Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Montag, 20. November 2023

Die Arten Heu zu fressen

Auf meinen Post, in dem ich über Flips seltsame Art Heu aus der Heubox zu fressen, berichtet habe, habe ich von Petra und Simone von deren Jungs Bilder geschickt bekommen.

Die machen es auch so :-) 

Offenbar ist es in Pferdekreisen normal beim Fressen bis zu den Ohren ins Heu zu tauchen um das Heu von gaaanz unten zuerst zu futtern. 
Wir Menschen scheinen halt nicht zu wissen was besonders gut ist. 
Ja, und im Status bei verschiedenen Reiterinnen aus dem alten Stall habe ich gesehen, dass dort viel luxeriöser gefuttert wurde.
Das würde Flip sicher auch gefallen.

Sonntag, 5. November 2023

Was ein Sch...-Wetter :-(

So jetzt sind wir im November angekommen und damit am Beginn der Jahreszeit, vor der ich doch zugegebenermaßen etwas Bammel habe. 

Wenn ich mir die Fotos so anschaue, wie schön alles war, als es trocken und sonnig war, muss ich sagen, ist das jetzt schon eine ziemliche Umstellung. 

Es stürmt und regnet und das in so einem schnellem Wechsel mit Abschnitten, die sonnig sind, dass man so gar nicht weiß wann man am besten in den Stall geht. 

Eine Halle ist schon eine feine Sache, stelle ich auch jetzt immer wieder fest, wusste aber ja worauf ich mich einlasse. 

Als wir neulich im Wald nass wurden (nebenbei erwähnt, ohne Regenklamotten), habe ich Flip als wir wieder im Stall waren, mit Stroh abgerieben. Dann zog ich meine nasse Regenjacke aus und schneller als ich das Handtuch holen konnte, rubbelt der er sich schon an meiner trockenen Sweatshirtjacke den nassen Kopf ab. Ganz prima! Aber was soll ich sagen? 

Hauptsache dem Pferd geht es gut.

Gestern war die Wettervorhersage auch schon nicht erbaulich, aber wir hatten trotzdem Glück. Einmal Glück mit dem Wetter und, dass es nicht wirklich stark geregnet hat und dann, dass Moni gleichzeitig im Nachbarstall ankam und wir mit ihr und Smart zusammen eine große Runde drehen konnten. Dieses Mal waren wir im Hochdorfer Wald und in einem Teil des etwas entfernteren Waldes, den ich noch gar nicht kannte.

In Gesellschaft läuft es sich einfach besser, es ist kurzweilier, die Pferde scheinen sich zu mögen und sind auch in ähnlichem Tempo unterwegs. 

Heute hatte ich allerdings mit dem Wetter nicht ganz so viel Glück.

In Ditzingen hat die Sonne gescheint, aber als ich in Hemmingen ankam, tröpfelte es schon. Während des Putzens wechselte dasWetter, minütlich. 

Mal schaute man raus und es schüttete, beim nächsten Mal schien die Sonne.... den Moment der Sonne nutzte ich dann gleich und ich marschierte im Regenmantel und Flip in seiner neuen Regendecke, los. 

3 Minuten später begann der Regen schon wieder, aber als es stärker wurde, ging meine Planung auf und wir konnten unter einem Baum unterstehen.

Das fand Flip gar nicht schlecht, denn dort durfte er derweil grasen. Immer hungrig, der Bursche!

Es hätte schlimmer kommen können, aber ganz ehrlich, das ist nicht mein Wetter und es wird vermutlich noch scheußlicher. 



Sonntag, 29. Oktober 2023

Grüße aus Hemmingen

Der letzte Post endete mit der Überlegung wie wir das mit dem Hufschmiedtermin machen können. Ich hatte die Baustrahler von Armin im Kofferraum, aber zum Glück war es dann doch um 7:30h schon so hell, dass wir vor dem Paddock beschlagen konnten. Jojo ist nicht so begeistert von der längere Anfahrt und, dass wir für den nächsten Termin Mitte Dezember wieder überlegen müssen wo wir unter Dach und mit Strom und Licht beschlagen können, aber die Hauptsache ist, dass er zugesagt hat zu kommen.Einen passenden Platz werden wir schon finden.  

