Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Samstag, 19. Oktober 2019

Letztes Wochenende war ein Reitwochenende


Heute früh war ich gleich morgens bei Flip im Stall und wir hatten Glück, denn Michi war auch gerade da und wollte Smoky laufen lassen. So konnten die beiden Jungs vergnügt durch die Halle springen und wir hatten es ganz entspannt und konnten mehr oder weniger in der Mitte stehen ohne uns groß bewegen zu müssen.
Das ist für mich zurzeit auch ganz gut denn ich habe Probleme mit dem Becken oder was auch immer es ist. Irgendwas habe ich mir verzogen und kann daher nicht wirklich gut reiten oder rennen.
Wobei... letztes Wochenende bin ich viel geritten und da war es gar nicht so schlecht. Ich war am Samstag 2,5 Stunden mit Antje und Roy Richtung Glems unterwegs. Dort waren wir schon länger nicht mehr und Antje war erstaunt, dass Flip das ein oder andere Mal doch auch etwas guckig reagieren kann. Ich finde das ist normal, er ist immerhin ein Lebewesen und schauen ist ja erlaubt.
Er war sehr brav, nur hat er uns einmal total überrascht. Wir sind einen mini Trampelpfad den Berg hoch abgebogen und kaum waren wir auf diesem kleinen Waldpfad galoppiert er an weil er offenbar der Meinung war, dass er so den Berg besser hochkommt. Damit hatte ich nicht gerechnet und ich hatte auch ordentlich damit zu tun zuschauen, dass ich keine Äste ins Gesicht bekomme. Er hatte dann aber ein Einsehen, ließ sich durchparieren und stapfte doch weiter im Schritt. Antje war total von den Socken und konnte sich gar nicht mehr einkriegen, dass Flip das gemacht hat,  aber schlimm war es eigentlich ja nicht nur überraschend.

Am Sonntag haben wir dann nochmals einen großen Ausritt gemacht. Dieses Mal haben wir wieder verladen und sind mal wieder zu Margit in den Ditzinger Reitverein gefahren.
Schon als ich den Hänger vorgefahren habe, war Flip im Hof zugange und hat alles genau beobachtet. Zum Putzplatz wollte er sich nicht rausführen lassen sondern direkt zum kleinen Türchen draußen. Ich habe ihm den Wunsch erfüllt und er stapfte zielstrebig in den Hänger und begann dort Heu zu futtern. Schön dass das so gut klappt, allerdings musste er nochmal raus, denn ich wollte ihn ja auch noch putzen und wir mussten das ganze Zubehör noch einladen.
Die Fahrt lief dann gut, er war auch drüben total entspannt und stand brav neben Nick während wir gesattelt haben. Als dann Geronimo ums Eck kam, hat er ihn freudig begrüßt und wir konnten mit den drei Jungs total entspannt losreiten.
Vielleicht hätten wir auf die Frage wann wir zurück sein müssen nicht nur mit den Schultern zucken sollen. Wir waren eine riesen Runde mit knapp drei Stunden Richtung Hochdorf unterwegs und ab den Mammutbäumen kannte ich mich dann gar nicht mehr aus. Die Landschaft war aber total schön und wir hatten ja auch tolles, warmes Sonnenwetter.
Auf den Fotos sieht man in der Ferne einen langen Grasweg am Wald entlang. Dort sind wir hoch galoppiert. Ich hatte allerdings nicht damit gerechnet, dass er beim Angaloppieren wie früher einen riesen Bocksprung macht. HUCH! Er landete dann im Kreuzgalopp, in dem man nicht so gut vom Fleck kommt, also durchparieren und neu angaloppieren … tja, dann hatten wir allerdings schon etwas größeren Abstand zu den anderen. Ich rief, dass sie langsam machen sollten, aber sie hörten mich leider nicht. 
Flip starte dann plötzlich voll durch, wurde flach und schoss den Berg hoch. Himmel, ist der schnell!! Das ist nichts für mich, denn ich hatte im Kopf, dass ich bei einem weiteren Bocksprung dann in hohem Bogen in den Acker fliegen würde. Irgendwann hat sich dann Marie mal umgedreht und gemerkt, dass sie mal warten sollten. Uff!!  Ab da ging es wieder geruhsamer und mein Puls erholte sich.   
Auf dem Heimweg bin ich dann teilweise auch gelaufen, denn wir waren alle ziemlich müde. Kurz vor dem Ziel hat Fip dann auch kurz gestreikt und wollte keinen Schritt weiterlaufen. Wir konnten ihn dann aber doch überreden und haben die Jungs dann zu dritt ums Eck am Abspritzplatz angebunden während wir das Auto umgeparkt und alles eingepackt hatten.
Das wussten wir ja von den Malen davor, dass man Geronimo nicht einfach von Flip wegführen kann ohne, dass Flip protestiert. Mit wem er unterwegs war, der darf sich halt nicht einfach entfernen.
Es war ein schöner Ausflug der in einem gemütlichen Entspannungsbad am Abend endete.

