Ruckzuck
ist der neue, kleine Laufstall mit großem Liegebereich, Auslauf, großer
Heuraufe außen und Eckraufe innen (in die auch, wie man sieht, 2 große Pferdeköpfe reinpassen) für die 3 Pferde bereit gewesen.

Ganz
wichtig, die Raufen sind so, dass sich Flip nicht mehr reinpressen muss und so
habe ich die Hoffnung, dass sich seine Schulter beruhigt und ich ihn dann mit
Stoßwellentherapie und Krankengymnastik wieder aufbauen kann. Ich hoffe sehr,
er läuft dann wieder lahmfrei und wir können wieder schöne Ausritte machen!
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zum Umzugstag:
Wir
haben dann noch die Holzstämme, die ich von der Domäne mitgebracht hatte,
aufgehängt, damit die Pferde, wenn sie Langeweile haben oder Stress abbauen
müssen, etwas zu nagen haben, und fertig war alles.
Sabine,
Denise und ich haben dann die Pferde in Ruhe geputzt und sind zuerst gemeinsam
spazieren gegangen, haben die Pferde in aller Ruhe versorgt und 3 Jungs dann
nach gemeinsamen Grasen gleichzeitig in den Stall gelassen, damit sie zusammen
ihr neues zu Hause erkunden können.
Sie
waren anfangs etwas erstaunt wo sie sind und haben sich alles sehr neugierig
angeschaut.
Flip
fand die Tränke dort oben anfangs irgendwie sehr seltsam, hat sich das dann
aber von Luke erklären lassen.
Vor
allem begannen alle 3 umgehen damit kleinste Grashälmchen aus den Ritzen der
Steine zu zupfen und die Rasenkante zwischen Stall und Koppel abzunagen. Da
waren sie sich einig, dass dies oberste Priorität hat.
Es hat
alles richtig toll geklappt, sie haben alles zusammen angeschaut waren
friedlich und blieben auch lange total entspannt.
Sie
kannten sich ja auch vom großen Laufstall auch wenn Cash sicherlich ein halbes
Jahr wegen einer Hufgelenksarthrose in der Krankenbox stehen musste und die
letzten 4 Wochen dann eine Paddockbox bezogen hatte.
Luke
und Flip sind eh gute Kumpel und haben zusammen mit Nick ja den Spitznamen die 3 Musketiere gehabt. Schade, dass Nick nicht auch oben miteingezogen ist. Er hat (wie auch ein paar andere Kumpels) sehnsüchtig rübergeschaut und gehofft, man holt auch ihn dazu (so sah es jedenfalls aus).
Wir
haben uns für Samstag, Sonntag und den heutigen 1. Mai Feiertag extra
Zeit genommen, dass wir die Pferde gut beobachten und integrieren können.

Am
Samstag hatten wir uns mit Käsekuchen, Hefezopf, Brezeln, Kaffee und guter
Laune mit Stühlen direkt an den Laufstall gesetzt. Nachdem alles ganz gut
geklappt hat, haben wir uns für gestern abgestimmt wer wann kommt, so dass
immer jemand in der Nähe ist und die ersten Tage auch kein Pferd ganz alleine
im Stall zurück bleibt.