Im letzten Post hatte ich ja auch schon geschrieben, dass das mit der Heubox irgendwie nicht ganz so klappt wie ich das gedacht hatte. Wenn wir das Heu ohne Fressplatte oder Netz anbieten, fliegt es überall rum und mit der Fressplatte (mit den runden Löcher mit 8 cm Durchmessern), kommt Flip irgendwie nicht richtig klar. 

Die Platte war immer nach unten gedrückt und er hatte echt große Mühe das Heu herauszubekommen. Armin hat mir dann ein paar von den runden Öffnungen verbunden, so dass größere Öffnungen entstanden und ich dachte,  Flip kann dann das Heu besser rauszupfen. 

Am nächsten Tag habe ich allerdings beobachtet, dass er nicht zupft, sondern, dass sein kompletter Kopf in der Mitte von der Platte verschwindet, was eigentlich auch nicht Sinn und Zweck der Übung war. Egal ob mit der Platte (und den größeren Löchern) oder ohne, Flip steckt zum Fressen den Kopf so tief in die Heubox, dass er eigentlich bis zu den Ohren im Heu verschwindet. Sowas habe ich bisher auch noch nicht gesehen. 

Das bestellte Netz für die Box ist mittlerweile auch angekommen, aber als ich es eingebaut habe war Flip nicht wirklich begeistert. Er schaute zur Heubox und dann zu mir und wieder zur Heubox und wieder zu mir, als wollte er fragen, ob das mein Ernst wäre. Ich habe es ehrlich gesagt dann nicht übers Herz gebracht das Netz wie geplant zu verwenden, sondern habe es seitlich an die Heubox gebunden in der Hoffnung, dass nicht so viel Heu Richtung Ausgang zum Paddock rausfliegt. 

Er frisst also erstmal, bis ich einen besseren Einfall habe, ohne Netz oder Platte und wir kehren dann halt das Heu zusammen, das er verteilt.

Es wird ja ohnehin jeden Tag von uns Roomservice auf dem Auslauf und in der Box gemacht, so dass er auch für die Nacht eine frisch gerichtete Box mit mehr frischem Stroh und auch Heu am Schlafplatz hat. 

Die Heufütterung auf seinem Auslauf, auf dem er (sofern es das Wetter zulässt) die Vormittage verbringt, klappt mit der Mülltonne gut. Das Heu bleibt trocken, allerdings rutscht es nicht ganz so zu den Löchern nach vorne wie ich mir das gedacht hatte. Flip scheint damit aber trotzdem klar zu kommen und wenn ich aus dem Heuball, den ich für ihn draußen liegen habe, Heu aus den Löchern rausziehe, knabbert er auch dies ab.

Er macht sich allerdings nicht die Mühe sich mit dem Ball so zu beschäftigen, dass er das Heu langsam rausrieselen lässt und fressen kann. Er hatte einen viel schlaueren Einfall. Da ihn sein Nachbar (mindestens anfangs) immer wieder versucht hat am Zaun zu attackieren, der aber auch sehr gefräßig ist, scheinen die Jungs ein spezielles Arrangement getroffen zu haben. Anders lässt es sich irgendwie nicht erklären. 

Der Heuball wird nämlich regelmäßig drüben bei seinem Nachbar auf dessen Sandauslauf gefunden. Ich bin nicht sicher, ob Pferde so planen können, aber es wirkt, als würde Flip ihm gezielt den Ball rüberrollen. Der Ball rollt nämlich bisher noch nie in Richtung Wald oder einen anderen Weg. Man könnte meinen, er rollt ihm den Ball rüber, damit er beschäftigt ist und ihn so in Ruhe lässt. 

Wie das Ganze abläuft, hat noch niemand beobachten können, aber ich traue Flip das schon zu.

Ansonsten gehen wir jeden Tag ca eine Stunde zusammen spazieren und vor allem, wenn Flip merkt, dass wir uns Richtung Stall nach Hause gehen, wird ein ziemlich ordentliches Tempo vorgelegt. 



Letztes Wochenende sind wir von Klaus begleitet worden, der nun zu Flips besten Freunden geworden ist, weil er mit ihm immer grasen gegangen ist während ich die Box gerichtet und den Auslauf vorbereitet habe. 

