
Viel Neues gibt es nicht wirklich zu berichten, aber da ich
weiß, dass es doch ein paar sehr treue Leser des Blogs gibt, kommt hier ein
kleiner Bericht und ein paar Fotos.

Da im letzten Post der Neuzugang „Eddie“ nur aus der Ferne
zu begucken war, durfte Flip neulich mal am Paddock bei ihm vorbeischauen. Der
Schimmel quietschte laut, aber das hat Flip ignoriert und schon beim nächsten
Aufeinandertreffen war Ruhe und sie schnupperten interessiert. Mal schauen wie
es dann in der Herde wird. Alle drei Pferde (Lotte, Roy und Eddie), die im
kommenden Sommer integriert werden sollen, wohnen nun schon auf dem Hof und
können sich einleben und nach und nach bei Besuchen an den Boxen die anderen
Pferd kennenlernen.

Ruhe war auch bei meinem Spaziergang, den ich mit Flip
gemacht habe. Wenn ich mit ihm sonst alleine unterwegs war, bin ich sicherheitshalber
immer auf unserer Seite der Autobahn geblieben, da wir da beide beruhigter waren,
wenn der Stall in Sicht blieb. Als wir letzte Woche unterwegs waren, war Flip
aber total tiefenentspannt und so haben wir eine große Runde gedreht und haben
die Autobahnbrücke überquert und sind zusammen Richtung Korntal gelaufen. Wir waren
eine große Runde unterwegs und nach einer Stunde kamen wir zufrieden und entspannt
zurück auf den Hof.

Das werde ich jetzt noch öfter üben, denn einer meiner Vorsätze
für 2018 war ja, dass ich lerne auch alleine entspannt ausreiten gehen zu
können.
Apropos Ausreiten: Wir waren mal in größerer Gruppe d.h. zu fünft draußen (wie man sieht, brav hintereinander als Fußgänger entgegen kamen) und
gestern habe ich mit Steffi eine 2-stündige Schrittrunde (Rocket wurde geimpft) zum Stammheimer Wald gedreht, bei der wir die Gelegenheit nutzten die
Strecken, die wir sonst die Buckel hochgaloppiert sind, im Schritt zu gehen.
Das ist eine gute Übung für den Gehorsam aber auch die Kondition, die beide gut
mitgemacht haben.


An den Wochenenden schaue ich eigentlich immer, dass wir
raus kommen, denn immer in der Halle zu reiten macht weder mir noch Flip Spaß. Nachdem
Jako mir sagte, dass Flip am Mittwoch bei der Bodenarbeit wohl super war (sie
sagte, er war dabei ein richtiger Streber) aber beim Reiten so ätzend, wie
schon lange nicht mehr, war ich schon auf das Schlimmste bei meiner Reitstunde
gefasst. Anfangs war es auch zäh aber dann lief er besser denn je und hat
richtig Spaß gemacht. Die Schwierigkeit bei Flip ist, dass man es jedes Mal
anders probieren muss ihn zu motivieren und er nicht nach Schema „F“ zu reiten
ist. Mal reagiert er darauf, mal muss man es anders probieren. Was immer ganz
gut klappt ist Abwechslung und ganz wichtig: Loben sobald er keine
Arbeitsverweigerung betreibt. Das muss man sich hinter die Ohren schreiben.


Erst habe ich es
nicht gesehen, aber dann habe ich Anni und Walter entdeckt, die dort am Zaun
unter genauer Beobachtung der Pferde gearbeitet haben. In erster Reihe stand
Flip, der seine Nase immer mittendrin haben muss. Der Unterstand wurde im
Dezember hochgesetzt damit man ihn besser mit dem Trecker tiefmisten kann und auch
dabei musste Flip unbedingt zuschauen und er sah aus als wollte er helfen… stand
aber vermutlich eher im Weg.
Bauarbeiten im Stall finden die meisten Pferde echt spannend und stehen dann immer interessiert dabei. Seit der
Unterstand höher ist, scheinen ihn die Pferde noch mehr zu schätzen. Der
Mittagsschlaf wird dort, wie man sieht, auch gehalten.