Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Sonntag, 4. September 2022

Urlaubsvorbereitungen

Da Jako nach ihrer bestandenen Hundetrainerprüfung nun dabei ist sich eine eigene Hundeschule aufzubauen und ihre Zeit mit Hundeschule, eigenen Hunden und Wohnungssuche ziemlich begrenzt ist, haben wir besprochen, dass ich nach einer neuen Reitbeteiligung schaue, die Flip 1x in der Woche übernimmt. Jako wird dann zukünftig nur wenn es klemmt einspringen. Schade, aber ich hoffe sehr, dass wir uns nicht aus den Augen verlieren. 

Es ist gar nicht so einfach eine passende Reitbeteiligung zu finden. Flip ist zwar brav, aber schon auch etwas spezieller (ich vielleicht auch?) Natürlich ist er super zuverlässig im Gelände, allerdings ist das Reiten in der Halle mit ihm nicht immer ein Spaß und Ausritte alleine sind jetzt auch nicht so ganz sein Ding. Das muss man aber einfach mehr üben. 

Ich hatte dann 2 Bewerberinnen da, die auch beide Interesse haben Flip zu versorgen. Beide waren sehr nett, allerdings war nach dem Vorreiten in der Halle klar, dass meine Wahl auf Jessica fallen wird. Sie war mir sofort sympathisch und kam auch mit Flip besser klar. Sie freut sich nun, ab meiner Urlaubsrückkehr im "Team Flip" zu starten und, ist auch einverstanden, sich von Bianca in Reitstunden und von Jako in Parelli etwas einweisen zu lassen.

Ich hoffe, dass während meines Urlaubs alles gut klappt und Flip gesund und munter bleibt. Irgendwie ist ja immer wieder was. Mal hat er unheimlich Durchfall, dann rubbelte er sich am Po blutig, hat Bisswunden, dann wollte er plötzlich das Heu nicht mehr fressen. Das war seltsam und sehr untypisch. Beim Abendessen hat er wenn überhaupt nur auf kleinen Portionen rumgekaut und sie dann ausgespuckt. Nachdem er kürzlich Kolik hatte, erschrickt man sich da schon. Irgendwann hat er aber festgestellt, dass es kein anderes Heu gibt und dann doch gefressen. Uff!     

Gerade geht auch eine Bindehautentzündung im Stall rum. Da Flip auch plötzlich tränende Augen hatte, habe ich sicherheitshalber die Tierärztin da gehabt. Bindehautentzündung hat er glücklicher Weise nicht (vielleicht haben da Simones pflegende Augentropfen beim Ausspülen geholfen) und die Trübung auf der linken Linse sollen wir beobachten. Carina hat neulich ja schon danach geschaut damit wir sicher sind, dass er keine Verletzung auf der Hornhaut hat. Was es genau ist, bleibt allerdings unklar.    

Damit Flip an allen Tagen meines Urlaubs versorgt ist, hat Katja von Fandango neulich auch einen Testritt mit ihm gemacht. Ob sie an den beiden Samstagen, an denen sie ihn versorgt, tatsächlich ausreitet, ist allerdings noch nicht sicher. Ich denke, dass das sicherlich klappen würde und sie die Gelegenheit nutzen könnte mal mit ihrer Tochter zusammen rauszugehen. 

Im Gegenzug hatte ich nun die letzten beiden Samstage Fandango während sie ihre Zeit auf Island genießen. Mit ihm kann man zurzeit aufgrund einer OP, die erst kürzlich war, nur spazieren gehen, was mich keineswegs stört, da ich ja nicht gerne fremde Pferde reite. Letzte Woche Samstag haben uns dabei Carina und Jessi begleitet und gestern war Bianca mit im Stall. Sie kenne ich ja schon aus Talhof-Zeiten und so hatten wir ausgemacht zusammen mit den beiden Jungs einen schönen Spaziergang zu machen.

Leider hat uns allerdings erstmal das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht und so haben wir den Pferden einen kleinen Pferdespielplatz in der Halle aufgebaut. Flip fand es relativ langweilig, aber ich glaube Fandango, hatte mit Bianca Spaß mal nicht nur im Kreis geführt zu werden. Nachdem es nach einer halben Stunde endlich aufgehört hatte zu gewittern, haben wir dann doch noch einen kleinen Spaziergang gemacht und die Jungs im Anschluss mit ihren Futterschüsseln versorgt. 

