Hier
endlich mal wieder ein Bericht von Flip.
Dass
es so lange gedauert hat, liegt aber auch daran , dass mein PC überaltert war
und bei einem Update mein Benutzerzugang verschwunden ist und ich nicht mehr
richtig am Rechner arbeiten konnte. Bis ich jemanden gefunden hatte, der mir da
behilflich sein konnte, hat es sich dann auch etwas hingezogen. Jetzt
lasst mich mal überlegen was wir zwischenzeitlich alles so gemacht und erlebt
haben.
Also
Anfang Juni habe ich von Bianca ein Mineralfutter für Flip zum Testen bekommen,
das wir nun 2 Monate gefüttert haben und ich muss sagen, Flip ist lange
nicht mehr so schläfrig wie bei meinem letzten Post. Da war er ja wirklich
beängstigend müde und wie depressiv. Ob es nun tatsächlich an dem Futter oder
irgendetwas anderem liegt, dass er nun munterer ist, werde ich beobachten
nachdem ich das Mineralfutter gerade abgesetzt habe.
Von Carina
habe ich ein anderes Futter bekommen und bin mal gespannt wie er darauf reagiert. Sollte er wieder so müde werden, sieht es doch so aus, als könnte er PSSM haben. Für Pferde mit dieser Krankheit ist nämlich das Mineralfutter von
Bianca gewesen.
Ich
hoffe aber, dass er auch weiterhin munterer bleibt und es ihm gut geht.
Weil
ich mir Sorgen gemacht habe, hatte ich und etwas ratlos war, was mit ihm los
ist, habe ich kürzlich einen Tierkommunikationstermin für ihn vereinbart,
jedoch hat das überhaupt nicht geklappt.
Ich habe früher selber mal Tierkommunikation gemacht und muss sagen, es kann
wirklich funktionieren … bei mir nur eben nicht bei den eigenen Tieren.
Es
klang kein bisschen nach Flip und die Dame hat dann irgendwann auch selber
gesagt, dass sie keine richtige Verbindung zu ihm herstellen kann. Das wäre ihr
noch nie passiert. Komisch, denn ich weiß aus der Vergangenheit, dass Flip dabei eigentlich ganz gut mitmacht. Nun ja, was soll's? Ich werde wohl auf
meinen Bauchgefühl hören und schauen, dass ich mache, was ich für ihn für
richtig halte.
Immer
deutlicher zeigt mir Flip allerdings was er für sich für richtig hält. Man
könnte meinen es kommt Altersstursinn zu Tage. Ich hatte ja
schon berichtet, dass er teilweise mit mir hinten aus dem Stall nicht allein rausreiten möchte. Dieses Problem haben wir weiterhin und er zeigt ziemlich vehement, dass er alleine nicht auf Tour möchte.
Gestern
hatten wir da wieder Theater, aber sobald Basti, Pic und Oleana aufgetaucht
sind, gab es kein Problem mehr.
Grundsätzlich
findet er, das wussten wir aber ja schon, ausreiten in der Gruppe am besten. Da scheint es ihm auch eigentlich fast egal in welcher Kombination seiner Kumpels, Hauptsache es
geht nicht zu lange und es wird nicht zu viel galoppiert.
Neulich
war er allerdings bei meinem Ausritt mit Simone und Lasse so gut drauf, dass
ich ihn kaum wiedererkannt habe. Wir wollten eigentlich eine kleine gemütliche
Runde an die Glems machen, aber nachdem die Pferde so gut drauf waren, sind wir
doch weiter geritten. Beide Pferde sind übrigens ganz brav in die Glems
reingegangen, obwohl der Einstieg dorthin vom Untergrund her nicht wirklich gut
zu laufen ist. Sie standen dann im Wasser und haben das Moos aus dem Wasser abgegrast.
Nachdem sich die Pferde etwas abgekühlt hatten,
wollten wir Richtung Nippenburg wieder zurückreiten.

Die
kleine Mountainbikestrecke, die steil im Wald, den Berg hoch geht, hat Flip,
kaum dass er den Wald betreten hat, im Galopp zurücklegen wollen. Ich musste ihn
ständig ermahnen, langsam zu tun und darauf achten, dass ich keine Äste ins
Gesicht bekomme, den Weg suchen, und letztlich bremsen um anzuhalten, da der
Weg plötzlich endete. Der Weg war so voll mit Baumstämmen, dass wir absteigen und
wieder herunter klettern mussten. Statt dass Flip dabei auf seine Füße geachtet
hätte, fand er es wichtiger nebenher Büsche und Bäume zu beknabbern und
schuckte mich dann auch gelegentlich mal aus dem Weg. Na vielen Dank! Ich sah am nächsten Tag aus wie ein Opfer häuslicher Gewalt weil ich ja so schnell
blaue Flecken bekomme.