Am Mittwoch war ich auf einem Geschäftstermin am Abend und eigentlich wollte Marie einspringen. Da sie krank geworden ist, hat sich Nicole um Flip gekümmert und war mit Nick als Handpferd und Luke als Begleitpferd ausreiten. Sie war voll des Lobes und ich habe das Gefühl bald wird Flip von ihrer Familie komplett adoptiert.
Schön dass das alles so unproblematisch klappt und er bei ihnen auch sehr brav ist. Ein guter Bub!

... und was auch gut ist, er kann doch mit Funky zusammen am Großballen fressen und auch an der Tränke, gibt es kein Problem.

Sonntag, 6. Oktober 2019

Verregnetes Wochenende


Zum Glück hatten wir am Donnerstag den Feiertag und konnten bei ordentlichem Wetter ausreiten gehen, denn dieses Wochenende ist total verregnet.
Zu meinem Ausritt mit Petra hat sich noch Anja dazugesellt und so haben wir eine nette Runde zu dritt bzw. sechst durch den Seewald gedreht.
Gayana war schon länger nicht mehr mit, da sie Probleme mit der Sehne hatte und unterwegs fand auch Petra, dass Sammy nicht so gut zu Fuß schien, so machten wir etwas langsam. 
Auf dem Heimweg habe ich einen Anruf von Anni bekommen, die gefragt hat wo wir sind und wann wir zurück sind. Da haben wir uns erst gewundert und befürchtet, dass etwas passiert ist. War es aber zum Glück nicht.

Walter hat kurzfristig entschlossen, dass die Pferde, auch wenn es nicht ganz trocken war, mit unserer Hilfe auf die Koppel gebracht werden können. Das fand Flip natürlich super, denn sie waren ein paar Tage nicht draußen und wir hatten schon befürchtet, dass die Koppelsaison beendet ist.  



Wie man sieht, freuen sich die Pferde und springen fröhlich auf der Koppel umeinander.
Obwohl Flip zur Zeit munterer ist, setzt er hier andere Prioritäten. Gras ist eindeutig wichtiger als Bewegung.
An dem Tag durften die Pony- und Damen-WG gemeinsam auf eine Koppel, denn nächstes Jahr wollen Anni und Walter versuchen, ob nicht doch alle Stuten zusammen (mit Thaddy) auf eine Koppel können. Das wäre eigentlich, wenn sie friedlich sind, schön für alle, da sie dann mehr Sozialkontakte hätten und man sie auch einfacher raus- und reinbringen könnte. Mal abgesehen davon, dass es dann auch keine Probleme mehr mit Pferden gibt, die nicht alleine draußen bleiben wollen.     
Seit Donnerstag regnet es eigentlich stetig und sowohl gestern als auch heute war nichts mit einem Ausritt ohne, dass man befürchten musste, dass man nass wird. Wochenende ohne schöne Ausritte sind irgendwie so doof wie bei Ausritten nass zu werden.
Nach einer Asphaltrunde zusammen mit Nick, sind Flip und ich daher notgedungen und eher unmotiviert in die Halle gegangen.
Ich hoffe, die nächsten Tage wird es wieder trockener und wir können raus, solange es nach dem Büro noch heller ist.
In der Damen 2er -WG ist mittlerweile alles ganz ruhig, Gayana klebt wie Kaugummi an Diddle Maus und lässt sie auch auf der Koppel nicht aus dem Auge, und auch bei der neuen WG im Ponylaufstall hat sich mittlerweile alles beruhigt. 

