
Das Wochenende fing ganz entspannt an. Am Samstag war ich
gemütlich mit Monty und Sammy im Seewald ausreiten und heute früh war ich mit Petra
zum Kutschefahren verabredet. 
Da wir nächste Woche Sonntag Fahrstunde haben,
musste ich mal wieder an die Leinen, wenn ich das Fahren nicht voll an den Nagel
hängen möchte. Am Donnerstag habe ich mit Petra schon Trockenübungen gemacht während
Marie bei Bianca eine Reitstunde auf Flip genommen hat (das lief übrigens so
gut, dass sie jetzt immer mal wieder bei Flip einspringen wird und ihn auch mal
tagsüber bespaßen kann). Daheim habe ich dann mit meinen PET-Pferden „Cola“ und
„Mezzo“ die Leinenhaltung etwas geübt
aber das ist nicht so spannend wie mit einem echten Pferd. Ich habe zugegebener
maßen nicht so gut geschlafen und war etwas nervös wegen dem Fahren aber Petra
hat ja zum Glück die Ruhe weg und verfrachtete mich auf die Kutsche bevor ich
Flip mit der Nervosität anstecken konnte. Wir haben nämlich heute Nick als
Begleitpferd mitgenommen, der bei seinem ersten und damit auch letzten Versuch
mit Nicole an der Kutsche zu gehen, durchging. Nun wollten wir testen, ob er
sich doch wieder an eine Kutsche gewöhnen könnte und so ritt sie mal hinten,
mal neben und auch vor uns. Er war sehr brav und alles hat auch richtig gut und
entspannt geklappt. Bis die Leinengriffe bei mir allerdings wieder richtig gut
sitzen, muss ich noch oft üben. Zum Glück ist Flip so ein verlässliches
Fahrpferd, der uns souverain durch die Landschaft zieht. 
Eigentlich wollte uns auch Sandra begleiten aber die blieb
mit Armin bei Anni und Walter zum Krisengespräch. Ameen war nämlich heute
früh so mit der Herdeneingewöhnung überfordert, dass er sich unter anderem an
Sammy vergriffen hat, ihm heftig an der Gurgel hing und Nick so nervte, dass
der ihn an den Zaun pfefferte. Was da berichtet wurde, klang leider nicht schön
und entsprechend angespannt und bedrückt war die Lage. Es ist immer richtig blöd wenn
man von seinem Pferd hört, dass es negativ auffällt, man sich um den eigenen
und die anderen Sorgen machen muss…. und
in dem Fall hätte auch keiner damit gerechnet.
Nach vielem Grübeln und einigen Gesprächen über den ganzen
Tag hinweg wurde nun aber eine Lösung gefunden, die ganz gut scheint und ich
drücke ganz fest die Daumen, dass der Kleine wieder runter kommt, sich schnell einlebt
und man evtl. später, wenn er gefestigt ist und Tagesablauf, Stallleben…. kennt,
nochmals einen Versuch starten kann ihn mitder Herde zusammen zu führen. Jetzt wohnt er, nachdem lange überlebt wurde welche Pferde-Kombination wohl am besten passt und ein Boxentausch
vorgenommen wurde, erst einmal oben in der mittleren Paddockbox zwischen einem
heute angekommenen Pferdchen und Shiraz. Der erste Eindruck von dieser WEG ist jedenfalls ganz gut. Damit wäre das Problem erst einmal ganz gut
gelöst und alle können wieder zur Ruhe kommen.
Heute Nachmittag war dann noch Sandras Heilpraktikerfreundin
da und hat Aneesha, Ameen und Flip angeschaut und ausgetestet. Alle
Pferde haben nun (wieder) eine Liste mit Mittelchen bekommen, die wir die
nächsten Wochen verabreichen werden in der Hoffnung, dass es den Pferdchen gut bzw. besser geht und alle geschwächten Organe… gestärkt werden. Nach dem letzten Mal (vor
einem Jahr) hatten wir das schon einmal und Flip ging es nach der Behandlung,
die ziemlich aufwendig war (eine ganze Reihe Tropfen, Pilze…) gut, also werden
wir auch dieses Mal alles brav verfüttern.
Der Tag heute war ein heißer und totaler
Stalltag von 9h Kutsche bis 20:30h nach dem gemeinsamen Pizzaessen, das wir alle
als Stärkung nach der ganzen Aufregung dringend gebraucht hatten. Entsprechend
müde werde ich jetzt ins Bett gehen. (Flip ist, wie man sieht, schon beim Medikamente
austesten fast eingenickt und musste den Kopf auf Sandra abstützen).
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