Unten
angekommen, haben wir erstmal Nicole angerufen um zu fragen wie wir wieder
nach Hause kommen, da mehrere Wege nach Hause gesperrt sind. Tja, da hieß es
dann alles wieder zurück, denn es gibt aus dem Tal zur Zeit keinen kurzen Weg
wieder nach Hause. Erstaunlich war, dass Flip noch nicht mal auf dem Heimweg
nach 3 Stunden müde schien.
So
lange Ausritte konnten wir aber in letzter Zeit wegen den Temperaturen auch
selten unternehmen, denn es hat ja abends teilweise noch über 30°C gehabt und da
ist verständlich, dass man sich kaum bewegen mag.
Da
ich in letzter Zeit leider nie an den Fotoshootings mit Rainer teilnehmen
konnte, weil immer irgendetwas anderes gleichzeitig stattgefunden hat, haben
Simone, Mathilda und ich beim Ausreiten neulich wieder mal versucht schöne Fotos
mit den Pferden zu machen. Auch bei unserem Spaziergang haben Simone und ich unsere Pferde versucht ins beste Licht zu rücken. So
gut wie Rainer bekommen wir das aber (schon gar nicht mit den Handys) hin.
Ich
hoffe, beim nächsten Mal schaffe ich es wieder bei ihm mit dabei zu sein.
Was
Flip auch Spaß macht ist, mit Basti und Pic ausreiten zu gehen. Da ist er immer
ziemlich motiviert und scheint sich zu freuen als großer Onkel und Vorbild die
Jungs durchs Gelände zu führen. Teilweise geht Basti als Handpferd mit uns,
aber gestern lief er auch schon frei.
Ich
freue mich, dass ich Carina als Begleitung im Gelände behilflich sein kann und
mich damit für ihre tierärztlichen Beratungen revanchieren kann.
Ich
muss sie nämlich recht oft um Ihren Rat bitten. Erst das mit dem Huf, dann hatte Flip neulich eine
Trübung auf der Linse und sie hat sein Auge untersucht. Nicht Schlimmes. Es
scheint von der Tränenflüssigkeit zu kommen, denn mal ist es da und mal nicht. Die Hornhaut ist aber unverletzt. Das Blutbild, das erfreulicher Weise auch in
Ordnung ist, hat sie für uns gemacht und auch so, bin ich sehr beruhigt, dass
sie immer ein offenes Ohr hat, wenn ich irgendwelche Fragen oder Sorgen mit
Flip habe.
Klar
würde ich es schöner finden, wenn sie bei uns im Stall wäre, aber jetzt ist es
wie es ist. Da drüben aber die Integration der neuen Pferde nicht so begleitet
wird wie bei uns, ist es dort doch ziemlich unruhig und die Pferde scheinen
sich nicht so oft zum Schlafen hinlegen zu können. Basti ist daher meist bei
den Ausritten müde und tut sich dann mit dem Reitergewicht schwer. So richtig
begeistert ist er nicht, dass er Reitpferd werden soll.
Dafür ist er aber
draußen cool und unerschrocken, was ja auch schon mal gut ist. Ich bin froh,
dass Flip in seiner Herde trotz seiner verlorenen Chefposition, doch noch gut
klarkommt, bei weitem nicht so schlimm vermackt ist, wie die Pferde von drüben,
und auch sein Gewicht nicht derartig durch den Stress abgebaut hat, wie der
Kleine.
Neulich
war die Pferdewaage und da haben wir sein Gewicht mal wieder überprüft. Er
bringt 653 Kilo auf die Waage. Wie man sieht, haben wir uns auch bemüht so
wenig wie möglich Gewicht mit auf die Waage zu nehmen das heißt, weil er so
brav still stand, konnte ich sogar seine Trense herunter machen um paar Gramm
zu sparen ;-). Wir schauen weiter, dass sich sein Gewicht möglichst nicht erhöht und keine 7 mehr davor kommt.