Die Geschwindigkeit in der die beiden ihre Schüsseln leer fressen ist sehr unterschiedlich und nachdem Fandango noch kleine Mashreste in der Schüssel gelassen hat, hat ihm Flip mal gezeigt wie das korrekte Abspülen geht. Da musste der Große aber schauen, wie Flip, schneller als er gucken konnte seine Nase in seiner Schüssel hatte. Da wurde die Schüssel plötzlich doch interessanter und er steckte seine Nase gleich mit rein.

Das gefällt mir an unseren Pferden. Auch wenn es mal enger wird, verstehen sie sich eigentlich gut und kommen miteinander klar.Das funktioniert allerdings auch bei Flip mit seinen Freunden Basti und Pic aus dem Nachbarstall. Mit ihnen sind wir nun viel unterwegs und von Ausritt zur Ausritt merkt man, wie Basti sicherer wird und Spaß daran hat. Galoppiert sind wir noch nicht, aber gestern sind wir einen kleinen Abhang hochgekraxelt und auch auf kleinen, engeren Waldwegen getrabt. 

Selbst als kürzlich große Traktoren mit riesigen Anhängern unterwegs waren um den Mais zu ernten, blieben die Pferde sehr brav. Das hätte ich mir früher nicht träumen lassen, mit einem Pferd selbst bei solchen Situationen entspannt weiterreiten/ober vorbei laufen zu können. das war damals undenkbar. 

Auch mit Lasse sind wir viel unterwegs. Das freut nicht nur uns Zweibeiner, nein, wir beobachten auch, das Lasse von Flip viel abschaut. Leider hat er sich allerdings abgeschaut, dass man Zicken machen kann wenn man nicht alleine aus dem hinteren Hof rausreiten möchte. Haargenau wie Flip kürzlich, geht dann nur noch der Rückwärtsgang rein. Wir üben daher mit beiden Pferden immer wieder, dass wir diese Unart abstellen und reiten nun teilweise getrennt aus dem Hof. So wie es aussieht, scheinen wir da doch etwas sturer zu sein als unsere Jungs und uns, so wie es im Moment aussieht, durchsetzen zu können. 1 : 0 für die Reiterinnen :-)

Sonntag, 14. August 2022

Besuch bei Petra und Carry

Gestern wurde Flip von Nici versorgt während ich mit Katja und Steffi einen Ausflug zu Petra und Carry unternommen haben.

Carry war bis letzten Sommer bei uns im Stall und ist dann nach Oberrot, was ca eine Stunde entfernt ist, umgezogen. 

Unser Besuch stand schon länger aus und so haben wir uns gestern endlich auf den Weg gemacht. Erst haben wir Carry Hallo gesagt, der dort in einer großen Box mit großem, eigenen Auslauf wohnt. Danach folgte eine Stallbesichtigung und dann sind wir auf die Koppel gegangen, auf der der Stallbetreiber, der Schwarzwälder Füchse züchtet, seine jungen Hengste hat. 

Die Truppe der Halbwüchsigen hat sich über unseren Besuch gefreut und kam munter aus dem Schatten auf uns zugelaufen. Besonders meine flatternde, bunte Blumenhose hat es den Jungs angetan. Sowas hatten sie offensichtlich noch nicht gesehen. Ihre Neugierde war geweckt.

Wie so junge Kaltblüter halt sind, schuckten sie sich etwas aus dem Weg damit jeder seine Nase an die Besucher drücken konnte. Das waren vielleicht schicke junge Pferde, die sehr zutraulich und super gepflegt waren! Wow! Bei so Nachwuchspferden darf man ja oftmals nicht auf die Hufe schauen wenn sie nur auf der Koppel stehen. Diese Jungs hatten jedoch richtig klasse Hufe und waren dadurch, dass es dort ziemlich bergig ist, schon gut bemuskelt und hatten den Kaltblut-typischen Herzpopo.

So unterschiedlich wie die Jungs waren, hat jeder von uns einen Favoriten gefunden, den er besonders toll fand. Klar, brauche ich jetzt keinen Nachwuchs Schwarzwälder aber man hätte wirklich schwach werden können. 