Bei den Jungs scheint allerdings etwas Umbruch zu sein.
Anni meinte, Flip wäre nicht mehr unbedingt Chef und würde auch nicht mehr an den Großballen gehen wenn dort Funky steht. Carina erzählte, dass Funky neulich den Liegebereich verteidigt hat und kein anderes Pferd mehr reinkommen durfte. Da ist sie dann eingeschritten. Das geht dann halt doch nicht.
Mal schauen wie sich das Ganze entwickelt und wie Flip mit der neuen Situation klarkommt. Grundsätzlich habe ich nichts dagegen, dass er kein Chef mehr ist. Das ist für ihn vielleicht entspannter, aber wollen wir einen Vierjährigen als Chef haben, der vor 4- und 2-Beinern wenig Respekt hat und auch das Integrieren noch nicht mitgemacht hat? 
Finde ich nicht wirklich so gut.

Auf den Bildern, die ich von Anja habe, sieht man aber, dass es nicht ganz so schlimm sein kann. Nach dem Tiefmisten stand die komplette Jungsgruppe drinnen und hat das frische Stroh genossen. Wie man sieht, steht da Flip auch dicht bei Funky. Ich denke eher, wenn es um etwas geht, wird sich Flip noch Kumpel holen und dem Jungspund sagen wo es lang geht. Dass sich ein so junges Pferd, nachdem es sich einiger Maßen eingelebt hat, testen muss was geht, ist ja nicht überraschend. Wir werden sehen wie das weitergeht und Daumen drücken, dass alles harmonisch bleibt … auch solange Anni wieder in Reha ist und nicht einschreiten kann.

Donnerstag, 3. Oktober 2019

Flip gehts gut


Jetzt bin ich ja schon eine Weile aus dem Urlaub zurück, aber habe euch länger nicht mit Nachrichten von Flip versorgt. Das liegt auch daran, dass ich abends viel Zeit damit verbringe meine Fotobücher vom kanada-Urlaub zu machen. Sie sind mittlerweile aber schon fast fertig und Anni hat mir mit dem Feinschliff geholfen.
Flip geht es sehr gut und die Trennung von Wallachen und Stuten im Stall scheint ihm nichts auszumachen, außer dass er seinen Lieblingsplatz los ist. Seine Jungs sind ihm wichtig und mit den Stuten hat er eh nie so viel am Hut gehabt. 

Insgesamt ist es in der Herde, (mindestens) bei den Jungs, wie ich finde, ruhiger geworden und sie sind entspannter. Wobei ruhiger?... Eigentlich auch nicht. Immer häufiger sehe ich mit Freude, dass Flip wieder munterer wird und spielt.

Neulich hatte er ausgiebig mit Luke gespielt und ein paar Tage später habe ich ihn dann mit Floyd gesehen. Lange Zeit habe ich Flip nicht mehr spielen sehen und denke, das ist ein richtig gutes Zeichen.
Ich habe das Gefühl, immer wenn ich nicht im Stall bin, tut sich dort etwas. Im Bereich der Stuten wohnen nun jetzt nur noch 2 statt 4 Stuten, denn Holly wurde verkauft und Sue ist nach oben in den Ponylaufstall umgezogen, da es bei den Damen doch nicht ganz so harmonisch lief wie anfangs gedacht. Jetzt wohnen nur noch Gayana und Diddle Maus in dem abgetrennten Bereich am Sandauslauf.
Für Anni und Walter, die irgendwie dauernd flexibel sein müssen, bedeutet das immer Arbeit aber wir sind alle glücklich, denn wir sehen, dass sie sich bemühen für alle Pferde immer das Beste zu machen.
Solange Nici und Jako abwechselnd im Urlaub sind, versorgt Marie Flip weiter. Sie ist ganz begeistert von ihm und hat mittlerweile sogar Ambitionen, mit ihm nächsten Sommer auf einem Turnier zu starten. Ob Flip das so toll findet, bezweifle ich noch aber wer weiß? Mich freut es jedenfalls, dass sie so einen Spaß an ihm hat und wie es sich weiterentwickelt das schauen wir einfach mal.
Zwischenzeitlich war auch Jojo wieder bei uns.
 Das war höchste Eisenbahn, denn die letzten Tage vor dem Beschlag hat sich Flip mit den Eisen immer wieder die Kronränder verletzt, so scharf waren die Eisen wohl. Das hatten war auch noch nie. Nun mit neuen Eisen ist zum Glück alles wieder gut. Mal sehen, ob Jojo von seiner Fortbildung in Barbados neue Erkenntnisse mitbringt. Ich gönne ihm jedenfalls die Location für die Weiterbildung, denn ich finde er macht seine Sache super und hoffe, er fährt noch lange zum Beschlagen zu uns.
So, nun richte ich mich, denn ich bin zum ausreiten mit Petra und Sammy verabredet! Bis bald!