Mit Gras kann man bei Flip viele Punkte sammeln. 

Ich freue mich, dass immer wieder Freunde auch aus dem alten Stall zu Besuch kommen. Besonders freut es mich auch, dass bis jetzt jeder gesagt hat, dass Flip einen total entspannten Eindruck macht und das Gefühl vermittelt, dass er sich in seinem neuen zu Hause richtig wohlfühlt. 

Das Gefühl habe ich auch, es ist aber schön, das auch als Beobachtung der anderen zu hören. 

Vorgestern haben uns Simone und Thomas zum Spaziergang besucht und wir haben zusammen eine große Runde gedreht. Dabei sind wir im Wald auf Baumfällarbeiten getroffen. Nicht wie wir die schon kennen, sondern auf Baumfäller, die an einem sehr hohen Kran in Schwindel erregender Höhe einen abgestorbenen Baum von oben nach unten abgesägt haben. Zuerst dachte ich, da werden wir nicht vorbeikommen. Da die Waldarbeiter aber signalisiert haben die Arbeit kurz einzustellen und Thomas vorangegangen ist, sind wir ihm dann doch gefolgt. Der Arbeiter, der aber in luftiger Höhe war, hat die Aufforderung zu stoppen offensichtlich nicht mitbekommen und ließ seine Motorsäge fröhlich weiterlaufen und aus großer Höhe knallten immer wieder große Äste ins Unterholz. Ich hätte nicht gedacht, dass Flip daran so brav vorbeiläuft. Ich bin richtig stolz wie er das gemacht hat. Er war zwar etwas angespannt und zuckte ein wenig, aber ansonsten lief er anstandslos mit uns vorbei. Alleine wäre ich da sicherlich nicht vorbeigekommen und schon gar nicht reitend. 

Nachdem ich neulich kurz vor unserem Stall eine ehemalige Reitbeteiligung von Kay und Aquino getroffen habe, sind wir heute gemeinsam eine große Runde gelaufen. Sie versorgt ein Pferd im Nachbarstall, mit dem sie auch meistens nur spazieren geht. Die beiden Pferde haben sich gut verstanden und wir haben viel Gesprächsthemen gehabt, da wir uns schon ewig nicht mehr gesehen hatten. Die Welt ist halt doch ein Dorf.  


Damit Flip nicht weiter Muskulatur abbaut, habe ich mir vorgenommen mich mit Frauke zu treffen um mich in Bodenarbeit, Handarbeit und Geitner-Training noch mal besser einweisen zu lassen. Wenn es unter der Woche abends eventuell doch zu dunkel und zu unangenehm ist um Spaziergänge zu machen, habe ich mir vorgenommen mit Flip auf dem Platz etwas zu trainieren. Ich möchte ja, dass er noch so lange wie möglich gut bemuskelt bleibt und ich auch weiterhin ab und zu mit ihm ausreiten gehen kann. Mal schauen wann wir es schaffen uns zu treffen und wie das dann so klappt.

Sonntag, 15. Oktober 2023

Wir haben uns gut eingelebt

 Also jetzt sind wir ja so ungefähr 3 Wochen im neuen Stall und ich muss sagen, die Entscheidung dort einzuziehen war richtig. 

Ich habe zwar jetzt einen etwas längeren Weg, musste alleine umziehen (also ich meine, keiner ist mitumgezogen), habe keine Halle und kein WC, dafür habe ich aber ein Pferd, das sich wohl zu fühlen scheint. 

Samstags sind wir ja umgezogen, sonntags war er sehr aufgeregt und ab Montag ging es eigentlich nur noch bergauf. Er ist entspannt und egal wo ich mit ihm herumlaufe, schaut er sich alles in Ruhe an und marschiert mit mir die ganzen neuen Wege entspannt ab. Ich glaube, bis jetzt haben wir keinen Spaziergang 1 : 1 so gemacht wie vorher. Es gibt so viele Wege durch den Wald und über die Wiesenwege drumherum, dass ich die ersten 2 Wochen immer wieder in einer App die Wege, die wir schon erkundet haben, festgehalten habe. 

