Also nachdem
Flip und ich gestern und vorgestern in der Halle waren, hat mich Jenny, die ihn
morgen versorgt, heute ausreiten geschickt. Morgen soll es nämlich wieder
regnen und da könnte Flip dann etwas unwirsch werden wenn er 4 Tage hintereinander Hallensport
betreiben soll. Da ich eh lieber raus gehe, war ich also mit Anja heute (trotz
echt stürmischem Wetter aber bei Sonne) draußen.
Flip war
natürlich wieder sehr brav und das ist auch gut so, denn ich habe am Freitag
eine Email von Sandra erhalten mit diesem Textteil:
„Petra hat mich gestern nochmals bzgl. dem
Orientierungsritt am 05. Okt gefragt. Sie hat uns nämlich wohl bereits
angemeldet und wenn wir nicht wollen, würde sie uns wieder abmelden, damit die
Startplätze wieder frei sind. Habe mit Armin gestern gesprochen, er würde uns
fahren..... Was meinst du?“
Was ich
meine? UPS, denn ich war mir nicht so
ganz im Klaren, dass wir uns schon so konkrete Pläne haben und uns angemeldet
hatten und bin mir ehrlich nicht so ganz sicher, ob ich mir das zutraue. Also
Flip hätte für seinen Part sicher keine Bedenken aber ….
Also, wir
sind nun so verblieben, dass wir angemeldet bleiben und vorher (vermutlich
nächsten Sonntag) mit Margit in Renningen oder im Gebersheimer Wald einen Testausritt
machen. Wenn das alles gut läuft und alle entspannt bleiben, fahren wir also an den Ebnisee und starten dort unseren ersten Orientierungsritt. Ich bin sehr gespannt wie das wird aber wie jeder sagt, ist das für uns sicher kein
Problem, denn Flip ist ja ein Verlasspferd und die mutige, kleine Neeshi orientiert sich eh an ihm!!!
Mein
Verlasspferd hat gestern in der Halle übrigens so getan als hätte er evtl.
Bauchweh daher bin ich nach einer halben Stunde abgestiegen und wir haben ihn
noch mit Neeshi laufen und dann noch etwas springen lassen. Neeshi ist noch nie
gesprungen und hat erst Flip genau beobachtet und ist dann mit ihm synchron
gesprungen. Das hat den beiden total Spaß gemacht, vor allem weil wir uns so gefreut
haben. Flip ist nicht der große Springer aber er bekommt es hin und es macht
ihm Spaß, wie man auf dem Foto sieht, dass mir Jako neulich geschickt hat
(gestern haben wir leider nicht dran gedacht die beiden aufzunehmen).
Und dann
noch was anderes:

Ich habe
mich heute mal wieder mit dem Bauern von gegenüber unterhalten, der die Schweine
artgerecht hält. Diese Schweine haben ein echt schönes Leben und werden nicht
eingepfercht und mit Medikamenten vollgepumpt, den Ferkeln werden keine Schwänze
kupiert und lauter so blödes Zeug, sondern sie können rein und rauslaufen,
buddeln, rumhüpfen und (wie man auf den Fotos sieht) zufrieden in der Sonne
Mittagsschlaf machen. Weil hier so viele lesen und ich nicht sicher bin, ob ihr
das wisst, schreibe ich euch mal was er mir erzählt hat. Er sagte mir nämlich,
dass ein „Freilandhaltungsschwein“ nicht unbedingt so ein Leben führt wie
unsere Nachbarsschweine, sondern es wohl ausreicht wenn sie im Freien geboren
werden und dann zum Beispiel eine Woche vor dem Tod nochmals raus dürfen. Ihr
Leben ist dazwischen auch nicht besser als das von den restlichen armen
Schweinen. Das ist doch eine Sauerei und,
wie ich finde, Verarschung der Kunden, die sich unter der Bezeichnung ja wohl
etwas anders vorstellen!
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