Die Stuten mit ihren Fohlen konnten wir auf einer entfernteren Koppel nur aus der Ferne sehen, denn sie standen auf einer der großen Koppeln im Schatten unter einem Baum. Schön war, dass dort alle Koppeln ein Stückchen Wald und Bäume dabei haben, so dass die Pferde immer den Schatten suchen können. 

Da hat Carry wirklich einen tollen neuen Stall an dem es durchweg nichts zu meckern gibt.....außer, dass er halt weit entfernt liegt.

Petra wollte noch schauen, ob sie uns eine Kutschfahrt organisieren kann, das hat aber gestern dann doch nicht geklappt. Ich hoffe, das können wir mal nachholen, denn die Schwarzwälder dort waren schon beeindruckend und eine Kutschfahrt wäre natürlich super gewesen. 

Danach waren wir noch bei Petra und haben gegrillt und gemütlich gequatscht. Es war ein richtig schöner Tag, der sich fast wie Urlaub angefühlt hat.

Nachtrag zu Tines Besuch

Ich habe euch ja noch gar nicht dieses Bild gezeigt und berichtet, dass wir neulich von Tine (und ihrem neuen Hund, dem süßen Herrn Rossi) Besuch hatten.

Durch Zufall hatte ich in Tine Status gesehen, dass sie vom Aussehen der Gegend her wohl irgendwo in der Nähe sein muss und wie sich dann rausstellte, hat sie einen Kurzurlaub bei Würzburg gemacht. Da ja für so ein Nordlicht, wie sie sagte Stuttgart quasi fast in der Schweiz liegt, hatte sie gar nicht dran gedacht, dass wir uns vielleicht sehen könnten. 

Es hat aber dann ganz kurzentschlossen geklappt, denn ich hatte am 01.08. frei und so haben wir uns nach langer Zeit mal wieder bei mir getroffen. (Sonst treffen wir uns eher bei ihr in Hannover).

Ist das nicht schön, dass wir uns damals beim Kauf unserer Freiberger (ich Flip und sie Barni) getroffen haben und seither befreundet sind?! Ist ja immerhin 16 Jahre her und es ist immer wieder schön sich zu treffen. Sie sah Flip ja damals in Avenches sogar vor uns, aber war zum Glück auf Barni fixiert. Womöglich würde Flip sonst bei ihr wohnen.

Ausflug ans Wasser

Vorgestern haben wir neue Hufeisen bekommen. Zum Glück wächst die Stelle, an der das Hufgeschwür war langsam raus und nun hoffe ich, dass wir nach der nächsten Beschlagseinheit dieses Thema auch los haben. 

Es gibt auch die gute Nachricht, dass sich am Donnerstag Jojo zurückgemeldet hat und wir in 7 Wochen von ihm frische Eisen bekommen. Ich bin gespannt was er nach den 4x anderweitig beschlagen zu Flips Hufen sagt und, ob er zufrieden ist. Ich freue mich jedenfalls, dass er wieder fit ist und sich der Hufe wieder annimmt auch wenn ich meine, dass ihn Nathanael gut vertreten hat. Flip ist ja mit anderen Schmieden wählerisch, aber wie man sieht, schläft er auch bei Nathanaels Pediküre.

Mit den frischen Hufeisen haben wir dann gleich einen Ausflug gemacht. Immer wieder fahren verschiedene Reiter aus unserem Stall Richtung Markgröningen und dort mit den Pferden in die Glems. Ausflüge mit Pferd und Anhänger sind jetzt nicht so mein Ding und machen mich eher nervös. Carina war mit Michi neulich schon mal dort und hatte gefragt, ob wir gerne mal mitkommen wollen und mir angeboten, dass sie fahren könnte.

Je näher das Ereignis kam, desto mulmiger wurde mir allerdings und so war ich eigentlich schon fast erstaunt, dass Flip ganz unproblematisch drüben im Nachbarstall in den Hänger gestiegen ist und mit Basti zusammen ohne einen Mucks von sich zu geben gefahren ist. Er hatte auch wahrscheinlich das Maul voll, denn dadurch, dass er nachmittags Schmiedtermin hatte, konnte er diese Zeit nicht nutzen um sich zu stärken. Er vesperte daher fröhlich das Heu aus seinem Netz und nach ca 20 Minuten Fahrt kamen wir schon an. Dort ausgestiegen, war er ziemlich aufgeregt und wir sind erstmal eine halbe Stunde spazieren gewesen damit er etwas runterkommt. Typisch Flip war er nämlich ausgestiegen und wäre am liebsten gleich losmarschiert um die Gegend zu erkunden. Da fragt er auch nicht lange, ob ich auch schon bereit bin.

