Ich
hatte den Sturm allerdings etwas unterschätzt. Unterwegs kam mir dann, dass es
vielleicht nicht die beste Idee war das Üben alleine rauszugehen gerade auf
einen Tag zu legen, an dem noch der Sturm wütet.
Danach gab es dann auch ein Leckerli für den Besten. Im Trab kamen wir kaum vom Fleck, denn wir hatten so Gegenwind, dass es schon ziemlich mühsam für ihn war du er den Kopf ganz tief gegen den Wind hielt. Auf dem "Schattenbild" sieht man auch am Schweif gut wie windig es war.
Nach
einer knappen Stunde sind wir wieder zu Hause angekommen und ich bin sehr stolz
auf uns. Auf mich, weil ich mich endlich wieder durchgerungen habe alleine auszureiten
und auf ihn, weil er so gut auf mich aufgepasst hat und mich so zuverlässig und
brav durchs Gelände getragen hat.
Zuverlässig und brav sind ja so oder so Eigenschaften von ihm, die nicht nur ich schätze. Nachher sind wir zum Beispiel wieder mit Carina zu einem Spaziergang mit Basti verabredet.
Flip lässt es sich zwar nicht so anmerken, aber er scheint den
Jungspund gerne mitzunehmen. Neulich wollte ich mit ihm alleine spazieren gehen
und habe mich schon gefreut, weil er so flott loslief, aber an der Einfahrt zum
Nachbarstall blieb er stehen und wollte unbedingt auf Basti warten. Dumm nur,
dass Carina in der Zeit arbeiten musste und wir alleine weiter gehen mussten.
Weil er als gutes Vorbild vorne wegläuft, hatten wir es dann auch neulich noch den jungen Freund von Basti mit im Schlepptau. Das hat Flip erst gar nicht bemerkt, blieb dann plötzlich stehen und hat den jungen, schmalen Fuchs genauer unter die Lupe genommen.
Richtig niedlich, wie er immer wieder stehen bleibt und schaut ob die zwei Jungs auch folgen. Am entspanntesten ist es aber wenn wir mit seinen Lieblingskumpels Nick und Luke unterwegs sind. Am meisten macht es uns Spaß wenn wir von den großen Waldwegen weggehen und die kleineren, eigentlich verbotenen Wege nutzen. So wie neulich mit Nicole. Vom Sturm lagen zum Teil dünnere Bäume über die Wege und so hatten die Pferde mal etwas mehr zu gucken und die Füße zu lupfen. Bei einem größeren Baumstamm hat sich Nicole riesig gefreut, dass sie mal springen konnte. Ihr Angebot das mit Nick auszuprobieren, habe ich aber abgelehnt, denn ich bin ihn immerhin noch geritten und da werde ich sicherlich nicht gleich im Wald springen. Trotzdem ein nettes Angebot.
Auf
dem Rückweg kamen wir dann noch am großen Spielplatz am Seewald vorbei und
haben ein paar Kinder glücklich gemacht. Sie haben sich sehr gefreut, dass sie
unsere beiden Pferde streicheln durften. Das war eine der ganz leichten Übungen
für Flip und Nick.
Danach
gab es noch für jeden im Stall die Futterschüssel und im Anschluss sind sie
zusammen zum Sonnenbaden gegangen. Schön!