Meist gehe ich mit Flip spazieren, aber ich bin auch schon 3 x ausreiten gewesen und ich glaube so entspannt waren wir früher noch nie draußen. Und, dass obwohl wir in dem Gebiet neu sind und beide nicht so gerne alleine draußen unterwegs waren.

Gestern gab es allerdings einen Augenblick, in dem ich dachte, es wäre vielleicht doch keine gute Idee gewesen einen Stall ohne Halle zu wählen.

Es war Regen angesagt, aber da die Sonne so schön schien, konnte ich das irgendwie trotz Regenbogen nicht ganz glauben. Ich ritt also mit Flip frohen Mutes rüber in den Wald und ab der Hälfte des Weges begann es zu schütten. Meinen Regenmantel hatte ich nicht angezogen (Wozu auch? Den hatte nicht mal mitgenommen) und so wurden wir klatschnass. Wir sind zwar auf den kleineren Wegen geblieben und haben versucht unter dem Blätterdach zu bleiben, aber das hat auch nicht viel geholfen. Das war nicht unser Wetter und Flip wollte auch gerne schnell wieder ins Trockene.

Klar, das ist nicht schön gewesen, allerdings gibt es auch etwas Positives von dem Ausritt zu berichten. Wir sind immer mal wieder ein Stückchen im Wald getrabt und da lief Flip lahmfrei. Das ist doch super!


Damit Flip bei schlechtem Wetter und im Winter den vorderen Bereich der Koppel nutzen kann, habe ich mich bei den anderen angeschlossen und ihm 18 Kubikmeter Hackschnitzel bestellt. Diese wurden dann am Freitag auch rechtzeitig vor dem Regen angeliefert. 

Herr Maier hat mir zum Glück angeboten die Hackschnitzel mit dem Traktor schon etwas vor zu verteilen damit es nicht zu große Arbeit wird. Letztlich hat er mit dem Traktor, aber alles so verteilen können, dass ich fast nichts machen musste. Juhu, denn das wäre eine ganz schöne Schufterei geworden. Er hat sogar von sich aus noch im vorderen Bereich, wo ansonsten eine Pfütze entstanden wäre, Erde und Brennesseln entfernt, so dass Flip nun einen schönen, gut nutzbaren Auslauf hat.

Insgesamt muss ich sagen, hatte ich auch viel Hilfe von Freunden, worüber ich mich sehr freue und total dankbar bin. Ohne sie hätte ich es nicht gepackt. Da sind auch Freunde von ganz früher, neuere Bekanntschaften und Freunde, bei denen ich besonders jetzt auch weiß, dass ich mich voll auf sie verlassen kann…und das tut einfach gut. Das hilft auch über Enttäuschungen weg zu kommen und an vergangene Zeiten einen Haken zu machen. Für alles scheint es eben seine Zeit zu geben.

Die Mülltonne, die ich mit Carina als Heuspender vorbereitet habe (bzw eigentlich hat es Carina gemacht und ich habe nur ein klein wenig Hilfsarbeiten geleistet), habe ich dann auch aufgestellt, damit Flip, wenn er vormittags auf dem Auslauf ist, auch zu fressen hat. 

Auf den Auslauf kommt er übrigens jeden Vormittag, sofern es nicht richtig übles Wetter hat. Also auch hier hat es sich verbessert. Er kommt zuverlässig einen halben Tag raus, hat zu fressen und zu trinken und ich muss mir keine Sorgen machen, dass er dort vielleicht im strömenden Regen, bei Hagel oder (wie es in der letzten Gruppe war), im Gewitter womöglich draußen stehen muss. Herr Maier sagte, sie kommen raus wenn es Wetter hat, bei dem er sich draußen auch noch wohl fühlen würde. Das ist für mich beruhigend und wenn Flip mal nicht raus kann, hat er ja eine riesige Box.

Alles in allem fühle ich mich dort wirklich gut aufgehoben und genieße die Ruhe dort. Ruhe heißt aber nicht gleichzeitig, dass ich befürchte Flip könnte sich langweilen. Er bekommt von seinem Paddock aus viel mit und es gibt für ihn immer wieder was zu gucken. 