Zum Glück ist Basti absolut cool mit uns mitgelaufen und dann auch vor uns ins Wasser, so dass Flip nur hinterher marschieren musste. 

Das ist wirklich schön, dass wir uns gegenseitig helfen können. Carina hat mir tierärztlich schon so oft geholfen, dass es für mich beruhigend ist, dass ich mich jetzt auch mal revanchieren kann und ihr mit Flips Begleitung im Gelände helfen kann Basti ans Reiten zu gewöhnen (mittlerweile traben wir auch schon im Wald!). 

Am Freitag hat nun Basti Flip geholfen in fremder Umgebung cool zu bleiben und das erste Mal in einen Bach mit etwas mehr Wasser zu gehen.

Flip, der ja normalerweise um jede Pfütze einen Bogen macht, hatte jedenfalls Spaß und planschte fröhlich. Wir sollten nur noch mal klären, dass er bei seinen Unternehmungen dann etwas mehr auf mich achtet. Bis zum Knie standen wir mit Schuhen im Wasser und da ich mir nicht sicher war, wann es wieder einen Ruck tut und Flip weiterlaufen möchte, habe ich mich auch kaum getraut viele Bilder mit dem Handy zu machen. Das machen wir dann vielleicht beim nächsten Mal. 

Aus dem Wasser raus waren es nur noch paar Meter zurück zum Hänger. Die Pferde waren total entspannt, dann kam allerdings eine Kutsche vorbei was wieder für etwas Aufregung sorgte. Ein auf- und ab der Aufregung und Entspannung. Flip lief trotzdem, ohne dass ich vorauslaufen musste alleine in den Hänger zu Basti (sicherheitshalber verlade ich mit Tense nachdem er bei henning vor jahren weggerannt ud heim galoppiert ist) und die 2 Jungs fuhren so ruhig wie hinzus auch wieder brav nach Hause. Nach dem Ausladen wollte Flip allerdings zügig zurück in seinen Stall und so stapfte er noch mit Transportgamaschen und ich mit Wasser in den Schuhen zurück. 

Ich bin stolz wie brav er das mitgemacht hat und ich denke, mit etwas mehr Übung machen wir solche Ausflüge dann zukünftig auch gechillter.

Danke an Carina und Basti. Ohne euch hätten wir uns das nicht zugetraut.

Donnerstag, 11. August 2022

Taaadaa, schaut mal!

Da ich bei den letzten Fotoshootings leider nie Zeit hatte (okay, das 5 Uhr-morgens-Shooting war mir dann echt zu früh), haben sich Simone und ich total gefreut, dass Rainer ein extra Sonnenblumen-Shooting mit uns gemacht hat.
Geht mal auf Rainer Seite, da seht die tollen Bilder vom "Stoppelfeld mit Sonnenblumen-Shooting" der anderen. Sieht echt klasse aus!

Am heißtesten Tag der Woche, oder gefühlt auch des ganzen Sommers haben wir uns abends an einem Sonnenblumenfeld, das wir uns ausgeguckt hatten, getroffen und, wie ich finde, hat uns Rainer wieder toll ins rechte Licht gerückt. Während des Shootings hat Anja alles gegeben und mit Pferdegeräuschen und Bäckertüten versucht hat das Interesse der Pferde zu wecken damit sie aufmerksam gucken. Das ist, wie man sieht, auch gut gelungen und dieses Mal habe ich auch versucht dran zu denken, dass ich lachen und in die Kamera gucken sollte und ständig damit beschäftigt zu sein zu gucken, ob denn Flip nett schaut :-).   
Hier nur eine kleine Auswahl der besten Bilder
(Zum Glück hat es doch noch geklappt sie auf den Rechner zu speichern, denn erst haben sie meinen PC total lahmgelegt)  





Ganz herzlichen Dank an Rainer für die tollen Fotos und Mühe sowie an Anja für ihre tatkräftige Unterstützung damit wir so schöne Bilder bekommen und die Pferde die Ohren spitzen...

