
Da es bei Reiterhochzeiten üblich ist (bzw. sich der Pferdebesitzer immer sehr
freut) wenn sein Pferd zur Kirche gebracht wird und ein paar Pferde Spalier
stehen, haben wir überlegt, wer wohl mitgehen könnte. Anfangs klang es als
wären wir ganz viele Reiter und Pferde aber dann wurden es immer weniger und so
blieben letztlich neben Sierra, der natürlich mit musste, noch Diddle Mouse, Monty
und Flip.

Ob Sierra zu Diddle in den Hänger steigen würde, haben Laura und Anni
im Vorfeld schon heimlich und erfolgreich ausprobiert. Tja, und ob ich mir
überhaupt zutraue Flip und Monty rüberzufahren und mit Flip vor die Kirche zu
gehen, war ich mir lange nicht sicher. Wir sind weder mit dem Fahren noch in fremder
Umgebung geübt und meist ist Flip am Ziel ausgestiegen und wollte immer gleich
ohne lange zu warten (und notfalls alleine) die Umgebung erkunden. 
Laura hatte aber alles super organisiert und vorher
abgefahren, so dass ich mir allen Mut fasste und den Schwertransport mit Monty
und Flip nach Kornwestheim fuhr. Wir konnten auf einem Schulhof bei der Kirche
ums Eck ausladen und das Tor hinter uns schließen, damit sich kein Pferd
womöglich aus dem Staub machen konnte. Da fiel mir ein Stein vom Herzen, denn nach
Flips Galopprun damals von Hennigs Stall zurück nach Hause bin ich nicht mehr
so mutig was Ausflüge mit ihm angeht.
Am Samstag war aber alles gut und wir konnten alles ohne
Stress richten, die Trensen mit Blumen versehen und sind dann in aller Ruhe zur
Kirche gegangen, wo wir auf das Brautpaar gewartet haben. Flip war sehr brav
und wie er halt so ist, erledigte auch in Ruhe was zu erledigen ist ;-).

Als Dani ihren Sierra sah, kamen ihr die Tränen und das
Hochzeitspaar freute sich total, dass er so hübsch geschmückt vor der Kirche
wartete. Das war eine schöne Überraschung und der Aufwand hat sich gelohnt.
Die Pferde stiegen auch heimzus brav in die Hänger und fuhren
artig und ruhig nach Hause zurück. Meine Anspannung (die man auch leider auf
den Bildern sehen kann) legte sich aber erst langsam nachdem alle wieder heil
daheim waren und Laura meinen Hänger wieder an seinen Platz rangiert hatte. Ich
wollte es gar nicht erst versuchen den Hänger rückwärts bis ganz nach hinten
auf seinen Parkplatz zu fahren, denn Laura macht das so easy, dass man nur
immer wieder staunen kann … und außerdem wäre es dann womöglich so gelaufen wie
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