Natürlich ist der Stall mit etwas mehr Arbeit verbunden, was aber eigentlich auch Spaß macht, denn wenn man sieht, dass dann etwas klappt und es Flip damit gut geht, ist das schön.

Ich muss schauen, dass ich das Wasser für den nächsten Vormittag bereitstelle, ihm das Heu für den Auslauf richten und ich miste abends noch nach, aber all das ist mir lieber als, dass ich mit einem schlechten Gefühl nach Hause gehen muss weil Flip doch nicht gut versorgt ist und ich aber an dem Zustand nichts ändern darf.

Das Sprichwort "learning by doing" stimmt hier aber auch. 

Nicht nur, dass ich Flip besser kennen lerne (wie viel frisst er, wie viel trinkt er wann und wo äpfelt er, was hat er für Vorlieben...) Man merkt auch gleich welches Equipment was taugt oder auch nicht. Der Wassersack z.B ist eigentlich eine recht gute Sache, allerdings jetzt schon leicht undicht und auch der Gartenwagen, der grundsätzlich eine gute Geschichte wäre, hat so seine Tücken. Die letzten Pferdeäpfel muss man dann doch mühsam rausschütteln. Besonders die Kombi von beidem ist auch etwas tricky. Wenn der Gartensack nicht ganz dicht ist und man mit dem Wagen vorher Mist befördert hat, muss man aufpassen, dass man beim Abkippen die Mistbrühe nicht womöglich in den Trinkbottich leert. Alles Dinge, die ich jetzt lerne.

Auch die Heubox muss noch optimiert werden. Flip drückt an der Heubox die Lochplatte so runter, dass er trotzdem nicht viel Heu erwischt. Wenn ich die Platte allerdings weglasse, verteilt er das Heu weiträumig, denn natürlich ist der leckerste Halm immer ganz unten. Das sind dann so Sachen, wo man etwas Grübeln muss wie man es verbessern könnte, aber auch das macht eigentlich Spaß. Jetzt werden einfach ein paar Löcher vergrößert und parallel habe ich noch ein Gestell mit einem Netz bestellt. Ich bin zuversichtlich, daß ich auch das in den Griff bekomme. 

Jetzt bin ich mal gespannt wie sich das alles so weiterentwickelt, denn mir ist durchaus bewusst, dass bei schönem Wetter alles etwas anders aussieht.

Nun kommt der Herbst und Winter und die Dunkelheit und dann werden wir mal schauen müssen, ob die Regenmäntel und Leuchtartikel halten was sie versprechen. 

Am Dienstagmorgen ist dann noch ganz wichtiger Termin. Jojo kommt. Ich hoffe, dass er die etwas längere Fahrt auf sich nimmt und wir auch zukünftig mit ihm rechnen können, denn mit zunehmendem Alter und mit den Veränderungen der Hufe, die ich feststelle, ist es natürlich umso wichtiger, dass wir weiter von ihm betreut werden. Dadurch, dass Flip weiter das linke Bein viel entlastet, hat der rechte Huf mehr Belastung und wird breiter. Auch muss sich Flip oftmals einlaufen oder er startet die Spaziergänge ziemlich langsam. Da weiß ich dann nie so genau, ob er womöglich Schmerzen hat oder keine Lust hat alleine vom Hof zu gehen. Er läuft sich dann aber nach einem Weilchen ein und rückzus ist er meist recht flott unterwegs.  

Für den Termin mit Jojo musste ich allerdings auch etwas hin und her überlegen, denn es ist dort im Stall gar nicht so einfach einen Platz zu finden, an dem man morgens um 7:30 Uhr, wenn es noch dunkel ist, beschlagen kann. Ich leihe mir daher einen Baustrahler und hoffe, dass das Wetter mitmacht und es nicht regnet, so dass wir auf dem Paddock oder davor beschlagen können. Auf den Gummimatten in der Box geht es nicht, in der Stallgasse ist nicht ausreichend Licht, bei den anderen Stallgassen geht es auch schlecht...Bis zum Folgetermin habe ich ja dann auch wieder 8 Wochen Zeit um das zu organisieren und eine Lösungzu finden.

Bis jetzt haben wir alle Herausforderungen gemeistert und ich hoffe, das bleibt auch so!