Samstag, 30. Juli 2022

Lange nicht mehr gemeldet


Hier endlich mal wieder ein Bericht von Flip.

Dass es so lange gedauert hat, liegt aber auch daran , dass mein PC überaltert war und bei einem Update mein Benutzerzugang verschwunden ist und ich nicht mehr richtig am Rechner arbeiten konnte. Bis ich jemanden gefunden hatte, der mir da behilflich sein konnte, hat es sich dann auch etwas hingezogen. Jetzt lasst mich mal überlegen was wir zwischenzeitlich alles so gemacht und erlebt haben.

 

Also Anfang Juni habe ich von Bianca ein Mineralfutter für Flip zum Testen bekommen, das wir nun 2 Monate gefüttert haben und ich muss sagen, Flip ist lange nicht mehr so schläfrig wie bei meinem letzten Post. Da war er ja wirklich beängstigend müde und wie depressiv. Ob es nun tatsächlich an dem Futter oder irgendetwas anderem liegt, dass er nun munterer ist, werde ich beobachten nachdem ich das Mineralfutter gerade abgesetzt habe.

Von Carina habe ich ein anderes Futter bekommen und bin mal gespannt wie er darauf reagiert. Sollte er wieder so müde werden, sieht es doch so aus, als könnte er PSSM haben. Für Pferde mit dieser Krankheit ist nämlich das Mineralfutter von Bianca gewesen.

Ich hoffe aber, dass er auch weiterhin munterer bleibt und es ihm gut geht.

Weil ich mir Sorgen gemacht habe, hatte ich und etwas ratlos war, was mit ihm los ist, habe ich kürzlich einen Tierkommunikationstermin für ihn vereinbart, jedoch hat das überhaupt  nicht geklappt. Ich habe früher selber mal Tierkommunikation gemacht und muss sagen, es kann wirklich funktionieren … bei mir nur eben nicht bei den eigenen Tieren.

Es klang kein bisschen nach Flip und die Dame hat dann irgendwann auch selber gesagt, dass sie keine richtige Verbindung zu ihm herstellen kann. Das wäre ihr noch nie passiert. Komisch, denn ich weiß aus der Vergangenheit, dass Flip dabei eigentlich ganz gut mitmacht. Nun ja, was soll's? Ich werde wohl auf meinen Bauchgefühl hören und schauen, dass ich mache, was ich für ihn für richtig halte.

Immer deutlicher zeigt mir Flip allerdings was er für sich für richtig hält. Man könnte meinen es kommt Altersstursinn zu Tage. Ich hatte ja schon berichtet, dass er teilweise mit mir hinten aus dem Stall nicht allein rausreiten möchte. Dieses Problem haben wir weiterhin und er zeigt ziemlich vehement, dass er alleine nicht auf Tour möchte.

Gestern hatten wir da wieder Theater, aber sobald Basti, Pic und Oleana aufgetaucht sind, gab es kein Problem mehr.

Grundsätzlich findet er, das wussten wir aber ja schon, ausreiten in der Gruppe am besten. Da scheint es ihm auch eigentlich fast egal in welcher Kombination seiner Kumpels, Hauptsache es geht nicht zu lange und es wird nicht zu viel galoppiert. 

Neulich war er allerdings bei meinem Ausritt mit Simone und Lasse so gut drauf, dass ich ihn kaum wiedererkannt habe. Wir wollten eigentlich eine kleine gemütliche Runde an die Glems machen, aber nachdem die Pferde so gut drauf waren, sind wir doch weiter geritten. Beide Pferde sind übrigens ganz brav in die Glems reingegangen, obwohl der Einstieg dorthin vom Untergrund her nicht wirklich gut zu laufen ist. Sie standen dann im Wasser und haben das Moos aus dem Wasser abgegrast. Nachdem sich die Pferde etwas abgekühlt hatten, wollten wir Richtung Nippenburg wieder zurückreiten.