Mittwoch, 25. September 2019

Kommentare

Zur Zeit werden komische Werbe-Kommentare von einer Christiana eingestellt. Ich versuche sie gleich zu löschen. Was auch immer das ist, besser nicht anklicken.

Samstag, 14. September 2019

Schild im Stall in Sacre Coeur

Dieses Schild wollte ich euch doch unbedingt noch zeigen:
Es hing dort wo wir den Ausritt gemacht haben und heißt grob übersetzt:

Für schnelle Reiter haben wir schnelle Pferde, 
für langsame Reiter haben wir langsame Pferde 
und für diejenigen, die noch nie auf dem Pferd saßen, 
haben wir Pferde, die noch nie geritten wurden. :-)  

Freitag, 13. September 2019

Zurück aus Kanada


Liebe Blogleser, 
nach dreieinhalb Wochen in Kanada melde ich mich wieder zurück. 
Wir haben eine schöne Tour von Toronto über den Algonquin Park Richtung Ottawa, Montreal, Quebec, Tadoussac und Saguenay gemacht und sind dann schließlich von Halifax nach Hause geflogen. 
Im Gepäck viele schöne Erinnerungen und Eindrücke aber auch knapp 4000 km Autofahrt in den Knochen. Das Fotobuch wird jedenfalls sicher ziemlich dick.
Auch im Urlaub saß ich mal auf dem Pferd. Diese Initiative ging allerdings nicht von mir aus. 
Wir haben mit der Tochter des Stalls zu dritt einen schönen, gemütlicen Ritt auf eine Anhöhe gemacht und sind mit den Pferden über schmale Trampelpfade und Felsbrocken geklettert. 
Die Pferde waren sehr brav und, wie man sieht, hatte ich auf dem Ritt auch Zeit Fotos zu machen.

Während ich weg war, wurde Flip bestens versorgt. Jako, Nici, Simone und Marie haben ihn versorgt und es hat alles sehr gut geklappt. Marie hatte so viel Spaß mit Flip, dass sie bei jeder Gelegenheit eingesprungen ist, in bis zu  viermal die Woche versorgt hat und ihn wohl am liebsten behalten hätte. Er hatte ein abwechslungsreiches Programm mit Hallenarbeit (ist wohl sogar über Galoppstangen gegangen), Ausritten, Freilaufen, Halsringreiten und so weiter. 
Was kann einem besseres passieren, als, dass man zurückkommt und das Pferd in den höchsten Tönen gelobt wird?

Während ich weg war, hat sich Petra ein Nachwuchspferd (Funky) zugelegt. 
Er ist vier Jahre alt, ein schwarzer Merens, gut an der Kutsche gefahren, aber gerade mal angeritten. 
Im Moment lernt er die Herde noch kennen und da gibt es wohl etwas Tumult, was aber eigentlich nicht an ihm liegt. 
Mit der Zeit haben Anni und Walter festgestellt, dass die 4 Stuten in der Gruppe immer stärker rossen und die Wallache die paar Stunden gegen neue Herdenmitglieder verteidigen wollen. Da dieses Theater und die Blessuren immer größer wurden, wurde vorgestern kurzfristig der Stall geteilt und nun leben die Stuten getrennt von den Wallachen. 
Das würde Flip nicht wirklich stören, allerdings ist der Stutenbereich jetzt genau dort, wo er seinen Lieblingsplatz an der Wand hatte und in der Sonne gerne sein Mittagsschläfchen gehalten hat. 
Nun müssen sich alle Pferde und Reiter etwas umstellen, aber es ist wohl für alle so die beste Lösung. Wir werden mal beobachten wie sich die Stimmung in der Herde damit verändert.
Gestern hatte ich dann auch gleich Reitstunde. Nachdem Tim Flip gut warm geritten hatte, lief er richtig schön. 
Auch das ist sehr erfreulich, dass man aus dem Urlaub zurück kommen kann, und das Pferdchen gut läuft und offenbar in der Abwesenheit gut gymnastiziert wurde.
Heute Nachmittag waren die beiden Gruppen Pferde schon, wie gewünscht, friedlich und zufrieden und die 4 Damen haben alle zusammen im Unterstand Mittagsschlaf gehalten.
Ich war dann erst ausreiten und dann habe ich Petra mit Funky noch eine Runde begleitet bevor Flip auf die Koppel durfte.





































Die Hundespielgruppe:
 Spielpause: