuchungen nochmal 2 bis 3 Tage dort verbringen müssen. Ich weiß ja, dass die meisten Pferde ihr ganzes Leben in Boxen stehen müssen aber ihnen darin zu sehen, tut mir schon leid. 
Ich habe ihm zur Beschäftigung noch ein großes Heunetz aufgehängt, das für seinen Geschmack viel zu kleine Löcher hat, ihn aber so länger beschäftigen soll. 

Zu allem Überfluss ist heute auch die Gabe der Wurmkur angesagt gewesen. Noch ein Programmpunkt, den er gar nicht lustig finden kann. Der Arme hat heute wirklich leiden müssen. 
Heute Abend war ich nochmal bei ihm, habe sein Heunetz gefüllt, gemistet und mit Anni und Walter gesprochen, wie wir das mit Silvester machen. Die Eingewöhnungsbox wird doch nicht dringend gebraucht und so kann er dort bleiben. Ich werde auf 23:30h trotzdem in den Stall fahren um zu sehen, ob er in der Box ruhig bleibt. Normalerweise frisst er an Silvester recht entspannt im Fressständer. Mal schauen, wie es dieses Jahr läuft. 
Auch morgen werde ich wahrscheinlich zweimal zu ihm gehen um ihm etwas die Langeweile zu vertreiben.
Ich hoffe, wir finden bald heraus warum er lahmt und bekommen eine gute Diagnose zur Behandlung. Das ist doch ein guter Wunsch fürs neue Jahr.

Mittwoch, 26. Dezember 2018

Das rechte Sprunggelenk ist´s wohl

Jetzt machen wir seit Mitte November rum und überlegen warum Flip immer wieder lahmt, und gestern, am Feiertag (wie immer wenn der Tierarzt nicht parat ist), war dann sein rechtes Sprunggelenk warm und etwas dicker. Ihm schien der Fuß mehr als sonst weh zu tun aber beim Spaziergang mit Monty schien er sich wieder einzulaufen.
Heute früh sah das Gelenk schon wieder besser aus und so haben wir uns auf einen kleinen Spaziergang durch den morgendlichen Nebel begeben. Mit einem kleinen Stückchen Brot in der Tasche lief Flip überaus motiviert.
Danach wollte ich ihn eigentlich ganz gerne noch etwas in der Halle laufen lassen um zu schauen wie er im Trab zu Fuß ist, aber Gayana und Dolly liefen gerade frei. Anja und Ute meinten, dass wir versuchen könnten sie zu dritt laufen zu lassen. Ich finde das immer etwas kritisch und noch dazu kennen sich Dolly und Flip nicht. Sie haben kurz geschnuppert aber als Flip hinter den Stuten herlief, war Dolly der Meinung, sie müsste Gayana verteidigen. Wir haben das dann schnell abgebrochen und Flip lief wieder weiter brav (und frei) im Schritt und Trab neben mir her. Ihm schien es nichts auszumachen, dass er weiter neben mir bleiben sollte und mit mir an der Seite blieb auch Dolly von ihm weg. Mit Stuten (außer damals mit Aneesha) hat es Flip eh nicht so arg.
Nachdem wir jetzt wissen, dass sein Lahmen wahrscheinlich vom Sprunggelenk kommt, habe ich etwas gegoogelt. Es liest sich ganz so, als hätte er eventuell Spat. Das wäre nicht so gut. 
Morgen werde ich mal den Tierarzt anrufen und ihn bitten, dass er ihn möglichst bald untersucht. Falls es Spat sein sollte, bräuchte Flip eventuell einen anderen Beschlag, und da Jojo nächste Woche kommt, sollten wir das schnell wissen. Ich hoffe, Flip ist bald wieder schmerzfrei, denn wenn er leidet, leide ich auch immer mit.
Das Jahr neigt sich dem Ende und nachdem ich heute mal kurz Flips Futterschüssel nicht zum Ausschlecken der letzten Fitzelchen festgehalten habe, stand er prompt darin. Nun müssen wir uns nach ca. 12 Jahren treuen Dienstes von ihr verabschieden, denn sie ist gerissen und ich will ja nicht, dass er sich an der Zunge verletzt. Schade. Ich trenne mich von Dingen, die ich lange hatte nur schwer.

Montag, 24. Dezember 2018

Entspannte Weihnachten

Als ich heute Vormittag in den Stall kam, haben noch einige Pferde geschlafen. Da es nachts sehr stürmisch und regnerisch war, haben sie vermutlich eine unruhioge Nacht gehabt und nicht sehr gut geschlafen.
Raffi, Monty und Nick lagen entspannt im Stroh und als ich zu Nick ging, hat er mir seinen Kopf hingestreckt und als ich ihn kraule schlief er ein. Wie süß!
Da Luke und Roy uns auf einen Spaziergang begleiten sollten, haben wir Roy geweckt und mit etwas Mühe überreden können aufzustehen.
  Flip war zu der Zeit schon wach und beim zweiten Frühstück. Er war wenig weihnachtlich dreckig. So sah er das ganze Jahr nicht aus.Nach dem Spaziergang gabs dann für ihn Müsli mit Apfel, Mandarine und etwas Banane. Ein Weihnachtsmahl für ihn und ihm schmeckte es!

Samstag, 22. Dezember 2018

Schöne Weihnachten

Ich wünsche allen Bloglesern ein schönes, fröhliches und entspanntes Weihnachtsfest sowie ein gesundes, glückliches Jahr 2019!

Dienstag, 18. Dezember 2018

Nikolausritt 2018

Gestern Abend kamen noch kurz bevor ich schlafen gehen wollte die Fotos, die Rainer beim Nikolausritt am Sonntag gemacht hat. Da war ich natürlich neugierig und habe mich gleich durch die 119 Bilder geklickt. Hier seht ihr mal eine Auswahl.
Pünktlich zum Nikolausritt hatte es geschneit aber zum Glück waren die Wege, bis wir losgelaufen sind schon wieder frei und es war nicht mehr rutschig. Damit wir wieder vor der Dämmerung zurück sind, waren wir dieses Jahr nur die Ashaltrunde gemacht bevor wir uns in einer kleinen Nikolaus-Spontan-Quadrille in der Halle versuchten.
Das sollten wir evtl. dann doch mal zwischendurch auch üben ;-)
Danach gab es Punsch, Glühwein und dazu Plätzchen, Zopf und alles Mögliche Süße.


 Fotostop:






 Ups!
Auch wenn ich auf dem Bild nicht so aussehe, ich habe nur Kinderpunsch gehabt, keinen Glühwein :-)
Auch von hieraus nochmals Danke Rainer für die Fotos, die du immer für uns machst!