Es
lief zwar alles in allem super gut, aber am ersten Abend hatten sich die drei
dann doch ziemlich gekappelt.
Es
war so als hätten sie gedacht, dass sie einen netten Ausflug gemacht haben und
nach der ausgiebigen Erkundung des neuen Stalls, wurde ihnen langweilig und die
Stimmung kippte gegen 16 Uhr.
Das
ist auch im großen Stall immer eine kritische Zeit gewesen wenn der Hunger
kommt, wenn gegen 17 Uhr gefüttert wird.
Außerdem
war an dem Tag dann gleichzeitig etwas Trubel im großen Laufstall und die
Pferde hörten, dass am Pferdeanhänger ein- und ausgeladen wurde. Das sorgt auch
gern für Aufregung.
Ich
muss zugeben, der Stress bei den 3 Jungs ging, so wie ich es sehe, wohl von
Flip aus, der Luke und Cash gleich mal klar machen wollte, dass alles auf sein
Kommando hört.
Das
war absolut überflüssig, wie ich finde, denn schon durch kleine Gesten hatten
Luke und Cash signalisiert, dass sie Flips Chefrolle auch in der 3er-WG
akzeptieren. Wozu auch immer er die beiden dann in die Ecke hinter der Raufe
drängen und Rabatz machen musste, weiß ich nicht sicher, fand es aber
ärgerlich.
Anni meinte, es hätte sicher kleine Gesten gegeben, die Flip zeigten, dass die Klärung nötig ist. Na ja, wenn sie meint ... schön war´s trotzdem nicht.
Also
der Stall ist, wenn alle gemütlich und gechillt sind, wirklich sehr groß, als
sie aber miteinander Stress bekommen haben und durch die Gegend traben, Hinter
an Hintern hingen, stiegen... sah die Sache schon etwas anders aus. Ich war
aber froh, dass auch Denise dabei war und wir uns abstimmen konnten, wann man
wohl einschreiten muss.
Ich habe
dann Flip, als er nicht aufhören wollte, geschnappt und 5 Minuten in der Halle
rumgeführt, damit er wieder runterkommt und bin dann zusammen mit ihm wieder
reingegangen. Er hat akzeptiert, dass ich solches Verhalten nicht toleriere und
offensichtlich war auch zwischen allen 3 Jungs mit diesem Zwischenfall alles
geklärt. Jedenfalls gab es bisher, wir klopfen auf Holz, keine weiteren
Zwischenfälle.
Im
Gegenteil, wir haben alle erfreut zur Kenntnis genommen, dass alle 3 Pferde
schon ab der ersten Nacht wohl im Liegebereich gelegen sind und sich
offensichtlich so sicher fühlen, dass sie dort oben gut schlafen.
Gestern haben wir die Beobachtungsdistanz etwas vergrößert und haben die Jungs über den großen Laufstall hinweg (oder wenn es zu kühl wurde) vom Auto aus beobachten. Klar, um 16 Uhr waren wir auch unserem auf Beobachtungsposten und bereit im Notfall einzuschreiten. war aber nicht nötig, denn es blieb alles ruhig. Juhu!.
Unglaublich
ist, dass vor allem Flip und Luke fast ununterbrochen Heu fressen oder innen am
Stroh knabbern. Da werden doch tatsächlich selten Pausen gemacht um mal ein
Nickerchen zu halten.
Ich
hoffe, die Pferde merken, dass dort oben Tag und Nacht Heu zur Verfügung steht
und sie nicht dauernd fressen müssen, als würde es kein Morgen mehr geben.
Bei
der Kappelei hat sich Flip leider entweder selber verletzt oder eventuell auf
der Innenseite des Beins einen Schmiss von Lukes Hufeisen abbekommen. Nicht
wirklich schlimm, allerdings wird das Bein gerade leider dicker.
Zum
Glück haben wir Carina im Nachbarstall, die immer mit Rat und Tat zur Seite
steht und mich beruhigt und beraten hat. Flip hat daher, wie man auf den
Bildern sieht, entweder Tonerde oder einen Verband am Bein und ich hoffe, die
Verletzung schwillt bald wieder ab.
Ich
hatte heute auch schon das Gefühl, dass Flip den neuen Stall als sein neues zu
Hause akzeptiert hat und er nach dem Grasen dort auch gerne wieder reingegangen
ist.
Jetzt
schauen wir mal wie sich die Pferde verhalten wenn in den nächsten Tagen auch
ab und zu mal einer alleine im Stall sein muss. Ich denke aber, das klappt ganz
gut, denn als ich heute morgen Flip zum Verarzten rausgenommen habe, während
Cash in der Halle war, hat das Luke jedenfalls nicht groß interessiert.
Das
wäre schön, wenn das alles so bleiben würde und wir da oben eine harmonische,
nette Männer-WG hätten. Der Anfang lief jedenfalls gut.