Halt mal, so geht das nicht!
Jetzt hab ich ja auch braune Ohren!
Guckuck alle gucken!
Okay, klappt nicht.
Luke!? Wer streckt denn da die Zunge raus?

Nachdem
es mittlerweile oftmals nasskalt ist, merke ich, dass Flip wohl langsam in das
Alter kommt, in dem er mit Arthrose Probleme bekommt. Immer wieder läuft er
etwas unrund, so dass ich am Dienstag mit Jojo überlegt habe wie man ihn
beschlagen könnte damit er besser klarkommt. Da er vorne rechts immer wieder kürzer
tritt, haben wir probiert, ob er mit Hufeisen mit zwei Aufzügen vorne besser
klarkommt. Dienstags hat er die Eisen frisch drauf bekommen und Donnerstag
hatte er sich aber leider genau das Eisen vorne rechts verbogen und einen Nagel rausgezogen. Mist! Walter hat es
wieder so gut es geht gerade geklopft und neu drauf gemacht, aber es will
einfach nicht richtig halten und die Hämmerei auf die Hufnägel findet Flip an dem Fuß sichtlich unangenehm. 
Es ist es ganz schön unpraktisch, dass Jojo für ein Eisen nicht anfährt bzw.
grundsätzlich nur alle 8 Wochen kommt, aber die Anfahrt ist einfach zu weit.
Ansonsten wird Flip je nach Tagesform bewegt. Wenn er gut zu Fuß ist, machen wir mehr, wenn nicht, wird er geschont. Bewegt wird er aber immer damit er nicht einrostet.
Irgendwann bequemte er sich dann aber doch aufzustehen und wir sind mit seinem Kumpel Sammy eine große Runde gelaufen.
Flip hat so seine ziemlich eingeschworene Truppe um sich und scheint damit, wie man sieht, sehr zufrieden.
Am
Samstag als ich mit Roy unterwegs war, waren allerdings überall Pferde
unterwegs, so dass wir lange warten mussten/weit reiten mussten bis wir mal
freie Bahn hatten um wenigstens etwas traben zu können. Flip war es nicht
unrecht, dass es gemütlicher voran ging, denn bei 20 Grad musste er doch in
seinem Fast-Winterpelz ziemlich schwitzen. Auch habe ich in letzter Zeit das
Gefühl die Ausreitpartner galoppieren immer mehr als sonst, was Flip und ich
anstrengend finden. Da habe ich mich Flip angepasst, hihi.

Am
Sonntag war ich dann mit Luke und Nick ausreiten…..und schaut mal, wie schlank
Flip auf dem Foto von hinten aussieht. Damit der arme Kerl nicht von Fleische fällt...
nein, nein, weil er es so mag, waren wir danach auch noch zusammen mit Nick grasen.
Insgesamt
macht Flip zur Zeit einen zufriedenen Eindruck. Er genießt das Leben in der
Herrenrunde und ist auch sonst ganz gut drauf. Ich glaube, ihm gefällt auch,
dass er in letzter Zeit ab und zu mit Smoky in der Halle spielen durfte und
neulich war er sogar mit dem kleinen Thaddy in der Halle. Ich war mir nicht
ganz sicher ob das so gut klappt, den Thaddy wohnt ja nicht in der Herde und
Flip ist doch viel größer. Es hat aber super geklappt. Die beiden haben kurz
geschnuppert und dann trabten und galoppierten sie brav hintereinander her. Es
lief mit den beiden Jungs so harmonisch wie es noch mit keinem anderen Pferd.
Bis wir das wiederholen können, müssen wir allerdings etwas warten, denn Thaddy
macht gerade eine Woche Urlaub an der Ostsee mit der Diddle Maus. 
Nachdem
nun die Uhren wieder auf Winterzeit gestellt wurden, wird es mit dem Ausreiten unter
der Woche nach dem Büro leider nichts mehr. Da ist dann wohl wieder mehr
Hallensport angesagt. Nicht so unsere Wonne.
Heute
früh war ich gleich morgens bei Flip im Stall und wir hatten Glück, denn Michi
war auch gerade da und wollte Smoky laufen lassen. So konnten die beiden Jungs
vergnügt durch die Halle springen und wir hatten es ganz entspannt und konnten
mehr oder weniger in der Mitte stehen ohne uns groß bewegen zu müssen.
Das
ist für mich zurzeit auch ganz gut denn ich habe Probleme mit dem Becken oder
was auch immer es ist. Irgendwas habe ich mir verzogen und kann daher nicht
wirklich gut reiten oder rennen. 
Am
Sonntag haben wir dann nochmals einen großen Ausritt gemacht. Dieses Mal haben
wir wieder verladen und sind mal wieder zu Margit in den Ditzinger Reitverein
gefahren. 
Die
Fahrt lief dann gut, er war auch drüben total entspannt und stand brav neben Nick
während wir gesattelt haben. Als dann Geronimo ums Eck kam, hat er ihn freudig
begrüßt und wir konnten mit den drei Jungs total entspannt losreiten.
Vielleicht
hätten wir auf die Frage wann wir zurück sein müssen nicht nur mit den
Schultern zucken sollen. Wir waren eine riesen Runde mit knapp drei Stunden
Richtung Hochdorf unterwegs und ab den Mammutbäumen kannte ich mich dann gar
nicht mehr aus. Die Landschaft war aber total schön und wir hatten ja auch
tolles, warmes Sonnenwetter.