Die kleine Mountainbikestrecke, die steil im Wald, den Berg hoch geht, hat Flip, kaum dass er den Wald betreten hat, im Galopp zurücklegen wollen. Ich musste ihn ständig ermahnen, langsam zu tun und darauf achten, dass ich keine Äste ins Gesicht bekomme, den Weg suchen, und letztlich bremsen um anzuhalten, da der Weg plötzlich endete. Der Weg war so voll mit Baumstämmen, dass wir absteigen und wieder herunter klettern mussten. Statt dass Flip dabei auf seine Füße geachtet hätte, fand er es wichtiger nebenher Büsche und Bäume zu beknabbern und schuckte mich dann auch gelegentlich mal aus dem Weg. Na vielen Dank! Ich sah am nächsten Tag aus wie ein Opfer häuslicher Gewalt weil ich ja so schnell blaue Flecken bekomme.

Unten angekommen, haben wir erstmal Nicole angerufen um zu fragen wie wir wieder nach Hause kommen, da mehrere Wege nach Hause gesperrt sind. Tja, da hieß es dann alles wieder zurück, denn es gibt aus dem Tal zur Zeit keinen kurzen Weg wieder nach Hause. Erstaunlich war, dass Flip noch nicht mal auf dem Heimweg nach 3 Stunden müde schien.

So lange Ausritte konnten wir aber in letzter Zeit wegen den Temperaturen auch selten unternehmen, denn es hat ja abends teilweise noch über 30°C gehabt und da ist verständlich, dass man sich kaum bewegen mag. 

Da ich in letzter Zeit leider nie an den Fotoshootings mit Rainer teilnehmen konnte, weil immer irgendetwas anderes gleichzeitig stattgefunden hat, haben Simone, Mathilda und ich beim Ausreiten neulich wieder mal versucht schöne Fotos mit den Pferden zu machen. Auch bei unserem Spaziergang haben Simone und ich unsere Pferde versucht ins beste Licht zu rücken. So gut wie Rainer bekommen wir das aber (schon gar nicht mit den Handys) hin.

Ich hoffe, beim nächsten Mal schaffe ich es wieder bei ihm mit dabei zu sein. 





Was Flip auch Spaß macht ist, mit Basti und Pic ausreiten zu gehen. Da ist er immer ziemlich motiviert und scheint sich zu freuen als großer Onkel und Vorbild die Jungs durchs Gelände zu führen. Teilweise geht Basti als Handpferd mit uns, aber gestern lief er auch schon frei.

Ich freue mich, dass ich Carina als Begleitung im Gelände behilflich sein kann und mich damit für ihre tierärztlichen Beratungen revanchieren kann.

Ich muss sie nämlich recht oft um Ihren Rat bitten. Erst das mit dem Huf, dann hatte Flip neulich eine Trübung auf der Linse und sie hat sein Auge untersucht. Nicht Schlimmes. Es scheint von der Tränenflüssigkeit zu kommen, denn mal ist es da und mal nicht. Die Hornhaut ist aber unverletzt. Das Blutbild, das erfreulicher Weise auch in Ordnung ist, hat sie für uns gemacht und auch so, bin ich sehr beruhigt, dass sie immer ein offenes Ohr hat, wenn ich irgendwelche Fragen oder Sorgen mit Flip habe.

Klar würde ich es schöner finden, wenn sie bei uns im Stall wäre, aber jetzt ist es wie es ist. Da drüben aber die Integration der neuen Pferde nicht so begleitet wird wie bei uns, ist es dort doch ziemlich unruhig und die Pferde scheinen sich nicht so oft zum Schlafen hinlegen zu können. Basti ist daher meist bei den Ausritten müde und tut sich dann mit dem Reitergewicht schwer. So richtig begeistert ist er nicht, dass er Reitpferd werden soll. 

Dafür ist er aber draußen cool und unerschrocken, was ja auch schon mal gut ist. Ich bin froh, dass Flip in seiner Herde trotz seiner verlorenen Chefposition, doch noch gut klarkommt, bei weitem nicht so schlimm vermackt ist, wie die Pferde von drüben, und auch sein Gewicht nicht derartig durch den Stress abgebaut hat, wie der Kleine.

Neulich war die Pferdewaage und da haben wir sein Gewicht mal wieder überprüft. Er bringt 653 Kilo auf die Waage. Wie man sieht, haben wir uns auch bemüht so wenig wie möglich Gewicht mit auf die Waage zu nehmen das heißt, weil er so brav still stand, konnte ich sogar seine Trense herunter machen um paar Gramm zu sparen ;-). Wir schauen weiter, dass sich sein Gewicht möglichst nicht erhöht und keine 7 mehr davor kommt.