Auf
den Fotos sieht man in der Ferne einen langen Grasweg am Wald entlang. Dort
sind wir hoch galoppiert. Ich hatte allerdings nicht damit gerechnet, dass er
beim Angaloppieren wie früher einen riesen Bocksprung macht. HUCH! Er landete
dann im Kreuzgalopp, in dem man nicht so gut vom Fleck kommt, also
durchparieren und neu angaloppieren … tja, dann hatten wir allerdings schon
etwas größeren Abstand zu den anderen. Ich rief, dass sie langsam machen
sollten, aber sie hörten mich leider nicht.
Flip starte dann plötzlich voll
durch, wurde flach und schoss den Berg hoch. Himmel, ist der schnell!! Das ist
nichts für mich, denn ich hatte im Kopf, dass ich bei einem weiteren Bocksprung
dann in hohem Bogen in den Acker fliegen würde. Irgendwann hat sich dann Marie
mal umgedreht und gemerkt, dass sie mal warten sollten. Uff!! Ab da ging es wieder geruhsamer und mein Puls
erholte sich.
Auf
dem Heimweg bin ich dann teilweise auch gelaufen, denn wir waren alle ziemlich
müde. Kurz vor dem Ziel hat Fip dann auch kurz gestreikt und wollte keinen
Schritt weiterlaufen. Wir konnten ihn dann aber doch überreden und haben die
Jungs dann zu dritt ums Eck am Abspritzplatz angebunden während wir das Auto umgeparkt
und alles eingepackt hatten.
Das
wussten wir ja von den Malen davor, dass man Geronimo nicht einfach von Flip
wegführen kann ohne, dass Flip protestiert. Mit wem er unterwegs war, der darf
sich halt nicht einfach entfernen.
Am
Mittwoch war ich auf einem Geschäftstermin am Abend und eigentlich wollte Marie
einspringen. Da sie krank geworden ist, hat sich Nicole um Flip gekümmert und
war mit Nick als Handpferd und Luke als Begleitpferd ausreiten. Sie war voll
des Lobes und ich habe das Gefühl bald wird Flip von ihrer Familie komplett
adoptiert.
Zum
Glück hatten wir am Donnerstag den Feiertag und konnten bei ordentlichem Wetter ausreiten gehen, denn
dieses Wochenende ist total verregnet.
Zu
meinem Ausritt mit Petra hat sich noch Anja dazugesellt und so haben wir eine
nette Runde zu dritt bzw. sechst durch den Seewald gedreht.
Gayana
war schon länger nicht mehr mit, da sie Probleme mit der Sehne hatte und unterwegs
fand auch Petra, dass Sammy nicht so gut zu Fuß schien, so machten wir etwas
langsam.
Auf dem Heimweg habe ich einen Anruf von Anni bekommen, die gefragt hat wo wir sind und wann wir zurück sind. Da haben wir uns erst gewundert und befürchtet, dass etwas passiert ist. War es aber zum Glück nicht.
An
dem Tag durften die Pony- und Damen-WG gemeinsam auf eine Koppel, denn nächstes
Jahr wollen Anni und Walter versuchen, ob nicht doch alle Stuten zusammen (mit
Thaddy) auf eine Koppel können. Das wäre eigentlich, wenn sie friedlich sind, schön
für alle, da sie dann mehr Sozialkontakte hätten und man sie auch einfacher
raus- und reinbringen könnte. Mal abgesehen davon, dass es dann auch keine Probleme mehr mit Pferden gibt, die nicht alleine draußen bleiben wollen.
Seit
Donnerstag regnet es eigentlich stetig und sowohl gestern als auch heute war
nichts mit einem Ausritt ohne, dass man befürchten musste, dass man nass wird. Wochenende
ohne schöne Ausritte sind irgendwie so doof wie bei Ausritten nass zu werden.
Ich
hoffe, die nächsten Tage wird es wieder trockener und wir können raus, solange
es nach dem Büro noch heller ist.
In der Damen 2er -WG ist mittlerweile alles ganz ruhig, Gayana klebt wie Kaugummi an Diddle Maus und lässt sie auch auf der Koppel nicht aus dem Auge, und auch bei der neuen WG im Ponylaufstall hat sich mittlerweile alles beruhigt.
Anni meinte, Flip wäre nicht mehr unbedingt Chef und würde auch nicht mehr an den Großballen gehen wenn dort Funky steht. Carina erzählte, dass Funky neulich den Liegebereich verteidigt hat und kein anderes Pferd mehr reinkommen durfte. Da ist sie dann eingeschritten. Das geht dann halt doch nicht.
Auf
den Bildern, die ich von Anja habe, sieht man aber, dass es nicht ganz so schlimm sein kann. Nach dem Tiefmisten stand die komplette Jungsgruppe drinnen
und hat das frische Stroh genossen. Wie man sieht, steht da Flip auch dicht bei
Funky. Ich denke eher, wenn es um etwas geht, wird sich Flip noch Kumpel holen
und dem Jungspund sagen wo es lang geht. Dass sich ein so junges Pferd, nachdem
es sich einiger Maßen eingelebt hat, testen muss was geht, ist ja nicht
überraschend. Wir werden sehen wie das weitergeht und Daumen drücken, dass
alles harmonisch bleibt … auch solange Anni wieder in Reha ist und nicht
einschreiten kann.